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Eine ganz andere Fußballwelt


FFussball Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 09.09.2021

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Bildquelle: FFussball Magazin, Ausgabe 5/2021

Es waren Bilder mit viel Symbolkraft. Am 17. Juni 2020 gastierte Bayer 04 Leverkusen letztmals in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga im Ernst-Abbe-Sportfeld Ein torloses Remis besiegelte damals den Abstieg für den FF USV Jena. Nach der Spielrechtsübertragung auf den FC Carl Zeiss wenige Wochen später und der Zweitligameisterschaft eine Saison später unter Trainerin Anne Pochert sind die Jenaerinnen nun zurück im Frauenfußball- Oberhaus und führen somit den erfolgreichen Weg des Thüringer Frauenfußballs fort. „Wir freuen uns auf die erste Saison in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga als FC Carl Zeiss Jena. Dies ist ein weiteres Stück Geschichte im neuen Verein. Wir wollen die Saison spannend und offen für uns gestalten und erwarten am Ende den Klassenerhalt für ...

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... uns“, schickt Pochert voraus. Wie konkurrenzfähig das neue Te am im Oberhaus sein wird, lässt sich auch für die Trainerin zu Saisonbeginn noch nicht verlässlich beantworten. „Wir haben in erster Linie Spielerinnen mit einem guten Charakter und Führungsqualitäten verpflichtet. Als Aufsteiger sind wir natürlich eine der Mannschaften, für die es gilt, sich erst einmal auf den Ligaverbleib zu konzentrieren. Hier ist es vor allem gefragt, auf und neben dem Platz Verantwortung zu übernehmen. Ich denke, dabei sind wir ein großes Stück weiter als in der letzten Saison.

FC Carl Zeiss Jena

VereinsErfolge (Männer)

3x DDR-Meister 1963, 1968, 1970 4x FDGB-Pokalsieger 1960, 1972, 1974, 1980 Finalist im Europapokal der Pokalsieger 1981

Meilensteine

W Mit 1097:761 Punkten in 929 Spielen führen die Männer des FC Carl Zeiss die Ewige Tabelle der DDR-Oberliga an.

W 1981 zog das Team in das Finale um den Europapokal der Pokalsieger ein. Das Endspiel ging gegen den damaligen Vertreter der Sowjetunion, Dinamo Tiflis, mit 1:2 verloren.

W In der DFB-Pokalsaison 2007/08 zogen die Männer des Vereins ins DFB-Pokal-Halbfinale ein, wo sie 0:3 gegen Borussia Dortmund scheiterten.

W 2017 gründete der Verein eine Frauenfußballabteilung, zwei Jahre später folgte die Übernahme der Mannschaften des FF USV Jena.

W 2021 folgte der Aufstieg in die FLYERALARM Frauen-Bundesliga.

In der Sommerpause ging es für die einzige weibliche Trainerin unter den Erstligisten vor allem darum, den neuen Spielerinnen ihre Fußballphilosophie beizubringen.

So soll ihr Team immer spielerische Lösungen mit Ball finden. „Ich mag es, den Ball zu haben und diesen, wenn möglich, aktiv und schnell zurückzuerobern. Die Grundlage von allem ist die aufopfernde Bereitschaft, gegen den Ball zu arbeiten“, sagt sie. Es ist schön zu wissen, dass man sich in Jena fortan wieder auf das Sportliche besinnen und die eigenen Existenzängste hinter sich lassen kann. Die Rahmenbedingungen haben sich im Vergleich zu FF- USV-Zeiten klar verbessert, das Frauenteam hat jetzt feste eigene Rasenplätze, „mehr Möglichkeiten in der täglichen Trainingsarbeit mit der Mannschaft und der Austausch mit dem Männerteam ist gewinnbringend“, so Pochert. Mit der Fertigstellung des neuen Stadions 2023 bekommen die Fußballerinnen dann auch ein festes Zuhause direkt auf dem FCC-Gelände und damit einen eigenen Frauenbereich.

“ Der Verein ist deutlich größer. Mehr Personal kümmert sich nun um die Belange des Frauenfußballs.

Strukturell, finanziell, organisatorisch ist es einfach eine ganz andere Welt. „Der Verein ist deutlich größer. Mehr Personal kümmert sich nun um die Belange des Frauenfußballs. Alle packen mit an. Sicherlich müssen noch einige Abläufe optimiert werden, aber grundsätzlich war der Schritt zum FCC wichtig und vor allem notwendig, um den Frauenfußball weiter voranzubringen und konkurrenzfähig zu bleiben“, sagt die Cheftrainerin. Von den professionellen Bedingungen profitieren letztendlich auch die Spielerinnen. Die Bedingungen für den Leistungssport sind besser. Auch von der Reichweite und dem Namen des Vereins können die Frauen profitieren. „Mehr Menschen interessierten sich zuletzt für unseren Sport. Wir hoffen, dass wir auch in der kommenden Saison den Zuschauern viel Freude bereiten.“ Der Saisonauftakt ging aber schon mal daneben – gut, es ging gegen Bayer Leverkusen, eine Mannschaft, die sich deutlich im Aufwind befindet und deutlich höher gesteckte Ziele hat, als der FC Carl Zeiss. Das erste Heimspiel hätte aber durchaus einen positiven Start verdient gehabt, gleich zweimal hätte die Heimelf in der Anfangsviertelstunde per Großchance in Führung gehen können. Daher zeigte sich Pochert trotz des 0:3 durchaus zufrieden: „Wir sind sehr ansprechend aufgetreten. Wir müssen aber unsere Chancen besser nutzen, in der ersten Liga heißt es, vor dem Tor abgeklärter aufzutreten.“ Es steckt als noch viel Arbeit vor dem neuen Thüringer Team.

Marcel Hache