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Eine Million für einen BVB-Sieg!


Sport Bild - epaper ⋅ Ausgabe 17/2019 vom 24.04.2019

Alles zum Titel-Finale! Für das Spiel in Berlin lobten Dortmunds Bosse eine Extra-Zahlung aus. Bayern-Trainer Kovac schwört seine Stars mit „Hausaufgaben“ ein


MEGA-PRÄMIE ENTHÜLLT

BUNDESLIGA

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Bildquelle: Sport Bild, Ausgabe 17/2019

Serge Gnabry zählt zu den Gewinnern unter Trainer Niko Kovac. Der Außenstürmer war bislang an 17 Treffern (neun Tore, acht Assists) beteiligt


Niklas Süle hat das Weltmeister-Duo Hummels/Boateng gesprengt, ist in Bayerns Abwehr gesetzt. Gegen Bremen erzielte er das erlösende 1:0


Im Meisterkampf ging Borussia Dortmund schon langsam die Luft aus. Neun Punkte Vorsprung auf Bayern hatte der BVB eingebüßt, da schalteten die ...

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... Klub-Bosse in den Attacke-Modus. Mitte März rief Manager Michael Zorc (56) nach Wochen der Zurückhaltung auch offiziell das Ziel Meisterschaft aus.


„Wenn wir die Konzentration hochhalten, werden wir Meister!“
Kovac’ Kabinenansprache


„Wir werden alles versuchen und bis zum letzten Spieltag kämpfen, um Meister zu werden“, sagte Zorc. Um das Ziel zu untermauern, gab es vor dem folgenden Spiel in Berlin nach SPORT BILD-Info einen zusätzlichen Anreiz für die Spieler. Der BVB lobte intern eine einmalige Siegprämie in Höhe von einer Million Euro für die Mannschaft aus. Das Duell bei Hertha wurde als Schlüsselspiel angesehen, der letzte Dortmunder Liga-Sieg in Berlin datierte aus dem Jahr 2014. Der Anreiz verfehlte seine Wirkung nicht: Dortmund gewann durch ein Last-minute-Tor von Kapitän Marco Reus 3:2 und kämpft – trotz des 0:5 im direkten Duell in München – auf Augenhöhe um den Titel. Gerade mal einen Punkt liegt der Rekordmeister vorn, so einen knappen Vorsprung hatten die Bayern am 30. Spieltag noch nie seit der Einführung der Drei-Punkte-Regelung.

Marco Reus erzielte in dieser Saison 16 Tore und bereitete elf vor. Der BVBKapitän will endlich seine erste Meisterschaft gewinnen


Jadon Sancho ist Dortmunds Top-Scorer. Der Flügelflflitzer traf elfmal und legte 18 Tore auf. Im Hinspiel gegen Schalke erzielte er den 2:1-Siegtreffer


Die Klubs liefern sich das Psycho-Finale um die Schale: Keiner will mehr einen Fehler machen – und alles wird doppelt hinterfragt!

Bei den Bayern versuchten es die Verantwortlichen noch im Herbst mit einem anderen Motivationstrick.

Im Leistungstrakt an der Säbener Straße hing ein Plakat mit dem nächsten Gegner. Die Wirkung verpuffte: Bayern schlitterte in eine Krise. Inzwischen hält es Niko Kovac (47) simpler: kurze, knackige Ansprachen.

Immer wieder die Erinnerung an die Profis, auch auf das eigene Abwehrverhalten zu achten (Lieblingswort: „Restverteidigung!“). Der Vorhang an der Säbener Straße wird inzwischen vier Tage vor einem Spiel fürs Geheimtraining zugezogen, zuvor waren es drei Tage. Ansonsten gilt: so weitermachen wie in den vergangenen Wochen. In der Rückrunde holte Bayern in 13 Partien elf Siege, spielte einmal remis und verlor nur in Leverkusen. Kovac apellierte in der Mannschaftsansprache vor dem 1:0 am Samstag gegen Bremen an die Stars: „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen, die Spiele gewinnen. Wenn wir die Konzentration hochhalten, werden wir Meister.“

Damit es klappt, hält er inzwischen strikt an Taktik und Stammpersonal fest. Dass Franck Ribéry (36/Vertrag läuft aus) nur noch wenige Spiele hat, um sich zu verabschieden? Egal! Bei Kovac spielen auf den Flügeln die neuen Gesichter des Vereins, Coman und Gnabry. Schlicht und einfach, weil sie besser sind.


„Es ist wichtig, alle Spieler auch in schwierigen Situationen zu belohnen.“
Reus über den Elfer in Freiburg


Mehr auf sich und weniger auf die Gegner schauen – das hat auch Lucien Favre im Titelkampf gelernt. Am Morgen nach der Klatsche in München sah er so ausgelaugt und müde wie nie zuvor beim BVB aus. Hinter ihm lag eine kurze Nacht, in der er Konsequenzen für das Saisonfinale beschloss. Zum einen: eine neue Defensiv-Taktik! Favre erklärte Julian Weigl (23), dem Sechser, dass er mit ihm im Saisonfinale als Innenverteidiger plant.

Zum anderen: In der Woche nach dem 0:5 bei Bayern sprach sich Favre mit Reus aus und versprach dem Kapitän, dass er ihn nicht mehr im Sturmzentrum einsetzen wird, sondern seine Stärken im Mittelfeldzentrum braucht. Eine Änderung, die Reus unterstützt.

In München müssen sich dagegen einige Stars im Endspurt auf die Zunge beißen. Renato Sanches (21) meinte nach seinem erneu-ten Kurzeinsatz gegen Bremen: „Fünf Minuten Spielzeit sind nicht genug. Ob eine Leihe oder ein Verkauf besser ist, werden wir sehen.“ Nationalspieler Leon Goretzka (24) rotierte vor dem Spitzenspiel gegen Dortmund aus der Mannschaft und fehlt seitdem in der Startelf. „Natürlich ärgert man sich, wenn man nicht in der Startelf steht. Das hat gegen Dortmund alle überrascht – mich auch“, sagt Goretzka, „aber das muss ich so hinnehmen. Im Endspurt ist kein Platz für persönliche Eitelkeiten.“

So sehen es auch die Bosse, die in München im Psycho-Finale mitmischen! So soll Shootingstar Serge Gnabry (23) mit seiner Ernährungsumstellung bei Präsident Uli Hoeneß (67) für Stirnrunzeln gesorgt haben. Hoeneß soll wegen der veganen Ernährung Bedenken angemeldet haben, ob dem explosiven Stürmer ohne Fleisch nicht die Power fehle. Gnabry stimmt seine Ernährung jedoch genau mit den Experten des Vereins ab, er fühlt sich körperlich besser als je zuvor.

Auch beim BVB spielt die Ernährung im Endspurt eine wichtige Rolle. Der BVB setzt auf Smoothies einer bestimmten Marke. Sie sollen für eine schnelle Zufuhr von Vitaminen, Mineralstoffen und Energie direkt nach den Spielen sorgen. Zudem funktionieren die BVB-Stars als „Wir-AG“ statt als „Ich-AG“. In Freiburg überließ der eigentliche Schütze Reus den Elfmeter Paco Alcácer (25).

Seine Begründung: „Paco hatte eine schwierige Zeit, und du musst als Mannschaft funktionieren – da ist es wichtig, alle Spieler auch in schwierigen Situationen zu belohnen.“ Denn schließlich gilt beim so eiskalten Torjäger Alcácer ebenfalls: Im Titelrennen entscheidet am Ende die Psyche!

Mitarbeit: Jörg Weiler, David Verhoff


FOTOS: DPA/Picture Alliance (2), Getty Images (2)