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„EINE ROLLE IM FANTASYFILM – DAS FINDEN MEINE KIDS NATÜRLICH TOLL“


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Grazia - epaper ⋅ Ausgabe 16/2022 vom 13.04.2022

INTERVIEW

Artikelbild für den Artikel "„EINE ROLLE IM FANTASYFILM – DAS FINDEN MEINE KIDS NATÜRLICH TOLL“" aus der Ausgabe 16/2022 von Grazia. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.
Oliver Masucci als Anton Vogel, Präsident aller Zauberer in ?Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse?

EXKLUSIV

EIN DEUTSCHER SCHAUSPIELER IN EINEM HOLLYWOODFILM – das ist immer noch etwas Besonderes. Doch bei Oliver Masucci (53), der in „Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse“ in die Rolle des Zauber-Präsidenten schlüpft, kommt als weitere Besonderheit hinzu: Weder er noch wir bekamen den Streifen vorab zu sehen, was ja normalerweise die Grundlage für so ein Interview ist. „Ich glaube, er ist einfach noch nicht ganz fertig – all diese aufwendigen Tricks, wissen Sie“, mutmaßt Masucci, der 2021 den deutschen Filmpreis Lola als bester Hauptdarsteller für „Enfant Terrible“ gewann. Insofern war unser Zoom-Talk über die „Tierwesen“ ein bisschen, nun ja, mysteriös und magisch zugleich…

Herr Masucci, Sie spielen den Vorsitzenden der Internationalen Zauberervereinigung – sieht man Sie im Film denn auch zaubern?

Pssst, no comment. (Er lächelt ...

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... vielsagend in die Laptop-Kamera.)

Dann verraten Sie uns doch bitte wenigstens, ob Sie als Kind einen Zauberkasten hatten.

Hatte ich! Da waren auch Furzkissen drin. Ich konnte Geldstücke wegzaubern – und bis heute weiß ich, wie der Zaubertrick geht, damit ich „errate“, welche Karte jemand vorher aus einem großen Stapel gezogen hat. Apropos zaubern: Am Set gab es einen Mitarbeiter, der war wirklich nur für die Zauberstäbe zuständig, die er uns Schauspielern vor jeder Aufnahme salbungsvoll überreichte.

Sind Sie jetzt, wo Sie in einem Film aus dem Harry-Potter-Universe mitspielen, für ihre drei Kinder im Teenageralter cooler geworden?

(lacht) Denen war schon sehr wichtig, dass ich entweder in einem Superhelden-Movie oder in einem Fantasyfilm mitspiele. Inzwischen hab ich mit Jamie Foxx und Snoop Dogg einen Film gedreht, in dem ich ein Vampir mit Superkräften bin. Das finden die natürlich ganz toll!

Mads Mikkelsen, der im Film den Bösewicht Gellert Grindelwald spielt und Ihr direkter Gegenspieler ist, sieht Ihnen ausgesprochen ähnlich. Führte das am Set zu Verwechslungen?

Mads ist ausgesprochen charmant und unglaublich gewinnend, aber vor allem sehr lustig. Wenn die Kamera für eine Großaufnahme auf meinem Gesicht war, kam von hinten immer seine Stimme: No, no, put the camera on my face! Wir hatten jedenfalls Spaß mit unserer Ähnlichkeit und haben’s sportlich genommen.

Feiern Sie solche großen Hollywood- Engagements eigentlich anders als Zusagen für deutsche Produktionen?

Ach ja, dann geht man schon mal besonders gut essen.

Und wie war das bei dem Film „Er ist wieder da“, in dem Sie Adolf Hitler spielen? Die Rolle war doch sicher eine große Herausforderung…

Es war eher so, dass ich anfangs beleidigt war, nach dem Motto: Wieso kommen die denn auf mich, ich sehe doch nicht aus wie Hitler! Aber als wir dann während des Drehs durchs Land gefahren sind, um den Leuten die braune Gesinnung aus der Nase zu ziehen, fand ich das wahnsinnig spannend und interessant. Wobei ich zugeben muss, dass es mich schon viel Überwindung kostete, als Hitler durch die Einkaufsstraßen zu spazieren, wir drehten ja meistens mit versteckter Kamera.

Ihr Vater besaß in Bonn drei Restaurants. Wäre eine Karriere als Gastronom für Sie in Frage gekommen?

Ich habe von klein auf mitgearbeitet, habe gekocht und gekellnert. Und Teller abgewaschen. Denn mein Vater war zu geizig, eine Spülmaschine zu kaufen. (lacht) Es war tatsächlich geplant, dass ich den Familienbetrieb übernehme. Aber das wollte ich nicht. Ich hatte schon immer eine blühende Fantasie, und die Welten, in denen ich jetzt unterwegs bin – da wollte ich auch immer hin.

Ihre Lauf bahn lässt sich in zwei Abschnitte unterteilen: die Zeit als Schauspieler am Wiener Burgtheater und anderen großen Bühnen und jetzt die Phase, in der Sie Filme und fürs Kino und Fernsehen drehen. Wie kam’s dazu?

Ich hatte Kinder, die Wunschkinder sind, und ich wollte mich um sie kümmern. Eins kam auf Mallorca zur Welt, zwei wurden in der Nähe von Wien geboren. Weil meine damalige Lebensgefährtin, die Mutter der beiden letzten Kinder, wahnsinnig viel gearbeitet hat, konnte ich nicht auch noch ständig weg sein zu Dreharbeiten. Das Engagement an der Wiener Burg war von daher sehr praktisch. Das italienische Gen in mir wollte schon immer eine große Familie, ich find’s toll, wenn viele Leute am Tisch sitzen. Also habe ich mich die ersten sieben Jahre zu 80 Prozent um die Kinder gekümmert, immer viel zu viel gekocht. Aber ich hab es wahnsinnig gern getan, und deshalb haben die Kinder eine ganz, ganz enge Bindung zu mir.

DER ITALIENER IN MIR WOLLTE IMMER EINE GROSSE FAMILIE UND VIELE LEUTE AN EINEM TISCH

Inzwischen sind Sie sehr häufig unterwegs, auch international…

Ja, und das ist nicht immer nur schön, die Trennungen schmerzen! Aber nun sind es eben die beiden Mütter, die sich verstärkt kümmern.

Sie kennen sicher die Filmkomödie „Notting Hill“, in der sich der von Julia Roberts gespielte Filmstar in Hugh Grant verliebt, der sich als Journalist ausgibt.

Klar. Wieso?

Im Oktober 2015 gaben Sie der Journalistin Tanit Koch ein langes Interview, und kurz darauf waren Sie beide ein Paar. Witzige Parallele mit Ihnen in der Julia-Roberts-Rolle, oder?

Ach, in Wahrheit hat es dann doch ein paar Jahre gedauert, wir sind erst seit 2019 zusammen. Irgendwann trafen wir uns in Bonn, wo wir ja beide herkommen. Aber tatsächlich fragte mich meine Presseagentin direkt nach dem Interview, ob es etwa zwischen uns gefunkt hätte.

Und?

Offenbar haben wir beide etwas länger gebraucht, um das zu schnallen. (lacht)

Interview: Kalle Schäfer