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Eine Winterreise quer durchs Land


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segeln - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 23.02.2022

Winterreise Azubis

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Lübeck empfängt die beiden angehenden Bootsbauer mit Schnee und frostigen Temperaturen

Kurz vor Weihnachten schwitzten Clara Böckenhoff und Paul Winter Blut und Wasser. Fertig war ihr Boot da längst nämlich noch nicht, der Zeitplan allerdings eng gestrickt. Denn die beiden hatten ein klares Ziel: Direkt nach den Festtagen wollten sie es ihren Mitschülern aus dem hohen Norden gleichtun und ihren Schulweg von stolzen 1200 Kilometern bis zur Landesberufsschule für Bootsbauer auf dem Priwall in Lübeck-Travemünde endlich auch einmal auf eigenem Kiel zurücklegen. Dass das große Vorhaben ausgerechnet zum Winterabenteuer werden würde, war dem Termin von Pauls Gesellenprüfung geschuldet. Die Ankunft an der Ostsee pünktlich zum Start des entscheidenden Schulblocks Anfang Januar sollte der mutigen Tour quer durchs Land das i-Tüpfelchen aufsetzen.

Und so gaben die engagierten Azubis der Michelsen Werft in Friedrichshafen auf den letzten Metern noch einmal alles, um ihre H-Jolle ...

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... mit dem schönen Namen Alte Liebe aufs Wasser bringen und die einstige „Schnapsidee“ damit tatsächlich in die Tat umsetzen zu können – auch wenn das hieß, bis tief in die Nacht in der Werkstatt zu stehen.

Ein langer Weg lag da jedoch bereits hinter den angehenden Bootsbauern. Im Oktober 2020 hatten sie das lädierte und herrenlose Bötchen aus dem Jahr 1953 adoptiert, das der Werft am Bodensee einst geschenkt worden war und bereits Gegenstand mehrerer erfolgloser Azubi-Restaurierungsversuche gewesen war. Als es dann schließlich aussortiert und zersägt werden sollte, beschlossen Clara und Paul spontan, es vor diesem Schicksal zu bewahren. Gemeinsam wollten sie es wieder auf Vordermann bringen und machten mit ihrem Arbeitgeber einen Deal: Gearbeitet werden darf in der Werft – allerdings erst abends nach Feierabend und am Wochenende.

Ende Dezember 2021, fast 15 Monate später, war aus der schrottreifen Alten Liebe ein Fastneubau geworden. Die wenigen Originalteile, die Clara und Paul hatten erhalten können, lassen sich an einer Hand abzählen: zwei Decksbalken, das Spiegelknie, der Mast, der Großbaum und das Mahagoniholz des Schwertkastens. „Das restliche Boot ist ganz neu entstanden – von den Spanten bis zum Deck“, erzählt der 23-jährige Paul und schätzt ihren Arbeitsaufwand auf sage und schreibe 2000 bis 3000 Stunden.

Von Überdruss war trotz aller Erschöpfung jedoch bis zum Ende keine Spur. Auch weil die Azubis das Projekt als große Chance begriffen, sich neben der Arbeit in der Werft weiterzubilden. Bei der Restauration der Alten Liebe konnten sie ihre ganz eigenen Vorstellungen verwirklichen und Neues ausprobieren. Natürlich klappte nicht alles auf Anhieb. „Wir hatten zum Beispiel noch nie ein Deck konstruiert und auch kein altes da, das wir kopieren konnten. Wir mussten also gucken, wie andere H-Jollen aussehen, wie man so ein Deck aufbaut, was die Klassenvorschriften sagen und wie die Abstände und Maße sein müssen. Das war richtig spannend und lehrreich“, berichtet Clara. Der erste Versuch sei gleich schiefgelaufen. „Die Decksbalken haben wir letztlich zweimal machen müssen – aber jetzt wissen wir wenigstens wirklich, wie es funktioniert.“ Im Endspurt mussten sie noch den einen oder anderen Kompromiss eingehen. „Wir haben die Bodenbretter und den Schwertkasten nur grundiert und auch nur eine Endlackschicht aufgetragen, weil wir einfach keine Zeit mehr hatten“, so Paul. Im Großen und Ganzen habe am Ende aber alles richtig gut zusammengepasst, resümiert Clara sichtlich stolz.

Clara und Paul legen ab

Und so fiel am 30. Dezember mit leichter wetterbedingter Verspätung schließlich der Startschuss für den zweiten Teil ihrer großen Reise, der sie auf Wasser führte. Ohne die zahlreichen Unterstützer, die sie im Laufe der Restaurierungsarbeiten gewonnen hätten, wäre das wohl kaum möglich gewesen, ist sich Paul sicher. Neben Baumaterialien und Zubehör hatten diese zum Beispiel Know-how und Ausrüstung beigesteuert, sodass die jungen Lehrlinge trotz bescheidener eigener Mittel letztlich bestens ausgestattet und mit viel Support im Rücken auf große Fahrt gehen konnten. „Das Gefühl, wirklich loszukommen und auf dem Bodensee unterwegs zu sein, war unbeschreiblich. Wir lagen beide im Boot, waren so dankbar und haben es einfach nur genossen. Hinter Konstanz haben wir ordentlich Wind bekommen und sind richtig fett gesegelt“, erinnert sich die 22-jährige Auszubildende.

Kleine und große Herausforderungen

Auf dem Wasser hieß es erneut „Learning by Doing“. Die nötigen Patente hatten die beiden zwar in der Tasche, dennoch war die Fahrt quer durchs Land in vielerlei Hinsicht Neuland. Während sich Pauls Erfahrung an Bord von Booten vor dem Törn grundsätzlich in Grenzen hielt, hatte Clara vor allem Meilen auf großen Traditionsseglern gesammelt. Die ersten Hürden ließen daher nicht lange auf sich warten.

Nach der Überquerung des Bodensees und einer Überbrückungsetappe auf der Straße wegen schwer passierbarer Stellen im Umfeld des Rheinfalls lag auf dem Rhein die erste Schleuse vor den beiden Seglern. Ein hilfsbereiter Schleusenwärter erklärte den Jollen- und Binnenneulingen erst einmal das Prozedere. Trotzdem sorgten sie ein paar Meilen weiter bei seinen Kollegen für große Erheiterung. „Wir sind mit gestelltem Mast auf die Schleusen zugefahren, haben drinnen aber dann gemerkt, dass wir nicht durchs Tor passen werden. Also sind wir das Boot hart ausgeritten, um genug Krängung zu haben, sodass es mit der Ausfahrt funktionierte.“ Die Schleusenwärter hätten sich das Lachen nicht verkneifen können und Wetten auf das Gelingen des abenteuerlichen Manövers abgeschlossen.

Clara und Paul nahmen es mit Humor: „Das waren sehr lustige Momente.“

Durch Welle und Sturm

Die Berufsschifffahrt bereitete ihnen hingegen weniger Schwierigkeiten als gedacht, auch wenn auf dem Rhein mächtig Verkehr herrschte. „Ich hatte im Vorfeld vor den dicken Pötten und dem Sog richtig Respekt. Im Endeffekt gewöhnt man sich aber an die großen Schiffe und weiß irgendwann genau, wann man damit beginnen muss, auszuweichen“, sagt Clara. Dennoch hätten sie Vorsicht walten lassen, vor allem als sie auf dem Rhein zwischenzeitlich segelnd unterwegs gewesen seien, ergänzt Paul. „Wir haben immer den Motor mitlaufen lassen, um uns im Zweifel schnell in Sicherheit bringen zu können.“

Mehrfach mussten die jungen Segler allerdings auch ernsthaft bangen. So etwa südlich von Iffezheim, wo sie von starken Strudeln überrascht wurden. Diese versetzten die leichte Jolle immer wieder mehrere Meter seitlich und waren so stark, dass zeitweilig ein Abbruch im Raum stand. Nach ein paar Stunden war der Spuk dann aber glücklicherweise wieder vorbei. Kurz darauf schlug allerdings das Wetter um, und der Rhein machte es den beiden erneut schwer. Unter anderem stand die Loreley-Passage an. Das erhoffte Schiff, an das sie sich eigentlich hatten dranhängen wollen, war nicht in Sicht, und so mussten sie sich alleine auf den berüchtigten Abschnitt wagen. Durch die scharfen, engen Kurven hätten sie kaum sehen können, ob ihnen große Pötte entgegenkommen würden, und letztlich großes Glück gehabt, dass sie von Gegenverkehr weitgehend verschont geblieben seien und zudem nicht versehentlich einen der vielen Steine im Wasser mitgenommen hätten, schildert Paul. Clara erzählt weiter: „Es hat in Strömen geschifft, wir hatten einen Affenzahn drauf und sind da mit über 20 km/h lang geschossen, weil der Rhein auch noch Hochwasser hatte. Komplett verrückt.“ Zur Feier des Tages gab es nach der erfolgreichen Passage eine warme Dosensuppe an Bord. „Mit der haben wir quasi darauf angestoßen, dass wir heil an der Loreley vorbeigekommen sind. Die Suppe war sofort wieder kalt, weil sie mit Regen vermischt wurde, unsere Gesichter waren triefnass, aber wir trotzdem einfach nur glücklich, dass wir so viel Schwein gehabt hatten.“ Dass ihnen der schwerste Tag noch bevorstehen sollte, wussten sie da noch nicht. Zwischen Duisburg und Wesel brachten Sturm, Welle und Hochwasser die Lehrlinge nämlich an ihre äußersten Grenzen. Bei sieben bis acht Windstärken seien sie durch die Wellen getaucht und froh gewesen, dass die Alte Liebe sich als robust genug für diese Extrembedingungen erwies, beschreibt Paul. Ohne eine Zwangspause in einem geschützten Baggersee ging es an diesem Tag trotzdem nicht.

Es hat in Strömen geschifft, wir hatten einen Affenzahn drauf und sind da mit über 20 km/h lang geschossen

Angesichts der Wetterverschlechterung sei es ein mehr als glückliches Timing gewesen, dass kurz darauf ohnehin der Abschied vom Rhein anstand. Ihre weitere Tour führte die angehenden Bootsbauer über deutlich ruhigere Kanäle, den Wesel-Datteln- Kanal, Dortmund-Ems-Kanal und den Mittellandkanal, in Richtung Osnabrück. Zeit zum Aufatmen. Den von da an weiter sinkenden Temperaturen, die sogar für eine dicke Eisschicht auf dem Boot sorgten, trotzten sie dank Trockenanzügen, Thermounterwäsche und Co., die der britische Hersteller Gill gespendet hatte. Lediglich ihre Zehen hätten ihr das Leben schwer gemacht, gibt Clara zu. „Wenn die Füße komplett abgefroren waren, haben wir eine Art Stehtanz aufgeführt und sind auf der Stelle gehüpft und gelaufen, um sie etwas aufzutauen“, erzählt sie lachend. Spätestens das Nachtlager im Warmen brachte meist Erlösung.

Denn neben Verwandten und Freunden gewährten auch viele neu gewonnene Unterstützer den jungen Seglern abendlichen Unterschlupf, allen voran die Vereine im Deutschen Motoryachtverband (DMYV). Und so mussten sie – anders als noch vor dem Start befürchtet – während der gesamten Tour lediglich zwei Nächte im Freien verbringen. „Wir haben am Anfang einmal im Zelt und einmal an Bord unter einer Zeltplane geschlafen – Gott sei Dank fast schon komatös. Ich bin nach den anstrengenden Tagen einfach umgefallen“, so Clara. Und auch ihr Verpflegungsplan ging auf. Noch am Bodensee hatten Clara und Paul einen Großeinkauf gemacht und in der Bilge allerhand Proviant verstaut. „Alles, was man als Azubi so isst: Dosensuppen, Müsliriegel, Brot, Porridge fürs Frühstück. Das wichtigste Kriterium war, dass es viele Kalorien hat, nicht aufwendig zuzubereiten ist und satt macht“, erklärt Clara belustigt. Unterwegs wurden dann entweder Stullen geschmiert oder der Gaskocher angeschmissen.

Als nach einer Woche die Zeit immer mehr drängte, entschieden sich die beiden auf dem Mittellandkanal schließlich, ein Stück der restlichen Wegstrecke abzukürzen, organisierten einen Trailertransport und verlagerten die Bootsreise im niedersächsischen Bramsche für eine weitere Überbrückungsetappe auf die Straße, bevor am folgenden Morgen in Lübeck wieder eingewassert wurde. Ehrensache, die letzten Meilen zum Ziel auf eigenem Kiel zu fahren. Bei leichtem Wind und Schneefall ging es gut drei Stunden die Trave hinunter. Vorbei an Travemündes Wahrzeichen, der Viermastbark Passat, ließen es sich die Bootsbau-Azubis nicht nehmen, zum Finale einen Tag vor Beginn von Pauls letztem Berufsschulblock noch einen Schlag raus auf die Ostsee zu unternehmen, bevor der Törn dort endete.

Ankunft im hohen Norden

Vergessen werden sie diesen Moment wohl nicht so schnell. Anfangs sei es schwer gewesen zu realisieren, dass sie den „Quatsch“ nach zehn Tagen tatsächlich überstanden hatten, witzelt Paul. Clara pflichtet bei: „Die Ankunft in Travemünde war unbeschreiblich – eine Mischung aus völliger Ungläubigkeit, krasser Erleichterung, riesigem Glück, Stolz und auch Dankbarkeit, dass Paul den Weg mit mir zusammen gegangen ist. Die Jolle stand auf dem Parkplatz der Berufsschule und wir wussten: Sie hat alles ausgehalten. Wir haben ein solides Boot gebaut, das uns auch durch große Wellen und Windstärke acht getragen hat.“ Text: Philine Lehmann

Die Unterstützer

Mit viel Mut, guter Planung und vor allem sehr viel Arbeit schafften es die beiden Bootsbau-Azubis Clara Böckenhoff und Paul Winter, ihr Projekt und Abenteuer erfolgreich zu vollenden. Ohne die Hilfe zahlreicher Unterstützer wäre es aber deutlich schwieriger geworden.

Die Werft: Michelsen Werft, Friedrichshafen Auf der Michelsen Werft in Friedrichshafen am Bodensee absolvierten die beiden Bootsbauer ihre Ausbildung. Die Werft bezeichnet sich selber als „die Holzspezialisten“ vom Bodensee. Die Haupttätigkeit der Werft liegt in der Pflege, Reparatur und dem Neubau klassischer Holzyachten auf der Basis alter, überlieferter Baupläne. Perfekte Bedingungen für die beiden Azubis, die von ihrem Arbeitgeber und den Kollegen viel Unterstützung bekamen.

www.michelsen-werft.de

Das Material: Von der Linden GmbH, Wesel Farben und Lacke, Harze und Härter, Pflegeprodukte und Materialien für den Bootsbau, Werkzeug, Fachliteratur sowie Zubehör und Arbeitsschutz – die hochwertige Produktpalette der von der Linden GmbH ist ein Fundus für alle Bootsbauer und Bootsliebhaber. Doch mit der Lieferung von Material hört es noch lange nicht auf! Das von der Linden-Team versteht sich als Mittler zwischen den Herstellern und Kunden. Know-how wird auch gerne in Form von Beratung und Seminaren weitergegeben. So können Bootsbauer und ambitionierter Wassersportler sicher sein, dass Ihre Bedürfnisse perfekt umgesetzt werden.

www.vonderlinden.de

Die Segel: Clownsails Segelmacherei, Hamburg Die Auszubildenden der Segelmacherei Clownsails nähten die Segel der Alten Liebe. Wer auf die Website der Segelmacherei aus Hamburg guckt, findet aber nicht nur ein großes Portfolio an Produkten rund um das Segeltuch. Auch eine übersichtliche Preisliste für die Segel aller gängigen Klassenboote findet sich, sodass jeder Segler sehen kann, in welcher Größenordnung sich eine Investition in neue Segel bewegt. Ein echtes Highlight ist die Taschenfamilie von Clownsails, die eine bunte Mischung der unterschiedlichsten Taschen, Bags, Brieftaschen u.v.m. aus widerstandsfähigem und schicken Segeltuch in allen Farben bereithält.

www.clownsails.de

Das Segeltuch: Dimension Polyant, Kempen Als der Hersteller hochwertiger Segeltuche und technischer Textilien, die Firma Dimension Polyant aus Kempen von dem Projekt erfuhr, war man sofort bereit, die beiden zu unterstützen und stiftete das Tuch für die neuen Segel der Alten Liebe. Seit 1966 entwickelt, webt und laminiert Dimension Polyant Tuche und produziert täglich über 10.000 Meter hochwertige Tuchbahnen für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke in den Werken in Kempen/ Deutschland und Putnam/ USA.

www.dimension-polyant.com

Die Rettungswesten: Bernhardt Apparatebau GmbH, Holm Beim Thema Sicherheit vertrauten Clara und Paul auf anerkannte Qualität aus Deutschland. Mit den Secumar Automatikwesten der

Bernhardt Apparatebau GmbH aus Holm bei Hamburg hatten sie einen renommierten Hersteller für Rettungswesten und mehr für die Berufs- und Freizeitschifffahrt sowie das Militär an Bord. „Es gab Situationen wie zum Beispiel im Sturm auf dem Rhein, da waren wir sehr froh, die Securmar-Automatikwesten tragen zu können. Das gab ein Gefühl der Sicherheit und wir wussten, dass wir hier etwas haben, auf das wir uns im Notfall verlassen können“, so Clara Böckenhoff am Ende der Reise. www.secumar.com

Die Rollanlage: Bartels GmbH, Markdorf Für das Handling an Bord der Fahrtenjolle ist die Rollanlage für die Fock nützlich. Hier konnten Clara Böckenhoff und Paul Winter eine passende Anlage des Herstellers Bartels aus Markdorf am Bodensee zu einem sehr vergünstigten Preis erhalten. Rollfock- und Rollreffsysteme „Made in Germany“ ist nur einer der Geschäftsbereiche des Herstellers, der über 45 Jahre Erfahrung im Yachtsport besitzt und für für Segler, Segelmacher, Werften und Yachtdesigner ein breites Spektrum an Roll- und Reffsystemen für unterschiedliche Ansprüche im Sortiment hat. www.bartels.eu

Funktionsbekleidung und Ausrüstung: Gill Deutschland „Ein Jollentörn durch ganz Deutschland im Winter? – Da brauchen die gute Funktionsbekleidung!“ Gunnar Struckmann von Gill Deutschland erfasste die Situation sofort, als er auf der Interboot 2021 das erste Mal von dem Vorhaben der Beiden hörte. Vom hochwertigen Trockenanzug über Mützen, Handschuhe, Stiefel, Taschen bis hin zum wasserdichten und atmungsaktiven Aqua Parka u.v.m. befand sich dann auch in dem Ausstattungspaket, das der Alte Liebe-Crew zur Verfügung gestellt wurde. Clara Böckenhoff weiß: „Die Unterstützung von Gill war ein entscheidender Faktor für das Gelingen des Törns. Das ist uns während der vielen wirklich kalten und oft auch nassen Stunden an Bord absolut klar geworden. Dank der hundertprozentig wasserdichten und warmen Bekleidung von Gill konnten wir das aber gut durchstehen.“

https://de.gillmarine.com

Logistik & Support: Sportbootvereinigung (SBV) und Deutscher Motoryachtverband (DMYV)

Mit der Sportbootvereinigung (SBV) im Deutschen Motoryachtverband gewannen Clara und Paul einen wichtigen Partner. Mit einer Spende von 400 Euro für die Beschaffung von Ausrüstung unterstützte die SBV das Vorhaben auch finanziell. Zudem wurde der Kontakt zu den DMYV-Landesverbänden und Vereinen entlang der Tour hergestellt, die mit zahlreichen Revierinformationen und Vorschlägen für die Törnplanung unterstützen konnten, die sich gerade für die Planung der Rhein-Etappe als nützlich erwiesen. Über die an der Strecke liegenden Motorboot-Vereine und Clubs im DMYV konnten zudem Liegeplätze und Übernachtungsmöglichkeiten organisiert werden. Clara und Paul freuten sich über die Hilfsbereitschaft und die persönliche Anteilnahme: „Das war toll, mit wie viel Engagement und Hilfsbereitschaft uns die Motorboot-Verbände und -Vereine hier geholfen haben. Einfach klasse!“

www.sbv.de

Vereine und Support an der Route

Zahlreiche Vereine an der Reiseroute unterstützten die beiden Bootsbauer- Azubis auf ihrer Wintertour, indem sie ihnen einen Liegeplatz zur Verfügung stellten oder zur Übernachtung einluden.

Los ging es noch am Bodensee beim Yachtclub Sipplingen am Bodensee, wo das Boot geslippt werden konnte, um den Rheinfall auf dem Landweg zu umfahren. Die nächsten Vereine, die angelaufen wurden, waren der Motorboot und Yachtclub Weisweil (www.myc-weisweil.de) und der Nautic Club Kehl (www.nautic-club-kehl. de). Einige Vereine hatten die beiden Reisenden eingeladen und die Mitglieder kümmerten sich persönlich um das Wohlergehen der beiden Bootsbauer. So zum Beispiel der SKC Phillipsburg (www.skcphilippsburg.de), gefolgt vom Wiesbadener Yachtclub (www.wycev.de), dem WSV Honnef (www.wsvhonnef.de) und dem Crefelder Yachtclub (www.cyc-krefeld.de). Ehrensache war es für den Yachtclub Wesel (www.yachtclubwesel.org), die Alte Liebe-Crew einzuladen. Wie der Name schon andeutet, ist der Vorsitzende Helge von der Linden auch Geschäftsführer und Gesellschafter des Materiallieferanten. In der Marina „Alte Fahrt“ in Fuestrup konnten die Bootsbauer am Dortmund-Ems-Kanal über Nacht liegen. Ein Nachtlager und Verpflegung gab es auch bei Nadine Hägermann von der Sporbootvereinigung (SBV) in Duisburg (www.sbv.de), und in Lübeck beim Chefredakteur des MotorBoot Magazins (www.motorbootonline.de) in der Ebner Media Group (www.ebnermedia.de).