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Einfach an FANGEN


ANGELSEE aktuell - epaper ⋅ Ausgabe 20/2020 vom 07.02.2020

Eigentlich lassen sich Kinder ganz einfach ans Angeln heranführen. Wichtig ist nur, dass die Rute beimersten Mal möglichst schnell und mit etwas Glück auch möglichst oft krumm ist. Und diese Chance bieten natürlich gut besetzte Angelseen! Frank Schlichting zeigt, auf was es sonst noch ankommt, damit es für die Kleinen nicht langweilig wird.


Artikelbild für den Artikel "Einfach an FANGEN" aus der Ausgabe 20/2020 von ANGELSEE aktuell. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: ANGELSEE aktuell, Ausgabe 20/2020

High Five – alles richtig gemacht! Der erste Fisch des Tages liegt im Kescher.


Interessiert sehen Svea und Erik zu, wie Derrik Figge ihnen die Montage montiert.


Damit keine Langeweile aufkommt, wird mit Spoons geangelt. Erik übt, wie die Schnur zum Wurf mit dem ...

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... Finger gehalten wird.


An Neugier mangelt es Kindern nicht! Mit der Aussicht, mal einen echten zappelnden Fisch an der Angel zu haben, lässt sich fast jedes Kinder ans Wasser locken. Oft sind es die Mädchen, die ein wenig extra Überzeugung benötigen… Jungs sind von der Vorstellung zu angeln, meist von vornherein so fasziniert, dass sie sich darum reißen, den Papa oder Nachbarn begleiten zu dürfen. Je älter die Kinder sind, desto ausgeprägter ist dieses Verhalten.

Nach dem „Anfüttern“ gilt es, die Kinder am Platz zu halten. Das heißt, es darf auf keinen Fall langweilig werden. Denn genauso schnell, wie sich Kinder begeistern lassen, kommt bei ihnen auch Langweile auf. Wenn nach einer Stunde noch nichts gebissen hat, kann das Angeln für die Kleinen plötzlich schon „blöd“ sein. Und wenn man ein oder sogar mehrere nörgelnde Kinder an der Seite hat, macht das Angeln auch den Erwachsenen keinen Spaß mehr. Deshalb ist es enorm wichtig, dass die Kleinen immer beschäftigt werden. Das beginnt mit der Angelmethode. Bei einer abgelegten Rute kommt die Langeweile viel früher auf als bei einer aktiv geführten. Deshalb sollte dem Nachwuchs am besten eine leichte Spinn- oder Spoon-Rute in die Hand gedrückt werden, mit der sie aktiv werfen und kurbeln müssen.

Unter Anleitung von Derrik versucht Svea ihre ersten Würfe. Bei den ersten landet der Köder noch kurz vor der Rutenspitze.


Mit gelegentlichen „Ausreißern“ muss man rechnen. Da geht auch schon mal ein Wurf nach hinten los – oder nach oben.


Auch Perücken sind unvermeidlich am Anfang. Dabei ist die geduldige Hilfe der Erwachsenen gefragt.


Werfen, was das Zeug hält. Die Drei von der Fangstelle sind mit Begeisterung bei der Sache.


Manchmal landen die Köder in der Nachbarschnur. Das passiert nun mal – lässt sich aber zum Glück mit Erwachsenen- Hilfe schnell wieder entwirren.


HELFEN BEIM WERFEN

Das setzt voraus, dass sie erstmal lernen, richtig auszuwerfen. Wobei „richtig“ nicht heißt, dass maximale Weiten erreicht werden, sondern nur, dass der Köder auch tatsächlich im Wasser und nicht irgendwo im Gebüsch oder in der eigenen Hose landet. Kleine Angelteiche, bei denen man schon mit 5- bis 10m-Würfen an die Fische herankommt, sind da natürlich ganz klar im Vorteil. Bei unserem Foto-Report, hat es etwa eine halbe Stunde gedauert, bis die Kinder ohne Hilfe Würfe hinbekommen haben, die auch Bisse brachten.

Um die Fangchancen ein wenig zu erhöhen, sollte zusätzlich eine zweite, aber passive Rute ausgelegt werden (auf die der Erwachsene ein Auge hat…). Wenn die Kinder mit ihrer eigenen Rute beschäftigt sind, sich plötzlich und ganz unerwartet der Bissanzeiger der abgelegten Rute meldet, ist das für die Kids super aufregend.

Wichtig ist, dass die Kinder an so einem Angeltag durchgehend betreut werden, dass man ihnen beim Werfen also immer zur Seite steht und ihnen jedes Getüddel sofort entwirrt und jeden Hänger in den Zweigen für sie löst. Die größten Schwierigkeiten haben die Kinder – wie übrigens erwachsene Anfänger auch –, beim Wurf die Schnur mit dem Finger zu fixieren und sie im richtigen Augenblick freizugeben. Bei den ersten Würfen fliegen die Köder überall hin, nur nicht dorthin, wo sie hin sollen. Aber das ist normal.

Zwischendurch haben die Helfer Zeit, zusätzlich eine passive Angel auszulegen. Das Anködern einer Bienenmade will Mats aber unbedingt sehen.


Man merkt, dass Mats schon mal eine Rute in der Hand hatte – der Spoon landet dort, wo er hin soll.


Und schon sitzt die erste Forelle am Haken. Marc Bauer ist sofort mit dem Kescher zur Stelle.


Stolz präsentiert Mats seinen Fang. Noch etwas zurückhaltend begutachten auch Svea und Erik den Fisch.


Auch die Augen von Fischen finden Kinder immer spannend. Alles muss berührt werden.


Das Interessanteste sind für Kinder immer die spitzen Zähne. Vorsichtig werden sie abgetastet.


VOLLE UNTERSTÜTZUNG

Jedenfalls brauchen die Kinder unsere volle Unterstützung. Wenn mal ein Wurf schiefgefangen ist, wirft man den Köder für sie beim nächsten Mal aus, damit sie wenigstens kurbeln können. Dann probieren sie wieder einen Wurf – und so geht es dann weiter. Normalerweise dauert es nicht lang, bis die Kinder ein Gefühl bekommen und ihre „eigenen“ Würfe schaffen. Und das macht sie richtig stolz! Es ist ratsam, sie immer zu loben, wenn ein guter (und selbst ein nicht so guter) Wurf gelingt!

Plötzlich hängt auch bei Svea eine Forelle am Haken. Der aufregende Drill an der weichen Spoon-Rute macht ihr richtig Spaß.


Vor dem Angeln fand Svea Fische noch glitschig. Jetzt hält sie ihren allerersten selbst geangelten Fisch glücklich in den Händen.


Noch traut Svea ihren Augen nicht, während Derrik sich schon um das Versorgen des Fisches kümmert.


Jetzt ist Erik an der Reihe. Man sieht ihm an, was für ein tolles Gefühl es ist, wenn sich die Rute plötzlich im Halbkreis biegt.


Da ist jemand ziemlich stolz: Marc hat den Fisch gekeschert – und Erik setzt sein Siegerlächeln auf!


Jetzt ist die Aufregung groß. So ein Drill lässt kein Kind kalt.


Nach rund 3 Stunden sind es 13 Forellen geworden. Sogar eine Goldforelle ist dabei.


Nach dem Spaß die Arbeit. Das Ausnehmen der Fische übernehmen die Erwachsenen. Als Derrik den ersten Fisch aufschneidet, mag Svea gar nicht hinsehen.


Aber jetzt schauen doch alle interessiert zu. Ist schließlich spannend (und ein bisschen eklig), was sich so im Bauch einer Forelle verbirgt.


Und noch einmal für den Fotografen: Wir sind die Größten – und das Angeln hat richtig Spaß gemacht!


Wenn dann tatsächlich eine Forelle den Köder nimmt und die weiche Spoon-Rute sich im Halbkreis krümmt, sollte die Rollenbremse natürlich richtig eingestellt sein. Bei klassischen Portionsforellen von etwa 500 g besteht dann keine Gefahr, dass der Fisch abreißt. Das Drillgefühl, wenn der Fisch zieht und vielleicht sogar springt, ist für die Kleinen dann das Größte. Und wenn der Fisch kurz darauf in den Maschen des Keschers liegt, ist der Angeltag von nichts anderem mehr zu toppen!

Das Lösen des Köders und das Betäuben und Abstechen des Fisches sollte auf jeden Fall der Erwachsene übernehmen. Das ist für die Kleinen so spannend, dass sie es mit Sicherheit aus allernächster Nähe mitverfolgen. Besonders, wenn der Fisch dann zum Ausnehmen aufgeschnitten wird. Selbst, wenn sie das mit einem angeekelten „Iiihhh“ begleiten, gucken sie sich das Ganze trotzdem mit ganz großen Augen an! Auch dabei ist der Unterschied zwischen Mädchen und Jungen gut zu erkennen. Während die Jungs alles bis ins letzte Detail sehen wollen, drehen sich Mädchen auch mal angeekelt weg. Aber sehen wollen sie es trotzdem irgendwie. Das ist auch alles völlig normal!

FORELLE AUF DIE SCHNELLE

Nochmal zur Vorbereitung: Für so einen Angeltag, sollten Sie nicht länger als 3 bis 4 Stunden einplanen. Mehr könnte für die Kleinen schnell zu viel sein. Selbst, wenn alles perfekt klappt und Fische beißen, kann beim Nachwuchs schon nach 3 Stunden die Luft raus sein! Wir hatten bei unserem Angeln am Angelteich Kösterrieth in Brunsbek den kleinen Teich für uns gemietet und für jedes der 3 Kinder einen erfahrenen Betreuer dabei. Nach 3 Stunden hatten alle Kinder 2, 3 oder sogar 4 Forellen gefangen und waren superglücklich. Und das Entscheidende: Alle freuen sich jetzt schon auf das nächste Angelabenteuer! Der Angeltag war somit ein voller Erfolg!

Gut besetzt

Einen idealen Teich für den Ausflug mit den Kindern fanden die Betreuer Derrik, Marc und Frank in Schleswig-Holstein:

Angelteiche Kösterrieth Zum Brunsteich 22946 Brunsbek/Krohnshorst www.angelteichekoesterrieth.de


Fotos: F. Schlichting