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EINFLUSS DES JAGDLEITERS AUF DIE TREFFERQUOTE: WENN DAS ORCHESTER FALSCH SPIELT, LIEGT’S AM DIRIGENTEN


JÄGER - epaper ⋅ Ausgabe 120/2019 vom 15.11.2019

Drückjagd. Fehlschüsse sind blöd, Krankschüsse viel blöder. Nicht nur für den Schützen, auch für den Jagdleiter. Somit wird dieser versuchen, die Trefferquote der Gäste positiv zu beeinflussen. Welche Möglichkeiten er hat, verrät


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Sauber getroffen! Wünschenswert wäre es, jeden Drückjagdschuss so zu platzieren. Auch wenn Jagd kein Wunschkonzert ist, der Jagdleiter hat diesbezüglich Einflussmöglichkeiten.


FOTOS: NATURFOTO SCHILLING

Drückjagd kann die Hölle sein. Statt rollierenden Frischlingen und an den Platz gebannten Kälbern gibt es dann verzweifelte Salven, buckelnde Stücke und hässliche Krankschüsse. An ...

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... solchen Tagen wäre man lieber zu Hause geblieben, aber die Hauptfrage ist ja: Wie hätte man dieses Desaster verhindern können? Niemand kann hochflüchtiges, in Panik daherkommendes Schalenwild zuverlässig und waidgerecht erlegen. Mit der Schwierigkeit des Schusses steigt nun mal die Wahrscheinlichkeit eines Krankschusses, und deshalb ist es das erklärte Ziel eines jeden Jagdleiters, Situationen zu schaffen, in denen das Wild die Schützen möglichst vertraut und langsam anwechselt.

Dies setzt viel Revierkenntnis, Wildwissen, geeignete Drückjagdstände und langfristige Planung voraus. Im Zentrum des Konzepts steht natürlich das Wild. Je besser der Jagdleiter sich in die Bachen und Leittiere hineindenkt, desto eher kann er ihr Verhalten vorhersehen und darauf reagieren. Aber auch viele andere Punkte sind wichtig, beginnend mit dem Jagdkalender, der Standwahl, der Standausstattung und vielem mehr. Doch eines nach dem anderen:

Schlecht getroffen! Solche Schüsse gilt’s, auf Drückjagden zu vermeiden. Der Jagdleiter hat eine Reihe von Möglichkeiten, seinen Gästen das Treffen zu erleichtern.


1. ENTSPANNTES WILD

Alle reden von Intervalljagd – aber wer macht es? Schalenwild kann am Jagdtag nicht ruhig und vertraut sein, wenn es zuvor seit Wochen unter Feuer genommen wurde. Hat ein Leittier in den Wochen vor der Jagd bereits mehrmals Stücke aus dem Rudel verloren, so wird es am Tag der Jagd sicher nicht mehr im Hochwald verhoffen, um zu sichern, sondern entweder bereits beim Anstellen auswechseln oder aber sich hartnäckig im dichten Einstand drücken und diesen nur im Notfall mit panischer Massenflucht verlassen, was dann eine Garantie für sehr schlechte Schüsse ist. Ist es hingegen noch im Schonzeitmodus, so stehen die Chancen für die Schützen sehr viel besser. Ich kann dies im eigenen Revier sehr gut beobachten, wo wir drei Drückjagden im Abstand von mindestens vier Wochen durchführen. Vor der ersten Jagd wird außer auf Hirsche gar nicht gejagt, und das Wild ist am Jagdtag vertraut. Obwohl wir zwischen den beiden weiteren Jagden ebenfalls kein Kahlwild jagen und es immer mindestens vier Wochen Jagdpause sind, ist die Veränderung im Verhalten bei der zweiten und dritten Jagd klar erkennbar. Die Bachen und Leittiere reagieren schneller und vorsichtiger, für die Schützen wird es schwerer.

FOTOS: OLIVIA V. BÜLOW

Entspanntes Rudel Damkahlwild: sobald ein Kalb freisteht, ist dieses sicher zu erlegen. Denn besser kann Wild dem Drückjagdschützen kaum kommen.


Unentspanntes Rudel Damkahlwild: Wer meint, diese Chance unbedingt nutzen zu müssen, nimmt einen schlechten Treffersitz billigend in Kauf.


Frischling auf richtigem Wechselkurs: breit auf 30 Meter im ruhigen Troll. Ideal, um diesem einen sauberen Schuss anzutragen.


2. WECHSELKURS

Der Wert eines Drückjagdstands hängt am Wechselkurs. Alle Drückjagdschützen wissen, was ich meine. Gute Wechsel sind nun mal die harte Währung, mit der Jagdkönige zahlen. Es ist immer ein bisschen wie Magie: Man sitzt als nicht-revierkundiger irgendwo im Wald, und dann erscheint eine Rotte oder ein Rudel und wechselt wie von unsichtbarer Hand gezogen auf 30 Meter an unserem Stand vorbei. Dann kennt der Jagdleiter seine Wechsel, und der Schütze hat leichtes Spiel. Genau umgekehrt ist es, wenn diese Stücke stattdessen immer wieder in 110 Meter Entfernung über den Weg hüpfen und wir spätestens beim dritten Mal die Nerven verlieren und versuchen, ein Stück davon zu erlegen. Was natürlich meistens großer Murks wird, Krankschuss wahrscheinlicher als saubere Erlegung. Die Qualität eines Drückjagdstands hängt also massgeblich von seiner Nähe zu guten Wechseln ab, und das kann nun mal nie der Schütze, sondern immer nur der Jagdleiter beeinflussen. Vor allem bei Sauen, welche wir ja meistens in Bewegung beschießen, ist die Entfernung absolut kriegsentscheidend.

Rotte auf entferntem Wechselkurs: queren Sauen zum dritten Mal den Weg auf 100 Meter, kann’s mit dem ein oder anderen schon mal durchgehen. Vermehrtes Krankschießen wird die Folge sein.


3. SITZGELEGENHEIT

Der gute Jagdleiter hat also den Hauptwechsel gefunden und mit einem Stand besetzt, aber wie gut der Schütze hier am Ende „arbeiten” kann, hängt oft von vermeintlichen Kleinigkeiten ab. Nicht nur das Wild, auch der Schütze muss entspannt sein! Wer dreieinhalb Stunden auf einem rutschigen, schiefen und falsch bemessenen Stand gelitten hat, der wird nicht gut schießen können. Ich weiß nicht, warum die Grundmaße eines Ansitzes weiterhin zu den bestgehüteten Geheimnissen der Branche gehören, aber wenn jeder Sitzbauer sich die einfache Formel 50/100 merken könnte, würde sich die Zahl der Jäger in den Wartezimmern der Chiropraktiker im Dezember halbieren. Im Ernst: Wenn sich das Sitzbrett in etwa 50 Zentimeter über dem Fußboden befindet und die Brüstung wiederum mindestens 50, jedoch nicht mehr als 55 Zentimeter über dem Sitzbrett, dann kann hier jeder normale Jäger entspannt sitzen und aufgelegt wie auch stehend schießen.

Bei 55/80 (sehr beliebt) oder 30/120 (kein Kommentar) ganz sicher nicht! Und wo wir schon von „100” reden – wenn der Sitz nicht mindestens 100 Zentimeter Innenraum aufweist, kann der Schütze sich nicht problemlos umdrehen. Also schadet Sparsamkeit auch hier und behindert am Ende die Verwertung guter Chancen.

Entspanntes Jagen: dank der Sitzgelegenheit, der geraden Standfläche und den passenden Maßen.


FOTO: SEBASTIAN GREER

4. TARNUNG

Eigenartigerweise wird die Tarnung des Jägers, auf der Einzeljagd eine Selbstverständlichkeit, auf der Drückjagd oft vernachlässigt. Dabei spielt sie gerade bei dieser Jagdform eine entscheidende Rolle, denn das beunruhigte Wild sichert ja viel intensiver als sonst. Hier ist zum einen die gerade besprochene Brüstungshöhe der Drückjagdsitze bedeutend, denn wenn der halbe Jäger oben rausschaut, hat er natürlich keine Deckung. Noch schlimmer sind Stände, welche gar nicht verkleidet sind. Die Wahrscheinlichkeit, auf einem solchen vom anwechselnden Wild nicht eräugt zu werden, ist annähernd Null, und das folgerichtige Ausweichverhalten des Wilds natürlich guten Schüssen nie förderlich. Ein anderes Problem sind alle Stände, bei denen das Wild den Schützen auf dem Stand gegen den Himmel sieht, denn hier fallen schon kleinste Bewegungen auf. Aber auch die Schützen haben es stark in der Hand: je länger wir sitzen bleiben, desto größer die Chance, nicht entdeckt zu werden.

Drückjagdbock: einmal mit, einmal ohne Tarnnetz. Unverkennbar, welcher Jäger eher eräugt wird.


FOTOS: SIEGFRIED TRAUB (UNTEN), NATURFOTO SCHILLING (OBEN)

Sauen im Freien: hochflüchtig, weil sie sich hier überhaupt nicht sicher fühlen. Werden sie hier beschossen, sind schlechte Schüsse keine Ausnahme.


Sauen im Freien: hochflüchtig, weil sie sich hier überhaupt nicht sicher fühlen. Werden sie hier beschossen, sind schlechte Schüsse keine Ausnahme.


5. HALTESTELLEN

Natürlich ist eine Drückjagd eine Gleichung mit vielen Unbekannten, deshalb kann das Verhalten des Wilds nicht immer richtig vorhergesagt werden. Aber es gibt im Revier bestimmte Stellen und Geländestrukturen, welche das Verhalten des beunruhigten Wilds vorhersehbar beeinflussen. Der Jagdleiter weiß, wo die typischen Tageseinstände liegen und wohin das Wild, wenn es hier beunruhigt wird, zu fliehen versucht. Stellt er die direkte Grenze dieser Tageseinstände eng ab, wird das Wild dies meistens bemerken und drinnen in Panik verfallen. Druck erzeugt Gegendruck, panische Flucht ist meist das Resultat. Da wo sie rauskommen, ist immer schwerer zu schießen, als da wo sie rein wollen. Wobei Einstände oft natürlich beides sein können, also Aus- und Einwechsel. Optimalerweise liegen die Schützenstände aber irgendwo zwischen den Haupteinständen an den Wechseln, und dort wieder in Bereichen, welche dem Wild das Gefühl relativer Sicherheit bieten. Wildäcker, große Freiflächen und sehr lichtes Altholz sowie Wege sind nicht ideal, denn hier fühlt sich das Wild nicht sicher. Der Jagdleiter sucht also idealerweise Bereiche, die genügend Sichtfeld zum Ansprechen und Schießen bieten, aber eben möglichst nicht total offen sind, weil das Wild dann schnell unterwegs ist und nicht verhoffen möchte. Des Weiteren kann der Jagdleiter die Angst vor offenen Bereichen ausnutzen, indem er Stände am Rand von Freiflächen so freischneidet, dass die Schützen das anwechselnde Wild noch im Deckungsbereich beschießen können, denn häufig wird es dort verhoffen und sichern, bevor es die helleren, offenen Bereiche flüchtig überfällt. Umgekehrt verhofft Wild manchmal aber auch nach der Flucht mitten auf größerer Freifläche, um zu sichern, bevor es die nächste Deckung annimmt. Hier ist ein Stand am Waldrand für den Schützen eine günstige Position. Wie gut dies alles funktioniert, hängt aber sehr vom Gelände, Jagdverlauf, der Erfahrung des Wilds, den Hunden und einigem mehr ab und gilt weniger für Sauen, die in diesem Zusammenhang am wenigsten berechenbar scheinen.

Revierkundiger Hundeführer mit kurzläufigem Stöberhündchen: eine geeignete Kombination, um Wild anzurühren, ohne dass dieses den Kopf verliert. So stehen die Chancen gut, dass es den Schützen ruhig kommt.


6. TREIBERKUNST

Wie bisher dargestellt wurde, ist es das wichtigste Ziel des Jagdleiters, dem Schützen das Wild ruhig vor den Stand zu bringen und nicht hochflüchtig. Das setzt aber voraus, dass das Wild unter dem Eindruck steht, sich sicher aus dem Gefahrenbereich begeben zu können. Immer wieder hört man von Methoden, wo einzelne Treiber ohne Hunde nur leise durch den Bestand laufen und das Wild so anrühren. Dies ist mit kleiner Schützenzahl und ein bis zwei ortskundigen, erfahrenen Treibern durchaus eine erfolgreiche Methode, die aber im Rahmen einer größeren Beunruhigungsjagd meistens nichts bringt, weil das Wild dann doch begriffen hat, dass der Wald voller Gefahr ist und sich lieber drückt. Der Jagdleiter muss also genügend Druck aufbauen, um das Wild zum Verlassen der Deckung zu nötigen, dabei aber hochflüchtiges und panisches Wild vermeiden. Im Normalfall, vor allem bei Sauen, aber auch bei allem anderen Schalenwild, ist der Einsatz von Stöberhunden notwendig und sinnvoll. Es liegt aber am Jagdleiter und seinen Treiberführern, sich die richtigen Hundeführer mit den richtigen Stöberhunden zu suchen. „Viel hilft viel” erzielt oft genau das Gegenteil, es kommt nicht auf die Menge der Hunde an, sondern vor allem auf deren Qualität und das Können der Hundeführer! Große Meuten mit vielen Hunden und wenig Führerbindung können eine Drückjagd zur Hetzjagd machen. Revierkundige Hundeführer mit ein oder zwei gut eingejagten Hunden, welche das Wild finden und anjagen, aber nicht im Taumel der gemeinsamen Hetze bis zum bitteren Ende hetzen, sind auch für die Schützen ein deutlicher Vorteil.

Erwähnen möchte ich auch Teckel und andere kurzläufige Hunde mit ausgeprägtem Spurwillen – für die Jagd nicht nur auf Rehwild können sie extrem gut funktionieren, weil sie dranbleiben, aber dabei so langsam sind, dass das Wild häufig verhofft und zurück sichert. Dies sind nur ein paar Beispiele – in jedem Revier gibt es zahllose Möglichkeiten für den Jagdleiter und seine Treiber, das Wild gekonnt zu beunruhigen, ohne es zu hetzen.

Hundeführer mit bunt gemischter Meute in der Treiberwehr: sicher ein probates Mittel, wenn es gilt, der Sauen wegen hohen Druck aufzubauen. Aber dementsprechend werden diese und das andere Wild den Schützen kommen.


7. ANSPRACHE

Wenn all das beachtet wurde und wird, so gibt es doch noch einen letzten Augenblick, in dem die Weichen für saubere Schüsse nicht unerheblich gestellt werden: der Ansprache des Jagdleiters! Sein Wort ist Gesetz, und je nachdem, was er morgens von der Kanzel predigt, werden seine Gemeindemitglieder es über den Tag dann umsetzen. Die Parole ist die wichtigste Orientierung für den Jagdgast – sie stimmt ihn ein auf die Gepflogen- und Begebenheiten des Reviers. Humor und Ironie sind Tugenden, aber bei der Ansprache oft nicht hilfreich. Die Ermunterung zum „beherzten Schießen”, schlimmer noch, das regelrechte „Scharf-machen” der Schützen tragen fast stets unerfreuliche Früchte – häufig ganz anders, als vom Jagdleiter beabsichtigt! Wenn dieser mehr Abschuss braucht, dann muss er eine weitere Jagd ansetzen. Ich kenne deutlich mehr Schützen, die eine dezente Bremse morgens brauchen, als solche, welche angeschubst werden müssen. Auch unklare Ansagen behindern sauberes Schießen. Ein Schütze braucht klare Verhältnisse, damit er weiß, was frei ist, und sich auf den besten Zeitpunkt für den Schuss konzentrieren kann. Dann kommt die Rotte im Troll auf 30 Meter, und er kann sich im rechten Moment vom bequemen Sitz erheben, ruhig anschlagen, die Bache passieren lassen und den zweiten, fünften und letzten Frischling sauber erlegen – Waidmannsheil!

Ansprache des Jagdleiters: maßgeblich dafür verantwortlich, wie sauber geschossen wird.


FOTO: SIEGFRIED TRAUB


FOTOS: PAULINE V. HARDENBERG

FOTOS: MARTIN OTTO (LINKS), MICHAEL MIGOS (RECHTS)