Lesezeit ca. 6 Min.
arrow_back

Einladung zum Maskenball


Logo von Geliebte Katze
Geliebte Katze - epaper ⋅ Ausgabe 8/2022 vom 12.07.2022

IM PORTRÄT

Neva Masquerade

Artikelbild für den Artikel "Einladung zum Maskenball" aus der Ausgabe 8/2022 von Geliebte Katze. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Geliebte Katze, Ausgabe 8/2022

Eigentlich ist eine Neva Masquerade nichts anderes als eine Sibirische Katze mit Maske und blauen Augen. Also genauso pflegeleicht, robust und liebenswert. Die Schönheit mit den eisblauen Augen schätzt, genau wie ihre vollfarbige Schwester, einen mit Netz gesicherten Balkon, ein Freigehege oder einen gesicherten Garten zusätzlich zum nicht zu kleinen Heim. Nevas sind verspielt, abenteuerlustig und temperamentvoll. Ihre Fellpflege ist außerhalb des Fellwechsels einfach.

Perser Colourpoint

Perserkatzen sind die idealen Wohnungskatzen schlechthin. Die Colourpoint-Versionen entstanden in den USA, wo sie heute „Himalayan“ genannt werden, und in Großbritannien. Wegen des Siam-Anteils gelten sie als etwas temperamentvoller als die vollfarbigen Perser, sind aber trotzdem eher ruhige, sehr menschenbezogene, freundliche Katzen. Das extrem lange, weiche Fell bedarf der täglichen ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 3,49€
NEWS Jetzt gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Geliebte Katze. Alle Rechte vorbehalten.
Lesen Sie jetzt diesen Artikel und viele weitere spannende Reportagen, Interviews, Hintergrundberichte, Kommentare und mehr aus über 1050 Magazinen und Zeitungen. Mit der Zeitschriften-Flatrate NEWS von United Kiosk können Sie nicht nur in den aktuellen Ausgaben, sondern auch in Sonderheften und im umfassenden Archiv der Titel stöbern und nach Ihren Themen und Interessensgebieten suchen. Neben der großen Auswahl und dem einfachen Zugriff auf das aktuelle Wissen der Welt profitieren Sie unter anderem von diesen fünf Vorteilen:

  • Schwerpunkt auf deutschsprachige Magazine
  • Papier sparen & Umwelt schonen
  • Nur bei uns: Leselisten (wie Playlists)
  • Zertifizierte Sicherheit
  • Freundlicher Service
Erfahren Sie hier mehr über United Kiosk NEWS.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 8/2022 von Liebe Leserin, lieber Leser!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Liebe Leserin, lieber Leser!
Titelbild der Ausgabe 8/2022 von Eine süße Sünde in Rot. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Eine süße Sünde in Rot
Titelbild der Ausgabe 8/2022 von NEUES AUS DER KATZENWELT. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUES AUS DER KATZENWELT
Titelbild der Ausgabe 8/2022 von Hallo, Doc! Der große Vet-Check. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Hallo, Doc! Der große Vet-Check
Mehr Lesetipps
Blättern im Magazin
Ist doch alles nur Spaß – oder?
Vorheriger Artikel
Ist doch alles nur Spaß – oder?
Katzenschutz im Urlaubsparadies
Nächster Artikel
Katzenschutz im Urlaubsparadies
Mehr Lesetipps

... Pflege, damit es nicht verknotet. Wichtiger Hinweis: Nur wer wirklich gerne täglich und konsequent etwa 20 bis 30 Minuten dafür reserviert, sollte sich ein solches Fellwunder ins Haus holen.

Dabei haben alle Maskenkatzen etwas gemeinsam: Ihre besondere Zeichnung entsteht durch eine genetische Besonderheit, die bewirkt, dass das Enzym Tyrosinase, das zur Produktion des Pigmentfarbstoffes Melanin benötigt wird, nicht vollständig funktioniert. Genauer gesagt, ist die Funktion immer dort gestört, wo die Körpertemperatur der Katze besonders hoch ist.

Point-Katzen: annähernd weiß geboren

Kätzchen mit Point-Zeichnung kommen nahezu weiß zur Welt. Geborgen in der Fruchtblase im Uterus, herrscht eine hohe Temperatur und so kann beinahe kein Pigmentfarbstoff gebildet werden. Erst im Laufe der ersten Lebenswochen, bedingt durch die Umgebungstemperatur, bekennen sie Farbe. Die Ränder der Öhrchen und die Schnauzenpartie sind kühler als der Körperkern und beginnen sich in der späteren Farbe der Points allmählich einzufärben.

Nach und nach kommen auch die Pfoten, der Schwanz und bei Katern der Hodensack dazu. Diese Form des Teilalbinismus wird auch als Akromelanismus bezeichnet. Die Akren, abgeleitet aus dem Griechischen für „der Äußerste“, also die Körperteile, die weit vom Rumpf entfernt sind, sind kühler und können so pigmentiert werden, während der Rest des Fells deutlich heller bleibt. Je heller die späteren Points sind, desto länger dauert es, bis man erkennen kann, welche Farbe das Kätzchen später haben wird. Während man ein Seal-Point-Kätzchen schnell identifiziert hat, dauert es bei einem Lilac- oder Creme-Point wesentlich länger. Dass die Temperatur für die Pigmentierung verantwortlich ist, lässt sich ganz einfach nachweisen. Wenn eine Point-Katze an der Pfote verletzt ist, die Wundränder geschoren werden und der Bereich danach länger mit einem Verband abgedeckt werden muss, wachsen die Haare unter dem wärmenden Verband hell nach. Erst beim nächsten Fellwechsel ergibt sich wieder ein einheitliches Bild der dunkel gefärbten Points.

Katzen, die in einer stets warmen Umgebung gehalten werden, dunkeln im Körperfell nicht so stark nach wie jene, die auch bei Schnee und Eis draußen herumtoben.

Siam

Die Siamkatze gehört zu den ältesten Rassekatzen. Durch ihre verschmuste und anhängliche Art ist sie eine gute Familienkatze, die aber viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung fordert.

Exotic Shorthair

In Amerika wird die Exotic Shorthair manchmal scherzhaft „the lazy man’s Persian“ (die Perserkatze für Faule) genannt, da sie alle positiven Eigenschaften der Perser und zugleich ein pflegeleichtes Fell besitzt. Meist sind Exotics ein klein wenig aktiver als die Langhaar-Varianten, aber trotzdem mit ruhigem, freundlichem Wesen gesegnet. Leider hat die Exotic Shorthair oft mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Die extrem plattnasigen, sogenannten „pekefaced“ Vertreter einiger Zuchtlinien bringen eine Reihe schwerwiegender Probleme mit sich: Die extremen Kurznasen verursachen oft Atemstörungen, Probleme bei der Nahrungsaufnahme, Augentränen und Schmerzen.

Siamkatzen: schlank, elegant, edel und gesprächig

Die Siamkatze stammt ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum. 1884 verschenkte der König von Siam ein Siam-Katzenpaar an den britischen Generalkonsul, und die Zucht in England konnte beginnen. Trotz der zu Beginn sehr engen Linienführung verbreitete sich die Siam sehr schnell, was zum einen an der ungewöhnlichen Optik dieser Katzen gelegen hat, jedoch sicher auch mit dem einmaligen Charakter zu erklären ist. Siamesen sind etwas ganz Besonderes: enorm gesprächig, temperamentvoll, sehr menschenbezogen, verspielt und sozial.

Siamkatzen darf man nicht als Einzelkatzen halten. Sie brauchen einen kätzischen Sozialpartner, um richtig glücklich zu sein. Überall da, wo mehrere Siamesen gehalten werden, kann man beobachten, dass sie gern eng auf einem Haufen zusammenliegen, sich waschen und kuscheln, falls sie nicht gerade das Haus unsicher machen.

Die Heilige Birma: Herausforderung für Züchter

Siamkatzen gehören zur Familie der Orientalischen Katzen, die noch einige weitere Rassen umfasst. Hat die Siamkatze weiße Abzeichen, bezeichnet man sie als Seychelloise. Hat sie halblanges Fell, wird sie Balinese genannt. Hat sie keine Point-Abzeichen, kennt man sie als Orientalisch Kurzhaar, deren halblanghaarige Variante die Orientalisch Langhaar oder auch Javanese ist. Das typische und faszinierende Siam-Wesen zeichnet alle diese Katzen aus.

In der halblanghaarigen Heiligen Birma steckt vermutlich das Blut von Siam- und Perserkatzen. Ihr Wesen würde dafür sprechen, denn sie sind ähnlich anhänglich wie Siamesen, aber nicht so fordernd und lautstark. Auch ist ihr Temperament nicht so überschäumend, sondern eher im mittleren Bereich angesiedelt. Die Heilige Birma gehört, durch die im Standard genau festgelegte Ausdehnung der Weißscheckung an den Pfoten, zu den besonders schwer zu züchtenden Katzenrassen.

BKH in Colourpoint

Auch die Britisch Kurzhaar ist eine ausgezeichnete Wohnungskatze. In der Maskenversion gehört sie zu den zahlreichen Varietäten innerhalb der Rasse. Briten sind nicht nur ihrer Teddybären-Optik wegen beliebt, sondern vor allem wegen ihres ausgeglichenen Wesens. Anpassungsfähig, freundlich, anhänglich, ohne aufdringlich zu sein. Dazu nicht überschäumend temperamentvoll und doch verspielt. Eine Katzenrasse, die ebenso gut zu Singles wie auch zur Familie mit Kindern passt und auch dem katzenfreundlichen Familienhund etwas abgewinnen kann. Zudem ist sie pflegeleicht.

Snowshoe

Wenn man sich die Snowshoe genau anschaut, sieht man, dass sie von der Siam abstammt. Die erste Snowshoe fiel in einem Siamwurf in den 1960ern in den USA. Weiße Abzeichen in Maske, Stiefel und Socken sind bei der Siam eigentlich unerwünscht. Trotzdem machte man aus der Not eine Tugend und kreuzte kurzhaarige Rassekatzen (American Shorthair in den USA) ein, um die „Schneeschuhe“ zu erhalten. Snowshoes plappern ähnlich gern wie Siamesen. Sie möchten nicht alleine leben, aber auch keinen zu großen Trubel. In Deutschland sind sie bis heute rar.

Heilige Birma

Ihre strahlend blauen Augen, das seidige Fell und blütenweiße Pfötchen machen die Heilige Birma zu einer kleinen Schönheit.

Thai-Katze

Die Thai-Katze, von manchen auch als „Siam traditionell“ bezeichnet, ist nicht so schlank und hochbeinig wie die moderne Siamkatze. Sie ist aufgeweckt, aktiv, spielfreudig und geht eine innige Beziehung zu den vertrauten Menschen ein, denen sie gern auf Schritt und Tritt folgt. Hat sich eine Thai etwas in den Kopf gesetzt, wird sie es bekommen – schließlich „redet“ sie, wenn es sein muss, stundenlang auf ihren Menschen ein, bis er nachgibt. Für die Einzelhaltung ist sie ebenso wenig geeignet wie für Menschen mit wenig Zeit.

Wundervolle Familien- und Wohnungskatze

Selbst wenn alles an der Katze perfekt ist, die Augen in tiefstem Blau strahlen, die Points durchgefärbt sind und der Körperbau optimal ist: Ein zu weit nach oben reichender oder zu knapper Handschuh, fehlende Sporen an den Hinterpfoten oder ein Fleckchen Weiß, da, wo es nicht hingehört – schon ist die Showkarriere vorbei. Dafür sind Liebhabertiere mit kleinen Fehlern wesentlich günstiger zu bekommen als perfekte Showkatzen. Die neugierige, gesellige Heilige Birma ist eine wunderbare Wohnungskatze, zumal für Familien mit Kindern. Auch sie fühlt sich am wohlsten, wenn man ihr einen Artgenossen zur Seite stellt.

Ragdoll

Die Ragdoll ist eine freundliche, sanfte und anhängliche Katze, die sich gut für die Wohnungshaltung eignet und viel Aufmerksamkeit braucht.

Ragdolls: Kuschelgiganten made in USA

Deutlich größer als die Heilige Birma ist die Ragdoll, die in den 1960er-Jahren von einer Züchterin namens Ann Baker in den USA kreiert wurde. Vor allem kastrierte Ragdoll-Kater bringen es auf stattliche sieben bis zehn Kilogramm Gewicht. Ragdoll bedeutet eigentlich Stoff- oder Lumpenpuppe, weil sich viele Rassevertreter schlaff herunterhängen lassen, wenn man sie unter den Vorderbeinen hochhebt. Genau wie diese „Schlen- kerpuppen“ eben. Ragdolls gibt es in drei Zeichnungsvarianten: Zum einen die Bi-Colour, die ein weißes umgekehrtes V im Gesicht trägt und weiße Beine hat. Zum anderen die Mitted mit weißem Kinn, weißen Handschuhen und einem weißen Streifen am Bauch – vom Lätzchen bis zum Schwanzansatz. Und schließlich die Colourpoint, ganz ohne weiße Abzeichen. Farblich sind mittlerweile neben den traditionellen Farben Seal-, Chocolate-, Blue- und Lilac-Point auch Red- und Creme-Point anerkannt sowie alle Farben auch in Kombination mit Tabby und Tortie. Für jeden Farbgeschmack also die richtige Katze.

Pflegeleicht, anpassungsfähig und verspielt

Die Ragdoll gilt als menschenbezogen und freundlich und gut geeignet für einen Haushalt mit Kindern. Auch mit dem katzenfreundlichen Hund als Mitbewohner hat sie kein Problem.

Einsamkeit ist dagegen nicht so ihr Ding. Wer ganztags berufstätig ist, sollte ihr einen Katzenkumpel zum Spielen gönnen. Ragdolls können als reine Stubentiger gehalten werden, steht ihnen aber ein gesicherter Balkon oder ein Gehege zu Verfügung, machen sie regen Gebrauch davon.

Das Fell der Ragdoll ist, außer während des Fellwechsels, relativ pflegeleicht.