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Einsätze und Schicksal von U 509: Grauer Wolf in der Atlantikschlacht


SCHIFF Classic - epaper ⋅ Ausgabe 3/2020 vom 23.03.2020

U 509, das 1942 und 1943 vier Feindfahrten mit wechselhaftem Erfolg absolvierte, steht für eines von vielen U-Booten der IX-C-Klasse, die die Höhen und Tiefen des U-Boot-Krieges durchliefen


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JÄGER UND GEJAGTER: U 509 beteiligte sich zunächst mit Erfolg an der Atlantikschlacht, bevor es die Kriegswende auf hoher See mit voller Wucht zu spüren bekam


Foto: Gemälde von Max Zauner, Privatbesitz

Es ist der 15. Juli 1943, 8:18 Uhr: Westlich von Madeira sichtet US-Pilot Claude N. Barton des auf dem Flugzeugträger USS Santee stationierten Geschwaders VC-29 ein aufgetaucht fahrendes deutsches U-Boot. Sein Kamerad ...

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... Jack D. Anderson greift das Fahrzeug mit den Bordwaffen seiner Grumman Wildcat an, während Barton die Geschwindigkeit seiner Avenger drosselt, um einen akustischen Fido-Torpedo auszulösen.

Für das deutsche Unterseeboot U 509 gibt es an diesem Sommermorgen kein Entrinnen mehr. Hatte der Kommandant am Vortag noch einem Fliegerangriff durch Alarmtauchen entkommen und einen Hilferuf abset- zen können, laufen jetzt alle Abwehrmaßnahmen ins Leere. Zwar eröffnet die Bordflak noch das Feuer auf die Angreifer, aber Bartons Zielsuchtorpedo macht dem verzweifelten Treiben ein rasches und grausiges Ende. Nach einer gewaltigen Unterwasserexplosion bleibt von U 509 nichts weiter übrig als ein riesiger Ölfleck, der nach und nach verblasst und schließlich in den Weiten des Atlantiks verschwindet.

Wende im U-Boot-Krieg

Die Versenkung von U 509, bei der alle Mann den Tod fanden, war nicht der einzige deutsche Verlust dieser Art im Zweiten Weltkrieg. Durch ihre Luftüberlegenheit und die rasanten Fortschritte in der Ortungs- und Waffentechnik konnten die Alliierten im U-Boot-Krieg ab der zweiten Kriegshälfte das Blatt endgültig zu ihren Gunsten wenden. Zudem war es ihnen im Fall von U 509 gelungen, einen gegnerischen Funkspruch abzufangen, der ihnen den ungefähren Standort des Bootes verriet. Stellte die Vernichtung für die Angreifer einen verdienten Erfolg dar, war sie für die Angehörigen der Besatzung eine Tragödie. 2015 veröffentlichte Wolfgang Meyer, ein Neffe des damals umgekommenen Obersteuermanns Willy Meyer, eine Dokumentation mit dem Titel 280 Seetage auf U-509.

DER VORGESETZTE: Mal gab es Lob, mal Tadel für das Boot und seine Besatzung vom Befehlshaber Admiral Karl Dönitz


Foto: picture-alliance/ akg-images

NOCH AHNUNGSLOS: Wie hier auf U 844 (IX C/40), könnte auch die Besatzung von U 509 am Morgen des 15. Juli die Sonne genossen haben


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

Darin verwendete er nicht nur wertvolles Bildmaterial aus seinem Privatarchiv, sondern gab auch die Kriegstagebücher von U 509 auszugsweise wieder. Im nachfolgenden zusammengefassten Text wird die Geschichte der insgesamt vier Feindfahrten des Bootes erzählt, das man nach seinem ersten Kommandanten „U-Seewolf“ nannte und dessen Turm beidseitig mit einem Achtzylinder-Germaniadiese versehen war.

TÖDLICHE BASIS: Ein Sturzkampfbomber vom Typ Douglas SBD Dauntless wartet darauf, auf dem Flugzeugträger USS Santee vom Hangardeck mit einem Aufzug auf das Flugdeck transportiert zu werden. Eine Wildcat dieses Carriers sollte auch U 509 angreifen


Foto: picture-alliance/ akg-images

VORBEREITUNGEN: Auf der USS Santee fassen alle Räder ineinander, um die Flugzeuge auszurüsten und startklar zu machen


Foto: picture-alliance

Erste Feindfahrt

Die Geschichte von U 509 begann am 20. Oktober 1939 mit einem Bauauftrag an die Deutsche Werft in Hamburg, die bis Kriegsende insgesamt 24 U-Boote dieses Typs IX C für die Kriegsmarine herstellte. Nach Kiellegung im November 1940 und Stapellauf im Sommer des Folgejahres stellte die Marine das Boot im November 1941 in Dienst. Seine erste Feindfahrt absolvierte es schließlich am 25. Juni 1942 unter dem Kommando des späteren Fregattenkapitäns Karl-Heinz Wolff. Sie startete in Kiel und führte U 509 nach einem Zwischenstopp im norwegischen Kris- tiansand in das Operationsgebiet Westatlantik und Golf von Mexiko. Das Kriegstagebuch zeigt auf, welchen Gefahren man unterwegs ausgesetzt war. So ist darin mehrfach von Fliegeralarm die Rede, wobei am 16. August ein feindliches Flugboot durch Bombenabwurf die Turmverkleidung beschädigte.

VORLICHE BACKBORDANSICHT: U 185 (IX C/40), dessen Kommandant und Ritterkreuzträger Kapitänleutnant August Maus die Versenkung durch eine Wildcat und einen Avenger-Torpedobomber überlebte - im Gegensatz zu U 509


Foto: picture-alliance/WZ-Bilddienst

Erfolge konnte „U-Seewolf“ auf seiner ersten Unternehmung nicht erzielen. Am 14. Juli hatte man zwar einen kleinen Dampfer gesichtet und einen Überwasserangriff unternommen, doch blieb es bei einem ungeklärten Fehlschuss.

Erfolgreichstes Unternehmen

Ebenso endete ein am 30. August eingeleiteter Torpedoangriff auf eine vermeintliche U-Boot-Falle ohne Ergebnis. Hinzu kam, dass U 509 seit Ende Juli eine beidseitige Ölspur nach sich zog, sodass der Gegner das Boot leicht ausmachen konnte.

Als das Boot schließlich am 5. September 1942 im französischen U-Boot-Stützpunkt Lorient einlief, dürften Kommandant und Besatzung erleichtert gewesen sein. Zwar hatten sie kein einziges feindliches Schiff vernichtet, dafür aber in 80 Tagen, 17 Stunden und 10 Minuten eine Strecke von fast 14.000 Seemeilen zurückgelegt und obendrein ein anderes Boot (U 598) mit Treibstoff versorgt. Die zweite Feindfahrt unter dem Oberleutnant zur See und späteren Korvettenkapitän Werner Witte im Operationsgebiet Mittelatlantik/westlich Marokko sollte die erfolgreichste Unternehmung des Bootes werden. Sie begann am Abend des 15. Oktober 1942 mit dem Auslaufen aus Lorient, allerdings musste man schon am Folgetag vor einem feindlichen Flugzeug tauchen.

Am 20. Oktober ging ein Funkspruch ein, wonach U 509 zur U-Boot-Gruppe „Streitaxt“ stoßen sollte, die auf den alliierten Konvoi SL 125 angesetzt war. In diesem Zusammenhang gelang es Witte, vom 26. bis 30. Oktober den britischen Tanker Anglo Maersk und die beiden Dampfer Hopecastle und Corinaldo zu beschädigen und vier weitere, darunter die SS Nagpore, Flaggschiff von Konvoi-Kommodore Rear Admiral Sir C. N. Reye, zu versenken. Witte hielt die Angriffe detailliert in seinen Aufzeichnungen fest. So notierte er am 28. Oktober um 22:09 Uhr: „Einzel. Treffer vorn 10. Sehr hohe Spreng- und Feuersäule.

Gegner fliegt nach Explosion seiner Ladung auseinander.“ Einen Tag später, am 29. Oktober um 23:17 Uhr, findet man folgenden, wahrscheinlich die Versenkung des Frachters SS Brittany betreffenden Eintrag: „Treffer vorn 30. Heck kommt mehr raus. Gegner scheint in der Mitte eingeknickt. Zunehmende Schlagseite und Lastigkeit. Nach ungefähr fünf Minuten gesunken.“

Positive Bilanz

Aber nicht nur Erfolge, auch die Attacken feindlicher Zerstörer und Flugzeuge, insbesondere beim Einsatz gegen das alliierte Landeunternehmen Operation „Torch“ vor der marokkanischen Küste, fanden Eingang in das Kriegstagebuch. So war U 509 als Teil des Wolfsrudels „Schlagetot“ Mitte November 1942 wiederholt Fliegerangriffen ausgesetzt, die aber ebenso glimpflich verliefen wie die Detonation einer Antennenmine vor Madagaskar.

Am 26. November 1942 lief das Boot nach 43 Tagen, 16 Stunden und 30 Minuten sowie einer Gesamtstrecke von 6.154 Seemeilen wieder in Lorient ein. Die Bilanz von vier vernichteten und drei beschädigten Schiffen mit einer Gesamttonnage von 44.168 BRT veranlasste den Befehlshaber der U-Boote (BdU), Admiral Karl Dönitz, dem Kommandanten ein Lob für sein gutes Geschick und seinen entschlossenen Angriffswillen auszu- sprechen. Die dritte Feindfahrt von U 509, am 23. Dezember 1942 ebenfalls von Lorient aus begonnen, sollte den Beteiligten hingegen kein gutes Zeugnis einbringen.

ÄHNLICHES SZENARIO: Wohnraum auf Unterseeboot U 548 (IX C/40). Die Besatzung lebte auf engstem Raum und teilte sich die Kojen im sogenannten Zweierstropp


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

OHNE CHANCE: Bei diesem Angriff auf U 185 starben 29 Besatzungsmitglieder, 23 gerieten in amerikanische Kriegsgefangenschaft


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

TOD AUS DER LUFT: Unterseeboot U 161 (IX C) wird am 27. September 1943 vor Bahia von einem Flugzeug aus mit Wasserbomben belegt; das Boot sank mit der gesamten Besatzung


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

EINSATZ IN OSTASIEN: Unterseeboot U 510 (IX C) läuft nach erfolgreicher Feindfahrt (Versenkungswimpel am Sehrohr) in seinen Einsatzhafen ein. U 510 überdauerte den Krieg und ging als Bouan an die Marine Frankreichs


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

Sie führte - abermals unter Wittes Kommando und als Teil der auf den alliierten Konvoi DN 21 angesetzten U-Boot-Gruppe „Seehund“ - in den Südatlantik und nach Südafrika. In der Tat konnte der Kommandant nicht einmal annähernd an seine vormaligen Ergebnisse anknüpfen. Stattdessen ereigneten sich wieder mehrfach bedrohliche Situationen.

Sechs Dampfer, kein Schuss

So war man bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag gezwungen, vor einem Flugzeug zu tauchen, und stieß Anfang Februar 1943 in der Region Kap der Guten Hoffnung auf einen gut bewaffneten Geleitzug. Am 9. Februar entdeckte das Boot sechs Dampfer, sah jedoch keine Möglichkeit, in Schussposition zu kommen. So blieb es auch in den Folge- tagen, bis Witte in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar endlich seinen ersten Abschuss erzielte. Es war der britische Frachter SS Queen Anne, dessen Versenkung im Kriegstagebuch mit folgender Notiz festgehalten ist: „Schuss auf 5000 BRT Schiff, Lage 55, Fahrt 8 sm, E=400 m. Nach 17 sec Laufzeit Detonation im Mittelschiff. Ziel hat sofort starke Schlagseite und sinkt über Vorsteven.“

U-BOOT-EHRENMAL MÖLTENORT: Dieser besondere Ort des Gedenkens, der Erinnerung und Mahnung gegen Krieg und Gewalt hält auf Bronzeplatten auch die Namen der Toten von U 509 fest


Foto: picture-alliance/ZB

Aber es gab auch Gegenwehr. Sieben Wasserbomben, so heißt es in den Aufzeichnungen, habe der Gegner nach dem Angriff geworfen, allerdings ohne Ausfälle herbeizuführen. Am 27. Februar verzeichnete Witte einen Fehlschuss auf einen 7.000- bis 8.000- BRT-Dampfer, am 28. unternahm er einen nächtlichen Unterwasserangriff auf ein kleines Schiff, ebenfalls ohne Erfolg. Dafür tauchten wieder Flugzeuge auf, allein am 7. März waren es drei. Dann, am 2. April 1943, gelang dem Kommandanten mit dem britischen 7.129-BRT-Frachter SS City of Baroda die zweite und letzte Versenkung auf der Feindfahrt.

IM HAFEN: Unterseeboot U 163 (IX C), Blick in Turm und Wintergarten mit Flakwaffe von U 163 (IX C), das am 13. März 1943 von der kanadischen Korvette HMCS Prescott versenkt wurde-


Foto: picture-alliance/ WZ-Bilddienst

Nachdem der Kommandant am Vormittag zunächst Schraubengeräusche vernommen und zwei Dampfer und einen Bewacher ausgemacht hatte, verfolgte er den Gegner und begann nach Einbruch der Dunkelheit seinen Angriff mit einem Viererfächer. Im Kriegstagebuch findet man dazu folgenden Eintrag: „Nach 3 Min. 40 sec. Trefferdetonation. Danach unregelmäßiges Schraubenschlagen und starkes Rauschen über 2 dec. Nach 6 Min. 25 sec. kurz hintereinander zwei Detonationen. Anscheinend Endstreckendetonierer.“

Letzter Einsatz

Die letzten Wochen auf See verliefen ohne besondere Ereignisse, lediglich ein Fehlschuss auf einen bewaffneten Fischdampfer ist im Bericht aufgeführt. Am 25. April war noch einmal ein Geleitzug auszumachen, der aber schnell außer Sichtweite geriet. Am 5. und 6. Mai gab es wieder Fliegeralarm, am Nachmittag des 11. Mai 1943 schließlich lief das Boot nach 143 Tagen, 21 Stunden und 15 Minuten und einer Gesamtstrecke von 17.800 Seemeilen wieder im Stützpunkt Lorient ein. Dönitz’ Urteil war diesmal alles andere als positiv. Der Kommandant habe mit geringem Geschick und ohne Glück wenig erfolgreich operiert, heißt es in seiner Stellungnahme, im Ergebnis sei die Operation eine „enttäuschungsreiche und unbefriedigende Unternehmung“.

Die vierte Feindfahrt von U 509 war die letzte. Sie sollte das Boot als Bestandteil der Gruppe „Monsun“ in den Indischen Ozean führen, um dort Jagd auf alliierte Schiffe zu machen. Die Unternehmung begann am 3. Juli 1943 in Lorient und fand durch den eingangs geschilderten Angriff der beiden US-Piloten am 15. Juli 1943 im Atlantik ihr vorzeitiges Ende. Die letzte Position des Bootes war 34°N 02’N/26°01’W, der letzte Funkspruch lautete: „Sind von einem Flugzeug angegriffen und schwer beschädigt worden. Erbitten dringend Ersatzteile.“

An die Besatzung von U 509 erinnert heute eine Ehrentafel im U-Boot-Mahnmal Kiel-Möltenort. Auch Wolfgang Meyer hat ihr mit seinem Buch ein Denkmal gesetzt und dabei außerdem an die über 30.000 U-Boot-Fahrer erinnert, die im Zweiten Weltkrieg ihr Leben verloren.

BUCHTIPP

Meyer, Wolfgang: U-Seewolf. 280 Seetage auf U-509. Obersteuermann Willy Meyer. tredition Verlag, Hamburg 2015, 256 Seiten, 20/32 Euro (Soft-/Hardcover)
Im dritten Band der Dokumentation über den Obersteuermann von U 509 Willy Meyer stellt dessen Neffe Wolfgang Meyer die vier Feindfahrten des Bootes anhand der offiziellen Kriegstagebücher dar. Enthalten sind außerdem technische Daten, Kurzporträts der Kommandanten, Details zur Versenkung am 15. Juli 1943, persönliche Dokumente der Familie Meyer, die Mannschaftsliste von U 509, ein Schiffsregister alliierter Schiffe, ein Glossar mit technischen Fachausdrücken, ein Literaturverzeichnis und ein Namensregister. Die überwiegend aus dem privaten Archiv von Wolfgang Meyer stammenden Fotos haben Willy Meyer und seine Kameraden an Bord des U-Bootes aufgenommen. Die privaten Dokumente stammen aus dem Nachlass der Großeltern des Autors.