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EINSAME ECKE


Bergsteiger - Das Tourenmagazin - epaper ⋅ Ausgabe 8/2021 vom 09.07.2021

Weidener Hütte | Bergwandern

Artikelbild für den Artikel "EINSAME ECKE" aus der Ausgabe 8/2021 von Bergsteiger - Das Tourenmagazin. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Bergsteiger - Das Tourenmagazin, Ausgabe 8/2021

Auf dem Weg zum Hobarjoch ist gute Sicht gefragt.

Über unsere etwa zwölf Kilogramm schweren Rucksäcke können wir uns wirklich nicht beschweren. Die Mulis, die in alten Zeiten den ehemaligen Saumpfad zur Weidener Hütte hinauf schwitzten, mussten da deutlich mehr stemmen. Damals wog ein Saum (also die Maßeinheit, die einem Lasttier zugemutet wurde) für Tiroler Esel 275 Pfund. Der Übergang über das Geiseljoch stellte zu dieser Zeit die kürzeste Verbindung des Tuxer Tales mit dem Inntal und somit Innsbruck dar. Hatten die Säumer den knapp 2300 Meter hohen Gebirgsübergang geschafft, kehrten sie auf dem Weg ins Inntal beim Weidener Hütte vor dem Kauf durch ...

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... die DAV Sektion Weiden hieß. Die genau an der Waldgrenze gelegene Unterkunft ist auch für uns keine Unbekannte. Oft schon haben wir uns nach einer hochwinterlichen Skitour über ihre warme Stube gefreut. Jetzt sind wir gespannt, wie viel Anfang September rund um das der ersten Tour positiv überrascht.

Abseits des Rummels

Trotz bestem Wochenendwetter ist außer uns niemand in Richtung Hippoldspitze unterwegs. Ihr markanter Gipfelauf bau ist bereits von der Hütte aus gut zu sehen. Weder auf der wunderschönen Querung im Arvenwald, noch auf den weiten Wiesenhängen oberhalb der Grafennsalm begegnen wir einer Menschenseele. Erst ganz weit oben treffen wir einen Jäger, der nach der morgendlichen Pirsch zufrieden auf einem Stein sitzt. Er blickt auf die weiten Bergkämme seiner Tuxer Voralpen, einer eher dünn besiedelten Alpenregion. Almen und Hochweiden prägen das Landschaftsbild. Die Almnutzung reicht auf den ideal geneigten Hängen bis in vorrömische Zeit zurück.

Perfekte Neigung hat auch der Gipfelanstieg. Nicht ganz so perfekt sind allerdings eine kurze erodierte Wegpassage und der heraufziehende Nebel, welcher die Gipfelrast etwas verkürzt. Auf dem Abstieg treffen wir gerade einmal zwei Wanderer, was Ralf Baumgartner wenig verwundert: »Unsere Hütte ist eher als der Wirt der Weidener Hütte. Vor drei Jahren konnte er seine Frau begeistern, die Hütte zu pachten. Da die Unterkunft des DAV nicht weit vom Wohnort Innsbruck entfernt liegt, kann sie mit den Kindern an Wochenenden und in den Ferien heraufkommen und auf der Hütte mitarbeiten. »Leicht haben wir´s nicht tensaisons zusammen: »Im ersten Jahr ist der Fahrweg abgebrochen. Und im Frühling 2020 ist der wichtigste Wintermonat komplett Corona zum Opfer gefallen. Die Sommersaison lief dann überraschend gut. Mit Plexiglaswänden zwischen den Betten und geringerer Belegung hat der.

Gute Orientierung ist gefragt

Wir können das nur bestätigen und starten bestens ausgeruht am nächsten Mor-Über den Nordgrat soll es auf das Hobarjoch gehen. Die Route führt zu Beginn durch Alpenrosenhänge zum Hubertusspitz hinauf. Dann geht es weglos weiter und eine gute Sicht ist gefragt. Hoffentlich macht uns kein Nebel einen Strich durch die Rechnung. Zudem sollte die Schlüsselstelle möglichst trocken sein. zweiten Schwierigkeitsgrad erweist sich dann als sehr gutmütig. Positiv überrascht sind wir auch vom traumhaften Abstieg über den Normalweg. Als schmaler, aber gut zu sehender Bergpfad führt dieser ohne jegliche Markierungen zum Geiseljoch hinab. »Nicht wenige der Pfade hier sind eigentlich nur Kuhtrampel-und wünscht uns guten Orientierungssinn für den krönenden Abschluss. Der soll uns über den Hohen Kopf wieder hinab nach Innerst führen.

Am nächsten Morgen geht es also noch einmal bergan und wir müssen tatsächlich ganz genau aufpassen, um den Pfad nicht zu verlieren. Zwischen uralten Arven führt uns ein schmaler Ariadnefaden zügig aufwärts. In den wieder sich die Spuren. Bald aber erreichen wir Bergwiesen und stoßen auf einen von Innerst herkommenden Steig. Und auch hier kommen gerade einmal zwei weitere Gipfelaspiranten herauf!

Service im Überblick → bitte umblättern

Zwischen Ralf Baumgartner und Michael Pröttel sprang gleich ein sehr freundschaftlicher Funke über – vielleicht auch, weil sich beide in der Flüchtlingsarbeit engagierten.