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EISEN 2022


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Golfpunk - epaper ⋅ Ausgabe 1/2022 vom 18.03.2022

In den vergangenen zehn Jahren haben Eisen eine im mense Entwicklung durchlaufen und bestehen mittlerweile zu größten Teilen aus Multi-Materia l-Designs, die im Falle von Konstruktionen mit hohlen Schlägerköpfen beinahe wie Fairwayhölzer konstruiert werden. In diesem Jahr ist nun zu beobachten, dass sich die Produktentwickler der Aufga be verschrieben haben, den modernen Eisen so viel Feedback und Gefühl mitzugeben, wie die Schläger es in Sachen Carry-Weite schon lange können.

Ping brachte in den letzten Jahren einige äußerst interessante Eisenmodelle auf den Markt wie zum Beispiel mit den Blueprint das erste vollständig geschmiedete Blade-Eisen der Firmengeschichte. Die i59 waren ein Design mit hohlem Schlägerkopf für bessere Spieler und erfreuen sich immer noch großer Beliebtheit. Nun steht mit den i525-Eisen der Nachfolger des i500 in den Startlöchern.

Die i500 sind keine Unbekannten in der ...

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Bildquelle: Golfpunk, Ausgabe 1/2022

HART AM GAS Die Schlagfläche der i525-Eisen aus Maraging-Stahl fällt deutlich härter aus als der Rest des Schlägerkopfs
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... GolfPunk-Redaktion und wurden hier eine ganze Weile gespielt.Obwohl die Optik fantastisch und die Eisen auch relativ einfach zu spielen waren, fühlten sie sich im Treffmoment doch ein wenig zu hart an und produzierten einen unschönen Klang. Das war auch Ping-Boss John Solheim bewusst: „Wie Golfer wissen, die diese Art von Eisendesign gespielt haben, opfern sie oft etwas vom Gefühl für mehr Distanz. Das ist beim i525 nicht der Fall. Wir sehen einige unglaubliche Ergebnisse, da viele Golfer einen Schläger weniger benötigen – einschließlich Tour-Profis, die von der kompakten Optik und der höheren Ballgeschwindigkeit der längeren Eisen angezogen werden.“ Um sowohl die gewünschte Länge, aber auch das Feedback zu liefern, wurde eine Schlagfläche aus Maraging-Stahl entwickelt, deren variable Dicke eine dünnere, dynamischere Schlagflächenstruktur zulässt. Das bedeutet mehr Flex der Schlagfläche im Treffmoment, mehr Ballgeschwindigkeit und einen höheren Abflugwinkel.

Ping-Teammitglied Cameron Champ, der während der vergangenen Saison noch Eisen 3 & 4 der i500er-Serie im Bag hatte, stieg sofort auf die i525 um: „Ihr Look ist ein wenig aufgeräumter, was mir sehr gut ge fällt. Des Weiteren ist der Sound besser.“ Die Zahlen, die Champ mit seinem neuen Eisen 3 liefert, sind ebenfalls der Erwähnung wert: Etwas mehr als 250 Me ter carry sind für den dreifachen Toursieger mit dem i525 möglich.

Während Ping mit lediglich einem neuen Eisensatz in die Saison 2022 zieht, hat Callaways Produktentwick lung Überstunden gefahren und vier verschiede ne Modelle unter dem Label Rogue ST aus der Taufe gehoben, die – so die Behauptung bei der Weltpremiere – die längsten Eisen sind, die Callaway jemals gebaut hat.

CALLAWAY

Schlüsseltechnologie zu all dieser Feuerkraft ist das mithilfe von künstlicher Intelligenz entwickelte und aus hochfestem 450-Stahl1 hergestellte Flash Face Cup. Wie auch bei den Drivern wurde der firmeneigene Supercomputer mit der Aufgabe betraut, die optimale Kombination aus Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel und Spin zu errechnen und nicht wie bisher lediglich die Ballgeschwindigkeit zu optimieren. Die Folge dieser Rechenwut ist, dass jedes Einzeleisen jedes Modells der vier Rogue-ST-Eisen über eine individuell designte und hergestellte Schlagfläche verfügt.

Darüber hinaus kommt in sämtlichen Rogue-ST-Eisen bis zu 62 Gramm Wolfram zum Einsatz, eine Steigerung von 250 Prozent im Vergleich zu den Vorgängermodellen. Callaway nennt dieses Feature Player Optimized CG, was nichts anderes bedeutet, als dass der Schwerpunkt2 jedes Eisen an einer anderen Stelle liegt, um somit auch für jeden Loftwert die optimalen Ballabflugparameter liefern zu können.

Die Rogue ST Max werden mit Sicherheit zu den Bestsellern des Quartetts avancieren. Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass es sich bei diesem Modell um Game-Improvement-Eisen aus dem Hause Callaway handelt, so etabliert sind die Kopfform und ihr Linienbild mittlerweile bei Golfern, wenn sie über dem Ball stehen. Die ST Max verfügen über die stärksten Loftwinkel der Rogue-ST-Familie und wurden also vor allem mit einem Ziel entwickelt: maximale Schlaglängen zu liefern.

1. Callaway setzt diese hochfeste Stahllegierung, die unter anderem aus 74 Prozent Eisen, 15 Prozent Chrom und 6 Prozent Nickel besteht, als erste Marke in einem Golfschläger ein. 2. Ein je nach Eisen bis zu 0,8 Millimeter tiefer liegender Schwerpunkt sorgt für einen höheren Abflugwinkel.

Die breiteren Sohlen der ST Max OS sprechen in Kombination mit etwas entschärften Loftwerten und mehr Offset vor allem Golfer an, die Hilfe benötigen, ihre Eisenschläge auf die gewünschte Flughöhe zu befördern. Auf die Spitze getrieben wird dieses spielunterstützende Konzept von den Rogue ST Max OS Lite. Diese Eisen sollen mit etwas stärkeren Loftwinkeln, leichteren Schäften, geringeren Schwunggewich ten und einer Gesamtkonstruktion, die weniger Ge wicht auf die Waage bringt, vor allem den Spielern Schlägerkopfgeschwindigkeit liefern, die sie dringend nötig haben.

Während das Trio der ST-Max-Eisen also aufeinan der aufbaut, sind die Rogue ST Pro eine gänzlich andere Sache und echte Biester für sich. Einige Technik-Fea tures der drei kleinen Brüder kommen auch hier zum Einsatz, darüber hinaus verfügen die ST Pro jedoch über sichtbar kompaktere Schlägerköpfe, die noch dazu über eine hohle Konstruktion verfügen.Golfer, die die Optik eines Muscleback-Eisen bevorzugen, aber nicht auf die Vorteile moderner Game-Improve ment-Eisen wie Fehlertoleranz und mehr Län ge ver zich ten wollen, sollten die ST-Pro-Eisen testen, denn diese werden im Sommer garantiert zu den Ge heimtipps in den Pro-Shops zählen, erinnert ihr Konzept doch sehr an die äußerst erfolgreichen P790 von TaylorMade – ein Vergleich, den man nur als Kom pliment verstehen kann.

Damit wäre die Überleitung zum zweiten großen Schlä gerhersteller aus Carlsbad in Kalifornien gelungen. Bei TaylorMade liegt ein Großteil des Fo kus der gesamten Firma in dieser Saison auf dem Stealth-Dri ver, was nicht verwundern sollte, schließlich hat man nicht jedes Jahr eine Neuheit mit dem Sex-Appeal einer Carbon-Schlagfläche zu bieten. Die neuen Stealth-Eisen fliegen daher ein wenig unter dem Radar und es fällt auf, dass nur ein Modell – und nicht wie in den vergangenen Jahren zwei Versionen – des aktuellen Game-Improvement Eisen von TaylorMade auf den Markt kommt. Auf den ersten Blick sind die Stealth nur ein weiteres Hollow-Body-Eisen, wie wires von TaylorMade seit Jahren gewohnt sind. Mit dieser Sichtweise würde man den Stealth-Eisen allerdings unrecht tun. Ein weiterentwickeltes Cap-Back-Design, das erstmals in den SIM2-Eisen ver -wen det wurde, erstreckt sich bei der neuen Version nun nicht nur bis zum, sondern um den gesamten Toe-Bereich der Schlägerköpfe. Diese Konstruktion verbessert die Flexibilität der Schlagflä che und sorgt für Ballgeschwindigkeit und Fehler tole ranz, indem der Schwerpunkt der Eisen gesenkt wird. Versteckt im Inneren des Cap-Back-Designs verrich tet eine weitere TaylorMade Neuerung ihre Arbeit: das Echo Damping System. Es unterdrückt ungewünschte Vibrationen, indem es verschiedene Punkte der Schlagfläche mit der Kopfkonstruktion verbindet. Jeder die -ser Dämpfer wurde für jedes einzelne Eisen speziell entwickelt und verbessert nicht nur das Feedback, sondern auch den Klang der Eisen.

„Jeder Golfer jeder Spielstärke möchte ein Eisen, das im Bag gut aussieht und die Leistung liefert, die er verlangt. Stealth bietet einen hohen Ballstart und gleichzeitig viel Fehlertoleranz in einem von Player-Eisen inspirierten, technisch eleganten Designpaket“, beschreibt TaylorMade-Schlägerdesigner Matt Bovee die neuesten Waffen seines Arbeitgebers und ist sich gleichzeitig sicher, dass dieses eine Modell nahezu jeden Amateurgolfer glücklich machen kann.

TAYLORMADE

EISEN

„ICH BIN ZURÜCK BEI TEAM MIZUNO, MIT DENEN ALLES BEGANN. DIE EISEN WIEDER IN DIE TASCHE ZU STECKEN FÜHLTE SICH SO SUPER AN UND DER NEUE DRIVER IST FANTASTISCH. MIZUNO IST WIE EINE FAMILIE FÜR MICH.“

STACY LEWIS

COBRA

Wie Callaway und TaylorMade hat man sich auch bei Cobra in diesem Jahr dazu entschlossen, die neuen Eisen als Verlängerung der Hölzerfamilie vorzustellen. Die Eisen wurden dazu von innen nach außen überarbeitet und mit einer neuen Gewichtsverteilung versehen. Das Hauptmerkmal dieser PWR-COR ge -tauften Gewichtung ist die Flexibilität des Schlägerkopfs für eine maximale Ballgeschwindigkeit. Tech -nisch wird dies mit einem Multi-Material-Design erreicht, in dessen Zentrum ein praktisch schwimmen -der Stahlkern in einem leichten und weichen Polymermantel eingebettet ist. Dieser Kern ist dadurch voll -ständig von Schlägerkopfwand, Schlagfläche und Soh-le abgetrennt, um einen niedrigen, direkt hinter der Treffzone positionierten Schwerpunkt zu garantieren und maxima len Flex der Schlagfläche zu ermöglichen. Der eingespritzte Polymerfüllstoff um das Stahlkernelement dämpft zusätzlich Vibrationen im Treffmoment und verleiht den LTDx-Eisen trotz ihrer immensen Länge ein ange nehm weiches Feedback. Dazu trägt auch das CNC-gefräste Schlägerblatt bei, dessen ultrapräzise Grooves jede Menge Spin-Kontrolle bieten.

Wie man es von Cobra gewohnt ist, haben die Designer gar nicht erst versucht, all diese Technik unter der Haube ihrer neuen Eisen zu verstecken, denn wie beinahe jedes Jahr sind die Rückseiten der Game-Improvement-Eisen wahre Raumschiffe – eine Optik, die definitiv ihre Fans hat.

Alle zwei Jahre konnte man bisher neue Eisen aus Mizunos berühmter MP-Serie erwarten. Doch in dieser Saison wird diese Tradition nicht fortgeführt, statt -dessen bieten die Japaner mit drei neuen Mizuno-Pro-Eisen etwas völlig Neues. Bisher waren Mizuno-Pro-Produkte lediglich im Heimatland der Eisenspezialisten erhältlich und gelten dort als die Spitze des Produktportfolios, die S-Klasse sozusagen.

Ein echtes Blade, ein Multi-Material-Cavity-Back und ein Modell mit hohlem Schlägerkopf bilden den ersten Ausflug der Pro-Eisen in die große weite Golf -welt. Inspiriert von den klassischen Blades aus Mizunos Vergangenheit3 sind die Pro-221-Eisen selbstverständlich wahre Schönheiten. Grundlegende Neuerungen finden sich an diesem Muscleback-Blade selbstverständlich nicht, vielmehr kleine und subtile Verbesserungen in Form und Gewichtsverteilung, um diese Diven zumindest ein bisschen besser spielbar zu machen. Die Schlägerköpfe sind beängstigend klein und die Top-Line äußerst dünn gehalten, was besonders in den kurzen Eisen auffällt. Um das butterweiche Feedback dieser Blades noch zu unterstützen, wird unter dem hochglanzpolierten Nickel-Chrom-Finish eine Schicht aus weichem Kupfer angebracht. Natürlich können praktisch nur Tour-Pros in den Genuss der vollen Performance dieser Waffen kommen, dennoch ist es schön zu sehen, dass die Kunst des klassischen Eisenbaus auch 2022 noch eine Nische findet.

3. Die Pro 221 werden in Mizunos Werk im japanischen Hiroshima hergestellt – wie all ihre Blade-Eisen seit 1968.

SO LAST SEASON Die T-Eisen von Titleist wurden zwar bereits vergangenen August vorgestellt, zählen 2022 aber immer noch zu den heißesten auf dem Markt

HONMA

Die größte Neuerung in Sachen Eisen bei Mizuno stellen die Pro 223 dar. Die Erfahrungen, die die Entwickler mit der Game-Improvement-Serie JPX gesammelt haben, werden hier in einem kompakteren Schlägerkopf verbaut und mit jeder Menge Technik für mehr Carry-Länge verheiratet. Die Eisen 4 bis 7 wer den aus Mizunos patentiertem Chromoly-Material ge schmie det und mit einem sogenannten fließenden Microslot versehen. Folge dieser Neuheit ist eine Schlag flächen dicke von gerade einmal 2,4 Millimetern, was dünner ist als die JPX921 Forged aus dem vergangenen Jahr. Die Eisen 8 bis PW werden aus 1025-E-Pure-Select-Carbonstahl geschmiedet und bestehen aus einem Stück, um das Feedback zu garantieren, für das Mizunos Player-Eisen seit Jahrzehnten berühmt sind.

„FUN FACT: ANGEFANGEN MIT CARY MIDDLECOFF 1949 BIS HIN ZU GARY WOODLAND 2019, MIT WILSON-EISEN WURDEN MEHR MAJOR- TITEL GEWONNEN ALS MIT IRGENDEINER ANDEREN MARKE IN DER GESCHICHTE DES GOLFSPORTS, 62 AN DER ZAHL.“

WILSON

Am oberen Ende des Handicap-Spektrums run -den die Pro 225 als waschechte Hohlkopf-Eisen das Mizuno-Line-up für 2022 ab. Um Fehlertoleranz und enor me Länge miteinander zu verbinden, kommt in diesen Eisen eine ganze Menge Technik aus den Mizu -no-Fairwayhölzern und Hybriden zum Einsatz. Deutlich geschrumpft natürlich, wie Mizuno-R&D-Direktor David Llewellyn erklärt: „Das neue Mizuno Pro 225 erinnert in Profil und Größe an die Eisen der Tourspie -ler, hat sich jedoch vollkommen der Längenmaximierung verschrieben.“ Dafür kommen die Eisen 2 bis 8 mit einer überarbeiteten CorTech-Multi-Thickness-

Schlagfläche für noch höhere Ballgeschwindigkeiten daher, während ab dem Eisen 9, bei denen möglichst viel Schlagdistanz nicht mehr entscheidend ist, eine Konstruktion aus 1024-E-Carbonstahl zum Einsatz kommt, um das Feedback so angenehm weich wie möglich zu gestalten. Mit schweren Wolframzusatzgewichten in der Sohle liefern die Pro 225 einen enorm stabilen Ballflug. Der wahre Clou liegt allerdings in der Optik der Schläger. Auf den ersten Blick werden Mitspieler denken, dass dort in der Tasche ein echterSatz Blades steckt, derartig perfekt ist die Formgebung der Pro 225.

Auch in Sachen Team auf der Tour war Mizuno zwi -schen den Spielzeiten 2021 und ’22 sehr aktiv. Denn es wurde nicht nur British Amateur Champion Joe Long als Nachwuchshoffnung verpflichtet, mit Tour vetera nin Stacy Lewis kehrt auch ein ehemaliges Teammitglied zu ihren Wurzeln zurück. Lewis stieg mit Mizuno-Eisen im Bag bis an die Spitze der Weltrang liste auf und hielt sich dort 26 Wochen; auch ihre beiden Major-Titel gewann die Amerikanerin mit Mizuno-Equipment.

Neben den sündhaft teuren, in exquisiter Hand arbeit hergestellten Beres-Schlägern hat die Tra di tionsschmiede Honma aus dem japanischen Sakata seit Jahren auch die TW-Serie im Portfolio, mit der sportliche Golfer angesprochen werden sollen, die von ih rem Equipment eine mindestens ebenbürtige Performance auf Tour-Niveau erwarten wie von den einschlägigen amerikanischen Topmarken, darüber hinaus aber nach etwas Besonderem wie japanischer Hand werkskunst suchen. Zum Saisonstart 2022 kommt die TW757-Serie brandneu auf den Markt und deckt mit drei Eisen - modellen das komplette Leistungsspektrum vom Tourspieler bis zum Mid-Handicapper ab, deren Preispolitik mit der etablierten Konkurrenz auf der Tour absolut mithalten kann.

Die gegossenen TW757 P sind moderne Distance-Eisen, die mit Technik-Features vollgestopft sind, um schnelle Ballgeschwindigkeiten und spielverbessernde Fehlerto leranz zu bieten. An den Eisen 4 bis 7 fallen eine Sechs-Gramm-Gewichtsschraube und ein Zwölf-Gramm-Wolframgewicht im Toe-Bereich und in der Sohle auf, die die Platzierung des Schwerpunkts di rekt hinter dem Sweet Spot garantieren. In den Eisen 8 und 9 kommen ebenfalls das Wolfram-Sohlengewicht zum Einsatz und dieselbe Schlagfläche mit reduzierter Wandstärke, die hohe Ballgeschwindigkeiten auch bei moderatem Schwungtempo liefert. Um in Sachen Fehlertoleranz auch Wochenendspieler glücklich zu ma chen, lassen diese Eisen mit einem Under-Cut-Design im Cavity der Köpfe keine Fragen offen.

In der seit einigen Jahren äußerst populären Ka -tegorie der Players-Distance-Eisen dürften die geschmie deten TW757 Vx in diesem Jahr für Furore sorgen. Diese aus weichem S20-Stahl hergestellten und mit einem leichten Cavity-Back designten Eisen wurden entwickelt, um die perfekte Balance zwischen Schlagdistanz, Shot-Shaping-Möglichkeiten und butterweichem Feedback zu finden. Dafür wird in diesen bildhübschen Schlägern in den Eisen 4 bis 8 ein sie -ben Gramm schweres Zusatzgewicht verbaut, um ambitionierten Amateurspielern möglichst viel Unterstützung zu bieten, ohne dabei die Spieleigenschaften ei -nes klassischen Player-Eisens zu kompromittieren.

Für Spieler, die irgendwann in grauer Vorzeit das Golfen einmal mit Blades gelernt haben und seither nicht von ihren Buttermessern lassen können, runden die TW757 B das Eisensortiment von Honma ab. In diesen Blades einer neuen Generation kommt in den langen und mittleren Eisen ein – selbstverständlich unsichtbares – Wolframgewicht im Inneren zum Einsatz, um im Zusammenspiel mit Materialeinsparun -gen im Heel-Bereich der Schlägerköpfe für zumindest Ihre Fehlertoleranz ist trotzdem gigantisch einen Anschein von Fehlertoleranz zu sorgen. Ob diese Eisen tatsächlich ins Bag oder doch lieber zu Dekorationszwecken an die Wohnzimmerwand ge hören, muss jeder Golfer selbst entscheiden. Schön genug sind sie jedenfalls.

CLEVELAND

Fun Fact: Angefangen mit Cary Middlecoff 1949 bis hin zu Gary Woodland 2019, mit Wilson-Eisen wur -den mehr Major-Titel4 gewonnen als mit irgendeiner anderen Marke in der Geschichte des Golfsports, 62 an der Zahl. Zugegeben, die neuen D9-Eisen werden höchstwahrscheinlich nicht bei einem Major zum Einsatz kommen, dennoch verfügen sie über Teile der DNA, die Wilson-Eisen unter der Profis stets so beliebt machten. Die zweiteilige Konstruktion besteht aus einem aus 8620-Carbonstahl gefertigten Schlägerkopf und einer Schlagfläche mit gerade einmal zwei Millimetern Dicke. Sogenannte Power Holes im vorderen Teil der Sohle ermöglichen diesen dünnen Schlagflächen noch mehr Flex. Um das Feedback der Eisen nicht zu hart werden zu lassen, wurden sie mit Urethan gefüllt. Im Vergleich zu den Vorgängern wurde auch die Verbindung zwischen Schlag fläche und Schlägerkopf überarbeitet, um noch mehr Ballgeschwindigkeit zu ermöglichen mit der Fol ge, dass nun ein 25 Prozent größerer Bereich der D9-Schlag fläche als noch bei den D7-Eisen vollkommen frei flexen kann. Golfer, die auf der Suche sind nach unprätentiösen Eisen, die stoisch ihre Arbeit verrichten und die Bälle dabei enorm weit fliegen las sen, ohne das Bankkonto zu sehr zu belasten, sollten 2022 bei Wilson vorbeischauen.

Auch die ohne Zweifel am einfachsten zu spielenden Eisen der Saison sollen in dieser Neuheitenparade 2022 nicht unerwähnt bleiben. Während man bei Cleveland das Entwickeln von Hölzern und Eisen für Profis und solche, die es gerne sein würden, längst der Schwestermarke Srixon überlassen hat, sind die Pro -dukte in der Super-Game-Improvement-Kate gorie schon lange durch die Decke geschnellt. So auch die Launcher-XL-Halo-Eisen, die neben unangefochte ner Fehlertoleranz ein sehr erfreulicher Preis auszeich net. Diese riesigen Klopper übernehmen eine Hybridkonstruktion und übertragen sie auf einen vollstän digen Ei -sensatz. Die markante Stufe in der HiBore-Krone platziert den Schwerpunkt superniedrig, um einen Ballstart zu ermöglichen, wie man ihn von Eisen eigentlich nicht kennt. Der wahre Kniff dieser Monster liegt jedoch in der Sohle: Um den Boden kontakt zu verbessern, verfügen längere Eisen über ein Gliderail-Design, das bei den kurzen Eisen in eine v-förmige Sohle übergeht. Fette Schläge werden damit zwar nicht komplett unmöglich, mehr Unterstützung im Kampf gegen des gefürchtete Riesen-Divot in Verbindung mit einem Ballflug von fünf Metern Carry-Distanz ist allerdings kaum noch möglich.

4. Bernhard Langer gewann seine beiden Masters-Titel 1985 und 1993 ebenfalls mit Wilson-Eisen in der Tasche.