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ELECTRONIC MUSIC MIT KOMPLETE 12: NATIVE INSTRUMENTS KOMPLETE 12 – TEIL 3: ELECTRONIC MUSIC WORKSHOP: ABSYNTH


Keys - epaper ⋅ Ausgabe 3/2019 vom 31.01.2019

In dieser Ausgabe des Workshops beschäftigen wir uns mit Absynth und zeigen, wie man Wobble-Bässe, Morph-Vocals und Sequencer-Pads für Dubstep erzeugt.


Diese Workshop-Serie beschäftigt sich mit praxisnahen Produktionstechniken der elektronischen Musik, für die wir in dieser Folge den Synthesizer Absynth 5 aus dem Bundle Native Instruments Komplete 12 bemühen. Zunächst formen wir einen pulsierenden Wobble-Bass, ehe wir uns einem morphenden Vocal-Bass-Sound zuwenden. Diese lassen sich wie auch der dritte Workshop-Teil, ein Sequencer-Pad, sehr gut in der Dubstep-Stilistik integrieren.

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1 Klangerzeugung
Öffnen Sie Absynth 5 und legen über das File-Menü ein neues Preset an. Wählen Sie oben aus der Navigationsleiste „Patch“ aus, um aus dem Klanggenerator A mit der voreingestellten Sinus-Wellenform einen Basisklang zu erhalten. Transponieren Sie diesen auf –12, ehe Sie im Folgenden das Mod-Modul aktivieren und dort „Waveshaper“ als Type auswählen. Aktivieren Sie „Oszillator B“ und wählen als Wellenform „Square_fractal“ aus. Diese Wellenform eignet sich gut für massive Bässe. Auch dieser Klang wird um 12 Halbtonschritte auf –12 nach unten verschoben. Zur Verbreiterung des Klangs verdoppeln Sie unter „Unison“ im Oszillator B die Stimmenanzahl auf zwei. Senken Sie zudem die Lautstärke von A durch das Ziehen des unteren Balkens auf –4 dB, um Oszillator B dominanter wirken zu lassen. Wichtig ist, dass der Sound monophon ist, sodass Sie in der Navigation auf die Perform-Seite wechseln und den Polywert auf eins reduzieren.

2 Filter und LFO
Um tiefgreifende Einschnitte ins Frequenzspektrum zu gewährleisten, darf ein zupackendes Tiefpassfilter (LPF) mit –24 dB nicht fehlen. Dieses Filter aktivieren Sie für Oszillator B, verändern die Resonanz auf 0,4 und heben den dB-Wert auf 2,0 an. Wechseln Sie in Absynth auf die LFO-Einstellungen zu LFO1 und deaktivieren Sie bis auf B unter „Filter Frequenz“ alle angewählten Ziele. Zudem wechseln Sie an LFO1 zwecks Synchronität von „Sec“ auf „Beat“ und geben für die „Filter Frequenz“ eine Intensität von 100 ein, um den Sound mächtig in Wallung zu bringen. Nun wird lediglich das Filter von Oszillator B moduliert. Eine subtile Lautstärkenmodulation von Oszillator A kann ebenfalls nicht schaden, sodass Sie für „Channel Volume“ etwa 30 eingeben und die Modulation nur A zuweisen. Wählen Sie dann unter „LFO Rate“ den Parameter „LFO Rate Macro Control CC21“ aus und füttern diese mit dem Wert 70. Abschließend klicken Sie oben auf „Perform“ und schieben den Macro-Control-1- Regler nach Belieben hin und her, um imposante Wobble-Bässe zu generieren.

3 Effekte
Würzen Sie den kräftigen Sound noch mit einem Multitap-Effekt an, indem Sie in der Navigation „Effect“ anwählen und die einzelnen Taps individuell einstellen. Komponieren Sie nun für ihre effektvollen Wobble-Bässe eine Bassline-Sequenz in Ihrer DAW für das Dubstep-Fundament.

1 Die Oszillatoren A und B bilden das Bassfundament.


2 Kräftige Filtermodulation anhand einer LFO-Rate von 70 Prozent.


3 Bassline-Komposition mit Effektanreicherung des Multitaps.


WORKSHOP 2: AGRESSIVER DUBSTEPMORPH- VOCALBASS

1 Klangerzeugung
Modulierende Morph-Klänge, die sich zwischen Vocal- und Basssound bewegen, werden in Dubstep-Produktionen häufig eingesetzt. Sie erzeugen beim Hörer auch stets viel mehr Aufmerksamkeit als ein statischer Sound. Erstellen Sie einen solchen in Absynth 5, indem Sie ein neues Preset anlegen. Für Oszillator A selektieren wir die Wellenform „Vocal A“ aus den Morph Waves, um dann über den New-Button eine neue Wellenform anzulegen, sodass zwei Wellenformen bestehen, zwischen denen sich morphen lässt. Klicken Sie dann oben in der Navigation auf „Wave“ und dort auf den Reiter „Wave“, um sich beide Wellenformen zuzüglich der neuen Morph-Wellenform anzeigen zu lassen. Dort empfiehlt sich, mit dem Wert „Oscil Main A Transition“ zu experimentieren, beispielsweise setzen Sie ihn auf 90, um die folgenden Hüllkurvenbearbeitungen hörbar zu machen.

2 Hüllkurven, Gliding
Unter dem Menüpunkt „Envelope“ finden sich durch einen Klick links auf „New“ zahlreiche Hüllkurvenparameter. Wir wählen „OSC A Main Morph“ aus und zeichnen gemäß der Abbildung eine Hüllkurvenform ein. Für spannende überlappende Noten wechseln Sie zur Perform-Seite und selektieren den Reiter „Note“, um den Glide-Wert auf 20 anzuheben. Im Anschluss wird im selben Menü die Polyphonie auf eins herabgesetzt, um einen monophonen Sound zu erhalten.

3 Filter und Filterhüllkurve
Schalten Sie um zu „Patch“, um dem Oszillator A einen Notch-Filter hinzuzufügen. Erzeugen Sie eine neue Hüllkurve für die Filterfrequenz von 22000 via Rechtsklick auf den Parameter „Create new envelope“. Unter „Envelope“ wählen Sie erneut die Main-Morph-Hüllkurve aus und kopieren die eingezeichnete Kurve aus dem Edit-Menü per Copy-Funktion und fügen sie für die Filter-A1-Frequenz-Hüllkurve ein.

4 Waveshaper und Subbass
Für mehr Aggressivität aktivieren Sie für Oszillator A unter dem Filter noch das Modulationsmodul, aus dem Sie den Waveshaper-Effekt und die Wellenform „Broken Speaker“ aus den Single Waves auswählen. Um in den Tieffrequenzen mehr Schub zu bekommen, aktivieren Sie zusätzlich noch den zweiten Oszillator B, der lediglich eine Sinuswellenform beansprucht und auf –12 um eine Oktave nach unten transponiert wird. Optional können Sie den Sound um weitere Effekte ergänzen.

WORKSHOP 3: RHYTHMISCHE PAD-SEQUENZ

1 Klangerzeugung, Komposition und Filter
Legen Sie über „New Sound“ ein neues Preset an und wechseln zur Klangerzeugung auf die Patch-Seite. Aktivieren Sie dort Oszillator A mit der Wellenform „Saw_real“, der für den rhythmischen Teil verwendet wird. Erhöhen Sie außerdem die Tonhöhe auf 12. Addieren Sie darunter das Filter mit dem Filter-Typen „LPF 2-Pole“ hinzu, um das etwas scharfe Signal zu dämpfen, indem Sie eine Filterfrequenz von etwa 2000 einstellen. Schalten Sie nun Oszillator B mit derselben Wellenform hinzu und setzen darunter den LPF-2-Pole-Filter mit einem Filterfrequenzwert von 800 ein. Die Tonhöhe beträgt hier –12. Für einen voluminöseren Sound gesellt sich noch Oszillator C dazu, der den Wellenformtyp „Single“ mit „Double“ ersetzt und der die Wellenform „Saw_real“ erhält. Spielen Sie daraufhin eine Harmoniesequenz mit ein paar Akkorden in Ihrer DAW ein, um einen ersten Klangeindruck Ihres zukünftigen Rhythmus-Pads zu gewinnen.

2 Hüllkurven
Damit unser Padsound schön langsam ansteigen kann, bearbeiten wir zuerst die Hüllkurven für B und C. Wechseln Sie dazu auf die Envelope-Seite und ziehen die Attack-Punkte wie abgebildet auf etwa 1,5 Sekunden. Deaktivieren Sie dann kurzzeitig Oszillator B und C, um sich nun auf die Programmierung der Rhythmussequenz unter „Envelope“ zu fokussieren. Wählen Sie dazu links „Oscil A Amp“ aus. Betätigen Sie das Transform-Menü und wählen aus dem Menüpunkt „Load Envelope Template“ die Hüllkurvenvorlage „Rhythmic 16th“ aus. Bearbeiten Sie diese Hüllkurve, indem Sie ein individuelles Rhythmusmuster erstellen, das zu Ihrem Songrhythmus passt. Schalten Sie anschließend wieder Oszillator B und C hinzu, um sowohl die pluck-artige Rhythmussequenz als auch das Pad hören zu können.

3 Effekte
Mit einem geringen Delay werten Sie den Klang zusätzlich auf. Schalten Sie dazu auf den Multitap-Effekt und reduzieren im Master-Bereich den Lowpass auf etwa 2800 Hz. Die Taps eins bis drei stellen Sie auf die Werte 100, 50 und 75. Den Feedback-Wert von Tap 1 senken Sie auf 15 herab. Zu guter Letzt wird der Wet-Regler auf etwa –10 dB reduziert.

WORKSHOP 2

1 Die Morph-Wellenform Vocal A sorgt für den speziellen Klangcharakter.


2 Bewegende Klänge dank der Morph-Hüllkurvenform.


3 Duplizieren der Morph-Hüllkurvenform für die Filterfrequenz.


4 Böse röhrender Bass per Waveshaper von Oszillator A.


WORKSHOP 3

1 Zwei Sounds aus drei Oszillatoren: Rhythmussequenz mit weichen Pads.


2 Perkussive rhythmische Hüllkurve (A) mit langsam ansteigenden Hüllkurven (B und C).


3 Eine Prise Delay mit dem Multitap-Effekt.


KEYS AUTOR: CARL-PHILIPP SCHMELLER

Carl-Philipp Schmeller ist freiberuflich in der Musik- und Medienbranche tätig. Er arbeitet als Sounddesigner, DJ und Software-Entwickler für eigene und externe Unternehmen im In- und Ausland und veranstaltet darüber hinaus Workshops als Dozent an einer norddeutschen Hochschule.