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Elektronik: Navigations-Elektronik: „Must have” oder „nice to have“?


Segler-Zeitung - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 20.03.2019
Artikelbild für den Artikel "Elektronik: Navigations-Elektronik: „Must have” oder „nice to have“?" aus der Ausgabe 4/2019 von Segler-Zeitung. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Eine moderne Navigationsausstattung macht das Segeln komfortabler – und sicherer.


Fotos: B&G/Navico

Schon die Frage in der Überschrift kann als Provokation verstanden werden, und der Traditionalist wird auf Zirkel, Kursdreieck und Papierseekarten deuten und mit einem: „Den Schnickschnack braucht man nicht!“ antworten. Einen neuen Anknüpfungspunkt für die Diskussion gibt es spätestens dann, wenn er das Smartphone aus der Tasche holt, oder das Navi im Auto programmiert…

„Must have?“

Keine Frage – Generationen von Seeleuten haben mit „handgemachter“ Navigation ...

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... ihre Ziele erreicht. Andererseits sitzen jedes Jahr etliche Skipper trotz moderner elektronischer Navigationsgeräte an Bord eben doch mal auf „Schiet“. Das alleinige (Nicht-) Vorhandensein der Technik erlaubt also keinen Rückschluss auf Nutzen oder gar die Notwendigkeit navigatorischer High-Tech Ausstattung an Bord.

Einfacher + sicherer = Nice to have!

Tatsache ist aber, das wir im 21. Jahrhundert leben, die technischen Möglichkeiten ausgereift sind und fast jeder von uns ein Navigationsgerät im Auto nutzt, regelmäßig im Internet surft, oder ein Smartphone sein Eigen nennt. Warum sollen nicht auch Boote und Yachten heute so modern sein wie das eigene Haus, das eigene Auto und ebenso vernetzt sein, wie das moderne Leben selbst? Laut einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Wassersportwirtschaft (BVWW) stellt sich diese Frage Neubootkäufern und Einsteigern in den Wassersport übrigens nicht. Moderne und vernetzte Elektronik an Bord wird als Selbstverständlichkeit voraus gesetzt, bzw. aktiv nachgefragt.
Eine technische Entwicklung geschieht nicht um ihrer selbst willen, sondern um das Leben bequemer, einfacher und auch sicherer zu machen. Das möglichst schnelle und genaue Ermitteln der eigenen Position und der Bedingungen um das eigene Schiff herum sind dabei in der Seefahrt von je her zentrale Themen. Wer trotz unsichtigen Wetters oder fehlender Peilmarken in wenigen Sekunden einfach seine Position bestimmen kann, fährt sicherer. Wer über eine große Entfernung kommunizieren kann, hat im Notfall ein wertvolles Backup. Wer bei unsichtigem Wetter seine Umgebung und andere Verkehrsteilnehmer orten und einschätzen kann, hat einen deutlichen Sicherheitsvorsprung und kann vielleicht noch seinen Zielhafen erreichen, wenn Andere schon ankern. In der Berufsschifffahrt sind das schon aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung keine Fragen, die diskutiert werden.

Auf Multifunktions-Displays laufen Daten aus dem gesamten Schiff zusammen.


Mit der Digitalisierung wurde die Entwicklung platzsparender, kostengünstiger und multifunktionaler Geräte, die eine hohe Genauigkeit und eine große Zuverlässigkeit liefern können, möglich. Daher sind auch anspruchsvolle Geräte für den Wassersportler erschwinglich und nutzbar. Moderne Technik erleichtert dem erfahrenen Skipper aber auch gerade dem Neueinsteiger so im wahrsten Sinne die Orientierung.

Seemannschaft = „Must have!“

Oft wird in der Diskussion der Einsatz moderner Navigations-Technik mit dem Verlust an guter Seemannschaft gleichgesetzt. Doch das ist nicht zulässig. Blindes Vertrauen in die Technik und deren sorglose Nutzung, zum Beispiel ohne begleitende eigene Navigation oder ein Backup wie Seekarten, ein redundantes Zweitgerät oder ähnliches, stellt nicht die Technik in Frage, sondern die Sorgfalt des Nutzers. Moderne Technik kann gute Seemannschaft nicht ersetzen, sie aber sinnvoll unterstützen. In diesem Zusammenhang stellt sich zudem die Frage: Beinhaltet die gute Seemannschaft nicht auch den Aspekt, sich alle verfügbaren und sinnvollen Hilfsmittel für die Navigation im Rahmen seiner Möglichkeiten zunutze zu machen?