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Elvira Madigan


OKEY - epaper ⋅ Ausgabe 152/2020 vom 13.12.2019

Elvira Madigan (* 4. Dezember 1867 in Flensburg; † 19. Juli 1889 im Nørrkov) war der Künstlername der dänischen Seiltänzerin Hedvig Antoinette Isabella Eleonore Jensen. Sie und ihr Geliebter, der schwedische Leutnant Bengt Edvard Sixten Sparre sind ein berühmtes tragisches Liebespaar Schwedens. Die Story wurde 1967 verfilmt, und im Film findet u.a. der langsame Satz (Andante) aus W.A. Mozarts 21. Klavierkonzert als Titelthema Verwendung.


SPIELPRAXIS Thema aus „Elvira Madigan“

Thema aus Mozarts Klavierkonzert Nr. 21, Andante

Artikelbild für den Artikel "Elvira Madigan" aus der Ausgabe 152/2020 von OKEY. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: OKEY, Ausgabe 152/2020

Elvira Madigan (Foto aus 1888)


Unser Arrangement lehnt sich an die Konzertversion ...

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... des James Last Orchesters an; der Song ist hier durchgehend als ruhige, verträumte Ballade arrangiert. Das Thema wird zu Beginn von zwei dezent gespielten Trompeten geführt und anschließend in Teil B von den Lasttypischen traumhaften Legato-Streichern übernommen.

Melodie rechte Hand (Dual Trumpets)

Das Thema beginnt in Teil A wie gesagt mit dezent gespielten Trompeten, deren Melodie durch lange, taktübergreifende Legato-Bögen notiert ist. Die Takte 8 und 10 bieten jeweils eine Besonderheit auf dem ersten Schlag: Die halben Notenintervalle c3/es2 (Takt 8) und d4/ as (Takt 10) werden forzando (fz), also betont, verstärkt gespielt. Dadurch wird der Übergang auf die nach unten oktavierte Dezime a2 (Takt 8, Schlag 3) und h2(Takt 10, Schlag 3) betont. Die so nach unten verlegte Stimmführung wird erst wieder in Takt 11 mit der Terz c4/a3 auf den zweiten Schlag in die obere Normallage geführt.

Knifflige Melodie: Binär / Ternär

Auf den ersten Blick fällt es nicht auf, dass die Melodie im A-Teil binär in den normalen Notenwerten Halbe, punktierte Halbe, Viertel, punktierte Viertel und Sechzehntel notiert ist, während die Begleitung der linken Hand durchgehend in Achteltriolen und somit ternär verläuft. Stolpersteine beginnen bereits in Takt 2, wo sich rechte 16tel-Noten und linke 8tel-Triolen ins Gehege kommen. Dasselbe gilt für Takt 3, wobei gar vier 16tel gegen 3 Achteltriolen ankämpfen müssen. Diesen rhythmisch unterschiedlichen Verlauf von Melodie und Begleitung müssen Sie sich wirklich verinnerlichen und das rhythmische polyphone Muster erst erarbeiten. Dazu gibt es ein interessantes Video auf YouTube, welches sehr anschaulich das Spiel binärer und ternärer Passagen erklärt. Hier der Link:www.youtube.com/watch?v=k6jCnCGmzzc

In Teil B wird die Melodie gleich zu Beginn in Takt 14 ebenfalls ternär gespielt; d.h. rechte und linke Hand spielen rhythmisch nicht versetzt, sondern parallel in Triolen. Eine Ausnahme bilden die 16tel-Passagen in der Melodie; diese werden wie zu Beginn des Stückes im 4:3-Verhältnis gespielt (Takt 15, 23, 24, 33, 41, 42).

Dream-Streicher (Ictave Strings)

In Teil B hängt buchstäblich der Himmel voller Geigen! Die Oktavierung der Streicher wird zusätzlich mit reichlich SUSTAIN und REVERB bereichert. Hier ist zwingend absolutes Legato-Spiel bis Teil D erforderlich. Insbesondere die polyrhythmischen Passagen in den Takten 20-22 und in Teil C die untere Stimmführung mit vorwiegend Viertelnoten erfordern eine strenge Legato-Spielweise. Dies gilt schlussendlich auch für die untere Stimmführung in Teil E (Takte 44-46).

Begleitung

Die linke Hand spielt vom Anfang bis Teil E ausschließlich Drei- und Vierklänge in Achteltriolen. Diese werden staccato interpretiert. Staccato ist eine musikalische Artikulationsform: Eine Note wird mit einer speziellen Technik gespielt und klingt damit kürzer, als es der Notenwert eigentlich vorschreibt. Die Note wird aber im Notensystem trotzdem mit ihrer vollen Länge notiert. Das Zeichen für Staccato ist ein Punkt ober- oder unterhalb der Note. Damit das gesamte Notenbild nicht komplett mit diesen Punkten auf den Akkorden dargestellt wird, reicht eine einzelne Taktvorgabe (siehe Takt 1) mit den Staccato-Zeichen; im darauffolgenden Takt wird der Hinweis simile staccato (ähnlich) erwähnt (Takt 2). Diese Spielweise gilt solange, bis z.B. andere Artikulationszeichen dies wieder aufheben.

Baßpedal

Das Spiel im Pedal beginnt mit einem EBASS 16‘ mit leichtem Sustain. Achten Sie darauf, dass bis zum B-Teil nur kurze Achtel gespielt werden. Ab Takt 14 setzt der Rhythmus ein, und ab hier werden die Bass-Passagen in breiten Vierteln und Halben gespielt. In Teil C wechselt die Oktavlage auf 8‘. Bitte darauf achten, dass in den meisten Takten der vierte Schlag als Pause notiert ist. Im D-Teil wechselt der EBass wieder in die 16‘-Lage. Eine Besonderheit bieten die beiden Takte 44/45 im E-Teil; hier wird der Bass ebenfalls triolisch, also ternär gespielt und klingt rhythmisch parallel mit den Akkorden der linken Hand.

Hilfe bei musikalischen Fragen!

Alle Abonnenten meiner OKEY-Songware haben die Möglichkeit, gezielt spieltechnische Fragen zum aktuellen Titel und dessen Umsetzung per E-Mail an mich zu richten (kein Support für allgemeine Bedienung der Instrumente!). @@In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Erarbeiten dieses Titels. Selbstverständlich können Sie anhand der erschienenen MIDI- oder AUDIO-Files wertvolle Anregungen für Ihr Spiel gewinnen. Einfach unterwww.georgefleury.ch die mp3-Demos anhören. Diese stehen mit dem Erscheinen dieser Ausgabe im Netz. Übrigens: Ein Besuch meiner neuen Webseite lohnt sich; ich habe Layout und Inhalt modifiziert!

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