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EMOTION.award: Diese Frauen kämpfen für uns alle. Danke!


emotion - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 07.08.2019

Zum achten Mal haben wir engagierte, mutige Frauen mit dem EMOTION.award ausgezeichnet. Dieses Jahr haben unsere Preisträgerinnen eines gemeinsam: Sie arbeiten im Bereich der medizinischen Versorgung, wo es noch viel zu verbessern gibt


HÖR-TIPP

Unsere Verlagsgründerin hat alle Preisträgerinnen zum Gespräch getroffen. Das können Sie im Podcast hören: emotion.de/kasia-trifft

SIE WAGT EINE GROSSE VISION

Artikelbild für den Artikel "EMOTION.award: Diese Frauen kämpfen für uns alle. Danke!" aus der Ausgabe 9/2019 von emotion. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: emotion, Ausgabe 9/2019

Kategorie „Gründerin“: Julia Römer, 33


Sie ist Wirtschaftsingenieurin für Technische Chemie, Klimaaktivistin, junge Mutter und Gründerin: Julia Römer hat eine fast vergessene Technik neuentdeckt und den ...

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SIE HEBELT HIERARCHIEN AUS

Kategorie „Frau in Führung“: Prof. Dr. Bahriye Aktas, 44


Prof. Dr. med. Bahriye Aktas ist keine, die ihre Kraft aus Titeln zieht, aber sie hat viel Kraft bewiesen, um sie zu erreichen. Als Einwandererkind aus einem Arbeiterhaushalt hat sie ihren Weg gegen viele Widerstände gemacht. Heute setzt sich die Gynäkologin leidenschaftlich für Frauengesundheit ein – das allein wäre schon eine Auszeichnung wert. Doch die Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde in Leipzig leistet noch viel mehr. Die Medizin ist nach wie vor äußerst hierarchisch organisiert. Aktas hat neue Führungsmodelle etabliert und fördert die Frauen in ihrem Team – auch auf Pflegeebene. Sie sagt: „In der Medizin müssen wir strukturell umdenken, Karriere neu definieren und Kinderbetreuung in Kliniken flexibel gestalten. Ich binde mein Team maximal in meine Entscheidungen ein und fördere gezielt die Verantwortung und Sichtbarkeit meiner Mitarbeiterinnen.“ Dass sie viele Hürden kennt, hat sie dafür sensibilisiert, was Menschen kleinhält. Sie ist ein großes Vorbild darin, anderen zu Größe zu verhelfen.

SIE GEBEN FRAUEN KRAFT

Kategorie „Hand in Hand“: Silke Linsenmaier, 51, und Isabella Ladines, 46


Silke Linsenmaier und Isabella Ladines haben mit ihrem Verein Lebensheldin! e. V. ein Ziel: Krebspatientinnen auf ihrem Weg zu unterstützen. Das junge Team setzt dabei auf einen ganzheitlichen Ansatz im Umgang mit der Krankheit. „Wir wünschen uns eine Welt, in der die Heilung der Seele genauso wichtig ist wie die Heilung des Körpers. Eine Welt, in der alle Frauen wieder mutig Ja zum Leben sagen können“, sagt Silke Linsenmaier. Damit das gelingt, organisiert das Team Healing-Reisen, Meditationen, Coachings – und steht so vielen Frauen unterstützend zur Seite. 230 000 Frauen erkranken in Deutschland jährlich an Krebs, davon rund 70 000 Frauen an Brustkrebs. Den Patientinnen ihre Lebensfreude und ein starkes Selbstwertgefühl zu schenken, ist eine Teamaufgabe – und für die Lebensheldinnen eine Herzensangelegenheit. Als gemeinnützige Organisation zeigen sie vollen Einsatz und finanzieren sich nur aus Spenden. Wir sagen: Danke, dass ihr so vielen Frauen in einer schwierigen Zeit Lebensmut gebt!

SIE MACHT WISSEN FÜR ALLE ZUGÄNGLICH

Kategorie „Soziale Werte“: Nicola Kuhrt, 44


Wer medizinischen Rat im Internet sucht, findet heute unzählige Informationen. Doch oft stößt man dabei auf widersprüchliche Antworten und leider auch auf fragwürdige Aussagen und Therapieempfehlungen, die bestenfalls unwirksam sind, schlimmstenfalls aber gesundheitsschädlich oder sogar lebensbedrohlich, etwa wenn es heißt: „Chlorbleiche hilft bei Autismus.“ Deshalb hat die Medizinjournalistin Nicola Kuhrt die Online-Plattform „MedWatch“ gegründet. Kuhrt, die für ihre investigativen Recherchen schon mehrfach ausgezeichnet wurde, will mit ihrem Kollegen Hinnerk Feldwisch-Drentrup wissenschaftlich fundiert aufklären. Ein Ziel: das Netz nach vermeintlichen Wunderheilern durchscannen und den falschen Versprechen und Desinformationen gründlich recherchierte Fakten entgegensetzen. „Medizinische Informationen dürfen kein Geheimwissen sein“, sagt Nicola Kuhrt, „denn im Zweifel geht es um Leben und Tod!“ Darum ist ihr Verständlichkeit ein großes Anliegen. Wir finden: Stark!

SIE KÄMPFT FÜR DIE WÜRDE DER FRAUEN

Kategorie „Frau der Stunde“: Kristina Hänel, 63


Unsere „Frau der Stunde“ kämpft für das Selbstbestimmungsrecht von Frauen, für Informationsfreiheit, für uns alle! Kristina Hänel hat sich gegen den Paragrafen 219 a gestellt: Wenn Ärzte darüber informieren, dass sie Abtreibungen durchführen, ist das keine Werbung! Die Allgemeinmedizinerin möchte Frauen ihre Würde zurückgeben. Sie weiß: Solange Schwangerschaftsabbrüche im Strafgesetzbuch stehen, werden Frauen in dieser krisenhaften Situation missachtet. Hänel sagt: „Ich sehe das Schicksal der Frauen, die zu mir kommen. Die Demütigung, die sie aufgrund der Rechtslage erleben. Dass den Frauen ihr Recht auf Gesundheit nach wie vor so versagt wird, macht mich jedes Mal aufs Neue betroffen.“ Anfang Juli wurde das Urteil gegen Kristina Hänel wegen illegaler Werbung für Schwangerschaftsabbrüche aufgehoben. Auf Twitter stellte sie klar: „Ich wurde nicht freigesprochen! Das Urteil wurde aufgehoben und wieder zurückverwiesen. Kein Schritt nach vorne, sondern zwei zurück.“ Sie kämpft weiter!


Fotos Caren Detje