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Endlich wieder „TATORT“


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HÖRZU - epaper ⋅ Ausgabe 35/2022 vom 26.08.2022

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Bildquelle: HÖRZU, Ausgabe 35/2022

Frankfurt 2022: Bei einer ekstatischen Therapiesitzung gibt es sechs Tote. Wien 2022: Ein Exorzist kommt gewaltsam ums Leben. England 1924: In einem Herrenhaus wird ein Mord verübt. Augenblick: England 1924? Sprechen wir immer noch vom „Tatort“? Ja, denn in der kommenden Saison erwarten die Zuschauer nicht nur spannende Themen wie im Frankfurter Fall „Leben Tod Ekstase“ (16.10.) oder in der Wiener Episode „Das Tor zur Hölle“ (2.10., siehe Kasten r.), sondern auch ein historisches Experiment – im Münchener Einsatz „Mord unter Misteln“ (siehe Seite 10).

HÖRZU hat ermittelt, welche Krimis 2022/ 2023 zu den Highlights zählen könnten. Ergebnis der Fahndung: Neben dem Zweiteiler „Nichts als die Wahrheit“ mit Corinna Harfouch als „Tatort“-Neuzugang Susanne Bonard in Berlin (erstes Halbjahr 2023) sind vor allem die Jubiläumsfolgen vielversprechend. Als Erstes zelebriert Maria Furtwängler am 9.10. ...

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... mit dem Krimi „Die Rache an der Welt“ nicht nur 20 Jahre Charlotte Lindholm, sondern auch ihren 30. Einsatz, in dem sie, angelehnt an einen wahren Fall, einen Triebtäter jagt. Ebenfalls in Feierlaune sind zwei Wochen später die Kölner Kollegen Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär: Mit der Episode „Spur des Blutes“ begehen die beiden am 23.10. ihren 25. Geburtstag als „Tatort“-Duo. Diesmal suchen sie den Mörder eines 19-jährigen Junkies und müssen zudem herausfinden, warum ausgerechnet eine Kollegin ihre Ermittlungen verschleppt und behindert.

LUDWIGSHAFEN

„Das Verhör“

Thema: Frauenhass. Odenthal (Ulrike Folkerts, gr. Foto M.) und Stern (Lisa Bitter, 3. v. l.) finden eine grausam hingerichtete Investmentbankerin (4.9.)

Eigentlich steckt in jedem ,Tatort‘ per se ein Experiment.“

Alexander Bickel, Leiter der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm

Weihnachten wird mörderisch

Auch für den 90. Fall der Münchener Kommissare Ivo Batic (Miroslav Nemec) und Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) haben sich die Drehbuchautoren ein besonderes „Schmankerl“ einfallen lassen. In „Mord unter Misteln“ nimmt das Duo an einem historischen Krimidinner teil. Ihre Aufgabe: Als „Constable Partridge“ und „Chief Inspector Lightmyer“ müssen sie den Mörder des Butlers in einem englischen Herrenhaus überführen. Das verspricht neben Spannung auch einigen Spaß.

In Dortmund herrscht trotz eines Jubiläums düstere Stimmung: Nach dem Tod von Martina Bönisch (Anna Schudt) muss ihr trauernder Kollege Peter Faber (Jörg Hartmann) ausgerechnet zu seinem Zehnjährigen erstmals ohne sie ermitteln. Am Drehbuch für die Folge „Du bleibst hier“ (erstes Halbjahr 2023) hat Hartmann selbst mitgeschrieben. Zwei „Tatort“-Stars feiern Jubiläen mit einer Schnapszahl: Harald Krassnitzer hat im Krimi „Azra“ seinen 55. Einsatz, Ulrike Folkerts in „Lenas Tante“ den 77. (beide erste Jahreshälfte 2023).

„Dieses Jahr gibt es insgesamt 36 ‚Tatort‘-Erstausstrahlungen“, erläutert WDR-Sprecher Christian Ronig im HÖRZU-Gespräch. „Die bisher erstausgestrahlten 23 Filme erzielten eine durchschnittliche Quote von 8,98 Millionen Zuschauern.“ Heißt im Klartext: Die Reihe liegt aktuell leicht unter dem Vorjahr. 2021 erreichten

SAARBRÜCKEN

„Die Kälte der Erde“

Thema: Hooligans. Hölzer (Vladimir Burlakov, M.) und Schürk (Daniel Sträßer) ermitteln unter verfeindeten Fußball-Fangruppen (2023)

BERLIN

„Nichts als die Wahrheit“

Thema: Neonazis bei der Polizei. Amtsantritt für Susanne Bonard (Corinna Harfouch), die künftig mit Karow (Mark Waschke) im Dienst ist (2023)

WIEN

„Das Tor zur Hölle“

Thema: Satanismus. Ein ermordeter Exorzist gibt Eisner (Harald Krassnitzer, M.) und Fellner (Adele Neuhauser, r.) Rätsel auf (2.10.)

STUTTGART

„Die Nacht der Kommissare“

Thema: Drogen. Bootz (Felix Klare, l.) ermittelt in einem Todesfall im Milieu. Sein Problem: Kollege Lannert (Richy Müller) ist selbst auf Droge (2023)

die Krimis im Schnitt noch 9,2 Millionen Zuschauer. Welche der 13 verbleibenden Premieren zählt Alexander Bickel, seit 2021 Leiter der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm, zu den Highlights? Welche könnten den Schnitt 2022 also noch retten? Bickel: „Der starke Thriller ‚Spur des Blutes‘ aus Köln mit Robert Stadlober als Gaststar, der Münsteraner Krimi ‚Ein Freund, ein guter Freund‘ sowie der 30. Fall von Charlotte Lindholm.“

GÖTTINGEN

„Die Rache an der Welt“

Thema: DNA-Analyse. Ein Triebtäter und ein Mord halten Lindholm (Maria Furtwängler, l.) und Schmitz (Florence Kasumba) auf Trab (9.10.)

MÜNCHEN

„Mord unter Misteln“

Thema: Krimidinner. Leitmayr (Udo Wachtveitl, l.) und Batic (Miroslav Nemec) gehen in den 1920ern in England auf Mörderjagd (um Weihnachten)

MÜNSTER

„Ein Freund, ein guter Freund“

Thema: Justiz. Boerne (Jan J. Liefers, M.) und Thiel (Axel Prahl, l.) suchen den Mörder eines Anwalts. Boerne scheint zudem verliebt zu sein (13.11.)

KÖLN

„Spur des Blutes“

Thema: Drogen. Wer hat eine 19-jährige Süchtige getötet? Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, r.) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermitteln (23.10.)

DORTMUND

„Du bleibst hier“

Thema: Mord ohne Leiche? Eine große Blutlache und ein vermisster Immobilienmanager geben den Dortmundern Rätsel auf (erstes Halbjahr 2023)

Wird der „Tatort“ weiterhin Experimente wagen wie etwa Ulrike Folkerts’ improvisierten Mundartfall „Babbeldasch“ oder den Frankfurter Horrorfall „Fürchte dich“? Bickel relativiert: „Ich habe die Diskussion über ‚Tatort‘-Experimente immer ein bisschen verwundert zur Kenntnis genommen, weil eigentlich per se in jedem ‚Tatort‘ ein Experiment steckt. Ein Beispiel dafür war etwa der Münsteraner Krimi ‚Limbus‘, bei dem Boerne und Thiel in der Vorhölle ermitteln.“ Letztlich, so Bickel, sei es Erfolgsrezept der Reihe, mit jeder Folge Neues zu wagen: „Der ‚Tatort‘ lebt aus der Erneuerung, die wir fortwährend versuchen.“

Stehen wieder spektakuläre Abschiede bevor – wie der überraschende Tod von Martina Bönisch (Anna Schudt)? Bickel will das weder bestätigen noch dementieren. Ein Indiz für den möglichen Abgang eines so beliebten wie umstrittenen Kommissars aber gibt es: Nachdem Ulrich Tukur, seit 2010 als Murot in Wiesbaden tätig, die ARD jüngst wegen sinkender „Tatort“-Ausgaben kritisierte und im selben Atemzug einen spektakulären Murot-Fall von Regisseur Florian Gallenberger ankündigte, haben wir den Titel recherchiert: „Murot und das Paradies“. Klingt ziemlich final.

Gibt es 2023 weniger Krimis?

Unklar scheint die Zukunft zweier sehr bekannter Namen: Til Schweiger, anfangs als „Tatort“-Star gefeiert, setzt eine weitere Saison aus. Auch der Dreh des nächsten Falls von Heike Makatsch ist laut SWR-Sprecherin Annette Gilcher in weiterer Ferne. Chancen zur Wiedergutmachung sollen wohl die Münsteraner erhalten: Nach dem kritisierten Krimi „Propheteus“ ermitteln Prof. Boerne (Jan J. Liefers) und Thiel (Axel Prahl) am 13.11. in „Ein Freund, ein guter Freund“ und sind im ersten Halbjahr 2023 gleich noch mal dran.

”Highlights sind etwa das Jubiläum 20 Jahre Charlotte Lindholm im Oktober sowie der Amtsantritt von Corinna Harfouch 2023.“

Alexander Bickel, Leiter der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm

8,98 MILLIONEN

Zuschauer sahen die bisherigen „Tatort“-Erstausstrahlungen in 2022. Im Vorjahr lag der Gesamtdurchschnitt bei 9,2 MILLIONENZuschauern

Und wie wird sich die Fußball-WM auf die „Tatort“-Planung in der zweiten Jahreshälfte auswirken? Immerhin laufen an zwei Sonntagen um 20 Uhr Spiele: am 27.11. und am 4.12. Wird die ARD den „Tatort“ gegen die potenziell im ZDF gezeigten Duelle programmieren? Bickel verrät: „Konkret werden wir kurzfristig reagieren, also in der finalen Planungsphase.“ Bleibt eine letzte Frage: Wird die Schlagzahl der „Tatort“-Erstausstrahlungen 2023 dieselbe sein wie 2022 – oder gibt es nächstes Jahr coronabedingt weniger Folgen? Alexander Bickel: „Wir sind zuversichtlich, dass wir auch in einem möglichen weiteren Coronajahr ein stabiles Angebot machen können.“

MIKE POWELZ

SO 4.9. TV-TIPP

20.15 DAS ERSTE

TATORT: DAS VERHÖR KRIMI Auftakt der neuen Saison mit Ulrike Folkerts als Lena Odenthal

ZWEI ABSCHIEDE Neues vom „Polizeiruf 110“

Personalwechsel in Bayern: Johanna Wokalek (Foto) folgt auf Verena Altenberger, die sich mit „Paranoia“ (erstes Halbjahr 2023) abmeldet. Für Lucas Gregorowicz ist ebenfalls Schluss: Ende 2022 wird er in „Abgrund“ ein letztes Mal im RBB-„Polizeiruf“ zu sehen sein, Anfang 2023 ermittelt André Kaczmarczyk dann solo. Und vom Duo Peter Kurth und Peter Schneider kommt vorerst leider kein neuer Krimi aus Halle (Saale).