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Energie-Freiheit


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HausbauHelden - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 01.10.2022

ENERGIEAUTARKIE

Artikelbild für den Artikel "Energie-Freiheit" aus der Ausgabe 7/2022 von HausbauHelden. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: HausbauHelden, Ausgabe 7/2022

Eure Fragen beantwortet Georg Hammerstingl, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Kampa.

→ Energiebedarf minimieren

→ Solarstrom erzeugen & nutzen

→ Energieverbrauch smart managen

Was ihr wissen wollt:

„Was ist ein autarkes Haus?“

Georg Hammerstingl: Ein autarkes Haus ist per Definition ein Haus, das sich unabhängig von der Außenwelt selbst versorgen kann. Sogenannte Plus-Energie-Häuser ermöglichen dir diese Unabhängigkeit – zumindest weitestgehend: Einen Autarkiegrad von bis zu 80 Prozent kannst du mit einem solchen Haus heute zu einem wirtschaftlichen Preis-Leistungs-Verhältnis erreichen. Kampa ist seit Jahren auf „Plus-Energie-Häuser“ spezialisiert. Hunderte von Kampa-Bauherren beweisen, dass Energie-Freiheit möglich ist.

Energie war in den letzten Jahrzehnten vor allem eines: gefühlt unbegrenzt verfügbar und günstig. Das hat sich nun binnen weniger Monate geändert: Gas, der fossile Heizenergieträger Nummer eins in Deutschland, ist knapp. Infolge des Ukrainekriegs liefert ...

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... Russland nicht mehr die benötigten Mengen. Niemand kann momentan mit Sicherheit sagen, welche Heizkosten diesen Winter auf uns zukommen. Wer sich nun bereits mit elektrischen Zusatzheizungen ausgestattet hat, könnte ebenfalls sein blaues Wunder erleben: Denn auch die Kosten von Netzstrom werden sehr wahrscheinlich auf ein Vielfaches der gewohnten Preise ansteigen. Ob es in absehbarer Zukunft ein Zurück zum „Normal“ geben wird, ist unsicher. Die Fragen, die sich nun stellen, sind: Was tun? Welche Alternativen gibt es? Die erfreuliche Antwort: Es gibt Lösungen, sie sind seit vielen Jahren erprobt, haben sich bewährt und machen dich zu einem hohen Grad unabhängig von externen Energielieferanten. Und: sie sind gerade beim Neubau eines Hauses einfach zu realisieren.

Die Rede ist von sogenannter Plus-Energie-Technik, mit der moderne, gut gedämmte Neubauten ausgestattet werden können. Diese Technik versorgt das Haus mithilfe von klimaschonender, regenerativer Energie, die du selbst auf deinem eigenen Dach per Photovoltaikanlage gewinnst.

6 Zutaten für deine Unabhängigkeit

Die richtige Kombination von energiesparenden, -erzeugenden und -speichernden Komponenten verleiht dir und deinem neuen Haus maximale Autarkie von explodierenden Energie-Marktpreisen. Diese „Zutaten“ verwendet Kampa für seine Plus-Energie-Häuser:

1 – Bodenplatte und Keller

Mit der Thermofundamentplatte bzw. einem Thermokeller bekommt dein Haus eine energetisch stabile Basis: Sie sorgt dank effektiver Wärmedämmung dafür, dass auch nach unten, über das Erdreich nicht unnötig Wärme verloren geht.

2 – Außenwände

Das „MultiTec Wandsystem“ mit hinterlüfteter Fassade verbindet eine sehr effektive Wärmedämmung mit maximaler Gestaltungsfreiheit: Die mit Holzfaser- und Mineralwolle gedämmte Außenwandkonstruktion verhindert nicht nur höchst effektiv Heizwärmeverluste im Winter und hält im Sommer die Hitze draußen, sondern ist so konzipiert, dass sie sich mit unterschiedlichsten Fassadenmaterialien kombinieren lässt.

3 – PV-Anlage + Stromspeicher

Die Photovoltaikanlage und der Stromspeicher sind die Kernelemente des Plus-Energie-Hauses. Die besonders leistungsstarken und extrem robusten Solarmodule auf den Dächern von Kampa-Häusern erzeugen mehr Energie als im Haus benötigt wird. Überschüsse kannst du für die Verwendung abends und nachts in der Hausbatterie speichern. An heißen Tagen kann der überschüssige Strom auch für die Kühlung des Hauses verwendet werden.

4 – Dach

Satte 315 mm Dämmung sorgen dafür, dass über die Dachfläche weder Heizwärme verloren geht, noch Sommerhitze ins Haus gelangen kann.

5 -Fenster

Fenster sorgen für Ausblick und Tageslicht im Hausinneren, sollen im Winter zum einen gut dämmen, zum anderen aber Sonnenstrahlung in Wärme verwandeln und so die Heizung entlasten. Die bei Kampa verwendeten Passivhausfenster erfüllen nicht nur diesen Anspruch, sondern bieten außerdem guten Einbruchschutz.

6 – Wärmepumpe + Lüftungsanlage

Der minimale Heizenergiebedarf in einem Kampa-Haus kann sehr effizient mithilfe einer Luft-Wasser-Wärmepumpe gedeckt werden. Per Fußbodenheizung wird Wärme an die Innenräume übertragen. Im Sommer kann mit der Wärmepumpe auch gekühlt werden. Die zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgt für stets frische Luft bei minimierten Lüftungswärmeverlusten. Ein Enthalpietauscher sorgt dabei für eine angenehme Luftfeuchte.

In der Praxis bewährt

„Unsere selbst mit der PV-Anlage produzierte Energie reicht nicht nur für Heizung und Warmwasser, sondern auch für alle Haushaltsgeräte sowie die Beleuchtung“, erzählt Kampa-Bauherr Manuel, der mit seiner Frau Nicole bereits Anfang 2020 ein Plus-Energie-Haus bezogen hat: Ihr Satteldachhaus „LANOS_1.1690“ bietet rund 177 Quadratmeter Wohnfläche und verfügt über eine PV-Anlage mit 7 kWp und eine Hausbatterie mit 4,8 kWh Speicherkapazität. Dank perfekt gedämmter Gebäudehülle in Kombination mit effizienter Wärmepumpe und Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ist der Endenergiebedarf des Hauses mit nur 6 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter Wohnfläche sehr klein. Auf schlappe 20 Euro im Monat beläuft sich ihre Stromrechnung für den kompletten Strombedarf – inklusive Grundgebühren. Fazit von Nicole und Manuel nach zwei Jahren Praxiserfahrung im Plus-Energie-Haus: „Das fühlt sich nach Freiheit an!“

Der Energieausweis zeigt‘s

Ein Energieausweis ist für jedes Haus Pflicht. Er zeigt übersichtlich, wie viel Energie ein Haus voraussichtlich pro Quadratmeter und Jahr für Heizung, Lüftung und Warmwasserbereitung benötigen wird. Je geringer die ausgewiesenen Primär- und Endenergiebedarfe, desto geringer deine Energiekosten. Weil die Werte aufgrund von Standardklima- und Standardnutzungsbedingungen errechnet werden, sind sie nur ein Indikator: Dein individuelles Nutzungsverhalten sowie die Witterungsbedingungen im Jahresverlauf beeinflussen ihn in der Praxis.

Dieser Sonnenstrom versorgt eine elektrische Wärmepumpe mit der nötigen Antriebsenergie, mithilfe derer sie die Heizwärme und das Warmwasser im Haus erzeugt. Das funktioniert im Neubau sehr zuverlässig und effizient, weil er über einen sehr geringen Heizwärmebedarf verfügt.

Doch nicht nur die Wärmepumpe kannst du mit selbst erzeugtem PV-Strom betreiben, sondern auch die sonst im Haus benötigte elektrische Energie lässt sich damit decken, zum Beispiel für die Beleuchtung, zum Kochen, Waschen, fürs Laden eines Elektro-Fahrzeugs oder für den Betrieb der Lüftungsanlage, die deinen Heizwärmebedarf zusätzlich reduziert und für stets frische Luft im Haus sorgt.

Welcher Autarkiegrad ist möglich? Damit das klappt, muss die Größe der Photovoltaikanlage an deinem und dem berechneten Bedarf deines neuen Hauses ausgerichtet werden. Ein Energiemanager sorgt dafür, dass der Sonnenstrom von deinem Dach vorrangig direkt im Haus verwendet und nur Überschüsse gegen eine Einspeisevergütung ins öffentliche Netz eingespeist werden. So kannst du bereits einen Autarkiegrad von 30 bis 40 Prozent erreichen.

Deutlich erhöhen kannst du deine Unabhängigkeit von externen Energielieferanten mithilfe einer Hausbatterie. Dieser elektrische Speicher kann überschüssigen PV-Strom aufnehmen und für die Zeiten auf bewahren, an denen die Sonne nicht oder nicht ausreichend scheint. So wird ein Autarkiegrad von bis zu 80 Prozent möglich und rein rechnerisch erzeugt dein Haus bereits mehr Energie, als du im Jahr benötigst – gehört somit zur Kategorie Plus-Energie-Haus. Trotzdem wirst du auch mit einem solchen Haus nicht komplett auf Netzstrom verzichten können: Es wird Tage geben, an denen die PV-Anlage aufgrund von zu wenig Sonnenschein nicht ausreichend Strom liefert und auch die in der Hausbatterie gespeicherten Mengen erschöpft sind. Das kann der Fall sein, wenn der Winter länger sehr kalt und sonnenarm ist.

Was ihr wissen wollt:

„Welche Haustechnik garantiert maximale Autarkie?“

Georg Hammerstingl: „Um möglichst unabhängig von steigenden Heiz- und Stromkosten zu werden, ist die effiziente Nutzung von regenerativer Sonnenenergie die beste Lösung! Mithilfe moderner Photovoltaikmodule kannst du die für dein Haus nötige Energie weitestgehend selbst auf dem Dach deines neuen Hauses erzeugen. Mit dem PV-Strom betreibst du nicht nur deine Wärmepumpe, die für Raumwärme und Warmwasser sorgt, sondern kannst damit auch deine Hausgeräte betreiben und dein Haus beleuchten. Was du nicht direkt verbrauchen kannst speicherst du in deiner Hausbatterie für später. Und damit du für diese Technik nicht zu viel Platz benötigst, bieten wir dir mit ‚Viessmann Invisible‘ eine innvovative Energie- und Klimalösung an, deren Platzbedarf auf ein absolutes Minimum reduziert wurde: Der bislang nötige Technikraum wird somit fast überflüssig.“

100-prozentige Energieautarkie erreichst du nur durch zusätzliche Maßnahmen: Photovoltaikanlage und der Stromspeicher müssen zum Beispiel wesentlich größer dimensioniert werden. Die Folge: Die letzten 20 Prozent zur vollständigen Energieunabhängigkeit treiben die Investitionskosten in der Regel in unwirtschaftliche Höhen.

Rechnet sich das?

Ein Hausbau ist auch immer eine Frage des Geldes. Du musst also wissen, ob sich die Investition in eine Plus-Energie-Technik langfristig lohnt. Die Antwort ist:

Ja! „Bereits bei den momentanen Stromkosten (45,81 Cent/kWh*) amortisieren sich die Mehrinvestitionen für den Plus-Energie-Standard eines typischen Kampa-Hauses in rund 7 Jahren“, erklärt Georg Hammerstingl, Geschäftsführer von Kampa. Er muss es wissen: Der Fertighaushersteller war der erste, der das Effizienzhaus 40 Plus zum Standard erhoben hat – Häuser mit niedrigerem Energiestandard als das Effizienzhaus 40 bietet Kampa schon seit Jahren gar nicht mehr an. „Doch rund 95 Prozent unserer Bauherren entscheiden sich für ein Plus-Energie-Haus.“

Neben minimalen laufenden Energiekosten kommt Plus-Energie-Haus-Bauherren finanziell zugute, dass zahlreiche Banken das nachhaltige Bauen durch günstigere Finanzierungskonditionen unterstützen. Trotz der deutlichen Reduzierung der Förderbeträge können Bauherren auch von der staatlichen Förderung über die KfW profitieren.

Ein Plus-Energie-Haus zu bauen und zu finanzieren, ist also im Prinzip kein Hexenwerk – damit die Kosten-Nutzen-Rechnung deines Plus-Energie-Hauses in der Praxis aufgeht, empfiehlt es sich, einen Gesamtanbieter mit dem Hausbau zu beauftragen, der nachweisliche „Plus-Energie-Haus-Expertise“ vorweisen kann und dich auch bei Förder- und Finanzierungsanträgen unterstützt.

AB

WEB-TIPP

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