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ENTDECKEN SIE DIE MÖGLICHKEITEN IHRES FOTO-ABOS: Adobe Creative Cloud Workflows


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 04.03.2020

Adobes Abo-Modell ist zwar bei vielen Alt-Photoshoppern immer noch unbeliebt, das „Foto-Abo” bietet aber nüchtern betrachtet für nur rund 12 Euro pro Monat einige Vorzüge. Neben fortwährenden Updates für die Desktop-Programme Photoshop und Lightroom Classic erhalten Sie außer neuen Funktionen zusätzliche „Mobile-Apps” und zudem 20 GB Online-Speicher für Smartphones und das iPad. Olaf Giermann zeigt Ihnen die Möglichkeiten der aktuellen Programm-Versionen im Foto-Abo.


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Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 2/2020

Im Gegensatz zu den früheren Creative Suites ist die Adobe Creative Cloud nicht mehr bloß eine Zusammenstellung einzelner Programme, ...

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... sondern ein ganzes Ökosystem, das den Workflow zwischen Desktop-Rechnern und Mobile-Geräten nahtlos gestaltet und eine Reihe cloudbasierter Dienste beinhaltet. Dazu zählen nicht nur das Hosting der Lightroom-Fotos, sondern auch der Dropbox-ähnliche Creative Cloud Files-Service, die neuen Cloud-Dokumente, das Angebot von Gratis- und Kaufinhalten über Adobe Stock oder die Integration der Schriftsammlung Adobe Fonts, die Sie auch schon mit dem günstigsten Adobe-Abonnement nutzen können: dem Foto-Abo.

Die Bezeichnungen, die Adobe den verschiedenen Creative Cloud-Programmen gegeben hat, führen oft zu Verwechslungen. Der Unterschied zwischen Lightroom und Lightroom Classic ist vielen Anwendern deshalb vielleicht unklar. Lightroom ist das ehemalige „Lightroom Mobile”, also die Cloudversion, und Lightroom Classic bezeichnet die Desktopversion von Lightroom. Viele Mobile-Apps von Adobe tragen außerdem „Photoshop” im Namen, obwohl Sie damit wenig zu tun haben.

Mit dem Foto-Abo stehen Ihnen eine Reihe von Programmen und Möglichkeiten zur Verfügung, die es zu entdecken gilt:

■ Photoshop auf Desktop-Rechnern (PC und Mac),
■ Photoshop auf dem iPad,
■ Lightroom Classic auf dem Desktop, inklusive unbegrenztem Online-Speicher für Smart-Vorschauen,
■ das cloudbasierte Lightroom für Desktop und Mobile-Geräte,
■ 20 GB Online-Speicher, den Sie für Datei-Synchronisation, Lightroom-Fotos und Cloud-Dokumente nutzen können,
■ Zugang zur Online-Plattform Behance, auf der Sie Ihre kreativen Arbeiten anstatt auf einer gesonderten Foto-Homepage präsentieren und auf der Sie mit anderen Nutzern in Kontakt treten können.
■ Zugriff auf die umfangreiche, hochwertige Schriftsammlung Adobe Fonts, deren Schriften Sie sowohl auf dem Desktop als auch auf dem iPad verwenden können,
■ Weitere Mobile-Apps wie Adobe Capture, Photoshop Mix und Photoshop Fix für das Bearbeiten von Fotos und das Erzeugen von Vorgaben.

TIPPS ZUM FOTO-ABO

Kaufen Sie das Foto-Abo nicht zum Standardpreis bei Adobe, sondern warten Sie auf Sonderaktionen für Prepaid-Jahresabos, zum Beispiel bei Amazon, die mit umgerechnet etwa 8 Euro pro Monat deutlich günstiger als der Standardpreis (circa 12 Euro pro Monat) ausfallen können.

Wussten Sie, dass Sie Adobe Creative Cloud Software auf beliebig vielen Rechnern installieren können? Dabei lassen sich sowohl Windows-PCs als auch Macs nutzen und über die CC-App die zur Verfügung stehenden Sprach-Lokalisationen installieren. Es gibt nur eine Einschränkung: Sie dürfen nur auf zwei Geräten zur gleichen Zeit angemeldet sein. Beim Einloggen werden überzählig angemeldete Installationen automatisch abgemeldet und Ihre CCDateien mit dem aktuellen Gerät synchronisiert. Sie müssen also keine Zeit mit dem Einrichten vergeuden.

Die Themen im Überblick

Sie lernen die Möglichkeiten des Adobe Foto-Abos auszuschöpfen.

16 Überblick

Wir zeigen Ihnen schematisch das gesamte Foto-Abo-Angebot auf einen Blick und stellen die zwei Creative Cloud-Apps vor.

18 CC-Bibliotheken

Bibliotheken synchronisieren Ihre Assets und lassen sich für Kooperationen teilen.

20 Adobe Capture

Mit dieser App erzeugen Sie spielerisch Presets mit dem Smartphone. Die Funktion steht auch in Photoshop 2020 zur Verfügung.

22 Adobe Stock

In Photoshop finden Sie kostenlose Inhalte von Adobe Stock. Kostenpflichtige Fotos müssen Sie erst lizenzieren, wenn Layout oder Fotomontage abgesegnet sind.

24 Die zwei „Lightrooms”

Was ist der Unterschied von Lightroom und Lightroom Classic und wie können Sie von Smart-Vorschauen profitieren?

26 Sammlungen synchronisieren

So sichten und bearbeiten Sie Ihre Fotos überall.

28 Cloud-Dokumente

Auf dieser Doppelseite finden Sie Tipps zur Verwaltung Ihrer Cloud-Fotos und zu Photoshop auf dem iPad.

30 Zusatztipps

Wir stellen Ihnen die wichtigsten Adobe-Mobile-Apps vor und zeigen Ihnen, wie Sie Photoshop-Einstellungen auf andere Geräte übertragen und passende Schriften finden.

Das komplexe Ökosystem des Adobe-CC-Abos

Adobes Creative Cloud bietet einen integrativen Workflow zwischen Mobile-Geräten und Desktop-Computern. Aber allein schon die schiere Vielzahl an Adobe Mobile Apps zur Bildbearbeitung ist einschüchternd. Außerdem sorgen die verschiedenen Cloud-Speicher und Synchronisationsmöglichkeiten leicht für Verwirrung. Der folgende Überblick zeigt alle Optionen, die Ihnen zur Verfügung stehen. Auf den nächsten Seiten finden Sie eine verkleinerte Abbildung, in der rot umrandet hervorgehoben ist, um welchen Aspekt es jeweils geht.

Die gute Nachricht: Ganz so kompliziert, wie es in diesem (fast) alle Zusammenhänge zeigenden Schema erscheint, ist es in der Praxis dann doch nicht. Die einzelnen Aspekte werden auf den folgenden Seiten noch ausführlicher erklärt. Im Schnelldurchlauf: Die Mobile-Apps (a) stehen Ihnen auf Smartphones und Tablets zur Verfügung. Creative Cloud Files (b) ist ein Sync-Service für Dateien, vergleichbar zu „Dropbox”. Adobe Fonts (c) bietet bereits mit dem Foto-Abo unbeschränkten Zugriff auf hochwertige Schriftarten für Druck- und Web-Zwecke. Cloud-Dokumente (d) ist ein wei-terer Sync-Dienst, der in Photoshop und Fresco auf dem Desktop beziehungsweise dem iPad integriert ist und für einen nahtlosen Workflow sorgt. In der Lightroom-Cloud (e) liegen Ihre Fotos in voller Auflösung oder als Smart-Vorschau (f). In den Bibliotheken (g) speichern Sie häufig benötigte Assets oder Zusammenstellungen von Stock-Fotos (i). Die Ergebnisse der Mobile-Apps landen entweder im Bereich „Mobile-Arbeiten” (h) oder wie beispielsweise die mit Adobe Capture erzeugten Presets in den Bibliotheken, die Sie auch mit Adobe Bridge durchsuchen können.

CLOUD-SPEICHER

Mit dem Foto-Abo stehen 20 GB Cloudspeicher zur Verfügung, beim Gesamt-Abo aller Programme 100 GB – kostenpflichtig auf 1 TB erweiterbar. Nötig ist das jedoch nur, wenn Sie Ihre Lightroom-Fotos in der vollen Auflösung oder mehrere größere Projektdateien online speichern wollen. So sparen Sie Speicherplatz:

Halten Sie nur die nötigsten Dateien online.
Synchronisieren Sie nur Smart-Vorschauen mit Lightroom Classic (f). Diese belasten das Speicherkontingent nicht.

Die Zentrale: Creative Cloud-App

Das Programm „Creative Cloud” ist die zentrale Anlaufstelle für das Installieren und Aktualisieren der CC-Programme auf dem Desktop. Für das Verwalten Ihrer gespeicherten Cloud-Inhalte ist sie jedoch nicht geeignet. In dieser Hinsicht hat die gleichnamige Mobile-App deutlich mehr zu bieten.

01 Desktop-Version

Die Creative Cloud-App ist auf dem Desktop das Programm für Installation und Update der Adobe-Software, die Sie im Bereich »Applikationen« (a) finden. Die in Ihrem Abo verfügbaren Programme können Sie hier mit einem Klick installieren. Ist ein Update verfügbar, benachrichtigt Sie die App. In den Voreinstellungen, die Sie über das Zahnrädchen erreichen (c), lässt sich einstellen, dass Updates automatisch installiert werden sollen. Davon ist jedoch abzuraten, wenn Sie die Programme im produktiven Einsatz haben und nicht riskieren wollen, durch ein Update Probleme zu bekommen.

Im Bereich »Ihre Arbeit« (b) können Sie nur die Inhalte Ihrer Bibliotheken verwalten, was in Adobe Bridge aber komfortabler möglich ist.

02 Mobile-Version

Die Mobile-Variante der CC-App bietet deutlich mehr Möglichkeiten als die Desktop-Version. Sie haben im Bereich »Ihre Arbeit« (a) Zugriff auf die CC-Files (»Dateien«), die Bibliotheken, Lightroom-Fotos, Cloud-Dokumente und Mobile-Arbeiten. Hier können Sie einzelne Dateien auch für die Offline-Nutzung laden und gelöschte Dateien wieder herstellen oder endgültig löschen.

In der Fußzeile der App (b) wechseln Sie zwischen »Ihre Arbeit«, »Schriften« und »Apps«. Durchsuchen Sie Adobe Fonts und installieren Sie die gewünschte Schriftart mit einem Fingertipp. Unter »Apps« finden Sie eine Übersicht sämtlicher Mobile-Anwendungen von Adobe, die Sie von dort aus bei Bedarf installieren und starten.

CC-Bibliotheken

Die »Bibliotheken« sind in der Cloud gespeicherte Preset- oder Datei-Sammlungen, die mehrere praktische Funktionen erfüllen: Sie dienen zum Austausch von Vorgaben, die mit dem Mobilgerät erzeugt wurden und sie machen häufig benötigte Assets auf allen Geräten zugänglich. Sie ermöglichen einen nahtlosen, non-destruktiven Workflow mit Adobe Stock-Fotos und eine projektbezogene Zusammenarbeit mehrerer Personen.

01 Bibliotheken verwalten

Neben dem Internetbrowser (über assets.adobe.com) oder der Creative Cloud-App können Sie auch die »Bibliotheken«-Panels in Photoshop (a) oder Bridge (b) verwenden, die Sie jeweils über das »Fenster «-Menü öffnen. Nutzen Sie Bridge, um Sammlungen anzulegen und viele Dateien auf einmal per Drag & Drop hinzuzufügen. Im Panel-Menü (c) finden Sie die verschiedenen Verwaltungs- und Sortierfunktionen. Hier sehen Sie übrigens eine Bibliothek, der ich Doc Baumanns Photoshop- und Tasten-Symbole hinzugefügt habe, um diese zur Screenshot-Beschriftung in Photoshop oder InDesign bequem einsetzen zu können.

02 Bibliothek aus einem Dokument erzeugen

Ebenen eines in Photoshop geöffneten Dokuments fügen Sie einer Bibliothek einfach durch Drag & Drop hinzu (a). Dabei behalten die Ebenen all ihre Eigenschaften, wie etwa Ebenenmodus, Deckkraft, Ebenen-Effekte und so weiter. Möchten Sie nur bestimmte Eigenschaften einer Ebene in der Bibliothek speichern, klicken Sie unten im »Bibliotheken«-Panel auf das Plus-Symbol und dann auf die gewünschte Option (b). Je nach Art der aktiven Ebene (Pixel, Vektor, Text …), finden Sie hier unterschiedliche Menüpunkte.

Automatisiert erzeugen Sie eine Bibliothek aus dem gesamten Dokument, indem Sie auf das dritte Symbol von links klicken. Im sich öffnenden Dialog (c) legen Sie fest, welche Parameter in der Bibliothek gespeichert werden sollen. Enthält das Dokument Smartobjekte, können Sie diese in die Bibliothek verschieben und als cloud-verknüpftes Smartobjekt platzieren lassen (d). Das ist zum Beispiel nützlich für häufig verwendete Design-Elemente.

03 Bibliotheken offline sichern und weitergeben

»Exportieren« erzeugt eine lokale Sicherungskopie der Bibliothek im proprietären CCLIBS-Format, die Sie über »Bibliothek importieren« laden können. Auf diesem Weg können Sie beispielsweise größere Bibliotheken auf andere Rechner ohne den Umweg über die Cloud übertragen.

04 Bibliotheken teilen

Sie können die Inhalte einer Bibliothek mit anderen CC-Anwendern teilen. Über »Zusammenarbeiten« schalten Sie die Bibliothek für eine Person über deren Adobe-ID frei und entscheiden, ob nur das Anzeigen oder auch das Bearbeiten erlaubt sein soll (a). »Verknüpfung freigeben« erzeugt einen teilbaren Link (b). »Speichern in Creative Cloud zulassen« (c) erlaubt dem anderen Anwender, die Dateien in Ihrer eigenen Cloud zu speichern, »Folgen zulassen« (d) informiert den Link-Nutzer, wenn Sie die Inhalte der Bibliothek ändern.

05 Assets platzieren

In einer Bibliothek gespeicherte Presets (Textformat, Farbe, Stile …) wenden Sie mit einem einfachen Mausklick an. Grafiken fügen Sie einem Bild durch Drag & Drop hinzu (a). Dabei wird standardmäßig ein mit der Cloud verknüpftes Smartobjekt erzeugt. Möchten Sie das nicht, müssen Sie beim Ziehen die »Alt«-Taste gedrückt halten. Alternativ führen Sie einen Rechtsklick auf die Grafik im »Bibliotheken«-Fenster aus und wählen eine der folgenden Optionen (b):

»Platzieren und verknüpfen« (erzeugt ein Cloud-verlinktes Smartobjekt)
»Ebenen platzieren« (platziert die Datei als gerasterte Ebene beziehungsweise mit den Ebenen-Eigenschaften, die sie beim Erzeugen hatte (siehe Schritt 2)).

Bild: Olaf Giermann

ACHTUNG: In Photoshop auf dem iPad können Sie zwar auch Bilder aus Ihren Bibliotheken platzieren, Sie werden aber in jedem Fall gerastert, da die iPad-App Smartobjekte noch nicht unterstützt.

Presets mit Adobe Capture erzeugen

Eine für kreative Anwender sehr interessante App ist Adobe Capture. Mit ihr erzeugen Sie auf Ihrem Smartphone aus Fotos spielerisch Vorgaben für Photoshop, die über die Bibliotheken auf all Ihren Geräten zur Verfügung stehen. In Photoshop 2020 gibt es einige der App-Funktionen auch auf dem Desktop, aber die sind ziemlich gut versteckt.

01 Adobe Capture

In der Smartphone-App können Sie ein Foto mit der Kamera aufnehmen oder ein gespeichertes Foto laden und daraus 3D-Materialien, Vektorformen, Farbzusammenstellungen oder -verläufe, Color Lookups (LUTs) (a), Muster-Vorgaben (b) und Pinselspitzen erzeugen oder nach ähnlichen Schriften in Adobe Fonts suchen (c). Die Handhabung der App ist recht intuitiv und führt Sie durch die einzelnen Schritte. Die Ergebnisse müssen Sie in jedem Fall in einer CC-Bibliothek speichern.

02 Farbbilder vektorisieren

Für das automatische Vektorisieren von Fotos benötigen Sie eigentlich Adobe Illustrator. Mit der Adobe Capture App ließen sich bisher nur Schwarzweiß-Formen erzeugen. Die aktuelle Version 6.1 erlaubt aber auch das farbige Vektorisieren (a). Die Tontrennung bietet zwischen 2 und 32 Stufen. Es wird eine SVG-Datei erzeugt, die in der Bibliothek gespeichert wird. Diese lässt sich in Photoshop verlustfrei skalierbar als Smartobjekt platzieren. Die Pfade können Sie in Photoshop allerdings nicht bearbeiten – dazu benötigen Sie dann doch wieder Illustrator (b) oder eine andere Vektor-Designsoftware. Das Ergebnis (c) kann sich nicht nur sehen lassen, sondern wurde auf meinem nicht gerade brandneuen iPhone ohne lange Wartezeit gerendert.

Foto: Olaf Giermann

03 Adobe Capture-Funktionen in Photoshop 2020

Eine neue praktische Funktion in Photoshop 2020 nennt Adobe holprig »Aus Bild erstellen« – und versteckt sie auch noch so gut, dass kaum ein Anwender je durch Zufall über sie stolpert. Sie finden den Filter-Dialog, indem Sie im »Bibliotheken«-Fenster auf das Plus-Symbol klicken und »Aus Bild erstellen« wählen (a). Hier können Sie wie in der Mobile-App anhand der aktuell selektierten Ebene Formen, Farbzusammenstellungen, Farbverläufe (b) oder Muster (c) erzeugen.

TIPP: Eine farbige Vektorisierung von Fotos, wie in Schritt 2 für die Mobile-App gezeigt, ist in der Desktop-Version derzeit nicht möglich. Senden Sie dafür vorgesehene Bilder an Ihr Smartphone und öffnen Sie diese in Adobe Capture; oder richten Sie die Adobe Capture-Kamera einfach auf Ihren Bildschirm, um ein dort angezeigtes Bild zu vektorisieren.

HINWEIS: Auch andere Funktionen der Mobile-App gibt es im Dialog »Aus Bild erstellen« auf dem Desktop noch nicht, aber LUTs erzeugen Sie in Photoshop über »Datei > Exportieren > Color Lookup-Tabellen«, Pinselvorgaben, Muster und Formen über die jeweiligen »… festlegen«-Funktionen im »Bearbeiten«-Menü.

04 Vorgaben anwenden

Ein toller Aspekt bei Adobe Capture ist auch der Zufall: Sie erhalten spielerisch Farblooks, Muster und Pinselspitzen, und so weiter …, die Sie auf anderem Wege vielleicht nie gefunden hätten. Die neuen Vorgaben wenden Sie in Photoshop durch Anklicken im »Bibliotheken«-Fenster an: „Looks” erzeugen zum Beispiel eine Einstellungsebene vom Typ »Color Lookup « (a), Muster-Presets eine Füllebene (b) und Adobe-Schriften werden automatisch aktiviert und einer Textebene zugewiesen. Sie können die hier vorgestellten Funktionen auch nutzen, um den Farblook eines Bildes nachzubauen: Legen Sie, wie in Schritt 3b abgebildet, einen Farbverlauf an. Mit einem Rechtsklick auf die Bibliotheksvorgabe und »Verlaufsvorgabe erstellen« (c) erzeugen Sie dann ein Preset, das Sie bei einer »Verlaufsumsetzung«-Einstellungsebene (d) auswählen können. Testen Sie verschiedene Ebenenmodi. Hier: »Weiches Licht« (e).

Vorgaben und Fotos von Adobe Stock

Adobe Stock bietet nicht nur kostenpflichtige Inhalte, sondern auch einige Gratis-Vorgaben. Hervorzuheben ist die komfortable Integration in Photoshop und Bridge. Platzierte Stockfotos können Sie non-destruktiv verformen oder mit Smartfiltern, Einstellungsebenen und Ebenenstilen bearbeiten. Sie lizenzieren mit nur zwei Klicks ein Bild erst dann, wenn das Projekt durch Sie oder Ihre Kunden abgesegnet worden ist.

01 Mock-ups

Im Dialog »Datei > Neu« finden Sie in den einzelnen Kategorien (a) einige kostenlose Mock-ups, in die Sie unkompliziert eigene Inhalte einfügen können. Auf der rechten Seite des Dialogs werden Informationen zur jeweiligen Vorgabe eingeblendet (b). Im Bereich »Foto« gibt es neben Bild-Rahmen und -Effekten auch eine Buch-Vorlage (c). Klicken Sie auf »Herunterladen «, wird die Datei unter »Gespeichert« angezeigt und kann geöffnet werden.

TIPP: Über das Suchfeld am unteren Dialogrand starten Sie eine Stichwortsuche bei Adobe Stock. Die Suchergebnisse werden in einem Fenster Ihres Internetbrowsers angezeigt.

02 Datei-Inhalt

Das Mock-up enthält zwei Zeichenflächen, die ein Fotobuch in zwei verschiedenen Ansichten enthalten. Anstelle der roten beziehungsweise blauen Platzhalter können Sie eigene Fotos einfügen.

TIPP: Mit einem »Alt«-Klick auf die »Zeichenflächen «-Gruppe in der »Ebenen«-Palette maximieren Sie die Darstellung der einen oder anderen Zeichenfläche.

03 Inhalt ersetzen

Die Ebenen-Bezeichnungen sind deutsch und erklären die jeweilige Funktion der Ebene. Öffnen Sie die Smartobjekte (a) mit einem Doppelklick auf deren Miniatur, fügen Sie ein eigenes Bild oder einen Text ein. Speichern und schließen Sie das Fenster, werden Ihre Inhalte automatisch an die Buchwölbung angepasst. Die Farbe des Hintergrunds stellen Sie mit der untersten Farbfläche (b) innerhalb der Zeichenfläche ein.

04 Stockfotos suchen und speichern

Sie können im »Bibliotheken«-Fenster von Photoshop und Bridge nach Adobe Stock-Fotos suchen, indem Sie einen Suchbegriff eingeben (a) und den Suchmodus auf »Adobe Stock« ändern (b). Beim Mouse-Over erscheinen über einem Bild zwei Optionen: Mit der ersten lizenzieren und speichern Sie das Bild in der gerade aktiven Bibliothek (c), mit der zweiten speichern Sie eine Vorschau in der Bibliothek (d). Letztere ist relativ hochauflösend, so dass Sie mit dieser bereits Layout-und Fotomontage-Varianten ausprobieren können. Komfortabler ist die Suche im Internet-Browser. Scrollen Sie dafür nach unten und klicken Sie auf »Weitere Ergebnisse im Web ansehen«. Das Speichern in Ihre Bibliotheken funktioniert dort genauso.

05 Vorschauen platzieren

Die Stockfotos platzieren Sie per Drag & Drop aus der Bibliothek ins Bild – hier in die in Schritt 3 beschriebenen Smartobjekte. Die Vorschau wird als Smartobjekt (a) eingefügt, das ein „Adobe”-Wasserzeichen trägt. Sie können nun mit Korrekturen, Einstellungsebenen, Ebenenstilen, Filtern wie zum Beispiel dem »Camera Raw-Filter« (b) die Vorschau non-destruktiv optimieren oder auch schon einmal grob maskieren. Retuschen (auf eigenen leeren Ebenen) sollten Sie erst nach dem Lizenzieren am hochauflösenden Bild durchführen und dann auch die Masken optimieren.

06 Bilder lizenzieren

Durch Lizenzieren laden Sie die hochauflösende, wasserzeichenfreie Version des Stock-Fotos. Wählen Sie das Stock-Smartobjekt aus und klicken Sie im »Eigenschaften«-Bedienfeld auf »Element lizenzieren« (a). Im Folgedialog bestätigen Sie den Kauf (b), woraufhin das Bild aktualisiert wird. All Ihre Korrekturen bleiben dabei erhalten und müssen nicht noch einmal durchgeführt werden.

Foto: Yucel Yilmaz – Adobe Stock #309114794

TIPP: Möchten Sie Ihre gekauften Stockfotos herunterladen, geht das am bequemsten über die Adobe Stock-Webseite. Den dafür nötigen »Lizenzverlauf« finden Sie oben rechts in den Benutzeroptionen (c).

Lightroom und Lightroom Classic

Sowohl Bilder aus Lightroom als auch Lightroom Classic lassen sich mit der Cloud und auch zwischen beiden Programmen synchronisieren. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten. Ein Überblick.

01 Lightroom

„Lightroom” steht nicht mehr für eine einzige App, sondern dafür, dass Ihre Fotos im Originalformat in der Cloud gespeichert werden. Zur Verwaltung und Bearbeitung gibt es auf Desktop und MobileGeräten die gleichnamigen Apps, Sie können dafür aber auch jeden beliebigen Internetbrowser nutzen, indem Sie sich auf lightroom.adobe.com einloggen, die Bedienoberfläche ist beinahe identisch mit der Oberfläche der Desktop-Version der App. Der Vorteil: Sie haben bei vorhandener Internetverbindung überall Zugriff auf Ihre Fotos und Presets. Auf den Geräten verwendet Lightroom verkleinerte Vorschauen (Smart-Vorschauen), die es ermöglichen, Bilder auch offline zu korrigieren. Sind Sie wieder online, werden die Änderungen in die Cloud geladen.

02 Lightroom Classic

Lightroom Classic steht nur als Desktop-App für den PC oder Mac zur Verfügung. Wie der Name vermuten lässt, speichern Sie hier Ihre Bilder ganz klassisch auf lokalen Laufwerken. Es gibt aber zwei Schnittstellen zur Lightroom-Cloud:

Sammlungen lassen sich synchronisieren. Hierbei werden jedoch nur (automatisch erzeugte) Smart-Vorschauen in die Cloud geladen (a)
In Lightroom hinzugefügte Aufnahmen, also auch zum Beispiel mit der Lightroom-Kamera aufgenommene Fotos, werden automatisch im Original heruntergeladen (Standard-Speicherort auf PC und Mac: »Benutzer > Benutzername > Bilder«) und in Lightroom Classic nach Geräten sortiert angezeigt (b). Innerhalb von Lightroom Classic stehen Ihnen also all Ihre Dateien aus beiden Lightroom-Versionen im Original zur Verfügung.

Smart-Vorschauen

Smart-Vorschauen sind Bildversionen, die auf dem komprimierten DNG-Format basieren und eine maximale Kantenlänge von 2560 Pixeln haben. Sie sind viel kleiner als die Raw-Dateien, bieten aber den gleichen Bearbeitungsspielraum. So erlauben sie, mit Offline-Dateien zu arbeiten und erhöhen die Performance von Lightroom Classic.

01 Smart-Vorschauen erzeugen

Schon beim Bild-Import können Sie Smart-Vorschauen generieren lassen (a). Empfehlenswert ist das jedoch nicht, da so Rechenzeit für Bilder verschenkt wird, die Sie bei der Durchsicht gleich wieder löschen. Erzeugen Sie die Smart-Vorschauen deshalb nur bei Bedarf über »Bibliothek > Vorschauen > Smart-Vorschauen erstellen « (b). Sinnvoll ist das, falls Sie Ihre Fotos auf externen Laufwerken speichern, die nicht immer angeschlossen sind. Dank der Smart-Vorschauen können Sie die Bilder dennoch in Lightroom – auch am Laptop unterwegs – bearbeiten, bei der nächsten Verbindung zum Laufwerk werden die Metadaten auf die Originaldateien übertragen.

02 Performance verbessern

Falls Ihr Notebook beim Bearbeiten großer Raw-Dateien in die Knie geht und die Lüfter auf Hochtouren pusten, können Sie Lightroom Classic über die »Voreinstellungen« beschleunigen, indem Sie unter »Leistung« die Option »Für Bildbearbeitung anstelle der Originale Smart-Vorschau verwenden« aktivieren. Im »Entwickeln«-Modul arbeiten Sie dann mit der kleineren Smart-Vorschau. Für den Export oder HDR- und Panorama-Funktionen ist jedoch das Original erforderlich.

03 Dateistatus prüfen

Welcher Dateityp gerade zur Verfügung steht, sehen Sie in Lightroom Classic unter dem Histogramm (a). Über die »Metadaten«-Suche können Sie auch nach dem »Smart-Vorschau-Status« filtern (b). In den Mobile-Apps sehen Sie den Datei-Typ nach einem Tipp auf das Cloud-Symbol (c).

Sammlungen synchronisieren

Lightroom Classic-Bildsammlungen lassen sich mit der Lightroom-Cloud synchronisieren, um etwa Bildauswahl und Bearbeitung auf dem Tablet vorzunehmen, ein Portfolio für die Mobile-Geräte zusammenzustellen oder Ihre Bilder mit anderen zu teilen. Klasse: Die aus Lightroom Classic synchronisierten Bilder sind Smart-Vorschauen und belasten Ihr Cloudspeicher-Kontingent nicht!

01 Sammlungen synchronisieren

In Lightroom Classic können Sie Bilder verschiedener Dateitypen (Raw, PSD, TIFF …) in eine Sammlung legen und mit der Lightroom-Cloud synchronisieren. Dafür müssen Sie nach einem Rechtsklick auf die Sammlung nur »Mit Lightroom synchronisieren « wählen (a). Haben Sie in der Bibliothek eine Reihe von Fotos selektiert und erzeugen Sie eine neue Sammlung, dann können Sie im Dialog »Sammlung erstellen « die Bilder per Checkbox hinzufügen (b) und gleichzeitig auch die Lightroom-Synchronisation aktivieren (c).

ACHTUNG: Es werden nicht die Originale hochgeladen, sondern nur Smart-Vorschauen. Brauchen Sie die Originale in der Cloud, müssen Sie Lightroom nutzen.

HINWEIS: Sammlungssätze und Smart-Sammlungen von Lightroom Classic lassen sich nicht synchronisieren.

02 Synchronisations-Status

Bei aktiver Synchronisation sehen Sie oben links im Bereich der »Erkennungstafel « einen Fortschrittsbalken mit der Anzahl der abzugleichenden Dateien. Klicken Sie auf die Erkennungstafel, um Informationen über aktuelle oder angehaltene Prozesse oder den verfügbaren Cloud-Speicherplatz einzublenden (a). Detailliertere Infos zu aktiven Sync-Vorgängen finden Sie in den Voreinstellungen unter »Lightroom Synchronisieren > Synchronisierungsaktivität« (b). Dort werden die Datei-Pfade und die zu synchronisierenden Daten angezeigt.

03 Tablet-Workflow

Ist die Synchronisation der Lightroom Classic-Sammlung abgeschlossen, finden Sie sie in Lightroom als »Album« (a). Nun können Sie es sich mit dem Tablet/ iPad auf Ihrem bevorzugten Sitzmöbel bequem machen und die Bilder bearbeiten oder bewerten. Das geht durch Antippen der entsprechenden Optionen in der Fußzeile (b). Durch einen Fingertipp ins Bild zeigen Sie ein Foto bildschirmfüllend an. Mit horizontalen Ein-Finger-Wischgesten wechseln Sie von Bild zu Bild. Durch vertikales Wischen in der linken Bildhälfte weisen Sie Sterne-Bewertungen (c) zu, in der rechten Bildhälfte Favoriten- oder Abgelehnt-Flaggen (d). Alle Änderungen, die Sie vornehmen, werden automatisch mit Lightroom Classic synchronisiert und auf die Originale angewandt.

04 Sammlungen veröffentlichen

Über synchronisierte Sammlungen können Sie sich nicht nur auf einfachste Weise ein Immer-dabei-Portfolio für Ihr Smartphone oder Tablet zusammenstellen, sondern Sie haben auch die Möglichkeit, sie als Online-Bildgalerie zu teilen. Wählen Sie dafür nach einem Rechtsklick »Sammlung öffentlich machen« (a). Mit ein wenig Verzögerung finden Sie anschließend im Kontextmenü die Möglichkeit, sich die Galerie im Netz anzusehen, den Link zu kopieren oder die Veröffentlichung rückgängig zu machen (b).

TETHERED SHOOTING MIT CLOUD-SAMMLUNGEN

Mit einer schnellen Internet-Verbindung bietet das Konzept der synchronisierten Sammlungen neue Möglichkeiten, an die vielleicht niemand zuvor gedacht hatte.

Nehmen wir an, dass Sie für einen Kunden eine Fotostrecke aufnehmen, bei der dessen Feedback wichtig ist. Nun könnten Sie ständig Bilder hin und her mailen, verkleinerte Versionen über Dropbox & Co.teilen und sich dann auch noch lang und breit am Telefon über geeignete oder unpassende Aufnahmen austauschen.

Falls Sie „tethered” – also über »Datei > Tether-Aufnahme« (a) von einer mit dem Rechner verbundenen Kamera mit Lightroom fotografieren – kann Ihr Klient auch bequem in Lightroom auf dem Tablet entscheiden, ob eine Aufnahme geeignet ist oder nicht.

Sie müssen nur die Checkbox »Zur Sammlung hinzufügen« (b) aktivieren und anschließend die Sammlung, wie in Schritt 4 beschrieben, öffentlich machen.

Falls der Auftraggeber in der Nähe ist, können Sie ihm auch Ihr eigenes Tablet zur Bildsichtung in die Hand drücken. Ist er schon vor Ort, ist es aber wohl sinnvoller, ihn gleich auf den Monitor des Zielrechners schauen zu lassen.

Verwaltungstipps für Lightroom

Wenn Sie zur Cloudversion von Lightroom wechseln, können Sie bestehende Fotosammlungen inklusive vergebener Metadaten importieren. Der Download all Ihrer Fotos aus der Cloud ist mit einer speziellen App schnell erledigt. Schwierig ist die OfflineÜbertragung vom iPad auf den Desktop-Rechner.

01 Fotos migrieren

Über »Datei > Migrieren von« importieren Sie komplette Lightroom-Classic-Kataloge, Apples Fotos-Bibliothek oder einen Photoshop-Elements-Katalog. Vergebene Schlagwörter, Sammlungen und andere Metadaten bleiben dabei erhalten. Lightroom lädt alle Fotos im Original in die Cloud.

02 Fotos herunterladen

Sollten Sie Lightroom nicht mehr nutzen oder wenn Sie Cloud-Speicher freiräumen möchten, müssen Sie die Fotos nicht einzeln herunterladen. Mit der Lightroom-Downloader-App geht das in einem Rutsch. Sie müssen sich nur mit Ihrer Adobe-ID anmelden und einen Download-Ordner wählen.

Falls Sie keine Daten-Flatrate haben, sollten Sie »Mobiledaten verwenden « in Lightroom auf dem Tablet oder Smartphone deaktivieren.


OFFLINE-WORKFLOWS MIT DEM TABLET?

Wenn Sie mit leichtem Gepäck reisen möchten, sind das iPad oder andere Tablets eine gute Alternative zum Notebook. Sie können Raw-Fotos von der Kamera-Karte in Lightroom importieren, die Bilder bewerten und sie bearbeiten. Durch die Cloud-Anbindung sind Ihre Fotos auch bei Verlust des Tablets in Sicherheit. Aber wie sieht es aus, wenn Sie keine Internetverbindung haben?

Tatsächlich funktioniert Lightroom auch offline und speichert Ihre Korrekturen lokal auf dem Gerät. Auf das Cloud-„Backup” müssen Sie aber natürlich verzichten. Wenn Sie nach dem Urlaub alle aufgenommenen Fotos ohne den Umweg über die Online-Synchronisierung auf Ihren Rechner übertragen wollen, haben Sie jedoch ein Problem: Sie können zwar die Original-Raws aus Lightroom exportieren, dabei gehen aber Ihre vorgenommenen Anpassungen verloren. Eine Möglichkeit, diese zu bewahren, ist der Export im DNG-Format, das – anders als das TIFF- oder JPEG-Format – die Raw-Daten enthält.

Am bequemsten ist aber sicherlich, wenn Sie Ihre Tablets und Rechner per WLAN in die Cloud synchronisieren lassen. Das dauert aber bei hunderten von Urlaubsfotos ein Weilchen, selbst mit schneller Verbindung.

Cloud-Dokumente und iPad-Photoshop

Auf die iPad-Version von Photoshop mussten die Anwender lange warten. Umso enttäuschender war die Funktionsarmut zum Zeitpunkt des Releases. Doch mit weiteren Updates kann die App eine leistungsfähige Bildbearbeitung für unterwegs oder auf der Couch werden. Die neuen Cloud-Dokumente sorgen dabei für einen nahtlosen Austausch zwischen iPad und Desktop-Rechner.

01 Cloud-Dokumente

Mit Photoshop auf dem iPad erzeugte Dateien werden beim Schließen automatisch auf dem iPad gespeichert und unter der Kategorie „Cloud-Dokumente” in die Cloud synchronisiert. Das belastet Ihr zur Verfügung stehendes Speicherkontingent. Sie öffnen diese Dateien sowohl in der Desktop-als auch in der iPad-Version von Photoshop über den Home-Screen (a). Beim ersten Speichern muss die gesamte Datei aus der Cloud geladen werden, was bei großen Dateien ziemlich lange dauern kann. Anschließende Synchronisierungen sind jedoch sehr effizient, da nur die am Bild vorgenommenen Änderungen hochgeladen werden. Auf dem Desktop finden Sie im »Speichern unter«-Dialog eine Schaltfläche, mit der Sie zum Cloud-Dokumente-Fenster wechseln (b).

02 Photoshop auf dem iPad

Die iPad-Version von Photoshop erlaubt es, jede auf dem Desktop erzeugte Version zu öffnen und korrekt anzuzeigen – die Bildgröße und Anzahl der Ebenen ist nur durch die Leistungsfähigkeit Ihres iPads begrenzt. Da jedoch beispielsweise noch keine Gradationskurven, Ebenenstile oder Smartobjekte unterstützt werden, können Sie diese nicht bearbeiten.

Die Oberfläche hat Adobe einfach und übersichtlich gestaltet. Links finden Sie die Werkzeuge und ihre Optionen (a), rechts verschiedene Paletten für eine Mini-(b) oder Voll-Ansicht (c) der Ebenen sowie das »Eigenschaften«-Bedienfeld (d). Darunter finden Sie Optionen zum Hinzufügen von Ebenen, Masken und Filtern (e). Derzeit gibt es leider nur den »Gaußschen Weichzeichner«.

Bleibt zu hoffen, dass Adobe die wichtigsten fehlenden Funktionen schnell nachliefert, so dass man die iPad-Version auch produktiv nutzen kann.

Eine Übersicht der Adobe-Mobile-Apps

Wenn Sie im App-Store nach „Adobe” suchen, werden Sie sehr viele Adobe-Apps finden, und die meisten tragen sogar das Wort „Photoshop” im Namen. Wir geben Ihnen einen Überblick, welche davon für fotografische Zwecke auf dem Smartphone oder Tablet relevant sind.

01 Kamera-Apps

Die Lightroom-App dient auf dem Smartphone oder Tablet nicht nur als Verwaltungsprogramm, sondern hat auch eine sehr gute Kamera-Funktion integriert (a). Damit können Sie auf unterstützten Geräten Raw-Fotos im DNG-Format aufnehmen, die mit der Cloud synchronisiert werden. In Adobe Capture (b) nutzen Sie die Kamera zum spielerischen Erzeugen von Presets (siehe Seite 20).

02 Photoshop Express

Diese App ist ideal für die schnelle Bildstilisierung am Smartphone. Mit Photoshop hat Sie wenig gemein – schon weil es keine Ebenen gibt. Dafür können Sie schnell und intuitiv Looks anwenden, Effekte wie etwa Lichtlecks, Bokeh und Regentropfen einfügen, Helligkeits- und Farbkorrekturen sowie einfache Retuschen von Störungen oder roten Augen durchführen. Die Oberfläche ist für die Touch-Bedienung optimiert und nutzt kleine Vorschaubildchen, um die anwendbaren Korrekturen und Effekte zu visualisieren. Bilder können Sie von hier aus auch an Photoshop (Desktop) oder an Photoshop Fix beziehungsweise Mix senden.

03 Photoshop Fix und Mix

Photoshop Fix ist nützlich für genauere Korrekturen und Retuschen. Interessant sind der integrierte Verflüssigen-Filter und die fein abstimmbare Vignettierungsfunktion. Photoshop Mix ist für schnelle Fotomontagen gedacht (s. Tutorial in DOCMA 81 ab Seite 72). Hier lassen sich Stockfotos sogar non-destruktiv in Form von Smartobjekten kombinieren, so dass Sie den Entwurf später am Desktop verfeinern können. Auf dem iPad sind beide Apps Photoshop noch weit voraus, dürften dort aber über kurz oder lang mit der Weiterentwicklung Photoshops überflüssig werden.

Vorgaben synchronisieren und Fonts finden

Sie erfahren hier, wie Sie Ihre Photoshop-Vorgaben und -Einstellungen auf all Ihren Geräten synchron halten können. Und dank den in Ihrem Abo enthaltenen Adobe Fonts ist es einfach, bei Bedarf eine passende Schriftart zu finden.

01 Vorgaben und Anpassungen Synchronisieren

Vorübergehend gab es in Photoshop CC eine cloudbasierte Synchronisieren-Funktion für Photoshop-Vorgaben. Diese war jedoch wenig intuitiv und auch fehleranfällig. Der aktuell einfachste Weg, Ihre Presets und Einstellungen auf all Ihren Geräten synchron zu halten, ist der Vorgaben-Export in die Creative Cloud Files. Über »Bearbeiten > Vorgaben > Vorgaben exportieren/importieren« öffnen Sie den gleichnamigen Dialog. Klicken Sie oben auf »Exportieren« (a), dann unten auf »Alle hinzufügen« (b) und dann auf »Vorgaben exportieren«. Wählen Sie als Zielort den Creative Cloud Files-Ordner auf Ihrer Festplatte (c). Hier abgelegte Dateien werden auf allen Rechnern synchronisiert, auf denen Sie sich in der CC-App mit Ihrer Adobe-ID anmelden. Nutzen Sie in Photoshop auf einem anderen Gerät »Vorgaben importieren« (d), um sie dort zu installieren. Starten Sie dann Photoshop neu.

02 Schriftart suchen

Falls Sie nach einer in einem Foto abgebildeten Schriftart suchen, können Sie sich von Photoshop helfen lassen. Rufen Sie über das Menü »Schrift > Passende Schrift finden« auf. Wählen Sie mit den im Bild angezeigten Anfassern den gesuchten Text aus. Nach einem Klick auf »Passende Schrift finden« (a) sucht Photoshop in den von Ihnen installierten Schriftarten nach einer ähnlichen Schrift. Setzen Sie ein Häkchen bei der Option »Für Aktivierung verfügbare Schriftarten aus Adobe Fonts anzeigen« (b), durchsucht Photoshop auch Adobe Fonts. Markieren Sie die gewünschte Schriftart und klicken Sie auf »OK«, wird der Font installiert und beim »Text-Werkzeug« ausgewählt.


Foto: Kanea – Adobe Stock #288044754