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ENTERTAINMENT FÜR PROFIS


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connect - epaper ⋅ Ausgabe 7/2022 vom 03.06.2022

SONY XPERIA 1 IV

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Bildquelle: connect, Ausgabe 7/2022

Das IVer ist exakt genauso groß wie der Vorgänger, auch das Gewicht ist bis auf ein Gramm Abweichung nahezu das gleiche. Nebeneinander gelegt gleichen sich die beiden Modelle wie ein Ei dem anderen, es gibt nur einen sichtbaren Unterschied: Während der Rahmen beim IIIer-Modell leicht gerundet ist, markiert beim 1 IV jeweils eine winzige Stufe den Übergang zu Vorder- und Rückseite. Ein High-End-Smartphone von Sony ist also auch 2022 etwas Besonderes, das sich auf den ersten Blick von allen Wettbewer- bern unterscheidet. Denn die Japaner bauen die mit Abstand längsten und leichtesten Flaggschiffe. Besonders lang, weil sie beim Display auf das 21:9-Format setzen, was zu der im Vergleich mit anderen Boliden gestreckten Bauform führt. Besonders leicht, weil Sony unter 190 Gramm bleibt, was auf diesem Ausstattungsniveau bemerkenswert ist. Zum Vergleich: Samsungs Galaxy S22 Ultra bringt ...

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... knapp 230 Gramm auf die Waage.

Das schlichte und schnörkellose Design mit einem flachen Rahmen, der die Seitenfläche ganz ausfüllt, und der samtig-matten Rückseite, die unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist, ist wieder absolut gelungen. Mit Aluminium und Glas (Gorilla Glass Victus) verwendet Sony nur feinste Zutaten, entsprechend hochwertig ist die Haptik. Wie man es aus Japan gewohnt ist, ist das Gehäuse wasserfest nach IP68. Es ist in Violett, Weißgrau und Schwarz erhältlich, wobei die uns vorliegende schwarze Variante wieder den Charme eines gut gekleideten Gentleman auf einer erlesenen Dinnerparty ausstrahlt. Mit einem Sony-Phone in der Tasche kann man optisch nichts verkehrt machen.

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Das 6,5 Zoll große OLED-Display mit 120 Hertz Bildwiederholrate schafft eine extrem hohe Auflösung von 3840 x 1644 Pixeln. Es soll laut Sony um 50 Prozent heller als das Panel des Vorgängers sein, ein Wert, den wir so nicht bestätigen können. Aber es ist Sony gelungen, die Leuchtkraft nochmals zu steigern, und ganz unabhängig davon wird technische Feinkost geliefert. Die Blickwinkelstabiliät ist enorm, auch die Kontrastausbeute ist exzellent. Dazu gesellen sich zahlreiche Einstellungen für die Optimierung von Farben und Kontrast wie Sonys Creator Modus.

Multimediale Vollausstattung

Gut gefallen hat uns auch der Stereosound bei der Video-Wiedergabe. Sony gehört zu den wenigen Herstellern, die zwei gleichwertige, frontseitig abstrahlende Speaker einbauen – und diesen Unterschied hört man. Der Sound entwickelt zwar nicht die gleiche Lautstärke wie bei anderen Flaggschiffen, klingt aber ausdifferenziert und gut abgestimmt. Auch bei den übrigen Sound-Einstellungen lässt der Walkman-Erfinder nichts anbrennen und packt alles rein, was geht: von Qualcomms AptX Adaptive über 360 Reality Audio bis zur Klangverbesserung DSEE ist alles dabei, sogar eine Klinkenbuchse hat man wieder eingebaut.

Beim Design, beim Sound und beim Display geht Japan also eigene Wege und zeigt sich als starke Alternative zu Platzhirschen wie Apple, Samsung oder Xiaomi. Aber wer bereits ein Xperia 1 III besitzt, findet bisher wenig Argumente für ein Upgrade, die Verbesserungen sind evolutionär.

Sony Xperia 1 IV im Kameratest

Die (Haupt-) Weitwinkelkamera (1 und 2) und auch das Superweitwinkel (3 und 4) fotografieren mit 12 Megapixeln Auflösung und liefern bei viel und bei wenig Licht ähnliche Bildergebnisse – sofern man die Motive im gleichen Maßstab aus unterschiedlicher Distanz abbildet. Allerdings schärft die Signalverarbeitung des Superweitwinkelmoduls die Kanten etwas stärker nach, sodass sie etwas knackiger erscheinen. Dank der moderaten Auflösung baut die Bildqualität beider Module bei leichter Dämmerung (2 und 4) nur wenig ab im Vergleich zu den Aufnahmen mit viel Licht (1 und 3). Das ist der Vorteil größerer Sensoren mit kleiner Auflösung – hier 12 Megapixel. Nachteil: Die Hauptkamera kann bei viel Licht (1) keine Topplatzierung erreichen und die Konkurrenz mit 50- bis 100-MP-Sensoren ernsthaft gefährden.

Im Sony Xperia 1 IV steckt als Besonderheit ein optisches Zoom mit KB-Brennweiten von 85 bis 125 mm. Das Tele arbeitet wie Weitwinkelund Superweitwinkelkamera mit 12 Megapixeln.

■ Das Weitwinkelmodul

Dank der Beschränkung auf 12 Megapixel und somit mit entsprechend größeren Pixeln will Sony mehr Leistung bei wenig Licht erreichen – erfolgreich: Das Xperia 1 IV baut mit nachlassender Helligkeit relativ moderat ab und liefert bei jeder Helligkeitsstufe bessere Bilder als der direkte Vorgänger.

Bei viel Licht erreicht das Xperia 1 IV die „sehr gut“-Wertung. Die Auflösung passt, weder Artefakte noch Rauschen sind ein Thema. Die Bildoptimierungen werden wohldosiert vorgenommen. Bei nachlassendem Licht (200 Lux) kann Sony das Niveau halten; die Eingriffe der Signalverarbeitung werden jedoch nun etwas intensiver und helfen mit stärkerem Nachschärfen nach. Bei Dunkelheit (5 Lux) sind die Verluste größer, doch selbst dann kann das Xperia 1 IV die Detailwiedergabe noch auf einem gutem Niveau halten.

Insgesamt ist die Weitwinkelkamera des Xperia 1 IV sehr überzeugend und liegt unter der „sehr gut“-Grenze. Sie erobert zwar aufgrund ihrer geringen Auflösung von 12 Megapixeln keine führende Position im Weitwinkelumfeld, baut in Dunkelheit aber auch nur wenig ab.

■ Optisches 3,5-fach-Zoom

Während die Teleoptik im Xperia 1 III zwischen den zwei Brennweiten 70 und 105 mm KB umschalten konnte, kann man mit dem optischen Zoom des 1 IV alle Werte zwischen 85 und 125 mm KB wählen. Die Brennweiten dazwischen werden mithilfe der Linsen eingestellt statt digital erzeugt. Damit bringt Sony als Pionier echte Zoomtechnik in den Smartphonebereich. Im Test haben wir die kürzeste und die längste Brennweite gemessen.

In der 85-mm-Einstellung ist die Abbildungsleistung dieses Moduls selbst unter optimalen Bedingungen und bei wenig Licht nur „befriedigend“. Seine Auflösung ist schlicht zu niedrig. Sony kann die Kameraleistung bei nachlassendem Licht zwar noch gut aufrechterhalten, doch das Niveau ist nicht so hoch wie erwartet. Bei Dunkelheit baut das 3,5-fach-Zoom zu stark ab.

■ Optisches 5,2-fach-Zoom

Die Telebrennweite des 5,2-fach-Zooms – 125 mm KB-Äquivalent – hinterlässt einen noch schwächeren Eindruck. Bei allen von uns gemessenen Helligkeitsstufen schneidet die Kamera mit der längeren Brennweite schlechter ab als mit der kürzeren und erhält insgesamt wegen zu niedriger Auflösung bei viel und bei wenig Licht nur ein „ausreichend“. Bei Dunkelheit zeigen die Bilder viele Artefakte, aber kaum noch Details.

■ Das Superweitwinkelmodul

Das Superweitwinkelmodul hat wie im Vorgänger einen 12-MP-Sensor und ein Objektiv mit 16 mm KB-Brennweite (2,2/2,7 mm), doch die Leistung wurde verbessert. Bei viel Licht schießt sie ein kaum verzeichnetes Bild mit sehr guter Detailwiedergabe. Bei wenig Licht (200 Lux) lässt die Qualität leicht nach und schafft es nicht ganz, die Wertung „sehr gut“ zu halten. Das Modul schwächelt erst im Dunkeln: Die Bilder zeigen als Folge der Rauschreduktion auffällige Artefakte, die Zeichnung nimmt merklich ab. Unterm Strich kann das Superweitwinkelmodul mit seiner insgesamt guten Qualität trotz des Leistungsknicks mit Nachtaufnahmen überzeugen.

■ Fazit

Der Hauptkamera fehlt nur ein Punkt zu der Gesamtwertung „sehr gut“, auch das Superweitwinkelmodul kommt nah heran. Ohne QUAD-Technik und mit nur 12 Megapixeln schaffen sie es zwar nicht nach ganz oben in den Bestenlisten, beweisen aber eine beeindruckende Leistungsstabilität bei nachlassendem Licht – was in der Praxis wichtiger sein kann. Das Weitwinkelmodul arbeitet sogar im Dunkeln noch gut. Leider überzeugt weder das 3,5- noch das 5,2-fach-Zoom mit der längsten Brennweite, denn lange Brennweiten gehen mit kleineren Sensoren einher – und das geht zulasten der Bildqualität. Das Zoom im Vorgänger bietet eine etwas höhere Bildqualität, erzeugt die Brennweitenzwischenwerte aber digital.

Wadim Herdt

Das spannendste Element des Sony Xperia 1 IV ist das Telemodul mit der Möglichkeit optisch zu zoomen. Diese Technik bietet im Moment nur Sony. Sowohl die 3,5-fach-Position mit 85 mm KB als auch die 5,2-fach-Position mit 125 mm KB sind fotografisch gesehen praktische Größen. Die beiden Endpositionen des Zooms haben wir gemessen, allerdings entspricht ihre Leistung nicht ganz unseren Erwartungen – bei Dunkelheit bleibt sie deutlich drunter. Bei gutem Licht zeigen die 85-mm-Aufnahmen (1) etwas mehr Details als solche, die mit 125 mm aufgenommen wurden (3). Prinzipiell mangelt es aber beiden an Feinzeichnung. Lobenswert ist wieder die Stabilität bei wenig Licht: Das gilt für die 3,5-fach-Zoom-Einstellung (2) und noch ausgeprägter für die 5,2-fach-Zoom-Position (4). In der Praxis ist das Telemodul nur eingeschränkt nutzbar.

Dieser Befund gilt auch für den Prozessor: Den Antrieb übernimmt Qualcomms 2022er-Spitzenmodell Snapdragon 8 Gen 1, flankiert von 12 GB RAM, genügend Leistung ist also garantiert. Der interne Speicher hat wieder 256 GB, die per microSD erweitert werden können. Neu ist die Unterstützung für elektronische SIM-Karten: Erstmals baut Sony eine eSIM ein, man kann das Xperia 1 IV also mit zwei SIMs (Nano-SIM und eSIM) nutzen. Eine weitere Premiere gibt es beim Lieferumfang, aber ohne dass Sektkorken knallen. Denn der japanische Elektronikkonzern geht einen Schritt weiter als Samsung und spart außer dem Netzteil auch noch das USB-C-Kabel ein. Natürlich werden dafür Umweltgründe angeführt, und wir wollen

auch gar nicht infrage stellen, dass die schlanke, komplett kunststofffreie Verpackung hilft, Ressourcen einzusparen. Aber wer die Mobilfunkindustrie kennt und weiß, wie ressourcenintensiv die Produktion von High-End-Smartphones ist; wer weiß, wie konsequent ein Unternehmen wie Fairphone das Thema angeht – der weiß auch, dass das Ladegerät nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist. Und es ist zufälligerweise jener Tropfen, mit dem ein Herstel- ler zusätzlich Geld verdienen kann. Ein 30-Watt-Schnelllade-Netzteil kostet im Sony-Shop 50 Euro extra.

Herausragendes App-Paket

Sony setzt wieder auf ein Kamerasystem mit drei Zeiss-Optiken und ToF-Sensor, doch im Gegensatz zu den festen Brennweiten des Vorgängers erlaubt der Nachfolger stufenloses Zoomen zwischen 85 und 125 Millimetern. Wie unser Kameratest zeigt, bietet diese Konstruktion jedoch nur Vorteile, wenn man sich frei zwischen kurzer und langer Telebrennweite bewegt – dann, und nur dann dürfte das Phone jeden Mitbewerber schlagen. Einzigartig ist zudem die hohe Auslesegeschwindigkeit der Sensoren, die es in Kombination mit einem besonders schnellen Autofokus ermöglicht, über alle Brennweiten hinweg bewegte Objekte knackscharf zu fotografieren und 4K-Videos mit 120 fps zu filmen. Ein weiterer Pluspunkt ist das herausragende Handling: Die geriffelte Kamerataste erlaubt das Fokussieren und Durchdrücken wie bei einer Profi-Kamera, gezoomt wird dabei über die Lautstärketasten. Die App „Photography Pro“ liefert passend dazu eine herausragende Einstellungstiefe, verpackt in einer zugänglichen Benutzeroberfläche.

Neue Software und Dienste von Sony: Bravia Core und Music Pro

Sony integriert immer mehr unternehmenseigene Apps. Neu dabei: der Streaming-Dienst Bravia Core und Music Pro für Audio-Profis.

Bravia Core bietet kostenlosen Zugang zu Hunderten von Filmen von Sony Pictures, dabei soll die Streaming-Qualität dank höherer Datenraten besser sein als bei Netflix und Co. Mit der App Music Pro kann man professionelle Tonaufnahmen machen und bearbeiten. Die Dateien werden in eine Cloud von Sony geladen und digital nachbearbeitet. Wird gleichzeitig gesungen und Akustikgitarre gespielt, kann Music Pro Gesang und Gitarre trennen und in beliebiger Balance mischen. Tonaufnahmen und Soundbearbeitung sind gratis; für die Cloud-Verarbeitung und digitale Verbesserung fallen dagegen Gebühren an, deren Höhe Sony noch nicht kommuniziert hat. Music Pro und Bravia Core standen zum Testzeitpunkt noch nicht zur Verfügung, so bleibt an dieser Stelle eine Bewertung aus. Deutlich wird aber, dass es Japan mit jeder Modellgeneration besser gelingt, die Dienste der vielen Unternehmenssparten im Smartphone zu bündeln.

Wer von Apple kommt und daran gewöhnt ist, nur auf den Knopf zu drücken, wird anfangs etwas überfordert sein, aber wenn die Programmautomatik auf „Auto“ gestellt ist, dann kann man sich langsam herantasten und lernt die vielen Möglichkeiten schnell zu schätzen. Neu ist die Option, in der Video-App „Video Pro“ einen Youtube-Account zu hinterlegen und mit der Kamera live zuYoutube zu streamen. Normalerweise erlaubt Youtube Livestreams erst ab einer bestimmten Abonnentenzahl. Dank einer Vereinbarung zwischen Google und Sony fällt diese Limitierung für Besitzer eines Xperia 1 IV weg. Auch der Game Hub, der in der deutschen Variante „Spieloptimierer“ heißt, wurde ordentlich aufgemöbelt. Das Livestreaming von Spielen zu Youtube wird unterstützt, dafür stehen diverse Bild- und Toneinstellungen zur Wahl. Gut gefallen hat uns die moderne Optik des Android-Systems, die weniger verspielt und bunt ist als die Konkurrenz aus China und Südkorea. Beim Software-Support hinkt Japan allerdings etwas hinterher: Es gibt zwei Jahre lang System-Updates und drei Jahre Security Patches. Für ein Flaggschiff auf diesem Preisniveau ist das zu wenig.

Solider Auftritt im Testlab

Leider gilt das auch für die Akkulaufzeit. Denn obwohl Sony die Kapazität von 4500 auf 5000 mAh erhöht, sinkt die Laufzeit in unserem genormten Testverfahren von 9:37 auf nur noch 8:31 Stunden. Wir vermuten, dass die höhere Leuchtkraft des Displays dafür verantwortlich ist. Für ein Topmodell in diesem Preissegment ist diese Laufzeit zu kurz, Sony bewegt sich damit unter dem Durchschnitt, was in der Praxis heißt, dass es gegen Abend knapp werden kann, besonders, wenn das Display intensiv genutzt wird. Positiv: Wireless Charging inklusive Reverse Charging wird unterstützt.

Die Telefonieakustik ist in einem positiven Sinne unauffällig, genauso wie die Funkeigenschaften: Sony erreicht hier ein gutes Niveau, ohne jedoch besonders aufzufallen. Unsere WLAN-Messungen zeigen einen hohen maximalen Durchsatz, der allerdings störanfällig ist. Mit zunehmendem Abstand zum Router sinkt der Durchsatz stärker als zum Beispiel beim Samsung Galaxy S22 Ultra. Das glänzt zwar nicht mit so vielen Extras, und es sieht auch nicht so gut aus – aber es bietet das ausgewogenere Gesamtpaket. Was nützt das beste Display im Smartphone-Universum, wenn der Akku zu früh schlapp macht? Dahinter verblassen die Detailverbesserungen, die das IVer im Vergleich zum seinem Vorgänger bieten kann.

Andreas Seeger

Displaymessung

Das OLED gehört wieder der Königsklasse an, dabei gelingt Sony das Kunststück, die sehr guten Ergebnisse des Xperia 1 III noch zu übertreffen. Blickwinkelstabilität, Farbdarstellung und Kontrastausbeute sind herausragend, selbst bei direkter Sonne kann man noch gut Inhalte ablesen.