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Er rettet Leben


Reader´s Digest Deutschland - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 28.01.2019

Óscar Camps hat im Mittelmeer Tausende Flüchtlinge vor dem Ertrinken bewahrt. Dafür erhält er die Auszeichnung „Reader’s Digest Europäer des Jahres 2019“


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Bildquelle: Reader´s Digest Deutschland, Ausgabe 2/2019

DER ABEND DÄMMERT . Weit draußen auf dem Mittelmeer sinkt ein Schlauchboot. Es ist für 30 Personen ausgelegt, aber an Bord sind mehr als 100 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder. Mehrere sind bereits tot, andere liegen im Sterben, von den Abgasen des Außenbordmotors vergiftet. Das Boot ist schon zur Hälfte voll gelaufen und sinkt.

Alle an Bord haben viel aufs Spiel gesetzt, um nach Europa zu kommen und sich ein neues, besseres Leben aufzubauen. Auf ...

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... dem Boot gibt es keinen Kapitän, keinen Schutz vor Wind und Wetter, keine Nahrung, kein Wasser und vor allem keine Treibstoffreserven. Nun ziehen auch noch Sturmwolken auf, die Wellen schlagen höher – die Lage scheint aussichtslos.

Das Schlauchboot ist schon beinahe untergegangen, als ein Motorengeräusch ertönt. Ein anderes Boot nähert sich, Stimmen rufen Anweisungen: sitzen bleiben, Ruhe bewahren.

„Das erste Gefühl, wenn man ein treibendes Boot ausmacht oder ein Notruf eingeht, ist Freude“, erklärt Óscar Camps. „Weil man weiß, dass man helfen kann. Die Probleme fangen an, sobald alle an Bord sind: Verletzte und Säuglinge, dazu technische Probleme, Platzmangel und kein aufnahmebereiter Hafen. Jeder Rettungseinsatz ist ein menschliches Drama. Niemand kann sagen, wie es ausgeht.“

Camps hat schon viele solcher Dramen miterlebt. Er weiß ganz genau, wie hoch der Preis ist, den Flüchtlinge manchmal zahlen bei ihrem verzweifelten Versuch, Kriegen, Verfolgung und Armut zu entkommen. Als Gründer der gemeinnützigen Rettungsorga nisationProactiva Open Arms hat er in den vergangenen drei Jahren im Mittelmeer Männer, Frauen und Kinder vor dem Ertrinken bewahrt. Nach aktuellen Schätzungen hat die Organisation 59 395 Menschen das Leben gerett|et.

ÓSCAR CAMPS’ Liebe zum Meer begann früh. Der heute 56jährige vierfache Vater ist in der katalanischen Küstenstadt Badalona nördlich von Barcelona aufgewachsen. Von seinem Haus am Ende eines langen Strandes aus blickt er aufs Meer hinaus. Am anderen Ende des Strandes befinden sich die Büros von Proactiva. Dort liegen auch die Boote für die Rettungseinsätze.

„Als Kind bin ich jeden Tag mit meinem Großvater hierhergekommen“, erzählt Camps, während er über den Strand schlendert. „Damals gab es keine Wasserwacht, aber ein paar erfahrene Schwimmer wie er passten auf. Großvater brachte mir eine Menge über das Meer bei – Jahre, bevor ich mich selbst für die Rettung von Menschen einsetzte.“

Camps war Anfang 20 und betrieb eine Autovermietung, als er einen Freund besuchen wollte und den Portier der Wohnanlage auf der Straße liegend vorfand. „Ich wusste nicht, was ich tun sollte – er rührte sich nicht. Ich drückte auf alle Klingeln, doch niemand konnte helfen. Da packte ich ihn in mein Auto und brachte ihn ins Krankenhaus. Doch als wir ankamen, war er tot. Das hat mich sehr mitgenommen.“

Óscar Camps und sein Team 2015 im Einsatz auf der griechischen Insel Lesbos


Ein paar Tage später meldete er sich zu einem Kurs beim Roten Kreuz an, für das er danach sechs Jahre lang arbeitete. Dann gründete er das WasserwachtUnternehmen Proactiva, das inzwischen rund 600 Mitarbeiter an vier Stand orten in Spanien beschäftigt. Camps konnte mit seinem Leben zufrieden sein, doch Anteilnahme und Pflichtgefühl gaben ihm noch einmal eine neue Richtung.

Am 2. September 2015 sank in der Ägäis ein Boot mit syrischen Flüchtlingen. Camps saß zu Hause vor dem Fernsehgerät, als eine Nachrichtensendung das Bild des ertrunkenen dreijährigen Alan Kurdi ausstrahlte. Sein Leichnam war an einen türkischen Strand gespült worden.

„Mein Sohn war damals genauso alt – das ging mir durch und durch. Ich musste etwas tun. Ich schrieb an die spanische Regierung, die griechische Regierung, Hilfsorganisationen, Botschaften – einfach alle – und bot ihnen unsere Rettungsausrüstung und unsere Spezialisten an. Niemand antwortete“, berichtet Camps.

Daraufhin nahm er seine Ersparnisse und flog mit einem Mitarbeiter, Gerard Canals, auf die griechische Insel Lesbos. In jenem Jahr war sie zur Hauptdurchgangsstation für Menschen geworden, die vor Krieg, Gewalt und wirtschaft licher Not aus dem Nahen Osten und Asien geflohen waren. Zigtausende landeten nach der kurzen, aber gefährlichen Überfahrt über die Ägäis auf der Insel. Hunderte ertranken bei dem Versuch.

Als Camps und Canals auf Lesbos ankamen, fanden sie ein Chaos vor. „Jeden Tag kamen 2000 bis 3000 Flüchtlinge aus der Türkei. Keine der großen Hilfsorganisationen war vor Ort – nur ein paar Rucksacktouristen und eine kleine einheimische Organisation“, erzählt der Rettungsprofi.

„Die Schlepper hatten den Flüchtlingen eingeschärft, die Schlauchboote vor der Landung aufzuschlitzen, sodass man sie damit nicht zurückschicken konnte“, berichtet Camps. „Die Boote sanken, man konnte die Menschen 100 Meter vor der Küste verzweifelt um Hilfe rufen hören. Es war furchtbar“, fährt er fort.

Auf den Rat von Menschenrechtsaktivisten hin gründete Camps kurzerhand die Nichtregierungsorganisation Proactiva Open Arms, um auf Lesbos bleiben zu dürfen. Zwei weitere seiner Rettungsschwimmer kamen nach, später folgte ein ganzes Dutzend. Das Team wurde an der Nordküste eingesetzt. In jenem Winter landeten etwa 75 000 Flüchtlinge auf Lesbos.

„Wir konzentrierten uns ganz auf das Meer und versuchten zu verhindern, dass Menschen ertranken. Sobald wir sie am Ufer abgesetzt hatten, schwammen wir wieder los. Wir schliefen wenig und aßen nicht regelmäßig, waren ständig durchnässt und überall aufgeschürft“, erzählt Camps.

Camps (ganz links) gründete 1999 das Wasserwachtunternehmen Proactiva


Anfangs hatten sie nur Neoprenanzüge, Trillerpfeifen und Schwimmflossen. „Wir schwammen zu den havarierten Booten hinaus, konnten aber nicht alle Insassen retten. Mütter hatten sich ihre Kinder vor die Brust gebunden. Dadurch gerieten die Kleinen mit dem Kopf unter Wasser und drohten zu ertrinken.“

Als Óscar Camps sich an die Szenen erinnert, versagt ihm kurz die Stimme. „Ich musste in Sekunden entscheiden, wen ich retten würde. Ich ergriff zwei Kinder und ließ fünf Menschen zurück. Als ich wiederkam, waren nur noch zwei da. Was war mit den anderen? Wo waren die Eltern der Kinder? Jede Handlung hat Konsequenzen – damit muss ich leben.“

IM MÄRZ 2016 unterzeichnete die Europäische Union ein Abkommen mit der Türkei, leistete Zahlungen und machte politische Zugeständnisse, damit das Land seine Grenzen besser sicherte und Asyl suchende zurückhielt. Die Fluchtroute für Migranten nach Griechenland wurde gekappt.

Die Organisation Proactiva Open Arms hat in den vergangenen dreieinhalb Jahren mehr als 59 000 Flüchtlinge gerettet


Woanders spielten sich währenddessen neue menschliche Tragödien ab. Durch den Bürgerkrieg in Libyen stieg die Zahl der Flüchtlinge und Asylsuchenden sprunghaft an, die nun die gefährlichere 480 Kilometer lange Strecke über das Mittelmeer von Libyen nach Italien wählten. 2016 kamen mehr als 181 000 Menschen nach Italien. Tausende schafften es nicht.

Camps und sein Team brauchten Boote, um auf dieser Route helfen zu können. Dank Crowdfunding (Spenden sammeln über das Internet) konnten sie drei beschaffen: den alten FischkutterGolfo Azzurro , ihr FlaggschiffOpen Arms und ein Boot namensAstral . „Das war die alte Jacht eines italienischen Playboys“, erklärt Camps. „Nicht wirklich das, was wir brauchten, aber wir konnten damit im Sommer 2016 rund 14 000 Menschen retten“, berichtet er.

„Wir haben nicht die Kapazität, größere Gruppen für längere Zeit an Bord zu behalten“, fährt Camps fort. „Wir müssen uns bei der italienischen Küstenwache melden und sie bitten, die Geretteten zu übernehmen oder uns zu gestatten, einen Hafen anzulaufen – und das kann Stunden oder Tage dauern. Die ganze Zeit über gehen weitere Notrufe ein. Ein über ladenes Boot kann schnell sinken, wenn das Wetter umschlägt. Manchmal ist schon nichts mehr zu sehen, wenn wir die gemeldete Position erreichen.“

Gelingt die Rettung, stellt sich sofort die Frage: Wohin mit den Menschen? Camps ist dadurch in die Krisen politik verwickelt – unter anderem in die Diskussion, ob Boote, die Schiffbrüchige retten, Flüchtlinge möglicherweise dazu ermuntern, die gefährliche Überfahrt zu wagen.

Rechtsgerichtete populistische Parteien, die Immigration ablehnen, gewinnen in ganz Europa an Einfluss. Die südeuropäischen Staaten schließen ihre Häfen für Rettungsboote. Doch das alles hält die Menschen nicht davon ab, das Mittelmeer zu überqueren, um vor Kriegen, Armut oder Verfolgung zu fliehen. Es bedeutet aber, dass die Boote von Proactiva Open Arms abgewiesen werden. Deshalb sterben an Bord Menschen, die medizinische Hilfe gebraucht hätten. Das macht Camps wütend.

Im Rahmen eines Abkommens zwischen Italien und Libyen, das von der EU unterstützt, jedoch von den Vereinten Nationen verurteilt wird, fährt die libysche Küstenwache inzwischen Streife auf dem Meer und sperrt auf gegriffene Flüchtlinge in Lager. Im März 2018 drohten sie sogar, das Feuer zu eröffnen, wenn das Proactiva-BootOpen Arms nicht die Frauen und Kinder unter den 218 Menschen auslieferte, die es außerhalb libyscher Gewässer aufgenommen hatte. Die Mannschaft weigerte sich und fuhr nach Sizilien, wo man ihnen Menschenhandel vorwarf und ihr Boot beschlagnahmte.

Die Maßnahmen wurden von dem für Europa zuständigen Kampagnenleiter von Amnesty International, Fotis Fillipou, verurteilt: „Nichtregierungsorganisationen, die auf See Leben retten, sollten unterstützt werden – nicht dafür kriminalisiert, dass sie Flüchtlinge retten.“

„Ich habe schon in fünf Sprachen Todesdrohungen erhalten, weil ich Flüchtlinge rette“, sagt Camps. Doch er und sein Team werden auch weiterhin tun, was sie für richtig halten. „Es ist ein Grundsatz des Völkerrechts, dass man Menschen aus Seenot rettet. Wir werden immer vor Ort sein.“

ÓSCAR CAMPS BESITZT selbst ein kleines Boot. Wenn er Ruhe braucht, um nachzudenken, zieht er sich darauf zurück. „Wir erleben bei den Einsätzen sehr viel“, berichtet er. „Am Anfang habe ich oft geweint – am Telefon mit Freunden oder meiner Familie. Sobald wir merkten, wie sehr uns das emotional strapazierte, suchten wir uns Unterstützung.“

Inzwischen werden die Rettungsmannschaften von Psychologen betreut, die für Krisenmanagement und posttraumatische Belastungsstörungen ausgebildet sind. „Man spürt eine Menge Emotionen, Adrenalin, Testosteron“, berichtet Camps. „Wenn ich heimkam, konnte ich nur daran denken, dass meine Leute noch da draußen waren und frierend und erschöpft im Meer schwammen. Es war nicht leicht – weder für mich, noch für meine Frau, meine Familie oder die Firma. Ich habe mich als Mensch total verändert.“

Zwischen seinen Einsätzen führt Camps Gespräche über Flüchtlinge und Migration – mit Regierungschefs, Medien, Mitgliedern des Europäischen Parlaments und bereits zweimal mit dem Papst. Er berichtet über die Folgen politischer Entscheidungen für das Leben der Flüchtlinge, bittet um Hilfe, drängt zum Handeln.

„Óscar ist ein Mann der Tat – ein Mensch, der für seine Überzeugungen einsteht“, sagt Peter Bouckaert, Leiter der Abteilung für Noteinsätze bei der Menschrechtsorganisation Human Rights Watch. „Er tritt für Solidarität und Menschlichkeit ein, für die Gründungsprinzipien der Europäischen Union, während die Staatschefs ihre Türen schließen und sich abwenden.“

Bis die Regierungen eine trag fähige, europäische Lösung für die Unterbringung der Flüchtlinge finden, widmet sich Camps den Problemen, die die Menschen dazu bringen, sich auf die Reise zu machen. „Für einen Rettungsschwimmer ist der beste Einsatz der, der gar nicht stattfinden muss.“

Proactiva Open Arms Africa arbeitet bereits mit Partnerorganisationen in Ghana und im Senegal zusammen. Sie informieren dort über die Gefahren der Flucht über das Mittelmeer und die bescheidenen Aussichten für Migranten in Europa. Zudem engagiert sich die Organisation für Bildungseinrichtungen und vermittelt Kompetenzen, die den Menschen in ihren Herkunfts ländern ein besseres Leben ermöglichen.

Die Europäer müssen sich an Migration gewöhnen und lernen, mit anderen zusammenzuleben, so Camps. „Naturschutzorganisationen setzen sich für Wale ein oder kämpfen gegen die Überfischung, doch es gibt keine Gruppe, die auf See die Menschenrechte verteidigt. Wir möchten das ändern und in Ländern, in denen die Rechte missachtet werden, aktiv werden. Dort, wo Menschen sterben und es keine Ärzte oder Jour nalisten gibt, die darüber berichten.“

CAMPS ERZÄHLT , dass seine Besatzung auf dem Schiff oft Musik laufen lässt, wenn sie das Meer absucht. Ganz oben auf der Liste stehtImagine von John Lennon – ein Lied über die Vision einer besseren Welt.

„Wir sind nur ein paar Rettungsschwimmer, die über soziale Medien Geld einwerben“, sagt Camps. „Wenn wir mit so wenigen Mitteln so viel erreichen können – was könnten dann wohl 28 Regierungen bewirken?“

Das Meer ist salzig wie die Träne, die Träne ist salzig wie das Meer.KARL GUTZKOW , dt. Schriftsteller (1811-1878)

DIE EUROPÄERINNEN UND EUROPÄER DES JAHRES

Seit 1996 verleihtReader’s Digest die Auszeichnung „Europäer des Jahres“. Damit würdigen wir Menschen, die durch außergewöhnliche Leistungen auffallen. In diesem Jahr wählten die Chefredakteure der europäischen Ausgaben des Magazins den SpanierÓscar Camps zum Europäer des Jahres.

Die bisherigen Preisträger:

2018Edit Schlaffer , Österreich (hier mit Redakteur Michael Kallinger) bekämpft die Radikalisierung von Kindern

2017Boyan Slat , Niederlande, will die Weltmeere reinigen

2016Laura Kövesi , Rumänien, bekämpft Korruption in ihrem Land

2015Felix Finkbeiner , Deutschland, setzt sich für Umweltschutz ein

2014Thomas Minder , Schweiz, kämpft gegen die „Abzockerei“

2013Agnieszka Romaszewska , Polen, gründete unabhängigen TV-Sender

2012Isabel Jonet , Portugal, verteilt Nahrungsmittel an Bedürftige

2011Monika Hauser , Schweiz/Italien, gründete „Medica Mondiale“

2010Iana Matei , Rumänien, hilft Sex sklavinnen in ihrer Heimat

2009Joachim Franz , Deutschland, macht auf AIDS aufmerksam

2008Maria Nowak , Polen/Frankreich, vermittelt Mikrokredite

2007Dr. Ruedi Lüthy , Schweiz, gründete eine AIDS-Ambulanz

2006Ayaan Hirsi Ali , Niederlande, setzt sich für Frauenrechte ein

2005Lleonid Roshal , Russland, hilft bedürftigen Kindern

2004Peter Eigen , Deutschland, gründete „Transparency Inter national“

2003Šimon Pánek , Tschechien, gründete „People in Need“

2002Eva Joly , Norwegen/Frankreich, kämpft gegen Korruption in Europa

2001 Linus Torvalds, Finnland, entwickelte das Betriebssystem Linux

2000Paul van Buitenen , Niederlande, enthüllte Korruption bei der EU

1999Dr. Inge Genefke , Dänemark, setzt sich für Folteropfer ein

1998Pete Goss , Großbritannien, rettete einen Segel-Konkurrenten

1997Frederic Hauge , Norwegen, schützt das Nordpolarmeer

1996Pater Imre Kozma , Ungarn, setzt sich für Obdachlose ein


FOTO: © DAVID S. BUSTAMANTE

FOTO: MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON PROACTIVAOPENARMS.ORG

MIT FREUNDLICHER GENEHMIGUNG VON OSCAR CAMPS/PROACTIVAOPENARMS.ORG

FOTO: © LOUISA GOULIAMAKI/AFP/GETTY IMAGES