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Erd-Surfer: Fotomontage: TUTORIAL: FOTOMONTAGE: Earth + Surfer = Earfer


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DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 06.02.2019

In diesem Workshop erfahren Sie, wie aus Stock-Fotos die surreale Fotomontage entstanden ist, in der ein Wellenreiter über den Globus surft: der „Earfer”.Olaf Giermann beschreibt seine Vorgehensweise.


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Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 2/2019

01 Passende Stock-Fotos zur Idee finden
Bildideen zu entwickeln ist dank zahlreicher Inspirationen durch die Medien heutzutage einfacher geworden. Das Problem ist eher, eine Idee dann auch möglichst effizient, also mit dem geringsten Aufwand, fotorealistisch umzusetzen. Mit 3D-Programmen kann man alles verwirklichen, was einem im Kopf herumschwirrt. Aber der Kosten-, Lern-und Zeitaufaufwand ist immens. ...

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01 Passende Stock-Fotos zur Idee finden
Bildideen zu entwickeln ist dank zahlreicher Inspirationen durch die Medien heutzutage einfacher geworden. Das Problem ist eher, eine Idee dann auch möglichst effizient, also mit dem geringsten Aufwand, fotorealistisch umzusetzen. Mit 3D-Programmen kann man alles verwirklichen, was einem im Kopf herumschwirrt. Aber der Kosten-, Lern-und Zeitaufaufwand ist immens. Alles selbst zu fotografieren ist nicht immer möglich. Deshalb greife ich gern auf die Vorarbeit anderer zurück: auf Stock-Fotos. Hierbei setze ich vor allem auf Adobe Stock, da die Integration in Photoshop erstklassig ist (den flexiblen Workflow habe ich in DOCMA 76 beschrieben:www.docma.info/21478 ). Doch auf dieser kostenpflichtigen Plattform findet man eher perfekt inszenierte Abbildungen/Fotos (a, b), die nicht immer das Richtige für eine Fotomontage sind. Um auf kostenlosen Plattformen nach Alternativen (c, d) zu suchen, nutze ich das „Free Stock Search”-Panel(e) , das es erlaubt, gefundene Bilder von Unsplash, Pixabay und Pexels per Mausklick zu öffnen oder als Smartobjekt in einem Bild zu platzieren. Das kostenlose Panel finden Sie hier:www.docma.info/21477

02 Entwurf: Positionieren der Elemente
Um eine spannungsreiche Anordnung der Hauptelemente zu finden, positioniere ich zunächst die beiden Fotos von Adobe Stock – also den Surfer und die Erdkugel(a) . Für die Details der Übergänge zwischen beiden Bildern suche ich schon frühzeitig nach passenden Fotos, die ich mit Ebenenmodi (hier:»Negativ multiplizieren« ) überlagern kann. Die beiden kostenlosen Stocks verzerre ich mit»Transformieren > Verformen« und bringe sie schon einmal ungefähr in Position(b) .

Ich probiere oft aus, wie die gespiegelte Version(c) eines Entwurfs wirkt (in Photoshop CC 2019 über»Ansicht > Horizontal spiegeln« ). Im Fall des Surfers wäre eine Spiegelung unproblematisch, beim indischen Subkontinent wird einem Geografiekenner die Seitenverkehrtheit vielleicht trotz der späteren Wasserüberlagerungen ins Auge fallen. Bei einer surrealen Fotomontage wie dieser wären mir persönlich solche eher unwichtigen Details aber ziemlich egal.

03 Maskieren
Sobald die Bild-Komposition festgelegt ist, lizenziere ich die Stock-Fotos über das»Eigenschaften« -Bedienfeld (im Fall von Adobe Stock). Anschließend füge ich, soweit noch nicht geschehen, den Ebenen Masken hinzu, mit deren Hilfe ich die einzelnen Elemente überblende. Die helle, detailreiche Kante der sich überschlagenden Welle hebt sich im Ausgangsfoto gut vom blauen Himmel ab, so dass sie sich leicht in»Auswählen und maskieren« durch Übermalen mit dem»Kante-verbessern-Pinselwerkzeug« optimieren lässt. Scharfe Kanten (zum Beispiel beim Surfbrett) lassen sich per»Zeichenstift« ,»Lasso« oder mit einer harten Pinselspitze maskieren.

Die meisten anderen Ebenen erfordern weiche Übergänge, die am schnellsten mit dem normalen»Pinsel« -Werkzeug eingemalt sind. Dabei nutze ich gern die Drucksensitivität meines Wacom-Stift-Tabletts, um»Deckkraft« oder»Fluss« des Pinsels zu steuern.

04 Farben angleichen
Zwar sind alle verwendeten Stockfotos in ihrer Farbigkeit im weitesten Sinn blau – Farbton und Sättigung unterscheiden sich jedoch deutlich (vergleichen Sie hierzu den markierten Ausschnitt in Schritt 3 und 4!). Solche Differenzen gleiche ich gern mit einer Einstellungsebene vom Typ»Farbton/Sättigung« aus. Hier verschiebe ich»Farbton«(a) und»Sättigung«(b) , um die Farbunterschiede der Ebenen zu mindern.

Geringe Helligkeitsunterschiede korrigiere ich über den Regler»Helligkeit«(c) . Mehr Kontrolle hat man bei der Abstimmung der Luminanz aber durch den Einsatz einer weiteren Einstellungsebene vom Typ»Gradationskurve « .

In jedem Fall erzeuge ich eine Schnittmaske, damit sich die Einstellungsebene nur auf die unter ihr liegende Ebene auswirkt(d)

05 Kontrast, Farblook, Blendenfleck
Für die finale Abstimmung der Montage fasse ich alle Ebenen zu einer neuen Ebene zusammen (»Strg/Cmd-Alt-Shift-E« ) und verwandele diese in ein Smartobjekt, auf das ich den»Camera Raw-Filter« anwende. In diesem Fall mache ich es mir einfach und verwende das DOCMA-Raw-System, um im Panel»Vorgaben« mit dem Profil „DOCMA87_Kino_1”(a) eine Blau-Orange-Tonung zuzuweisen, mit der Vorgabe „Kontrast+10”(b) sowohl den Gesamt-als auch den Lokalkontrast zu erhöhen und über „Vignette (Bild)”(c) die Ränder abzudunkeln.

Als Freund von Blendenflecken nutze ich gern die SoftwareLensFlare Studio , um Lichteffekte zu erzeugen, die hochwertiger als die Möglichkeiten von Photoshops Renderfilter»Blendenflecke « sind. Die damit generierten Flares(d) überlagere ich im Modus»Negativ multiplizieren« und passe deren Farbigkeit mit Hilfe einer Einstellungsebene vom Typ»Farbton/Sättigung«(e) nach meinen Vorstellungen an.