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Erdrückende Indizien


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Das goldene Blatt - epaper ⋅ Ausgabe 40/2022 vom 01.10.2022

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Kriminalhauptkommissar Kolb schlug den Mantelkragen hoch und starrte auf den Toten, der inmitten eines Haufens alter Reifen im strömenden Regen lag. Wenn es hier Spuren gegeben hatte, waren sie sicher schon weggewaschen. „Ausgerechnet! Warum muss es immer regnen, wenn wir eine Leiche finden!“, beschwerte er sich bei seinem Partner Karl. „War letztes Mal schon so, jetzt wieder.“

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Einige Beamte richteten ein Zelt über dem Fundort auf, während andere die Umgebung absuchten. Den Toten hatten sie bereits identifiziert. Es handelte sich um einen alten Bekannten: Richard Penck, im Rotlichtmilieu Ricky genannt.

„Feinde hat so einer bestimmt genug“, murmelte Kolb. „Aber ob die ihn auch umbringen würden? Ich weiß nicht. Der war doch kein großes Licht in der Szene.“

„Vielleicht wollte er eins werden und hat sich mit den Großen angelegt?“, überlegte Karl.

Kolb schüttelte ...

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... den Kopf. „Der war nicht ehrgeizig. Der hat sein Mädel laufen lassen und ein paar Drogen vertickt, das reichte dem.“

Ein Polizist trat neben sie und hielt ihnen einen durchsichtigen Beutel hin. „Die Sporttasche haben wir drüben im Container gefunden. Ist ’ne blutbespritzte Jacke drin.“

Kolb nickte. „Wenigstens was. Na, ab damit zur Kriminaltechnik.“

„Warten Sie mal!“, rief Karl den Beamten zurück, der sich angeschickt hatte, wieder zu gehen. Er nahm den Beutel und betrachtete die Tasche. „Die kenne ich!“ Verdutzt sah er auf und seinen Partner an. „Die gehört Uwe Sounders.“

Bitte umblättern!

Kolb runzelte die Stirn. „Du meinst tatsächlich Kriminalhauptkommissar Uwe Sounders?“

„Genau! Wir trainieren zweimal die Woche zur selben Zeit im Fitnessstudio.“ Er tippte auf einen Anhänger, der am Henkel befestigt war. Eine kleine Puppe, aus Schnüren gewickelt. „So was nennt man Sorgenpüppchen. Hat mich immer gewundert, dass einer wie der so was an seiner Tasche hängen hat.“

„Na ja, Sorgen haben wir bei der Kripo ja bekanntlich genug!“ Kolb lachte, war aber gleich wieder ernst. „Sounders ein Mörder?“

„Muss ja nix heißen, dass wir seine Tasche im Container gefunden haben“, murmelte Karl. Es klang jedoch nicht sehr überzeugt. „Was machen wir denn jetzt?“

„Tasche und Jacke kommen ins Labor. Ruf da an und mach Druck. Und vorerst kein Wort wegen Sounders. Wir warten das Ergebnis ab.“ Er sah den Polizisten scharf an. „Das gilt auch für Sie!“

Lenas Hand lag auf der Klinke, ihr Blick fiel auf die drei Namen, die neben der Tür auf einem Schild zu lesen waren: Kriminalhauptkommissar Uwe Sounders, Kriminaloberkommissarin Lena Talfelder und Kriminalkommissar Georg Moser.

Uwe und Georg arbeiteten schon ein paar Jahre zusammen, aber sie war erst vor elf Monaten von Regensburg nach Nürnberg versetzt worden. Seitdem bildeten sie und die Männer ein Team, und sie verstanden sich wirklich gut.

Georg war mit seinen 29 Jahren der Jüngste und gerade erst Vater geworden. Sie selbst war Single, und Uwe geschieden. Das hatte Georg ihr bei einem Feierabendbier erzählt. Und dass Uwe eine zehnjährige Tochter hatte, die bei der Mutter in Frankfurt lebte.

Sie drückte die Klinke, um einzutreten. Uwe war schon da. Er stand am Fenster und telefonierte. „Guten Morgen“, begrüßte sie ihn.

Er nickte ihr lächelnd zu, lauschte dem Anrufer und sagte nach einer Weile: „Gut, ich bin gleich da.“ Etwas ratlos er sah Lena an. „Das war der Chef. Ich soll kommen. Er klang irgendwie so merkwürdig. So …“ Uwe suchte nach Worten. „… so reserviert.“ Er schob sein Handy in die Tasche.

„Hm“, machte Lena. Sie beobachtete, wie er die Tür öffnete und hinter sich zuzog. Es war das Letzte, was sie von ihm sah – vorerst.

„Uwe ein Mörder? Das ist Blödsinn!“ Lena lachte bitter

Eine Viertelstunde später erschien der Chef, Kriminaloberrat Henning. Georg war inzwischen auch da und tippte am Computer.

Der Chef stellte sich vor Uwes Schreibtisch, ließ seinen Blick darüber wandern, sah dann von Georg zu Lena. „Ich muss Ihnen mitteilen, dass Sounders wegen Mordes festgenommen wurde.“

„Wie bitte?“ Lena riss den Mund auf. Sie rechnete damit, dass Henning gleich in Lachen ausbrechen und „reingelegt!“ brüllen würde. Doch nichts dergleichen geschah. Stattdessen betretenes Schweigen.

Sie war die erste, die wieder Worte fand. „Sorry, aber das ist Blödsinn! Wen soll er denn ermordet haben? Lächerlich!“ Jetzt war sie es, die lachte. Doch es klang alles andere als amüsiert.

„Ich hätte auch lieber geglaubt, dass das ausgemachter Unsinn ist, aber die Beweise sind erdrückend.“

¨

„Also, um wen geht es eigentlich?“, meldete sich jetzt Georg zu Wort. „Wen hat Uwe angeblich umgebracht und wie?“

„Der Mann heißt Richard Penck, und er hat ihn erstochen.“

„Ricky?“ Georg schüttelte den Kopf. „Der Typ ist doch harmlos. Soweit ich weiß, hat der sogar schon mal für Uwe was rausgefunden, ihm Tipps gegeben. Weshalb sollte er den ermorden?“

„Wie gesagt, die Beweise sind erdrückend. Die Leiche lag zwischen Altreifen auf einem Schrottplatz. In einem Container nahe am Tatort wurde eine Tasche mit einer blutbespritzten Jacke gefunden. Beides gehört Uwe Sounders, daran gibt es nichts zu rütteln. Auf der Tasche sind seine Fingerabdrücke und die der Leiche, am Henkel hing so ein kleines Püppchen.“

„Etwa das Sorgenpüppchen, das ihm seine Tochter geschenkt hat?“, wollte Georg wissen.

„Richtig. Und auf der Jacke, die wir ebenfalls alle kennen, sind Blutspuren des Ermordeten.“

„Sorry, Chef, glauben Sie wirklich, dass Uwe so dumm sein würde, solche Beweismittel in unmittelbarer Nähe seines Opfers zu entsorgen?“, fragte Lena.

„Dieser Container war mit einem roten Klebepunkt versehen.“ „Und das bedeutet?“ „Was sich in Containern mit einem roten Punkt befindet, kommt am Folgetag in die Presse“, erklärte ihr Georg. „Das machen die auf diesem Schrottplatz so, wissen wir von einer früheren Ermittlung.“

„Eben“, hakte Henning ein. „Und das weiß auch Sounders. Also so dumm war das gar nicht. Dass die Leiche noch vor der Pressaktion gefunden wurde, war purer Zufall. Ach ja, und die Fußspuren am Tatort wurden vom Regen weggewaschen, damit konnte Sounders rechnen. Doch direkt unter der Leiche blieb einer erhalten. Und dieser Abdruck stimmt mit Sounders Schuhen überein. Die von der Spusi waren in seiner Wohnung und haben diese Schuhe dort sichergestellt. Und sie haben nach der Tasche gesucht, sie aber nicht gefunden. Sounders hatte angegeben, dass sie in der Diele steht.“

¨

Lena schüttelte den Kopf und sah den Chef stirnrunzelnd an.

„Außerdem sind da noch die Anrufe“, fuhr der fort. „Der Tote hat Sounders kurz vor seinem Ableben zweimal angerufen, und auch in Sounders Telefonregister fanden wir Richard Pencks Nummer.“

„Ich sagte ja, Ricky hat Uwe den einen oder anderen Tipp gegeben.“

Der Chef wiegelte ab. „Seid ehrlich, würde es hier nicht um Sounders gehen, hättet ihr keine Bedenken und würdet sofort ermitteln. Tut mir leid, Leute, aber Sounders ist so tatverdächtig, wie einer nur sein kann!“ Der Chef ging zur Tür, sie klappte hinter ihm zu. Er öffnete sie aber gleich wieder und fügte an: „Ach ja, und ihr seid natürlich befangen. Keine Ermittlungen von eurer Seite, das übernehmen Kolb und sein Team.“

Für Lena war klar: Uwe war unschuldig und brauchte sie

„Niemals!“, rief Lena, als sie mit Georg allein war. „Ganz abgesehen davon, dass ein Tatmotiv fehlt – ein Ermittler mit Uwes Erfahrungen kann gar nicht so blöd sein, derart viele Spuren zu hinterlassen!“

Georg zuckte die Schultern. „Ich glaube auch nicht, dass Uwe ein Mörder ist – aber man sollte auch niemals nie sagen. Ich hab schon Pferde kotzen gesehen!“

Der Blick, mit dem Lena ihn bedachte, sprach Bände. Selbstverständlich war Uwe unschuldig. Und selbstverständlich würde sie sich nicht aus der Sache raushalten. Uwe brauchte sie jetzt!

Es war nicht leicht für Lena gewesen, unbemerkt an die Vernehmungsprotokolle zu kommen. Jetzt saß sie zu Hause am Laptop, ein Glas Wein neben sich, und arbeitete sich durch die Befragungen, die sie auf einen Stick geladen hatte. Ab und zu machte sie Notizen.

Die Schuhe, von denen es einen Abdruck gab, hatte Uwe im Schuhhaus Sutor gekauft. Es war ein Modell, das im Februar herausgekommen war. Auch die Tasche war relativ neu, die hatte Uwe nach eigenen Angaben erst vor vier Wochen gekauft, als seine Tochter zu Besuch war. Sie stammt aus einem Geschäft, das Lena kannte.

Die Jacke wiederum war uralt. Ein abgewetzter Parka. „Der hält Wind und Wetter ab“, hatte Uwe mal gesagt, „damit kannst du dich notfalls im Schlamm wälzen.“ Im Protokoll stand, dass Uwe sie seit vorgestern Abend vermisste. Man hatte sie ihm aus dem Auto geklaut, als er beim Tanken bezahlte.

Lena lehnte sich zurück und nahm einen Schluck Wein. Tatsächlich hatte er ihr am Morgen vor dem Mord davon erzählt. Stinksauer war er gewesen und heilfroh, dass er Ausweis, Geld und Handy im Jackett bei sich getragen hatte. „Sonst wär das auch noch weg!“, hatte er wütend gezischt.

Nachdenklich betrachtete sie ihre Notizen, überlegte dabei, wie sie vorgehen sollte. Wenn sie davon ausging, dass Uwe unschuldig war, bedeutete das, dass alle Beweise Fakes waren. Und sie musste den Grund dafür finden, warum jemand sich die Mühe gemacht hatte, diese Spuren zu legen. Nur so konnte sie Uwes Unschuld beweisen.

Sie hatten zurzeit keinen brandheißen Fall, schrieben Protokolle und arbeiteten liegengebliebene Sachen auf. Sie würde ein paar von ihren vielen Überstunden abfeiern, damit sie sich ganz dem Fall Sounders widmen konnte.

Bitte umblättern!

„Wozu willst du frei haben?“, fragte Henning, der Lunte roch.

„Meine Mutter ist zu Besuch gekommen, ich geh mit ihr in den Zoo“, behauptete Lena.

Die beiden maßen sich mit Blicken, aber der Chef ließ sie gehen.

Lena hatte sich überlegt, zu allen Beweisstücken Erkundigungen einzuziehen. ‚Das Ziel einkreisen‘ hatte ihr Ausbilder das genannt. Und das Ziel war Schuld oder Unschuld zu beweisen! Also arbeitete sie ihre Liste durch, ohne genau zu wissen, wonach sie suchte.

¨

Als erstes betrat sie den Laden, wo Uwe die Tasche gekauft hatte.

Die Verkäuferin erinnerte sich an ihn. „Der Mann war mit einem kleinen Mädchen hier“, erzählte sie. „Als sich ihr Vater für die Tasche entschieden hatte – beste Qualität und nicht gerade billig – da hat sie ihm so ein Püppchen hingehalten und gemeint, das müsste er an den Henkel hängen. Dann würde das Püppchen ihm alle Sorgen abnehmen. Das fand ich putzig. Und eine Frau, die gerade im Laden war, fragte die Kleine, wo sie das Püppchen gekauft hat. So eins würde sie gern ihrer Tochter schenken, die auch immer Sorgen hätte. Und diese Frau hat, als der Mann mit der Kleinen gegangen war, genau dieselbe Tasche gekauft. Und das, obwohl sie eher nachlässig gekleidet war. Normalerweise kauft so jemand nicht so hochpreisig ein.“

„Das ist allerdings interessant!“ Lena war aufmerksam geworden. „Wie sah die Frau denn aus?“

„Sie war etwa in meinem Alter, blond und auch etwa so groß wie ich. Sie war schlank und wie gesagt sehr einfach gekleidet. Jeans, Bluse, Jacke, nichts Teures.“

Lena bedankte sich und ging. An der Tür blieb sie aber noch einmal stehen. „Können Sie sich vielleicht daran erinnern, was das Mädchen der Frau geantwortet hat? Also, woher sie das Püppchen hat?“

Die Verkäuferin nickte. „Ja, im Weltladen am Lorenzer Platz.“

Lena bedankte sich. „Sie haben mir wirklich sehr geholfen!“

Der Verkäufer im Schuhladen konnte sich gut erinnern

Auf der Straße notierte Lena, was sie erfahren hatte – und starrte das Geschriebene an. Sollte die Frau tatsächlich etwas mit der Sache zu tun haben? Dann erhob sich allerdings die Frage, wozu sie genau dieselbe Tasche brauchte.

Als nächstes ging sie in den Schuhladen. Einer der Verkäufer war ihr Wohnungsnachbar. Er bediente gerade eine Kundin. Sie wartete, bis die Frau bezahlt hatte, dann sprach sie ihn an. „Hi, Ken.“ „Hi, Lena – Schuhe gefällig?“ „Ich bin beruflich hier.“ Sie öffnete auf dem Handy das Foto von Uwes Schuhen, das sie aus den Ermittlungsakten hatte. „Die hat ein Kollege hier gekauft. Größe 44. Hast du den zufällig bedient?“ Sie zeigte ihm auch noch ein Foto von Uwe, das Ken lang betrachtete.

Dann nickte er auf einmal. „Genau, der Mann war mein Kunde. Und ja, der hat diese Schuhe gekauft. Vermutlich könnte ich mich gar nicht an ihn oder die Schuhe erinnern, wenn da nicht dieser andere Typ gewesen wäre.“ „Ein Typ?“, hakte Lena nach. „Kaum war dein Kollege draußen, sprach mich der Mann an. Er möchte genau dieselben Schuhe in derselben Größe. Doch in 44 hatte ich die Schuhe nicht noch einmal da. Ich hab allerdings gleich gesehen, dass der noch größere Füße hatte. Aber er bestand auf 44, sagte, sie seien für seinen Sohn. Und ob ich sie ihm nicht bestellen könnte. Ich hab sie dann aus einer anderen Filiale geordert, und er hat sie am nächsten Tag abgeholt.“

„Ach!“ Lena schürzte die Lippen. „Kannst du mir den Mann beschreiben?“ Ken grinste, zog sein Handy aus der Tasche und zeigte ihr ein Foto. „Das ist der Mann?“, fragte Lena erstaunt.

„Nö, das ist mein Schwager. Doch die beiden könnten glatt Brüder sein. Darüber habe ich am Abend noch Witze mit meinem Schwager gemacht. So von wegen: vielleicht ist dein Vater ja mal fremdgegangen, und da draußen läuft ein Halbbruder von dir rum.

Allerdings war der Kunde etwas älter und etwas breiter.“ Ken dachte angestrengt nach. „Und er hatte kürzere Haare und die Lippen waren schmaler. Aber sonst …“ „Darf ich das Foto haben?“ Ken schüttelte den Kopf. „Ich kann dir doch nicht so einfach ein Foto von meinem Schwager geben. Am Ende landet der dann noch in eurer Verbrecherkartei!“

„Ich lass nach dem Foto ein Phantombild erstellen. Etwas kürzere Haare, etwas älterund breiter, die Lippen etwas schmaler.“

Ken seufzte. „Okay. Aber dann löschst du das Foto wieder!“

„Auf jeden Fall, versprochen.“

¨

Als nächstes ging Lena in den Weltladen. Die Verkäuferin dort konnte ihr allerdings nicht helfen. Zum einen arbeitete sie nur stundenweise im Wechsel mit drei Kolleginnen. Außerdem wurden diese Sorgenpüppchen ständig von jemandem gekauft, oft zusätzlich zu etwas anderem. Wie zum Beweis deutete sie auf ein Körbchen neben der Kasse. Da lagen an die zwei Dutzend solcher Püppchen drin.

Lena betrachtete sie. Sie hatten verschiedene Farben. Das von Uwe war rot. Sie kramte, bis sie ein Rotes fand und kaufte es.

Inzwischen war es Abend geworden. Sie ging ins Präsidium. Zum Glück waren weder der Chef noch Georg anwesend. Am Computer öffnete sie die Täterkartei, um sie mit dem Foto abzugleichen, das sie von Ken bekommen hatte.

Das Suchprogramm wurde schnell fündig. Fred Espen – der Typ sah Kens Schwager tatsächlich verdammt ähnlich! Er war 46 Jahre alt, ließ einige Mädchen für sich arbeiten und handelte mit Drogen.

Sie verschaffte sich Zugang zu seiner Akte und erfuhr folgendes: Bis vor drei Monaten war Espen in Haft, danach wohl bei seiner Freundin Reni Berger untergekommen. Er hatte ihr kurz vor der Festnahme eine Wohnung gekauft.

Dann kam’s – es war Uwe, der ihn hinter Gitter gebracht hatte! Und den entscheidenden Hinweis dazu hatte Ricky Penck gegeben.

Uwe bestätigte: „Espen? Dem würde ich das zutrauen!“

Lena nahm den letzten Schluck Wein, dann legte sie sich schlafen. Als sie nachts einmal wach wurde, ging ihr die Frage durch den Kopf, was das eigentlich für ein merkwürdiger Zufall gewesen war, dass die Leiche noch vor dem Verschrotten des Containerinhalts gefunden wurde. In den Protokollen hatte sie nichts davon gelesen.

Nach dem Frühstück fuhr sie in die Justizvollzugsanstalt und ließ sich zu Uwe bringen. Ihr Polizeiausweis öffnete ihr die Türen. Er sah mitgenommen aus, war unrasiert und hatte offensichtlich kaum geschlafen. Erstaunt sah er sie an. „Gehörst du jetzt zu Kolbs Team?“

„Nein“, antwortete sie, als der Schließer die Zelle verlassen hatte. „Der Chef hat ausdrücklich angeordnet, dass Georg und ich uns wegen Befangenheit aus den Ermittlungen raushalten sollen.“

„Trotzdem bist du da?“ Ein Lächeln huschte über Uwes Gesicht.

„Klar. Du brauchst mich doch jetzt – du bist unschuldig!“

„Daran glaubst vermutlich nur du“, antwortete er bitter.

Lena setzte sich auf die Pritsche. „Versteh ich nicht! Das alles stinkt doch zum Himmel!“ Sie erzählt Uwe von ihren Recherchen und von ihrem Verdacht, dass Fred Espen hinter der Sache steckte.

„Espen?“ Uwe schürzte die Lippen. „Dem würde ich das allerdings zutrauen. Nicht dass er besonders schlau wäre. Aber der ist von Bosheit und Rachegelüsten durchtränkt wie ein Molotow-Cocktail. Wenn dich der auf dem Kieker hat, geht er auch über Leichen! Und mich ins Gefängnis zu bringen, wäre eine wahnsinnige Genugtuung für ihn.“

„Weißt du, welchem Zufall wir es zu verdanken haben, dass man Rickys Leiche fand? Ich kann Kolb ja schlecht dazu befragen. Und in den Vernehmungsprotokollen steht darüber leider nichts.“

Uwe schüttelte den Kopf. „Ich hab ja erst durch die Vernehmung von dem Mord und den Anschuldigungen gegen mich erfahren. Alles was ich zu der Sache sagen kann, ist gleich null. Das findest du auch in den Protokollen.“

„Und wie kann es sein, dass die Tasche mit deinen Sportsachen aus deiner Wohnung verschwunden ist? Du hast angegeben, dass sie in der Diele steht, aber dort haben die Ermittler sie nicht gefunden.“ Er seufzte. „Verstehe ich nicht.“ „Dann geh ich jetzt wieder und versuche, das herauszufinden“, meinet Lena entschlossen.

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Sie wollte aufstehen, doch Uwe hielt sie fest. „Tust du mir einen Gefallen? Könntest du mir ein paar Sachen aus meiner Wohnung bringen? Rasierzeug, Wäsche, sowas. Der Hausmeister hat einen Generalschlüssel, er schließt dir sicher auf. Und ich brauche etwas Geld.“

„Die Spusi hat deine Wohnung versiegelt, aber ich besorg dir was du brauchst – auch Geld.“

„Danke. Ich gebe dir irgendwann alles zurück. Und danke, dass du mir glaubst und riskierst, meinetwegen Probleme zu bekommen.“

Sie lächelte. „Mach dir mal um mich keine Sorgen.“ Sie umarmte ihn zum Abschied. Er hielt sie fest. „Danke“, flüsterte er noch einmal.

¨

Lena fuhr ins Präsidium und setzte sich an ihren Schreibtisch. „Woran arbeitest du denn gerade?“, fragte sie Georg beiläufig.

„Wir hatten gestern eine Tote, die 250 Kilo wog. Die ist vom Sofa gefallen und quasi an sich selbst erstickt. Ihre Tochter hat sie gefunden, da war sie schon mindestens zwölf Stunden tot. Die Tochter hat zum Todeszeitpunkt ein Alibi. Eingebrochen wurde nicht. Fremdeinwirkung ist also auszuschließen. Darüber schreibe ich jetzt einen Bericht. Sonst ist nichts passiert.“

„Ersticken an Übergewicht – hört man auch nicht so oft.“ Sie fuhr ihren Computer hoch und fragte wie nebenbei: „Sag mal, wie haben Kolb und Karl eigentlich die Leiche von Ricky gefunden?“

Georg sah sie erstaunt an. „Warum willst du das jetzt wissen?“ „Interessiert mich halt.“ „Der Chef hat uns ausdrücklich gesagt – keine eigenmächtigen Ermittlungen in Sachen Uwe.“

„Wer sagt denn, dass ich da was ermittle? Man macht sich halt so seine Gedanken! Oder lässt dich das vollkommen kalt, dass Uwe in Untersuchungshaft sitzt, Georg?“

„Du solltest dich da raushalten, Lena“, mahnte der Kollege

„Nö, lässt mich nicht kalt. Aber Kolbs Team macht das schon.“

„Also!“, ließ Lena nicht locker. „Wie kam es zum Leichenfund?“

Georg seufzte. „Ein anonymer Anruf in der Zentrale.“ Damit beugte er sich wieder über seine Arbeit, sagte aber leise: „Du solltest dich da raushalten, Lena.“

Für den Nachmittag war eine Teambesprechung anberaumt. Außer dem Chef und Georg waren auch Kolb, Karl und einige andere Kollegen anwesend. Kaum hatte

Lena sich zu ihnen gesetzt, blaffte Henning sie auch schon an: „Was hatten Sie bei Sounders zu suchen? Ich hatte doch gesagt, halten Sie sich von dem Fall fern!“

„Ich habe ihn besucht, ich wollte ihm Zuspruch geben. Er ist mein Kollege, und in Haft zu sitzen ist nicht gerade ein Wellnessurlaub. Ich glaube an seine Unschuld!“

„So, dann wird es Sie vielleicht interessieren, dass wir sogar Zeugen gefunden haben, die Sounders am Tatabend gegen 21 Uhr am Schrottplatz gesehen haben“, schnauzte Kolb sie an. Lena staunte. „Was für Zeugen?“ „Ein Ehepaar Schindler. Die haben am Schrottplatz einen Schnellimbiss auf Rädern – Food-Truck nennt man das wohl auf Neudeutsch. Dort ging er vorbei.“

„Und denen haben Sie ein Foto von Sounders gezeigt?“

„Sie haben die Sporttasche mit dem Anhänger erkannt, ihn auch genau beschrieben. Größe, Haarfarbe, schlank. Sein Gesicht konnten sie allerdings nicht sehen, weil er demonstrativ wegschaute.“

Jetzt war Lena klar, wozu diese Frau die Tasche gekauft hatte. Sie biss die Zähne zusammen. „Wieder nur Indizien!“, fauchte sie.

„Aber eindeutige“, entgegnete Henning. Lena überlegte, ob sie von ihren Recherchen erzählen sollte, entschied sich aber dagegen, brauchte erst stichhaltige Beweise.

„Zum letzten Mal, Frau Talfelder: Halten Sie sich aus dem Fall Sounders heraus! Der Kollege Kolb mit seinem Team ermittelt. Und sonst niemand.“ Der Chef sah Lena aus zusammengekniffenen Augen an. „Außerdem gibt es Arbeit genug für Sie“, wechselte er das Thema. „Ein Mann hat seinen 80-jährigen Vater tot im Sessel gefunden. Sie schauen sich das mal an, Frau Talfelder. Nehmen Sie den Kollegen Mandau mit.“

Nach Dienstschluss fuhr Lena zum Food-Truck der Schindlers. Sie bestellte sich Currywurst mit Pommes und stellte sich damit so hin, dass sie das Gelände im Blick hatte. Einige Leute fuhren oder gingen vorbei. Die meisten von ihnen bogen nach links ab zur Siedlung. Ein Mann fuhr mit einem Pickup zum Schrottplatz, ein anderer kam heraus. Der Eingang zum Schrottplatz war von hier aus nicht zu sehen, der lag hinter einem Container, der als Büro diente.

¨

Als Lena ihre Currywurst gegessen hatte, zog ihren Ausweis hervor und hielt ihn der Frau im Truck hin. Ihr Mann kam hinzu. „Es waren schon Kollegen hier, aber ich hätte noch eine Frage.“

„Wenn’s sein muss.“ Die Frau nahm einen Lappen und wienerte die gläserne Trennscheibe.

„War der Mann mit der Sporttasche der Einzige, der um diese Zeit zum Schrottplatz ging?“

„Na ja, ‘nen anderen hab ich eben nicht gesehen“, nuschelte die Frau und ihr Mann nickte dazu.

„Und vorher? Haben Sie vorher jemanden gesehen?“

„Ja, klar. Fahren je ständig Leute da rein und wieder raus.“ „Wann schließt der Platz?“ „Meist um 20 Uhr, aber wenn gerade noch Kundschaft da ist, wird es auch schon mal später.“

„Und wie war das an dem Tag, als Sie den Mann mit der Sporttasche gesehen haben?“, fragte Lena.

„Das war am Dienstag“, erklärte die Frau. „Bin mir sicher, weil der Hans da war. Der kommt nur am Dienstag um halb neun. Er isst eine Bratwurst, trinkt ein Bier und quatscht uns die Hucke voll. So gegen neun geht er dann wieder.“

„Wir haben uns noch gewundert“, sagte ihr Mann, „dass der mit der Sporttasche nicht zur Siedlung abgebogen ist. Der Schrottplatz war ja schon geschlossen. Aber er muss dahin gegangen sein, dahinter ist Schluss. Nur noch Wiese.“

Lenas beharrliche Fragen fördern den Hinweis zutage

„Sonst ist Ihnen nichts aufgefallen? Jeden Hinweis ist nützlich.“

Die Frau schüttelte den Kopf. „Ich pass aber auch nicht ständig auf, hab hier ja genug zu tun.“

„Allerdings …“ Der Mann sah Lena nachdenklich an. „Jetzt, wo Sie so fragen: Kurz bevor der Schrottplatz schließt, ist noch ein alter Campingbus reingefahren. Und den hab ich nicht mehr rauskommen gesehen. Also, auch den Fahrer nicht. Aber wie meine Frau schon sagte: Wir passen nicht ständig auf, wer dort ein- und ausgeht.“

Ein Blick auf die Uhr verriet Lena, dass der Schrottplatz noch geöffnet war. Sie bedankte sich bei den Schindlers und ging die paar Schritte zu Fuß. Das Büro war nicht besetzt. Sie suchte nach dem Eigner und fand ihn bei der Presse. Dort stand auch ein alter Camper, vermutlich der, den die Schindlers am Tatabend gesehen hatten. Lena hielt dem Mann ihren Ausweis hin. „Es geht um den Toten, der hier im Container gefunden wurde.“

Missmutig sah er sie an. „Hab Ihren Kollegen schon alles gesagt.“

„Im Zusammenhang mit dem Mord interessieren wir uns für einen Campingbus. Er wurde am Mordabend hier abgegeben.“ Sie deutete mit einer Kopfbewegung in Richtung des alten Campers. „Ist er das?“ Der Mann nickte. „Dann muss ich Sie bitten, ihn vorerst nicht zu verschrotten und mir die Papiere auszuhändigen.“

Murrend ging er voraus ins Büro. Er suchte die Fahrzeugpapiere herraus und die Kopie des Führerscheins, den ihm der Kunde als Ausweis vorgelegt hatte. Dazu eine Vollmacht. Der Führerschein war von einem Mann, der Wagen gehörte aber einer Frau.

„Der Typ hat angegeben, das sei das Auto seiner alten Tante. Er hatte ja die Vollmacht dabei, also war die Sache für mich geritzt.“

„Haben Sie auch in den Wagen geschaut?“, fragte Lena.

„Hab nur einen kurzen Blick reingeworfen, bin dann mit dem Typ ins Büro. Er ging, ich hab im Büro noch alles dicht gemacht und ging dann ebenfalls.“

„Könnte der Mann zurück zum Platz sein, ohne dass Sie es be-merkt haben?“, hakte Lena nach. Der Mann zuckte die Schultern.

Bitte umblättern!

„Wäre möglich, aber wozu denn?“

„Um einen Mord zu begehen!“ Lena öffnete die Seitentür des Busses. Selbstausbau. An der Rückseite war ein Holzkasten, der als Bank und Ausziehbett diente. Wenn man den Deckel anhob, war darin genug Platz, um einen Menschen unterzubringen.

Lena fotografierte alles und wies den Mann nochmal an, den Wagen keineswegs zu verschrotten und auch nichts mehr anzufassen.

Sie fuhr zu Uwes Hausmeister, denn vermutlich steckte er hinter dem Verschwinden der Sporttasche – ein ziemlich heruntergekommener Typ, der nach Alkohol stank.

Er gab zu, dass er die Tasche mit einer Frau aus der Wohnung geholt hatte. „Das war seine Ex“, lallte er. „Die Tasche, hat sie gesagt, gehört seiner Tochter und die braucht sie jetzt gleich. Sie hat mir eine Whats-App von Sounders gezeigt. Da hat er ihr geschrieben, dass sie mich fragen soll, damit ich ihr seine Wohnung aufsperre. Hat mir einen Fuffi gegeben und auch nur die Tasche mitgenommen. Da hab ich schon drauf aufgepasst!“

„Na, prima!“, schnauzte Lena ihn an und verklickerte ihm schon mal, dass er sich auf eine Anzeige gefasst machen konnte.

Um die Besitzerin des Campers aufzusuchen, war es zu spät. Lena fuhr gleich am nächsten Morgen hin und zeigte ihr die Vollmacht. „Haben Sie die ausgestellt?“

„Nein.“ Verblüfft starrte sie auf das Papier, sah dann Lena an. „Das ist nicht meine Unterschrift. Und überhaupt … den Bus hat der Mann zum Ausschlachten gekauft – hat er behauptet. Das war vor vier Tagen. Er hat mir 200 Euro gegeben, hatte so ein rotes Nummernschild dabei und hat ihn gleich mitgenommen. Mehr kann ich Ihnen nicht sagen. Ich hab mir auch keinen Pass oder sowas vorlegen lassen, wozu auch? Er hieß Lauer, so hat er sich mir wenigstens vorgestellt.“

Lena zeigte ihr ein Foto von Espen. „Ist das der Käufer?“ Die Frau nickte und Lena bedankte sich.

Nun brauchte sie nur noch eins und eins zusammenzuzählen und hatte die Antwort auf alle Fragen.

„Schenk ich Ihnen!“ Lena gab dem Chef das Sorgenpüppchen

Als sie beim Chef vorsprach, war er zuerst sauer, weil sie seine Anordnung nicht befolgt hatte. Aber dann hörte er sich doch an, was sie ihm zu sagen hatte.

„Den Mord hat Fred Espen begangen. Damit wollte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen – den Verräter mit dem Tod bestrafen und Uwe die Sache in die Schuhe schieben. Wir wissen alle, was mit

einem Polizisten geschieht, der im Vollzug landet. Espen hat sich von seiner Freundin helfen lassen. Sie haben die Tasche und die Schuhe gekauft und Uwe die Jacke geklaut. Espen hat Ricky Penck vermutlich betäubt, im Camper, den er dafür erstand, auf den Schrottplatz gefahren, ihn dort später ermordet und all die Spuren gelegt.“ „Das können Sie beweisen?“ „Laden Sie die Zeugen vor, die ich fand, und lassen Sie den Bus von der Spurensicherung untersuchen, und Sie haben Ihre Beweise!“ Lena legte ihm das Sorgenpüppchen auf den Tisch. „Das schenk ich Ihnen“, sagte sie und grinste. „Ich habe es im Weltladen gekauft. Und Sorgen haben wir von der Kripo ja bekanntlich genug.“

Die Aussagen des Hausmeisters, von Ken und der Verkäuferin, die DNA des Toten und Espens Fingerspuren im Camper, das waren genug Beweise, um Uwe zu entlasten. Noch am selben Abend wurde er aus der Haft entlassen.

Lena holte ihn ab. Als er sie sah, schloss er sie in die Arme. „Du hast an mich geglaubt. Ohne dich wäre ich vielleicht als Mörder verurteilt worden. Ich weiß gar nicht, wie ich dir das alles danken kann.“

„Na, eine Einladung zum Abendessen ist ja wohl das Mindeste, meinst du nicht?“ Sie lachte und sah ihn von schräg unten keck an. Und gegen einen Kuss hätte ich auch nichts – doch das dachte sie nur. Die Zeit würde es bringen.

ENDE

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LIEBES-ROMAN