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Erfolg um jeden Preis?


blickpunkt musical - epaper ⋅ Ausgabe 2/2018 vom 29.03.2018

Uraufführung von »Matterhorn« am Theater St. Gallen


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›Warum sind sie blind?‹ – Orka (Sabrina Weckerlin)


Foto: Andreas J. Etter

Am 17. Februar 2018 erlebte das neue Musical »Matterhorn « des bekannten Musicalautors und Liedtexters Michael Kunze seine Uraufführung am Theater St. Gallen. Bereits 2016 wurde »Don Camillo & Peppone « (vgl. blimu 03/2016) von ihm in St. Gallen uraufgeführt. Für die Kompositionen des neuen Musicals schlug Michael Kunze den international erfolgreichen Singer-Songwriter Albert Hammond (›It Never Rains in Southern California‹, ›One Moment in Time‹, ›The Air That I Breathe‹) vor. ...

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Am 17. Februar 2018 erlebte das neue Musical »Matterhorn « des bekannten Musicalautors und Liedtexters Michael Kunze seine Uraufführung am Theater St. Gallen. Bereits 2016 wurde »Don Camillo & Peppone « (vgl. blimu 03/2016) von ihm in St. Gallen uraufgeführt. Für die Kompositionen des neuen Musicals schlug Michael Kunze den international erfolgreichen Singer-Songwriter Albert Hammond (›It Never Rains in Southern California‹, ›One Moment in Time‹, ›The Air That I Breathe‹) vor. Albert Hammond nahm die Herausforderung, erstmalig Musik für ein Musical zu erarbeiten, an. Seine Kompositionen für »Matterhorn« sind eine Mischung von Rock- und Popmusik, Hip-Hop, Volksmusik und Klassik, die Koen Schoots arrangierte und orchestrierte. Dabei begeistert insbesondere der Countertenor Luigi Schifano mit zwei ergreifenden Barock-Arien das Publikum. Die vielfältigen, starken Melodien von Albert Hammond werden großartig von den acht Musikern (Keyboard, Drums, Percussion und Pauken, Gitarren, E-Bass und Kontrabass, Violoncello, Alphorn) unter der musikalischen Leitung von Bernd Steixner präsentiert. Regie führt der Oscar-prämierte, indische Filmregisseur und Geschichtenerzähler Shekhar Kapur. Er ist einer von Indiens führenden Aktivisten für Umweltschutz und nachhaltige Wassernutzung. Für ihn ist die »Matterhorn«-Story eine Metapher für das Verhältnis der Menschen zur Natur.

Im Mittelpunkt des Musicaldramas steht der englische Zeichner und Graveur Edward Whymper, der am 14. Juli 1865 als erster Mensch auf dem Gipfel des Matterhorns (4478 Meter) stand. Michael Kunze nutzt die Erlebnisse des jungen Whymper in der Schweiz, um ähnlich wie mit der Figur des Alfred aus »Tanz der Vampire« eine Geschichte vom Erwachsenwerden zu erzählen. Zudem verwirklicht Kunze im Musical die Idee, dass ein Bergsteiger in den Berg verliebt ist. Diese erotische Bindung versinnbildlicht er in der Beziehung zwischen Whymper und Orka, die der Berggeist des Matterhorns ist und zugleich als Symbol für die Natur, das Schicksal steht.

Franz Blumauers detailreiche Kostüme der Bergsteiger, der Bewohner Zermatts sowie der ausländischen Touristen spiegeln die Mode um 1865 wider. Dabei orientierte er sich an historischen Originalfotografien. Zugleich dienten die Schwarz-Weiß Zeichnungen, die Edward Whymper von Zermatt anfertigte, als Grundlage der Bild- und Videoprojektionen von fettFilm. Im Hintergrund der schrägen Bühne ist die eindrückliche Bergwelt von Zermatt mit dem Matterhorn zu sehen, die je nach Szene von Videoprojektionen mit dahinziehenden Wolken umrahmt wird oder stimmungsvoll beleuchtet ist. Whympers Zimmer und der Speisesaal in Seilers Hotel in Zermatt werden mit wenigen Requisiten angedeutet. Das durchkomponierte, balladenreiche Musical enthält wenige Tanzszenen (Choreographie: Jonathan Huor). Neben folkloristischen Elementen in Momenten, in denen die Zermatter oder das Hotelpersonal tanzen, sticht am Anfang des Musicals eine Szene mit indischen Tanzelementen heraus, die an den Erfahrungshorizont des Mumbai-Regisseurs Shekhar Kapur erinnern.

Michael Kunze vermischt in den Texten historische Fakten sowie Personen mit fiktiven Figuren und Begebenheiten. Da zu jedem Musical eine Liebesgeschichte gehört, erfindet er Olivia Buckingham und ihren Vater, den Seilfabrikanten John Buckingham. Dagegen gehörte Olivias Verlobter, Robert Hadow, tatsächlich zur Seilschaft von Edward Whymper. Ebenso sind die Mitglieder des »Alpine Club«, die Mitglieder der rivalisierenden Bergsteigergruppen und die Hoteliersfamilie Seiler historisch verbürgt, deren Nachkommen das vor über hundert Jahren gebaute Hotel in Zermatt weiterführen.

Im Prolog des Musicals stellt sich der Engländer Edward Whymper (Oedo Kuipers) als arbeitsloser Graveur vor, der von seinem Ziel besessen ist, das Matterhorn als Erster zu besteigen, um von den adligen Mitgliedern des englischen »Alpine Club« anerkannt zu werden. Die Zermatter haben kein Verständnis für die Bergmanie der Touristen, da sich nach ihrer Meinung die Bergsteiger mit dem Berggeist Orka anlegen. Orka, eine blonde Frau (Sabrina Weckerlin) in indischen Gewändern, warnt alle: »Berührt nicht, was schön ist«.

Im Juli 1865 präsentiert der englische Seilfabrikant John Buckingham (Dean Welterlen) ein reißfestes Spezialseil, welches er extra für den »Alpine Club« entwickelt hat (›Mein Seil‹). Der ehrliche Whymper verkündet im Club, dass er das Matterhorn besteigen will. Mit dieser Idee erntet er den Spott der Alpinisten. Aber so schnell lässt sich der gekränkte Mann nicht von seinem Ziel abbringen. Er versucht, den jungen, selbstbewussten Bergführer Antoine Carrel (Benjamin Oeser) in Breuil/Italien für sein Vorhaben zu gewinnen. Dabei wird er Zeuge, wie Carrel den buckligen Luc Meynet (Luigi Schifano) beleidigt. Beherzt beschützt Whymper den Buckligen, der Angst hat, dass Whymper bei der Besteigung des Matterhorns etwas zustoßen könnte. Trotzdem beschließen Whymper und Carrel, gemeinsam die Erstbesteigung zu wagen.

Robert Hadow (Marco Toth), John (Dean Welterlen) und Olivia Buckingham (Lisa Antoni) treffen sich in Seilers Hotel, um die Hochzeit von Olivia und Hadow zu planen. Aber Olivia protestiert gegen die von den Vätern der Brautleute arrangierte Ehe, da sie erkennt, dass ihr Verlobter sie ebenfalls nicht liebt (›Ich fühle keine Liebe‹).

Während Whymper zeichnend auf einer Bank im Dorf sitzt, vergnügen sich zur Volksmusik die heimatverbundenen Dorfbewohner (›Zermatt bleib ich treu‹). Dabei warnt der strenge Dorfpfarrer (Jon Geoffrey Goldsworthy) die Gemeinde, dass alle in Gefahr seien, da die englischen Bergsteiger Gott erzürnen, weil sie den Frieden der Berge stören. Dem widerspricht Alexander Seiler (Ramin Dustdar), sieht er doch in der Erstbesteigung eine Chance, um das Matterhorn, Zermatt und damit sein Hotel weltweit zu vermarkten. Zufällig trifft Olivia bei einem Spaziergang auf den zeichnenden Whymper. Beide empfinden Sympathie füreinander, sehr zum Missfallen von Olivias Vater, der Whymper jeglichen Kontakt mit seiner Tochter verbietet. Doch Whymper hat weniger Interesse an Olivia, da er zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist. Eindringlich lässt Oedo Kuipers das Publikum am inneren Konflikt Whympers teilhaben, endlich mit großer Kraftanstrengung den Berg zu besiegen. Gehört doch all seine Liebe dem Berg und damit der mystischen Orka (Sabrina Weckerlin), die seine Liebe ablehnt.

Whymper verabredet sich eilig mit Carrel in Breuil, um mit ihm die Erstbesteigung von der italienischen Seite aus zu starten. Später sucht der Gesandte des italienischen »Club Alpino«, Felice Giordano (Reinwald Kranner), Carrel auf und überzeugt ihn, die italienischen Bergsteiger als Erstes aufs Matterhorn zu führen (›Für Italiens Ehre‹). Der geschäftstüchtige Carrel lässt sich den Verrat an Whymper sehr gut bezahlen.

Vor der Erdkugel unter dem Sternenhimmel stehend, hinterfragt Orka in dem Song ›Warum sind sie blind?‹ in aller Deutlichkeit die Kollision von Naturschutz und dem ständigen Vorwärtsstreben der Menschen. Deren Auswirkungen auf die Natur sind nicht nur in den Alpen (massiver Gletscherschwund, verheerender Bergsturz in Bondo im Kanton Graubünden/ Schweiz am 23. August 2017), sondern weltweit zu beobachten.

1. Orka (Sabrina Weckerlin) warnt Luc Meynet (Luigi Schifano) vor den tragischen Folgen der Besteigung des Matterhorns


2. Der Erstbesteigertrupp unter Führung von Edward Whymper (Oedo Kuipers) auf dem Weg zum Gipfel


3. ›Matterhorn‹ – Edward Whymper (Oedo Kuipers, l.) und Ensemble


4. ›Für Italiens Ehre‹ – (v.l.): Felice Giordano (Reinwald Kranner), Marcella Favre (Juliane Bischoff), Antoine Carrel (Benjamin Oeser)


Fotos (4): Andreas J. Etter

1. ›Mein Seil‹ – (v.l.): Lord Francis Douglas (Timo Verse), Charles Hudson (Samuel Tobias Klauser), John Buckingham (Dean Welterlen), Robert Hadow (Marco Toth), John Tyndall (André Bauer)


2. Vergebens versuchen Edward Whymper (Oedo Kuipers, l.), Peter Taugwalder sen. (Martin Kiuntke, Mitte), Peter Taugwalder jr. (Nicolo Soller, r.), die Abgestürzten in der Tiefe zu finden


3. Freudig erwarten Catharina Seiler (Patricia Hodell, vorne Mitte) und die Zermatter (Ensemble) die erfolgreichen Erstbesteiger des Matterhorns


Fotos (3):Andreas J. Etter

Vergebens wartet Whymper im Wirtshaus in Breuil auf Carrel, bis ihm Luc die Botschaft überbringt, dass Carrel mit den italienischen Bergsteigern auf dem Weg zum Matterhorn ist. Zum Glück begegnet hier der enttäuschte Whymper Lord Francis Douglas (Timo Verse), mit seinen Zermatter Bergführern Peter Taugwalder sen. und jr. (Martin Kiuntke und Nicolo Soller), Father Charles Hudson (Samuel Tobias Klauser), Robert Hadow sowie dem französischen Bergführer Michel Croz (Michael Souschek). Sie wollen ebenfalls die Erstbesteigung des Matterhorns von Italien aus wagen. Doch Whymper sieht die einzige Möglichkeit, Carrel zu überholen, in dem Versuch, das Matterhorn von der Schweizer Seite zu erklimmen. Die Engländer beschließen, diese Tour gemeinsam zu wagen. Um dafür Vorbereitungen zu treffen, kehren sie eilig nach Zermatt zurück. Hier sieht Olivia im Traum das bevorstehende Unglück am Matterhorn voraus. In einem berührenden Duett erzählt sie Whymper von ihrem Alptraum, gesteht ihm ihre Wertschätzung und Liebe. Trotzdem entscheidet sich Whymper für das Matterhorn in der Hoffnung, mit der erfolgreichen Erstbesteigung die erwünschte Achtung im »Alpine Club« zu erhalten. Im atmosphärischen Finale des ersten Aktes entschwinden die Bergsteiger im dunklen Bühnenhintergrund.

Im zweiten Akt dienen Edward Whympers Bergillustrationen als Bildprojektionen für die spektakuläre Kulisse der dramatischen Erstbesteigung des Matterhorns (Bühnenbild: Peter J. Davison). Dabei ist im vorderen Teil der Bühne die italienische Crew zu erleben, die in einer Kletterpause fröhlich den bevorstehenden Sieg feiert. Im Hintergrund planen die englischen Bergsteiger zu rockiger Musik den zweiten Teil des Aufstiegs vom Basislager aus.

Plötzlich läuten Kirchenglocken. In einer Basilika bangt Olivia um die Männer im Gebirge. Inbrünstig betet sie die Madonna an, die sich in der mystischen Szene in Orka verwandelt. Orka will den Männern ihren Berg nicht preisgeben. In dem eindrücklichen, glaubwürdigen Duett von Sabrina Weckerlin und Lisa Antoni bittet Olivia Orka um Gnade für Edward Whymper, den sie liebt. Doch die Musik kündigt das bevorstehende Unglück an. Hadow verlassen die Kräfte beim Aufstieg, trotzdem erreicht Whymper als Erster den jungfräulichen Gipfel. Atemlos stehen die Männer oben, knüpfen ein Hemd an einen Stock, um den 200 Meter entfernten, italienischen Bergsteigern ihren Sieg zu signalisieren. Daraufhin kehrt Carrel wütend ins Tal zurück. Croz, Hadow, Hudson und Lord Douglas beginnen mit dem Abstieg. Währenddessen bleibt Whymper zum Skizzieren zurück, genießt allein auf dem Gipfel seinen Triumph (›Weit oben‹). Später folgt er den Kameraden. An einer gefährlichen Stelle rutscht Hadow aus und reißt die Bergkameraden in die Tiefe. Die Todesangst in den Gesichtern der Abstürzenden sowie die Schnelligkeit des Absturzes werden in einer Videoprojektion perfekt visualisiert. Nur die beiden Taugwalders und Whymper überleben durch einen Seilriss das Unglück. Derweil erwarten die ahnungslosen Zermatter im Hotel Seiler die erfolgreichen Bergsteiger, begrüßen freudig den allein zurückkehrenden, fassungslosen Edward Whymper, der die Leute über die Tragödie informiert. Rasch organisiert Herr Seiler die Suche nach den Vermissten. Außerdem weist der Seilfabrikant Buckingham energisch jegliche Schuld an dem Unglück von sich. Luc überbringt die Nachricht vom Absturz Carrels in Breuil, welcher sofort schadenfroh behauptet, Whymper hätte das Seil zerschnitten, um sich zu retten.

›Unheilbar verliebt – Reprise‹: Bitter klagt Whymper Orka an, sie hätte ihm die Ehre genommen. Doch sie weist seine Anklage zurück. Whymper vergeht vor Selbstmitleid, da wegen seinem Ehrgeiz vier Menschen sterben mussten. Aber Olivia versucht, ihn aufzurütteln: »Ein wahrer Held beweist sich, wenn er unten liegt.«

Die Vermissten werden nicht gefunden. Deswegen bittet Whymper erneut die Zermatter um Hilfe. Völlig unbegreiflich für Whymper, verbietet der Pfarrer den hilfsbereiten Männern, sich an der Suche zu beteiligen, da sie an der Sonntagsmesse teilnehmen müssten. Später wird eine Gerichtsverhandlung einberufen, bei der Seilfabrikant Buckingham Whymper des Mordes am Bräutigam seiner Tochter, Hadow, anklagt. Dabei behauptet er, Whymper hätte das Seil durchgeschnitten sowie das Seil bei der Suche nach den Vermissten vernichtet. Whymper nimmt die Schuld am Unglück auf sich, weil er die Truppe durch sein Zurückbleiben auf dem Matterhorn trennte und so beim Abstieg nicht alle mit einem Seil verbunden waren. Mit dieser Aussage schützt er die Taugwalders. Oedo Kuipers gelingt es ausgezeichnet, das Erwachsenwerden von Edward Whymper im Moment der Niederlage zu veranschaulichen. Ebenso bemerkenswert zeigt Lisa Antoni eine junge Frau, die, entgegen dem damaligen Zeitgeist, ihr Leben selbst gestaltet. Deshalb bekennt sich Olivia mutig zu Whymper.

›Zermatt bleib ich treu‹ – Ensemble


Foto: Andreas J. Etter

Unverhofft betritt Luc den Gerichtssaal. Er suchte allein auf dem Gletscher nach dem Seil, welches Whympers Unschuld beweist, da Hadow mit seinem Fehltritt beim Abstieg die Katastrophe auslöste. Olivia sieht ein, dass Whymper ihre Liebe nicht erwidert, so geht jeder seiner Wege. Dagegen befreit Orka den buckligen Luc von seinen Leiden und prophezeit Whymper einen langen Weg der Heilung. Im Epilog würdigen die Zermatter Whymper, der den Ort mit seiner Erstbesteigung des Matterhorns international bekannt machte.

Die melodramatische, philosophische Inszenierung von Shekhar Kapur sowie die hervorragenden Leistungen des internationalen Kreativteams, der Band und Cast faszinieren von der ersten bis zur letzten Szene das Publikum, welches die Uraufführung von »Matterhorn« zu Recht jubelnd feiert.

1. Olivia Buckingham (Lisa Antoni) möchte, dass Edward Whymper (Oedo Kuipers) ein Bild von ihr zeichnet


2. Die Zermatter (Ensemble) beim Kirchgang


3. Edward Whymper (Oedo Kuipers) lernt Olivia Buckingham (Lisa Antoni)


kennen Fotos (3):Andreas J. Etter