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Ergänzung der Grundsätze guter Stiftungspraxis – Stand der Dinge


Stiftungswelt - epaper ⋅ Ausgabe 2/2019 vom 21.05.2019

Am 29. März 2019 haben die Gremien des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen den Ergänzungen der Grundsätze zugestimmt – und zwar einstimmig. Dem vorausgegangen war ein offener und intensiver Dialog mit den Mitgliedsstiftungen. Auf der Mitgliederversammlung beim Deutschen StiftungsTag wird nun abgestimmt


Der frisch gewählte Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Joachim Rogall war es, der auf der Mitgliederversammlung 2018 in Nürnberg offiziell den Anstoß für eine neue Diskussion über die „Grundsätze guter Stiftungspraxis“ lieferte. Im Februar 2019 ...

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... folgte eine E-Mail von ihm, in der die Entwürfe für eine Erweiterung der Grundsätze vorgestellt und alle Mitgliedsstiftungen eingeladen wurden, sich bei der Entwicklung der neuen Grundsätze einzubringen und die Diskussion aktiv mitzugestalten. Die Resonanz auf den Aufruf war außerordentlich hoch: Über 500 Mitglieder haben diese Möglichkeit genutzt, indem sie den Grundsätzen entweder direkt zugestimmt oder sie auf der Seite des Bundesverbandes kommentiert haben.

Auf dieser Basis haben Vorstand und Beirat die erweiterten Grundsätze in den Gremiensitzungen erneut intensiv diskutiert und sowohl inhaltlich als auch redaktionell überarbeitet. Neben diesen Anpassungen wurden auf den beiden Gremiensitzungen gegenüber dem Entwurf vom 18. Februar 2019 einige Änderungen und sogar Ergänzungen vorgenommen. (Die neuen Vorschläge finden Sie unterwww.stiftungen.org/ggs )

Die erweiterten Grundsätze wurden unter der Überschrift „Stiftungen in der Gesellschaft“ an den Anfang und nicht, wie im Ursprungsentwurf, ans Ende gestellt. Dadurch ergibt sich eine neue Zählung. Zugleich wird der Stellenwert der neuen Grundsätze unterstrichen.

Sowohl bei der Befragung der Mitglieder als auch in den Gremiensitzungen wurde intensiv über die vorgeschlagenen Grundsätze 15, 18 und 19 debattiert: Im Vorschlag für den Grundsatz 15 (alt, neu 1) wurden Anführungszeichen eingefügt, um so sichtbar zu machen, dass es sich hier um ein direktes Zitat aus dem Grundgesetz Art. 1 handelt. Der Grundsatz 19 (alt, neu 5) zum Thema Digitalisierung wurde dahingehend geändert, dass der Fokus auf den technologischen Wandel erweitert wurde. Neu hinzugekommen ist – ebenfalls als Ergebnis der Diskussion unter den Mitgliedern und den Gremien – der Grundsatz 6, der Stiftungen auffordert, nachhaltig und in Verantwortung für künftige Generationen zu handeln.

Die Grundsätze 8 (neu, alt 2), 18 (neu, 12 alt) wurden ergänzt: Grundsatz 8 empfiehlt Stiftungen, die Ziele hinsichtlich Ertragskraft, Wertbeständigkeit sowie Nachhaltigkeit und möglicher Beiträge zur Verwirklichung des Stiftungszwecks zu reflektieren sowie entsprechende Richtlinien für die Anlage des Stiftungsvermögens schriftlich niederzulegen. Grundsatz 18 wurde um den Hinweis ergänzt, dass Stiftungen verantwortlich mit Daten umgehen und darüber hinaus prüfen, welche Daten frei verfügbar gemacht werden können.

So geht es weiter

Die erweiterten Grundsätze guter Stiftungspraxis werden auf der Mitgliederversammlung am 6. Juni 2019 beim Deutschen StiftungsTag, der in diesem Jahr unter dem Motto „Unsere Demokratie“ steht, zur Abstimmung gestellt. Europas größter Stiftungskongress bietet damit den perfekten Rahmen, die Grundsätze zu ergänzen und eigene Regeln für das Stiftungswesen zu definieren. Zukünftig werden die Grundsätze kontinuierlich überarbeitet und erweitert. Deshalb unsere Bitte: Kommen Sie zahlreich zum Deutschen StiftungsTag 2019 und lassen Sie uns die erweiterten Grundsätze guter Stiftungspraxis auf eine breite Basis stellen!

Mehr Zahlen und Fakten hierzu finden Sie unterwww.stiftungen.org/ggs