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ERICH LECHNER: Neue Attraktion im Eisenbahnmuseum Strasshof


Gartenbahnen - epaper ⋅ Ausgabe 1/2020 vom 21.02.2020
Artikelbild für den Artikel "ERICH LECHNER: Neue Attraktion im Eisenbahnmuseum Strasshof" aus der Ausgabe 1/2020 von Gartenbahnen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Gartenbahnen, Ausgabe 1/2020

Römische Ruinen


Die Drehscheibe und Zufahrt sind betoniert.


Die Drehscheibe wird eingehoben.


Nach 20 Jahren Bauzeit, war es am 27. und 28. April 2019 endlich soweit: Der Rundlokschuppen der Gartenbahn im Eisenbahnmuseum Strasshof wurde eröffnet.

Die 1939 begonnene Planung für eine neue Zugförderung der Reichsbahn in Strasshof sah mehrere Hallen für insgesamt etwa 100 Lokomotiven vor. Dazu sollten zwei Drehscheiben gebaut werden. Nach 1945 wurde von der ÖBB nur eine 10-gleisige Halle fertig gestellt und auch nur eine Drehscheibe eingebaut. Bis 1976 wurde das Gelände als Zugförderung für Dampflokomotiven ...

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... durch die ÖBB genutzt. Seit 1984 wird das Gelände als Eisenbahnmuseum vom ersten österreichischen Straßenbahn- und Eisenbahnklub geführt und auch eine Gartenbahn betrieben. Seit 1999 wird die Gartenbahnanlage in den Spurweiten 5 und 7¼ stetig erweitert. Das Fundament der zweiten 24 m Drehscheibe, welches direkt am Hauptbahnhof der Gartenbahn liegt und nur noch zu erahnen war, sollte der Unterbau eines Lokschuppens mit Werkstätte für die Gartenbahn werden. Wir begannen also damit den Baumbestand, der aus mehreren großen Silberpappeln bestand, zu roden und die betonierte Grube auszubaggern. Der Aushub bildet seither den Berg über unserem Tunnel, dieser feiert somit in diesem Jahr sein 20 jähriges Bestehen. Nachdem die Planung in den ersten Entwürfen stand, wurden Schalbetonsteine gestellt, um die Umrisse des geplanten Gebäudes und der 4,5 m Drehscheibe darzustellen. Diese „römischen Ausgrabungen“ blieben als Status Quo über mehrere Jahre stehen, andere Projekte hatten mehr Dringlichkeit. Von der geplanten Ausstattung des Betriebswerkes der Gartenbahn wurde nur der Wasserturm errichtet. Nach mehreren Jahren des Ruhens der Baustelle Ringschuppen, lediglich unterbrochen von „gärtnerischen“ Tätigkeiten wie das Roden aufkommender Pflanzen und Entfernen der herbstlichen Laubmassen, wurden die gestellten Schalbetonsteine mit Beton gefüllt und damit die Fundamente hergestellt. Wie und woraus das Gebäude errichtet und finanziert werden sollte war weiterhin nicht ganz geklärt.Im Zuge anderer Arbeiten am Gelände konnten wir die Drehscheibenplatte und die Zufahrt zur Drehscheibe betonieren, wobei 8 Kubikmeter Beton eingebaut wurden. Was folgte, waren wieder Jahre der rein gärtnerischen Beschäftigung mit der Großbaustelle. Diese Zeit nutzten wir zur Erweiterung der Strecke und zum Neubau der Sitzwagen. Das Stellwerk erhielt seine Wände und ein Dach. Auch die Tunnelportale wurden verputzt.

Die halbe Dachdeckung ist fertig.


Die Zufahrt zur Drehscheibe


Blick hinaus


Fotos: Erich Lechner

Die Anheizgleise


Gesamtansicht auf den Rundlokschuppen


Nach langen Jahren war die Zeit reif geworden, die jungen Mitarbeiter der Gartenbahn herangewachsen und ein neuer Mitarbeiter gewonnen, der auch mit seinen Arbeitern anrückte, um das Projekt „Märchen vom Ringschuppen“ weiterzutreiben und der Realität näher zu bringen. Erster Schritt war eine neue Statik für das Gebäude, damit die vorhandenen Stahlträger auch verbaut werden konnten, im Winter 2013 nahm das Projekt richtig Fahrt auf. Den Beginn machte das Aufmauern der Wände, der Zuschnitt der Stahlträger und das Schweißen der Dachbinder, gefolgt vom Aufsetzen der Dachbinder und Montieren der Pfetten. Im Sommer 2014 wurde das Dach gebaut. Die Dachhaut dauerte dann etwas länger, aber im Sommer 2015 war auch die Dachdeckung fertig, Fenster eingebaut und die Fassade verputzt. Weiter ging es mit Fliesen des Ringschuppens wobei sich diese Arbeiten wieder als sehr zäh erwiesen, waren doch 235 m² Boden zu bedecken, was erst 2018 abgeschlossen werden konnte.
Zwischenzeitlich hatten wir noch die Idee einen zusätzlichen 4-gleisigen Langschuppen zur Präsentation von Fahrzeugen in die Grube zu bauen, was auch sehr rasch in die Tat umgesetzt wurde. Im Mai 2017 wurde auch die kleine Schleife, welche die Zufahrt zum Ringschuppen bildet, neu gebaut und mit dem Bau der Südumfahrung des Bahnhofes begonnen. Vom Herbst 2017 bis Frühsommer 2018 folgten die Drehscheibe und die Gleise rund um die Drehscheibe. Am 21. Juli 2018 war es dann soweit und die ersten Loks konnten den kleinen Schuppen beziehen. Der weitere Innenausbau mit Elektroinstallation, Wasserleitungen und Druckluftleitungen sowie die Möblierung sind seither im Gange. Fertig sind wir zwar noch immer nicht, aber im Modellbau soll das ja so sein, macht doch das Bauen mehr Spaß als das im Kreis fahren. Kurz vor dem Eröffnungsfest haben wir noch unser Stellwerk mit Fenstern versehen, somit sind die Bauvorhaben im Bereich des Bahnhofes einstweilen abgeschlossen. Jedenfalls so lange bis die nächsten Ideen in die Tat umgesetzt werden.