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ERSCHEINUNG DES HERRN


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 01.12.2022
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Bildquelle: MAGNIFICAT - Das Stundenbuch, Ausgabe 1/2023

Die Antiphon zum Benedictus des Festtages weist auf die vielfältige Bedeutung des Festes Epiphanie, Erscheinung des Herrn, hin: „Heute ward dem himmlischen Bräutigam die Kirche vermählt, da Christus sie im Jordan rein von Sünden wusch; Weise eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit; Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Hochzeitsgäste.“ Die Kirche feiert das Offenbarwerden des Retters Christus Jesus in der Anbetung der Magier, der Taufe Jesu und dem Wunder zu Kana. Die genaue Herkunft der Magier, die den König der Juden suchen, ist für den Evangelisten Matthäus weniger wichtig, als dass sie die Welt der Heiden repräsentieren (vgl. Mt 2, 2).

Seit dem Mittelalter treten in der Volksfrömmigkeit die „Heiligen Drei Könige“ in den Mittelpunkt, besonders seit der Überführung ihrer Gebeine 1164 nach Köln. Biblisch ist von Magiern, nicht aber von Königen die Rede, wobei man auf die Zahl Drei ...

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Seit dem Mittelalter treten in der Volksfrömmigkeit die „Heiligen Drei Könige“ in den Mittelpunkt, besonders seit der Überführung ihrer Gebeine 1164 nach Köln. Biblisch ist von Magiern, nicht aber von Königen die Rede, wobei man auf die Zahl Drei schloss, weil von drei Geschenken die Rede ist: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Diese Gaben beziehen sich wohl auf alttestamentliche Stellen wie Ps 72, 10–15, Jes 60, 6 oder Hld 3, 6 und sollen zugleich die Würde des Messias verdeutlichen: Gold steht für den König, Weihrauch für den Hohenpriester und Myrrhe (eine Heilpflanze) für den Arzt Jesus. Heiliggesprochen wurden die drei Könige nie und viele Geschichten um ihre Herkunft, Zahl und Namen sind dem Bereich der Legenden zuzuordnen. 

Mancherorts ist es üblich, am Epiphanietag nach dem Evangelium den Termin des Osterfestes zu verkünden. Aus dem vielfältigen Brauchtum ist besonders die Segnung der Häuser bekannt: C + M+ B – „Christus mansionem benedicat“ (Christus segne das Haus) –, im Volksmund als Namen der Könige gedeutet: Caspar, Melchior und Balthasar. Junge Menschen ziehen an diesem Tag als Sternsingerinnen und Sternsinger von Haus zu Haus, zeichnen den Segen auf die Türen und sammeln für die Aufgaben der Weltmission.

Namenstag: hl. Julian und hl. Basilissa (Eheleute in Ägypten, widmeten sich der Krankenpflege, † um 304) · sel. Wiltrud von Bergen (Äbtissin, † um 990) · Gertrud von Traunkirchen (Äbtissin, 11. Jh.) · sel. Erminold von Hirsau (erster Abt von Prüfening, † 1121) · Pia von Huysburg (Klausnerin, Nonne, 12. Jh.)

Morgengebet

Herr, öffne meine Lippen. Damit mein Mund dein Lob verkünde.

Werde licht, Jerusalem! Es kommt dein Licht, die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir. Vgl. Jes 60, 1

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Hymnus

Ihr alle, die ihr Christus sucht, erhebt zum Himmel euren Blick, da geht vor euren Augen auf das Zeichen ew’ger Herrlichkeit:

Ein Stern, der selbst den Sonnenball an Glanz und Feuer überstrahlt, verkündet heute aller Welt, dass Gott im Fleisch erschienen ist.

Und Weise, fern im Orient, erkennen deutend diesen Stern als Zeichen, dass ein Königskind der Welt zum Heil geboren ist.

„Wer ist es“, fragen sie bestürzt, „dem Licht und Sterne dienstbar sind, dem sich der Himmel unterwirft, der über die Gestirne herrscht?

Ein großes Leuchten schauen wir, erhaben, weit und grenzenlos, ein Leuchten, das kein Ende kennt, das älter als der Himmel ist.“

Er ist es, aller Völker Herr, der König über Judas Haus, der Abraham verheißen ward und allen, die ihm Söhne sind.

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis, der du uns heut erschienen bist, dem Vater und dem Geist zugleich durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Nach: Quicumque Christum quaeritis; Prudentius, † nach 405 Melodie: GL 147 · GL 1975 516 · KG 199 · EG 155

Psalm 72 Verse 1–11

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, * dem Königssohn gib dein gerechtes Walten!

Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit * und deine Armen durch rechtes Urteil.

Dann tragen die Berge Frieden für das Volk * und die Höhen Gerechtigkeit.

Er wird Recht verschaffen den Gebeugten im Volk, / Hilfe bringen den Kindern der Armen, * er wird die Unterdrücker zermalmen.

Er soll leben, solange die Sonne bleibt und der Mond, * bis zu den fernsten Geschlechtern.

Er ströme wie Regen herab auf die Felder, * wie Regenschauer, die die Erde benetzen.

Die Gerechtigkeit blühe auf in seinen Tagen * und großer Friede, bis der Mond nicht mehr da ist.

Er herrsche von Meer zu Meer, * vom Strom bis an die Enden der Erde.

Vor ihm sollen seine Gegner sich beugen, * Staub sollen lecken all seine Feinde.

Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Geschenke, * die Könige von Saba und Seba kommen mit Gaben.

Alle Könige müssen ihm huldigen, * alle Völker ihm dienen.

Ehre sei dem Vater ...

Dein Gesalbter, Gott Israels, bringe dein Recht unter allen Völkern zur Geltung. In deiner Gnade erblühe die Erde, an deinem Frieden mögen die Menschen sich freuen.

Lesung Jes 52, 7–10

Wie willkommen sind auf den Bergen die Schritte des Freudenboten, der Frieden ankündigt, der eine frohe Botschaft bringt und Rettung verheißt, der zu Zion sagt: Dein Gott ist König! Horch, deine Wächter erheben die Stimme, sie beginnen alle zu jubeln. Denn sie sehen mit eigenen Augen, wie der Herr nach Zion zurückkehrt. Brecht in Jubel aus, jauchzt alle zusammen, ihr Trümmer Israels! Denn der Herr tröstet sein Volk, er erlöst Jerusalem. Der Herr macht seinen heiligen Arm frei vor den Augen aller Völker. Alle Enden der Erde sehen das Heil unseres Gottes.

Benedictus – Lobgesang des Zacharias

Antiphon zum Benedictus: Heute wurde die Kirche dem himmlischen Bräutigam vermählt: Im Jordan wusch Christus sie rein von ihren Sünden. Die Weisen eilen mit Geschenken zur königlichen Hochzeit. Wasser wird in Wein gewandelt und erfreut die Gäste. Halleluja.

Bitten

Gepriesen sei Jesus Christus, der König der Völker. Zu ihm rufen wir:

A: Schenke uns deine Gnade.

– Gib, dass wir um nichts in der Welt vom Schatz deines Evangeliums lassen.

– Lass uns bei all unserem Tun nicht an unseren Ruhm denken, sondern trachten, die Ehre des Vaters zu mehren.

– Hilf uns, die Bitterkeiten des Lebens geduldig zu ertragen, und tröste uns durch dein Kreuz.

Vaterunser

Oration

Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Geist lehre uns, Gottes Willen zu tun, und leite uns auf ebenem Pfad. Vgl. Ps 143, 10

Eucharistiefeier

Liedvorschläge: GL 240, 241, 259, 261, 262, 357 · KG 192, 194, 333, 344, 345, 2, 349, 9, 353, 522

Seht, gekommen ist der Herrscher, der Herr. In seiner Hand ist die Macht und das Reich. Vgl. Mal 3, 1; 1 Chr 19, 12

Gloria

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Jesaja Jes 60, 1–6

Steh auf, werde licht, Jerusalem, denn es kommt dein Licht und die Herrlichkeit des HERRN geht strahlend auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde und Dunkel die Völker, doch über dir geht strahlend der HERR auf, seine Herrlichkeit erscheint über dir. Nationen wandern zu deinem Licht und Könige zu deinem strahlenden Glanz.

Erhebe deine Augen ringsum und sieh: Sie alle versammeln sich, kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, deine Töchter werden auf der Hüfte sicher getragen. Da wirst du schauen und strahlen, dein Herz wird erbeben und sich weiten.

Denn die Fülle des Meeres wendet sich dir zu, der Reichtum der Nationen kommt zu dir. Eine Menge von Kamelen bedeckt dich, Hengste aus Midian und Efa. Aus Saba kommen sie alle, Gold und Weihrauch bringen sie und verkünden die Ruhmestaten des HERRN.

Impuls zur Lesung

Einen neuen Anfang oder doch wenigstens dieses und jenes anders und besser machen als im vergangenen Jahr, dieser Wunsch begleitet die ersten Tage des Monats Januar. In der Lesung des „dritten Jesaja“ wird ein Neubeginn erhofft, der deutlich mehr ist als ein Lebensreförmchen. Der Anbruch der neuen Zeit wird mit einem starken Bild aus dem ersten Buch der Bibel beschworen: Finsternis lastet auf der Erde, bevor Gott sein wirkmächtiges Wort spricht und das erste Licht aufstrahlt. Ein Anfang, so absolut wie der erste Schöpfungsmorgen. Eine Illusion? Solange wir uns selbst für die Lichtquelle halten, gewiss – „doch über dir geht leuchtend der HERR auf“!

Antwortpsalm Ps 72, 1–2.7–8.10–13

Kehrvers: Alle Könige werfen sich vor ihm nieder, es dienen ihm alle Völker.

Verleih dein Richteramt, o Gott, dem König, * dem Königssohn gib dein gerechtes Walten.

Er regiere dein Volk in Gerechtigkeit * und deine Elenden durch rechtes Urteil. Kehrvers

In seinen Tagen sprosse der Gerechte * und Fülle des Friedens, bis der Mond nicht mehr da ist.

Er herrsche von Meer zu Meer, * vom Strom bis an die Enden der Erde. Kehrvers

Die Könige von Tarschisch und von den Inseln bringen Gaben, * mit Tribut nahen die Könige von Scheba und Saba.

Alle Könige werfen sich vor ihm nieder, * es dienen ihm alle Völker. Kehrvers

Ja, er befreie den Armen, der um Hilfe schreit, * den Elenden und den, der keinen Helfer hat.

Er habe Mitleid mit dem Geringen und Armen, * er rette das Leben der Armen. Kehrvers

Kehrvers siehe Vers 11, ferner GL 260 · GL 1975 153, 1 · KG 365 (VI. Ton)

Lesung aus dem Epheserbrief Eph 3, 2–3a.5–6

Schwestern und Brüder! Ihr habt gehört, welches Amt die Gnade Gottes mir für euch verliehen hat. Durch eine Offenbarung wurde mir das Geheimnis kundgetan. Den Menschen früherer Generationen wurde es nicht kundgetan, jetzt aber ist es seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den Geist offenbart worden: dass nämlich die Heiden Miterben sind, zu demselben Leib gehören und mit teilhaben an der Verheißung in Christus Jesus durch das Evangelium.

Ruf vor dem Evangelium vgl. Mt 2, 2

Halleluja. Halleluja.

Wir haben seinen Stern gesehen und sind gekommen, dem Herrn zu huldigen.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Matthäus Mt 2, 1–12

Als Jesus zur Zeit des Königs Herodes in Betlehem in Judäa geboren worden war, siehe, da kamen Sterndeuter aus dem Osten nach Jerusalem und fragten: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen.

Als König Herodes das hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem. Er ließ alle Hohepriester und Schriftgelehrten des Volkes zusammenkommen und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden solle.

Sie antworteten ihm: in Betlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben bei dem Propheten: Du, Betlehem im Gebiet von Juda, bist keineswegs die unbedeutendste unter den führenden Städten von Juda; denn aus dir wird ein Fürst hervorgehen, der Hirt meines Volkes Israel.

Danach rief Herodes die Sterndeuter heimlich zu sich und ließ sich von ihnen genau sagen, wann der Stern erschienen war. Dann schickte er sie nach Betlehem und sagte: Geht und forscht sorgfältig nach dem Kind; und wenn ihr es gefunden habt, berichtet mir, damit auch ich hingehe und ihm huldige!

Nach diesen Worten des Königs machten sie sich auf den Weg. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, zog vor ihnen her bis zu dem Ort, wo das Kind war; dort blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, wurden sie von sehr großer Freude erfüllt. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind und Maria, seine Mutter; da fielen sie nieder und huldigten ihm. Dann holten sie ihre Schätze hervor und brachten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe als Gaben dar. Weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Weg heim in ihr Land.

Credo

Gabengebet

Allmächtiger Gott, nimm die Gaben deiner Kirche an. Sie bringt nicht mehr Gold, Weihrauch und Myrrhe dar, sondern er, den diese Gaben bezeichnen, wird für uns geopfert und uns zur Speise gegeben, unser Herr Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Denn heute enthüllst du das Geheimnis unseres Heiles, heute offenbarst du das Licht der Völker, deinen Sohn Jesus Christus. Er ist als sterblicher Mensch auf Erden erschienen und hat uns neu geschaffen im Glanz seines göttlichen Lebens. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

Kommunionvers vgl. Mt 2, 2

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, dem Herrn mit Geschenken zu huldigen.

Schlussgebet

Wir danken dir, allmächtiger Gott, für die heiligen Gaben und bitten dich: Erhelle unsere Wege mit dem Licht deiner Gnade, damit wir in Glauben und Liebe erfassen, was du uns im Geheimnis der Eucharistie geschenkt hast. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Gott, unser Vater, hat uns aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen; er segne euch und stärke euch im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe.

Und Christus, der heute der Welt erschienen ist als Licht in der Finsternis, leuchte auf in euren Herzen und mache euer Leben zum Licht für eure Brüder.

Die Weisen sind dem Stern gefolgt und haben Christus gefunden; Gott führe auch euch auf dem Weg der irdischen Pilgerschaft zur Anschauung seiner Herrlichkeit.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist.

Abendgebet

O Gott, komm mir zu Hilfe. Herr, eile, mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater ... Halleluja.

Innehalten am Abend

Wer betet, bindet die Erde an den Himmel.

Arnold Janssen (Missionar, Gründer der Steyler Missionare, 1837–1909)

• Welchen (Frei-)Raum hat das Gebet in meinem Leben?

• Auf welche Weise bringt mein Beten „Erde und Himmel“ zusammen?

Confiteor (Seite 30) – oder – Erbarme dich (Seite 40)

Hymnus

Die Weisen schauen auf zum Stern und folgen gläubig seiner Spur, sie finden durch das Licht zum Licht, mit Gaben ehren sie das Kind.

Erkenne in den Gaben, Kind, die Königszeichen deiner Macht und was des Vaters ew’ge Huld dir dreifach hat vorherbestimmt:

Den König kündet an das Gold, dem Gott steigt auf des Weihrauchs Duft, doch weist voraus auf Tod und Grab der Myrrhenkörner Bitterkeit.

Der Vorzeit Väter schauten dich, dich kündet der Propheten Mund; doch heut bezeugt der Vater selbst: Du bist der Erbe meines Reichs.

In dir, o Kind, wird alles eins, du bist das A und O der Zeit, du bist das Haupt der neuen Welt, in der die Schöpfung sich erfüllt.

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Preis, der du uns heut erschienen bist, dem Vater und dem Geist zugleich durch alle Zeit und Ewigkeit. Amen.

Nach: Magi videntes parvulum; Prudentius, † nach 405 Melodie: GL 485 · GL 1975 643 · KG 512 · EG 72

Psalm 47 Verse 2–10

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; * jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!

Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste, * ein großer König über die ganze Erde.

Er unterwirft uns Völker * und zwingt Nationen unter unsre Füße.

Er wählt unser Erbland für uns aus, * den Stolz Jakobs, den er liebt.

Gott stieg empor unter Jubel, * der Herr beim Schall der Hörner.

Singt unserm Gott, ja, singt ihm! * Spielt unserm König, spielt ihm!

Denn Gott ist König der ganzen Erde. * Spielt ihm ein Psalmenlied!

Gott wurde König über alle Völker, * Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.

Die Fürsten der Völker sind versammelt * als Volk des Gottes Abrahams.

Denn Gott gehören die Mächte der Erde; * er ist hoch erhaben.

Ehre sei dem Vater ...

Gott, unser Retter, auf der ganzen Erde richte deine Herrschaft auf! Lass uns den Menschen von deiner Gnade erzählen und in der Kraft deiner liebenden Zuwendung ihre Gebrechen heilen.

Lesung Tit 3, 4–5

Als die Güte und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien, hat er uns gerettet – nicht weil wir Werke vollbracht hätten, die uns gerecht machen können, sondern aufgrund seines Erbarmens – durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung im Heiligen Geist.

Magnificat – Lobgesang Mariens

Antiphon zum Magnificat: Drei Wunder heiligen diesen Tag: Heute führte der Stern die Weisen zum Kind in der Krippe. Heute wurde Wasser zu Wein bei der Hochzeit. Heute wurde Christus im Jordan getauft, uns zum Heil. Halleluja.

Fürbitten

Verborgener Gott, in das Herz jedes Menschen hast du den Keim der Sehnsucht nach dir gesät. Wir bitten dich:

V: Du Quelle des Lebens, A: offenbare dich allen Menschen.

Noch immer sind wir Christen untereinander uneins; – schenke uns deine Liebe, damit die Welt uns als deine Kinder erkennt.

Lass die Religionen einander im Geheimnis anerkennen; – gib, dass Juden, Christen und Muslime als Kinder Abrahams gemeinsam von deiner Güte Zeugnis geben.

Viele Menschen sind durch Fanatismus und Intoleranz verstört; – verleihe allen Glaubenden sicheren Halt und lass sie ihren Mitmenschen offen und herzlich begegnen.

Viele sind gestorben, ohne dich zu kennen, und manche, indem sie dich ablehnten; – du weißt andere Wege als wir: lass niemand von ihnen verloren sein.

Vaterunser

Oration

Allherrschender Gott, durch den Stern, dem die Weisen gefolgt sind, hast du am heutigen Tag den Heidenvölkern deinen Sohn geoffenbart. Auch wir haben dich schon im Glauben erkannt. Führe uns vom Glauben zur unverhüllten Anschauung deiner Herrlichkeit. Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Der Gott unserer Väter, der heute den Völkern erschienen ist, lasse sein Angesicht über uns leuchten und schenke uns seinen Frieden.

Alma Redemptoris Mater (Seite 362)