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Erstes Bundesland plant Lockdown für Ungeimpfte


Bild am Sonntag Gesamtausgabe - epaper ⋅ Ausgabe 35/2021 vom 29.08.2021

Wenn dieser Vorstoß aus Stuttgart durchkommt, wird es für Ungeimpfte ungemütlich. Uwe Lahl (70, Grüne), Amtschef im Sozialministerium Baden-Württemberg, kündigt an: „Wenn 200 bis 250 Intensivbetten belegt sind, erwägen wir, erste Kontaktbeschränkungen für ungeimpfte Erwachsene zu erlassen.“ Das seien Maßnahmen, wie man sie schon aus früheren Lockdowns kenne, etwa, „dass sich nur zwei Familien treffen dürfen“. ...

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Lockdown für Ungeimpfte! Ab einer Zahl von 300 Covid-Intensivpatienten solle zudem 2-G gelten. Heißt: Ungeimpften bliebe auch mit negativem Test der Zugang zu Restaurants oder Konzerten verwehrt.

Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl (61) erklärt gegenüber BamS, man könne bei hohen Inzidenzen unter den Ungeimpften nicht tatenlos zusehen: „Wenn es auf die Intensivstationen durchschlägt, muss man handeln. Es wäre falsch, dann alle in Mithaftung zu nehmen, auch die Geimpften deshalb wird es für Ungeimpfte andere Regeln geben als für Geimpfte.“

Aktuell werden in Baden- Württemberg rund 100 Covid- Intensivpatienten behandelt. Der von Lahl genannte Grenzwert könnte laut Landesgesundheitsamt in einer Woche erreicht sein. Auf dem Höhepunkt der zweiten und dritten Welle wurden im Bundesland über 600 Covid-Intensivpatienten versorgt.

Unterstützung für den Plan kommt aus Bayern. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) sagt, es sei richtig, schon jetzt über künftige Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen nachzudenken, „um das Gesundheitssystem zu schützen“. Auch Virologe Klaus Stöhr (62) sieht Positives: „Endlich einmal Krisenkommunikation, bei der vorab Grenzwerte und die dazugehörigen Bekämpfungsschritte genannt werden.“

Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) befürwortet Maßnahmen für Ungeimpfte zu ergreifen, kritisiert aber, dass die Regeln stark ins Privatleben eingreifen. „Das sollten wir erst machen, wenn die Hamburger Variante nicht ausreicht.“ Bei der Hamburger 2-G-Regel können seit gestern Restaurants oder Kinos freiwillig nur Geimpfte und Genesene einlassen. 56 Prozent der Deutschen würde dieses Modell laut BamS-Umfrage für ganz Deutschland befürworten, 34 Prozent sind dagegen.

Medizinrechtlerin Dr. Britta Konradt (60) ist skeptisch, was die Umsetzung angeht: „Anders als eine privatrechtliche 2-G-Regel wie in Hamburg halte ich eine staatliche verordnete 2-G-Regel für Restaurants oder Fitnessstudios für unverhältnismäßig.“ Voraussetzung dafür sei eine gesetzliche Impfpflicht. Kritik kommt auch von der FDP. „Es gibt mit Sicherheit mildere Mittel als die jetzt angedrohte Maßnahme der pauschalen Kontaktbeschränkung für Ungeimpfte, wie zum Beispiel Tests“, sagt Wolfgang Kubicki (69). Wende der Staat die milderen Mittel nicht an, handele er verfassungswidrig.

bel, hel, uhu, vw