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Es grünt so grün


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bauen - epaper ⋅ Ausgabe 3/2022 vom 15.01.2022

WISSEN • Leben mit Pflanzen

Luftverbesserer

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Zimmerpflanzen produzieren Sauerstoff und sorgen für mehr Luftfeuchtigkeit – im Winter eine Wohltat in unseren beheizten Räumen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Erde nicht schimmelt, da Schimmelsporen besonders für Allergiker ein Problem darstellen. Also gute Pflanzenerde verwenden, nicht zu viel gießen und Staunässe vermeiden. Einige unserer grünen Zimmergenossen sollen auch Schadstoffe aus der Luft filtern. Als besonders effektiv gelten Grünlilie, Einblatt, Ficus und Drachenbaum.

Indoor-Dschungel

Täuschend echt

Für ein bisschen Naturfeeling braucht man nicht immer lebendiges Pflanzengrün. Moosbilder entfalten ihre Wirkung und sind absolut pflegefrei. Dazu wird natürliches Moos verwendet, das in einem speziellen Verfahren mittels Glycerin und Lebensmittelfarbe konserviert wird. Das macht die naturnahen Kunstwerke über viele Jahre haltbar, ohne ...

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... dass sie verwelken oder braun werden. Ab und zu abstauben genügt.

Immer an der Wand lang

Frische Kräuter sind eine Bereicherung für jedes Gericht. Da ist es praktisch, wenn sie beim Kochen schnell zur Hand sind und nicht erst aus dem Garten geholt werden müssen. Dabei müssen die Pflanzen nicht unbedingt im klassischen Topf wachsen. Es werden auch spezielle Behältnisse für die Wand angeboten. Sie bestehen aus Kunststoffrahmen mit einer integrierten Kassette, die mit Spezialsubstrat gefüllt ist und einem eingebauten Wasserreservoir, so dass Gießen im Wochenrhythmus reicht.

Extra Portion Licht

Nicht überall, wo wir Pflanzen aufstellen möchten, herrschen ausreichende Lichtverhältnisse. Da kann zusätzliche künstliche Beleuchtung helfen. Dafür benötigt man keine Spezialleuchte. Das Leuchtmittel sollte nur im tageslichtweißen Spektrum strahlen und ausreichend hell sein – anspruchslose Arten wie der Bogenhanf geben sich schon mit 300­500 Lux zufrieden. Besonders gut eignen sich Leuchtstoffröhren und LEDs, da sie nicht heiß werden und nahe an die Pflanzen rücken können.

Dachgarten

Flach oder geneigt

Sowohl flache als auch geneigte Dächer mit einer Neigung von bis zu 45 Grad eignen sich für eine extensive Begrünung mit Sedumpflan zen, Sukkulenten und Steingarten­Gewächsen, die über eine gute Hitzeverträglichkeit und geringe Wurzeltiefe verfügen. Bei einer Neigung von bis zu 8 Grad kann der gängige Flachdachaufbau verwendet werden. Steilere Dächer müssen z. B. mittels Schubschwellen gegen das Abrutschen der Vegetationsschicht gesichert werden.

Schicht für Schicht

Extensive Dachbegrünungen setzen sich aus mehreren Schichten zusammen, die verschiedene Funktionen übernehmen. Zuoberst befindet sich eine mindestens sechs Zentimeter dicke Substratschicht, in der die Pflanzen wurzeln. Danach folgt ein Filtervlies und darunter die Dränschicht. Sie führt überschüssiges Wasser ab, verhindert Staunässe und dient eventuell als Wasserspeicher. Wichtig ist eine wurzelfeste Abdichtung nach unten.

Geld von der Stadt

Viele Kommunen haben erkannt, dass Pflanzen auf Dach und Fassade einen wertvollen ökologischen Beitrag leisten. Sie entsiegeln Flächen, filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft und haben einen positiven Einfluss auf das Mikroklima, indem sie die Aufheizung von Flächen verhindern. Etliche Städte unterstützen deshalb Bauherren bei der Begrünung ihrer Gebäude mit Zuschüssen oder zinsvergünstigten Darlehen. Zudem reduziert Entsiegelung vielerorts die Abwassergebühr.

Web-TIPP

Mit dem Projekt „Mehr Grün am Haus“ will die Verbraucherzentrale NRW dazu motivieren, Begrünungsmaßnahmen am Haus umzusetzen. Die Website informiert über die Vorteile, präsentiert gelungene Beispiele und gibt praktische Hinweise zur Planung.

> www.mehrgruenamhaus.de

Aussichtsreiche Oase

Wohl dem, der ein Flachdach hat. Der kann sich – einen entsprechenden Zugang und ausreichende Tragfähigkeit vorausgesetzt – einen Dachgarten in schönster Aussichtslage einrichten. Bei einer solchen Nutzung kommt einiges an Gewicht zusammen. Größere Pflanzen benötigen mehr Wurzelraum, Substrat und Wasser sowie eventuell Pflanzgefäße. Dazu noch Terrassen­ und Wegbeläge aus Stein oder Holz sowie – nicht zu vergessen – Möbel, Verschattungen etc., damit sich das grüne Refugium gut nutzen lässt. All das übersteigt eine normale Dachlast bei weitem und muss im Vorfeld statisch berücksichtigt werden.

Fassadengrün

Selbstklimmer oder Schlinger

Selbstklimmer wie Efeu und Wilder Wein wachsen mithilfe von Kletterwurzeln oder Haftscheiben an der Fassade hoch. Sie bedürfen also keiner extra Haltevorrichtung. Allerdings ist ihr Wachstum schlechter kontrollierbar und sie müs sen regelmäßig zurückgeschnitten werden, damit sie z. B. Fenster nicht zuwuchern. Zudem hinterlassen sie unschöne Spuren an der Fassadenoberfläche, sollte man sie einmal entfernen. Bei Efeu besteht außerdem die Gefahr, dass er mit seinen Haftwurzeln in Risse eindringt und dadurch Schäden verursacht. Schlingende (z. B. Blauregen) und rankende Pflanzen wie die Clematis, sind dagegen auf Unterstützung durch Lattengerüste, Drähte oder eine Regenrinne angewiesen.

Obst vor der Wand

Spalierobst hat eine lange Tradition. Schon seit Jahrhunderten macht man sich die wärmespeichernden Eigenschaften von Hauswänden zunutze, die sich positiv auf den Fruchtertrag auswirken. Dafür eignen sich vor allem kleinwüchsige Sorten, die so „erzogen“, d. h. geschnitten werden, dass sie flächig über die Wand wachsen. So sind alle Früchte der Sonne ausgesetzt, das fördert die Süße. Und sie sind bei der Ernte gut zu erreichen. Stützvorrichtungen aus Latten und Draht sorgen dafür, dass die Bäume sich in die gewünschte Richtung entwickeln und die Äste bei starkem Obstbehang nicht abbrechen.

Festen Halt geben

Schlingende und rankende Gewächse brauchen einen festen Halt, damit sie sich ausbreiten können. Den finden sie an Seilen, Stäben oder Gittern. Bei Häusern mit einer außen liegenden Dämmung ist es wichtig, dass diese durch die Befestigungselemente nicht beschädigt wird. Außerdem muss gewährleistet sein, dass keine Wärmebrücken entstehen, die zu Wärmeverlusten und Bauschäden führen. Gute Kletterhilfen müssen stabil genug sein, um das teilweise erhebliche Gewicht der Begrünung tragen zu können. Gerne werden Regenrinnen zur Aufstiegshilfe umfunktioniert. Doch Vorsicht: starke Schlinger, wie der Blauregen, können diese „erdrücken“.