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Es tut uns gut, wenn ich mich liebe


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Auszeit - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 06.10.2022
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Bildquelle: Auszeit, Ausgabe 5/2022

Wer kennt diese Situation im Restaurant nicht: Einige Tische weiter sitzt ein Pärchen und beide schweigen einander beim Essen an. Jeder schaut gelangweilt durch den Speiseraum und beide wirken wie zwei Fremde, die sich nichts zu sagen haben. Wenn wir so etwas sehen, fällt es uns schwer uns vorzustellen, dass diese Menschen einmal sehr verliebt ineinander waren.

Sei du selbst

Vielleicht kennen wir aber auch eine solche oder ähnliche Situation von uns selbst aus unserer eigenen Partnerschaft. In solchen Fällen haben wir oftmals den Glauben daran aufgegeben, dass es möglich sein könnte, eine derartige Beziehung wieder zum Leben erwecken zu können. Wichtig hierbei ist, dass es dazu den Willen beider Herzensmenschen in dieser Verbindung bedarf. Schließlich trägt jeder 50 Prozent der Verantwortung und ist für diese 50 Prozent selbst zu 100 Prozent verantwortlich. Es ist somit nicht möglich, dass nur einer ...

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... der beiden den sprichwörtlichen Karren aus den Dreck zieht. Ein wesentlicher Ausgangspunkt, um solche eingefahrene Beziehungsdynamiken aufzuweichen, ist es, eine Form der Selbstbestimmung als Basis der Selbstliebe zu implementieren. Wie aber finden wir den richtigen Weg dorthin?

Wenn das Herz erkaltet

In der Zusammenarbeit mit Paaren in meinen Paarberatungen ist mir mit der Zeit aufgefallen, wie schädlich Projektion für Beziehungen ist und dass sie dafür sorgt, dass Menschen in Dynamiken miteinander geraten, die gewissermaßen kindisch sind. In diesen Beziehungen erwartet ein Herzensmensch vom anderen, dass sein Gegenüber mit seinen Worten und Taten den eigenen Vorstellungen entspricht und ihn somit glücklich machen soll. Damit wird jedoch die komplette Selbstbestimmung im Hinblick auf die eigene Zufriedenheit auf den Herzensmenschen übertragen.

Eine Freiheit, die auch die Beziehung stärkt

Werde dir darüber bewusst, dass du selbst der Gestalter deines eigenen Lebens bist – auch in einer Beziehung mit deinem Herzensmenschen. Selbstbestimmt zu denken, zu fühlen und zu handeln, verschafft dir einen riesigen Gestaltungsspielraum. Du gewinnst dadurch die Freiheit, dir wahre Herzenswünsche zu erfüllen – egal, ob du schon immer eine besondere Reise unternehmen, ein neues Hobby ausprobieren oder eine bestimmte Beziehungsqualität mit deinem Herzensmenschen teilen wolltest. Und vergiss nicht, dass das Gleiche auch für deinen Herzensmenschen gilt. Probiere dich mit Freude aus und erfahre wahre Glückseligkeit!

„Unser Leben kann nicht immer voller Freude, aber immer voller Liebe sein.“

Thomas von Aquin

Dieser ist jedoch keineswegs für das Glücklichsein seines Partners oder seiner Partnerin verantwortlich.

Wir dürfen uns bewusst machen, dass niemand außer uns selbst diese Verantwortung trägt. Erkennen wir das nicht, entsteht eine Abwärtsspirale in Richtung Enttäuschung, Ernüchterung, Verbitterung und die Gefühle füreinander erkalten. Was im Außen übrig bleibt, sind meist „gemeinsam geschaffene Verbindlichkeiten“, wie ein Haus oder Kinder sowie eine Form von Gewohnheit, oder besser gesagt: Bequemlichkeit. Diese Paare funktionieren im Alltag gut miteinander. Alles ist perfekt durchorganisiert – aber die Erfüllung im Herzen fehlt. Es macht mich oft traurig zu sehen, wie zwei Menschen, die einander vor einiger Zeit in Liebe verbunden waren, miteinander lediglich noch als Bedarfsgemeinschaft fungieren. In diesem Fall müssen alte Muster erkannt und aufgeweicht werden, damit Gefühle wieder „frei fließen können“.

Sei für dich da

Weiterhin ist es wichtig, dass wir uns bewusst darüber werden, dass wir aus dem fatalen Spiel der Projektion aussteigen müssen. Die darauf fußenden Denk- und Verhaltensmuster hatten sicherlich in unserer Kindheit ihre Daseinsberechtigung, als wir noch die Unterstützung und auch Erlaubnis unserer Eltern benötigten, um gewisse Bedürfnisse erfüllt zu bekommen. Nun aber sind wir erwachsen und sollten uns ebenso erwachsen verhalten. Dies gilt auch für die Beziehung, die wir mit unserem Herzensmenschen führen. In einer „erwachsenen Liebesbeziehung“ treffen zwei Menschen aufeinander, die in sich selbst erfüllt sind. Sie haben sich selbst erkannt, sind sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst und nehmen sich in Gänze damit an. Wenn das Verhalten ihres Herzensmenschen sie in irgendeiner Form triggert, projizieren sie nicht die eigenen Gefühle wie zum Beispiel Wut oder Traurigkeit auf ihn. Viel mehr werden diese Gefühle wahrgenommen und angenommen. Auch wird eine solche Situation als Möglichkeit zum persönlichen Wachstum gesehen. Somit besteht die Chance, dadurch eine eigene alte emotionale Wunde zu heilen. Wir lernen von Mal zu Mal dadurch eine Art des Selbstmitgefühls, indem wir für uns selbst da sind, sobald emotionaler Schmerz hochkommt. Dieses Selbstmitgefühl spielt bei der Entwicklung einer gesunden Selbstliebe eine wichtige Rolle. Wir finden eines Tages an den Punkt, an dem wir uns selbst in einer schmerzvollen Erfahrung liebevoll halten können. Waren wir als Kind auf den Trost unserer Eltern gewissermaßen angewiesen, brauchen wir diesen als Erwachsene von einem anderen Menschen nicht mehr zwingend. Es ist schön, wenn jemand da ist, der uns tröstende Worte spendet, aber wir sind eben nicht mehr davon abhängig, sondern finden in die Selbstwirksamkeit. Dadurch entsteht in uns innere Stärke und Selbstvertrauen. Auch dies ist ein Teil der Selbstbestimmung, denn wir befreien uns dadurch von sämtlichen emotionalen Abhängigkeiten.

Emotionale Heilung mit Hilfe der Spiegelübung

Schritt 1: Die Fronten zwischen dir und deinem Herzensmenschen sind verhärtet? Du bist wütend auf sie oder ihn und fühlst, wie du dich emotional von ihr oder ihm abschottest? Nun hast du die Möglichkeit, alte und hinderliche Glaubenssätze von dir aufzulösen, die zwischen euch stehen. Suche dir einen ruhigen Raum, einen Notizblock und Stifte.

Schritt 2: Notiere den Glaubenssatz, den du über deinen Herzensmenschen hast. Ein Beispiel könnte sein: „Ich bin traurig, weil ich mich von XY im Stich gelassen fühle.“ Formuliere als nächstes den Satz um, indem du das Nomen durch ein Pronomen ersetzt: „Ich bin traurig, weil ich mich von mir im Stich gelassen fühle.“

Schritt 3: Spüre in dich hinein, in welchen Lebensbereichen du dich selbst im Stich gelassen hast, oder es immer noch tust. Was fällt dir auf? Welche Gefühle kommen hoch?

Schritt 4: Notiere alles, was dir dazu einfällt. Vielleicht kannst du dich schwer abgrenzen und kaum für deine Bedürfnisse einstehen? Schreibe Situationen auf, in denen dir dies passiert ist.

Schritt 5: Frage dich, wie du dich fühlen würdest, wenn du zukünftig für dich selbst einstehst, wenn du dich also selbst nicht mehr im Stich lässt. Notiere auch dies – aber bleibe dabei im Selbstmitgefühl. Nun weißt du, welches deiner eigenen unerlösten Schattenthemen dein Herzensmensch dir gespiegelt hat. Somit musst du nicht mehr auf sie oder ihn böse sein, sondern kannst dein Herz wieder öffnen. Integriere diese Übung ab sofort in dein (Liebes-)Leben und du wirst erfahren, wie viel selbstbewusster du von Mal zu Mal wirst.

Gemeinsam wachsen

Wollen wir uns auf der anderen Seite einen Wunsch erfüllen, so können wir ebenso hier für uns selbst einstehen. Es bedarf nicht der Erlaubnis oder Zustimmung unseres Herzensmenschen oder gar der Notwendigkeit, dass dieser für uns den Erfüllungsgehilfen spielt. Vielleicht fragen wir uns nun, ob in eingefahrenen Beziehungen, wie ich sie oben beschrieben habe, überhaupt noch solch ein extremer Wandel im Verhalten und Umgang mit sich selbst und dem Herzensmenschen machbar ist. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass einzig und allein die Bereitschaft und der Wille, dass beide Partner sich miteinander weiterentwickeln möchten, zählt. Sicherlich ist dies ein Prozess, der nicht von heute auf morgen absolviert ist, aber er lohnt sich! Unsere Partnerin oder unser Partner und wir wachsen daran gemeinsam – und zudem jeder für sich – unfassbar stark. In späteren Konfliktsituationen begreifen wir und unser Herzensmensch uns als Team, das den Konflikt als externes Objekt betrachten kann. Durch diese Entwicklung können wir von früheren Beziehungsdramen loslassen, denn wir projizieren nicht mehr unsere eigenen „inneren Schattenthemen“ aufeinander. Weiterhin schaffen wir es dadurch, parallel in einer liebevollen und herzoffenen Verbindung zueinander zu bleiben.

Öffne dein Herz

Je mitfühlender, verständnisvoller und selbstliebender du dir selbst begegnest, desto mehr kannst du dein Herz deinen Mitmenschen gegenüber öffnen. Hast du dich früher über einen unfreundlichen Kassierer geärgert und ihn daraufhin angefeindet, kannst du nun im Mitgefühl mit ihm sein. Schließlich weißt du nicht, welche Probleme er vielleicht hat. Ebenso erkennst du, dass sein Verhalten nichts mit dir zu tun hat. Vielleicht magst du ihm daher mit Freundlichkeit begegnen. Er wird sich vielleicht sogar darüber freuen und dein Körper schüttet Glücks- anstelle von Stresshormonen aus. Die Beziehung zu deinem Herzensmenschen kann das auf ein ein ganz neues Level bringen.

Heile dich selbst

Im Vergleich zu der alten Dynamik ist dies ein riesiger Sprung nach vorn, denn die frühere Projektion hat in jedem Konflikt dafür gesorgt, dass wir uns emotional von unserem Herzensmenschen entfernt und uns von ihm zurückgezogen haben. Dies geschieht oftmals, weil wir ihm gegenüber in gewissen Situationen eine Art „Feindbild“ aufbauen. Es ist ein früherer Schutzmechanismus, da wir uns vor dem unangenehmen Gefühl schützen möchten, das eine empfundene Ablehnung in uns hervorholt. Wir können jedoch lernen, uns der Angst vor dieser Ablehnung zu stellen. Dazu widmen wir uns dem Anteil in uns, der sich ungeliebt fühlt, liebevoll zu und schenken ihm alles, was er braucht, um sich wertgeschätzt und geliebt zu fühlen. Das können jedoch nur wir für uns tun, um diese alte Wunde nachhaltig zu heilen. Eine Entschuldigung unseres Herzensmenschen nach einem Konflikt mag uns kurzfristig besänftigen, doch ist allein dadurch diese alte emotionale Wunde nicht geheilt worden. Sie wird vielmehr in einer zukünftigen ähnlichen Situation erneut berührt werden – und so beginnt das Spiel jedes Mal von vorn. Es ist wichtig, zu erkennen, dass wir allein die Verantwortung und die Fähigkeit dazu in uns tragen, diese alte emotionale Wunde in uns durch unsere eigene Liebe uns selbst gegenüber langfristig heilen zu können. Diesen Schritt wagen zu wollen, erfordert zunächst einiges an Mut. Haben wir uns allerdings einmal daran gewöhnt, diese Herangehensweise in uns zu verinnerlichen und erfahren, wie es uns von Mal zu Mal besser geht, sobald wir eine innere emotionale Blockade aufgelöst haben, können wir sogar eine Art spielerische Freude entdecken, die uns Erleichterung und somit Leichtigkeit verschafft.

In 5 Schritten zur Selbstbestimmung in Beziehungen

Schritt 1: Beobachte, was das Verhalten deines Herzensmenschen während einer Konfliktsituation in dir emotional auslöst. Nimmst du Wut, Trauer, Enttäuschung oder Einsamkeit wahr? Erkenne sie als deine Reaktionen an. Mache deinen Herzensmenschen jetzt nicht dafür verantwortlich, sondern handle eigenverantwortlich.

Schritt 2: Atme tief durch und lasse diese Empfindungen da sein. Drücke sie nicht weg, sondern erkenne ihre Gegenwart an und gebe ihnen Raum.

Schritt 3: Wenn die Möglichkeit dazu besteht, bitte deinen Herzensmenschen um eine kurze Pause. Ziehe dich zurück und fühle Deine Gefühle durch. Vielleicht zeigen sich sogar einige Körpersignale, wie Enge oder Druck im Hals, Brust- oder Bauchraum, starkes Schwitzen, Herzrasen. Beobachte sie möglichst ohne zu werten.

Schritt 4: Atme in die Bereiche in deinem Körper, die deine Aufmerksamkeit wünschen. Du kannst auch eine Hand darauflegen, wenn es sich für dich gut anfühlt. Lasse zudem deinen Tränen freien Lauf. Halte nichts, überhaupt gar nichts zurück. Du bist hier in einem geschützten Rahmen mit dir selbst und lernst, dich selbst zu halten.

Schritt 5: Möglicherweise fällt dir ein, ob du ähnliche Situationen aus deiner Kindheit kennst. Vielleicht hat Streit mit deinen Eltern damals in dir ähnliche Gefühle und Körperempfindungen hervorgerufen. Schaue nun hinter die Fassade und finde heraus, welche ungeheilten emotionalen Wunden sich hinter deinen Empfindungen verstecken. Eventuell fühlst du dich abgelehnt. Frage dich dann, was du dir in dieser Situation wünschst. Sind es vielleicht Verständnis, Akzeptanz und Liebe? Wenn du das erkannt hast, schenke dir diese Aspekte nun selbst. Gib diesem Anteil in dir Liebe, Verständnis und Akzeptanz. Du wirst spüren, wie es Schritt für Schritt leichter wird und du dich beruhigst. Wenn du dein Thema bei dir aufgelöst hast, kannst du deinem Herzensmenschen ganz anders gegenübertreten und ihr könnt als Team gemeinsam eine Lösung für eure Herausforderung finden.

Die Kraft der Selbstliebe

Ich bin der Überzeugung, dass Selbstbestimmung – oder man könnte auch sagen Eigenverantwortung – einen wesentlichen Faktor in Puncto Selbstliebe ausmacht. Wir dürfen uns selbst unsere beste Freundin oder unser bester Freund werden. Weiterhin bringt jeder Mensch, der sich weitestgehend aus der Projektion gelöst hat, Liebe und Frieden in jedwedes zwischenmenschliche Miteinander. Auch für eingefahrene Beziehungen gilt derselbe Grundsatz, wie für frische Beziehungen: Wir sind nur eine Entscheidung von einer liebevolleren und erfüllenderen Beziehung mit unserem Herzensmenschen entfernt. Es liegt in unserer Hand, zu entscheiden, welche Art der Beziehung wir miteinander führen möchten. Der Grundstein für eine Beziehung, die auf Projektion beruht, ist schlussendlich Angst und nicht Liebe. Wenn wir uns eine wahrhafte und tiefgründige Liebesbeziehung mit unserem Herzensmenschen wünschen, in der eine authentische und wertschätzende Begegnung stattfindet, müssen wir uns zunächst selbst mit all unseren Facetten lieben lernen. Selbstliebe stellt die Bedingung dafür dar, dass wir überhaupt die Liebe unseres Herzensmenschen annehmen können. Sie ist im Grunde nichts anderes als ein Spiegel für das Maß an Selbstliebe, das wir in uns tragen. Ein Mensch, der sich selbst geringschätzt, wird sich niemals geliebt fühlen, egal wie sehr sein Gegenüber ihm oder ihr liebevoll begegnet. Gleichermaßen können auch wir unseren Herzensmenschen nur aufrichtig lieben, wenn wir uns selbst akzeptieren und lieben. Wie uns an dieser Stelle klar werden dürfte, greifen die Aspekte Selbstliebe, Selbstbestimmung und innere Heilungsarbeit ineinander. Es ist eine spannende Reise, die wir nun antreten – eine Reise zu uns selbst und zur wahrhaften Liebe.

ISABELLE MARIA KÜHLER

Sei von Herzen dankbar

Wenn du dankbar für all die wunderbaren großen und kleinen Schätze in deinem Leben bist, begegnest du dem Leben und dir selbst mit Liebe und Wertschätzung. Ebenso kann diese dankbare Haltung dafür sorgen, dass du noch mehr Geschenke in dein Leben ziehst. Deine Dankbarkeit lässt dich innerlich friedvoll und glückselig sein. Das ist sehr wohltuend für deinen Körper, deinen Geist, deine Seele und dein Herz. Auch gesundheitlich und kräftemäßig wirst du das spüren. Dankbar zu sein, bedeutet sich selbst zu schätzen und zu lieben. Bringe diese tiefe Dankbarkeit auch in deine Beziehung ein, es wird sie nachhaltig bereichern.

Isabelle Maria Kühler

ist als Coach, Psychologische Beraterin, Paarberaterin und Autorin in Düsseldorf tätig. Sie unterstützt insbesondere hochsensible Frauen dabei, persönliche Herausforderungen im Bereich „Liebe und Partnerschaft“ anzugehen. Hierbei ermöglicht ihre eigene Hochsensibilität und das damit einhergehende besondere Verständnis, dass die Klientinnen mit Hilfe von speziellen Coachingmethoden den Weg in eine glückliche und erfüllte Partnerschaft finden. Instagram: @isabelle.maria.kuehler YouTube-Kanal: „Hochsensible Liebe – Isabelle Maria Kühler“