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ESSEN & TRINKEN: So lecker!


daheim - epaper ⋅ Ausgabe 4/2018 vom 15.06.2018

Soll die Liebe zur Nordsee durch den Magen gehen, kommt man an diesen fünf Delikatessen nicht vorbei


Artikelbild für den Artikel "ESSEN & TRINKEN: So lecker!" aus der Ausgabe 4/2018 von daheim. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: daheim, Ausgabe 4/2018

~ MATJES ~

Diese silbrige Delikatesse ist das Sushi der Nordsee: ein Hering, der roh verzehrt wird. Frisch bekommt man ihn nur in den Monaten Mai bis Juli, denn damit der Hering zum Matjes wird, muss er vor Erreichen der Geschlechtsreife gefangen werden. Dann ist er besonders fettreich und mild im Geschmack. Einige Tage reifen die Fische in Salzlake, bevor sie zu Kar toffeln oder im Brötchen verzehrt werden. Die Omega-3- Fett säuren von Matjes sind sehr gesund ...

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Diese silbrige Delikatesse ist das Sushi der Nordsee: ein Hering, der roh verzehrt wird. Frisch bekommt man ihn nur in den Monaten Mai bis Juli, denn damit der Hering zum Matjes wird, muss er vor Erreichen der Geschlechtsreife gefangen werden. Dann ist er besonders fettreich und mild im Geschmack. Einige Tage reifen die Fische in Salzlake, bevor sie zu Kar toffeln oder im Brötchen verzehrt werden. Die Omega-3- Fett säuren von Matjes sind sehr gesund und ergeben zusammen mit dem Salz auch ein wirksames Katerfrühstück. Klassisch verspeist man ihn so: Hering am Schwanz packen, Kopf in den Nacken und dann – Guten Appetit!
Die Stadt Emden feiert die norddeutsche Spezialität mit Matjestagen; 1. bis 3. Juni 2018; www.emden-touristik.de

~ KRABBEN ~

Man spricht von rotem Gold. Doch fangfrisch sind Nordseekrabben, auch Granat oder Krevette genannt, weit davon entfernt. Dann sind sie nämlich grau. Erst wenn die Fischer ihren Fang an Bord ihrer kleinen Boote in Meerwasser kochen, erhalten die Garnelen ihre rosa Farbe. Sie frisch vom Kutter aus dem Panzer zu pulen und zu verzehren ist ein Hochgenuss. Traditionell isst man sie als Krabbenbrot mit Rührei, zur Ofenkartoffel mit Sour Cream oder zu Schollenfilet – ein Muss für jeden Nordsee-Urlauber.
Manche Fischer bieten Krabbenfischen für Besucher an. Am besten bei der Tourist-Information nachfragen.

~ MUSCHELN ~

Harte Schale, weicher Kern – so sehen alle Muscheln dieser Welt aus. Rund 60 Arten leben in der Nordsee, davon sieben im Wattenmeer. Zu den bekanntesten zählen die Europäische Auster, Miesmuschel und Herzmuschel, die zum Teil auf Muschelbänken gezüchtet werden. Frische Muscheln müssen nach Meerwasser und Algen riechen. Geöffnete Exemplare, die sich schließen, wenn man an ihre Schale klopft, sind in Ordnung. Nach dem Kochen dürfen nur diejenigen verzehrt werden, die sich geöffnet haben. Ihr orange- bis beigefarbenes Fleisch, in Weißwein gekocht, roh geschlürft oder zur Pasta serviert, lässt die Augen von Feinschmeckern leuchten.
Muscheln darf man für den privaten Verzehr in der Zone II des Nationalparks Wattenmeer aus dem Schlick graben.

~ GRÜNKOHL ~

Grün ist der Winter an der Nordsee – zumindest was die kulinarischen Vorlieben der Ostfriesen angeht. Im November beginnt die Grünkohlsaison. Das vitaminreiche Gemüse benötigt Fröste oder wenigstens kühle Temperaturen, um sein volles Aroma zu entfalten. Traditionell wird Grünkohl mit Pinkel (Grützwurst) oder Kassler gegessen, nein, als gesellschaftliches Ereignis gefeiert. Man unternimmt eine Kohlfahrt mit Bollerwagen, am Ziel winkt die Einkehr in einen Gasthof. Auch das Biikebrennen im Februar, ein Volksfest mit Feuerbrauch, wird häufig mit einem Grünkohlessen beendet.
Oldenburg gilt als Kohlhauptstadt und bietet Kohltouren, Kochkurse sowie ein Grünkohlstudium an; www.oldenburg.de

~ TEE ~

Zur Willkommenskultur in Ostfriesland gehört es, dem Gast drei Tassen Tee anzubieten. Für die Weltmeister im Teetrinken ist der goldbraune Aufguss nicht bloß ein Getränk, sondern Identität und Kulturerbe. Ostfriesentee wird als eigene Mischung aus Schwarztee-Sorten zusammengestellt, seine Zubereitung bei der „Teetied“ zelebriert. Zuerst kommt weißer Kandis in die Tasse, darauf der heiße Tee, der den „Kluntje“ leise knistern lässt. Zum Schluss wird etwas Sahne gegen den Uhrzeigersinn dazugegeben. Dabei entsteht das typische Wulkje (Wölkchen). Umrühren verboten!
Das Ostfriesische Teemuseum in Norden zeigt Einblicke in die Teekultur und bietet Teezeremonien an; www.teemuseum.de

So ist es richtig: Zwiebeln extra servieren, sonst überdecken sie das feine Aroma des Matjes