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Eucharistiefeier


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MAGNIFICAT - Das Stundenbuch - epaper ⋅ Ausgabe 9/2022 vom 01.08.2022

Liedvorschläge: GL 103, 418, 422, 423, 428, 440 · KG 67, 518, 547, 729, 5–8

Das Heil des Volkes bin ich – so spricht der Herr.

In jeder Not, aus der sie zu mir rufen, will ich sie erhören.

Ich will ihr Herr sein für alle Zeit.

Gloria

Tagesgebet (Oration des Morgengebetes)

Lesung aus dem Buch Amos Am 8, 4–7

Hört dieses Wort, die ihr die Armen verfolgt und die Gebeugten im Land unterdrückt! Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei, dass wir Getreide verkaufen, und der Sabbat, dass wir den Kornspeicher öffnen können? Wir wollen das Hohlmaß kleiner und das Silbergewicht größer machen, wir fälschen die Waage zum Betrug, um für Geld die Geringen zu kaufen und den Armen wegen eines Paars Sandalen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld.

Beim Stolz Jakobs hat der HERR geschworen: Keine ihrer Taten werde ich jemals vergessen.

Impuls zur Lesung

Zweierlei Opfer. Zur Zeit des Amos besuchen viele ...

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... angesehene Bürger das Heiligtum von Bet-El im Nordreich Israels, um Gott ein Opfer darzubringen. Dabei geht es ihnen aber gar nicht um den Herrn. Eigentlich interessiert sie nur ihre eigene Herrlichkeit, das nächste lukrative Geschäft. Dass Gott für die Armen Recht und Gerechtigkeit einfordert, lässt sie kalt. Und eben darum lassen ihre Opfer Gott kalt. Noch im Gottesdienst treibt diese Leute die Frage um, wie die kleinen Leute optimal ausgepresst werden können. Und d ieseOpfer der Reichen

– die Armen – lassen Gott überhaupt nicht kalt! Amos verkündet, dass der Gott Israels sich durch fromme Mienen nicht täuschen lässt: Der Herr wird die Herren zur Rechenschaft ziehen.

Antwortpsalm Ps 113, 1–2.4–9

Kehrvers: Halleluja – oder:

Lobet den HERRN, der den Armen erhebt.

Lobet, ihr Knechte des HERRN, *

lobt den Namen des HERRN!

Der Name des HERRN sei gepriesen *

von nun an bis in Ewigkeit. – Kehrvers

Erhaben ist der HERR über alle Völker, *

über den Himmeln ist seine Herrlichkeit.

Wer ist wie der HERR, unser Gott, *

der wohnt in der Höhe. – Kehrvers

Wer ist wie er, der hinabschaut in die Tiefe, *

auf Himmel und Erde?

Den Geringen richtet er auf aus dem Staub, *

aus dem Schmutz erhebt er den Armen. – Kehrvers

Um ihn wohnen zu lassen bei den Fürsten, *

bei den Fürsten seines Volkes.

Die Kinderlose lässt er wohnen im Haus *

als frohe Mutter von Kindern. – Kehrvers

Kehrvers vgl. Verse 1a.7b, ferner GL 49, 1 (VI. Ton) oder 77, 1 (VII. Ton) oder GL 1975 728, 1 (II. Ton) oder KG 85, 7 (I. Ton)

Lesung aus dem ersten Timotheusbrief 1 Tim 2, 1–8

Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können. Das ist recht und wohlgefällig vor Gott, unserem Retter; er will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen.

Denn: Einer ist Gott, Einer auch Mittler zwischen Gott und Menschen: der Mensch Christus Jesus, der sich als Lösegeld hingegeben hat für alle, ein Zeugnis zur vorherbestimmten Zeit, als dessen Verkünder und Apostel ich eingesetzt wurde – ich sage die Wahrheit und lüge nicht –, als Lehrer der Völker im Glauben und in der Wahrheit.

Ich will, dass die Männer überall beim Gebet ihre Hände in Reinheit erheben, frei von Zorn und Streit.

Ruf vor dem Evangelium vgl. 2 Kor 8, 9

Halleluja. Halleluja.

Jesus Christus, der reich war, wurde aus Liebe arm. Und durch seine Armut hat er uns reich gemacht.

Halleluja.

Aus dem hl. Evangelium nach Lukas Lk 16, 1–13

Kurzfassung: Lk 16, 10–13

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ein reicher Mann hatte einen Verwalter. Diesen beschuldigte man bei ihm, er verschleudere sein Vermögen. Darauf ließ er ihn rufen und sagte zu ihm: Was höre ich über dich? Leg Rechenschaft ab über deine Verwaltung! Denn du kannst nicht länger mein Verwalter sein.

Da überlegte der Verwalter: Was soll ich jetzt tun, da mein Herr mir die Verwaltung entzieht? Zu schwerer Arbeit tauge ich nicht und zu betteln schäme ich mich. Ich weiß, was ich tun werde, damit mich die Leute in ihre Häuser aufnehmen, wenn ich als Verwalter abgesetzt bin.

Und er ließ die Schuldner seines Herrn, einen nach dem anderen, zu sich kommen und fragte den ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er antwortete: Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich schnell hin und schreib „fünfzig“!

Dann fragte er einen andern: Wie viel bist du schuldig? Der antwortete: Hundert Sack Weizen. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein und schreib „achtzig“!

Und der Herr lobte den ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte, und sagte: Die Kinder dieser Welt sind im Umgang mit ihresgleichen klüger als die Kinder des Lichtes.

Ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit ihr in die ewigen Wohnungen aufgenommen werdet, wenn es zu Ende geht!

Wer in den kleinsten Dingen zuverlässig ist, der ist es auch in den großen, und wer bei den kleinsten Dingen Unrecht tut, der tut es auch bei den großen.

Wenn ihr nun im Umgang mit dem ungerechten Mammon nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das wahre Gut anvertrauen?

Und wenn ihr im Umgang mit dem fremden Gut nicht zuverlässig gewesen seid, wer wird euch dann das Eure geben?

Kein Sklave kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Credo

Gabengebet

Herr, unser Gott, nimm die Gaben deines Volkes an und gib, dass wir im Geheimnis der heiligen Eucharistie empfangen, was wir im Glauben bekennen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken durch unseren Herrn Jesus Christus. Denn er hat Großes an uns getan:

Durch seinen Tod und seine Auferstehung hat er uns von der Sünde und von der Knechtschaft des Todes befreit und zur Herrlichkeit des neuen Lebens berufen. In ihm sind wir ein auserwähltes Geschlecht, dein heiliges Volk, dein königliches Priestertum. So verkünden wir die Werke deiner Macht, denn du hast uns aus der Finsternis in dein wunderbares Licht gerufen.

Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit.

Kommunionvers Ps 119, 4–5

Herr, du hast deine Befehle gegeben, damit man sie genau beachtet. Wären doch meine Schritte fest darauf gerichtet, deinen Gesetzen zu folgen.

Schlussgebet

Allmächtiger Gott, du erneuerst uns durch deine Sakramente.

Gewähre uns deine Hilfe und mache das Werk der Erlösung, das wir gefeiert haben, auch in unserem Leben wirksam. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Schlusssegen

Gott, der allmächtige Vater, segne euch und schenke euch gedeihliches Wetter; er halte Blitz, Hagel und jedes Unheil von euch fern.

Er segne die Felder, die Gärten und den Wald und schenke euch die Früchte der Erde.

Er begleite eure Arbeit, damit ihr in Dankbarkeit und Freude gebrauchet, was durch die Kräfte der Natur und die Mühe des Menschen gewachsen ist.

Das gewähre euch der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn † und der Heilige Geist.