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EURO-JACKPOT FÜR KIA?


Auto Bild - epaper ⋅ Ausgabe 35/2021 vom 02.09.2021

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Bildquelle: Auto Bild, Ausgabe 35/2021

Designlinie ?Opposites United? (vereinte Gegensätze) ? erst beim EV6, für Sportage neu interpretiert

Kia Sportage Europa-Version startet Ende des Jahres

AUS EUROPA, FÜR EURO- PA. Darauf ist Kia beim neuen Sportage stolz. Denn im Gegensatz zu seinen Vorgängern wird der Kompakt-SUV nicht nur auf dem alten Kontinent gebaut, nein, für die fünfte Generation haben die Koreaner erstmals auch eine exklusive Euro-Version entwickelt. Die unterscheidet sich vor allem bei den Abmessungen deutlich vom globalen Modell, ist 14,9 Zentimeter kürzer. Warum der Aufwand? Der hiesige Markt gilt als Gradmesser, ist für Kia besonders wichtig. Also wurde nach gründlicher Marktforschung ein EU-Paket geschnürt, jede Schraube angefasst. AUTO BILD checkt, ob sich das gelohnt hat.

Mit rund 4,52 Meter Länge ist der SUV auch bei uns gewachsen (bisher 4485 Millimeter). Auffälliger als das bloße Wachstum ist aber das neue Design, das man getrost als mutig bezeichnen kann. Der ...

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... riesige Grill sowie insektenartige Matrix-LED mit bumerangförmigem Tagfahrlicht wirken kantig und erwachsen. Die bei uns sehr beliebte GT-Line trägt weniger Chromschmuck und macht das Ganze noch sportlicher, wer will, kann erstmals ein farblich abgesetztes Dach dazubestellen. Für eine weitere Abgrenzung zum Welt-Sportage spendiert Kia der Europa-Variante einen markanten Heckabschluss.

„Wie Mercedes, gönnt auch Kia uns jetzt eine einteilige Glasscheibe vor den Monitoren. Sieht gut aus!“

Moritz Doka, Redakteur

Das Heck ist ähnlich auffällig wie die Front. Hier wurden die Leuchten quasi gespiegelt, sie sind ebenfalls als nach außen offene Klammern ausgeführt. Das Band dazwischen dient nur der Zierde. Neckisch ist der unterm Heckspoiler versteckte Scheibenwischer. Sieht sauber aus, ist in Sachen Wischergebnis erfahrungsgemäß aber nicht ganz so sauber.

Ganz anders und kaum wiederzuerkennen: das Cockpit. Den Armaturenträger dominiert ein gebogenes, vom Elektro-Kia EV6 bekanntes Glaspanel. Kein Trick mit zwei angewinkelten Displays, sondern tatsächlich ein einziges gebogenes Glas ohne Zwischenfuge. Dahinter verbergen sich zwei separate Bildschirme mit je 12,3 Zoll Diagonale. Das Digitalcockpit zeigt zwei Rundinstrumente, deren Design sich je nach Fahrmodus ändert.

! So wichtig ist der EU-Markt: Kia leistet sich für Europa eine andere Sportage- Version als für den Rest der Welt

Beim Infotainment verbaut Kia die neue Generation seines UVO-Systems mit blau-violetten Symbolen, die an Neonwerbung aus den 1980ern erinnern. Das System lässt sich intuitiv bedienen und reagiert verzögerungsfrei auf Befehle, Updates erfolgen „over the air“. Das Multi-Mode-Touch- Feld stellt ein Novum dar. Im Grunde ist es ein Bildschirm zur Klimabedienung, die Temperatur wird noch mit Drehreglern eingestellt. Nach einem Fingertipp aber verschwinden die Klimabedienfelder und machen Navigations- und Radio-Shortcuts fürs Infotainment Platz. Das funktioniert beim ersten Test ganz gut, auch wenn es etwas redundant erscheint. Die Gangwahl erfolgt jetzt „shift by wire“ via Drehregler, neben dem sich die letzten verbliebenen Knöpfe befinden. Material- und Verarbeitungsqualität des Vorserienmodells stimmen zuversichtlich.

Im Fond des Sportage geht es geräumig zu, Erwachsene haben genügend Platz. Das optionale Glasdach schränkt aber die Kopffreiheit ein. Kofferraumvolumen? Zwischen 591 und rund 1780 Liter sind es bei den Verbrennern, Hybrid-Piloten müssen mit etwas weniger leben.

Ordentlich aufgerüstet hat Kia bei den Fahr- und Sicherheitsassistenten. Auch im Sportage wird beim Blinken jetzt der tote Winkel als Bild ins Digitalcockpit projiziert. Es gibt einen navigationsbasierten Tempomaten, eine 360-Grad-Kamera mit Außenansicht des Fahrzeugs und eine Fernsteuerungsfunktion, mit der man das Auto von außen in Parklücken dirigieren kann. Außerdem ist der Highway-Driving-Assist verfügbar, der Tempomaten und Spurhalteassistent kombiniert. Der Notbremsassistent funktioniert jetzt auch bei Kreuzungen und beim Rückwärtsfahren. Und das Auto bremst automatisch ab, wenn es beim Spurwechsel ein Hindernis erkennt.

Die Antriebe kennen wir vom Plattformbruder Hyundai Tucson: zwei Diesel mit 115 und 136 PS, zwei Benziner mit 150 und 180 PS. Die stärkeren haben jeweils eine Mildhybrid-Unterstützung, bei den Benzinern optional auch der Kleine. Weiter gibt es einen Vollhybrid mit 230 PS. Selbst aufladen klappt mit dem 265 PS starken Plug-in-Hybrid. Eine reine Elektrovariante ist auszuschließen, denn die würde dem EV6 Konkurrenz machen. Ob alle Motoren auch in Deutschland angeboten werden, ist noch nicht sicher. Optional gibt es für die meisten Motoren Allrad mit speziellen Offroad-Fahrmodi, dazu ein Adaptivfahrwerk mit Dämpferanpassung in Echtzeit.

Marktstart für den Euro-Sportage ist Ende 2021. Die Preise verrät Kia noch nicht, sie dürften aber bei etwa 25 000 Euro starten. Kias Garantie von sieben Jahren oder 150 000 Kilometer inbegriffen. Und allein dafür gebührt Kia ja schon der Euro-Jackpot.

FAZIT

MORITZ DOKA

Kia beweist Mut und krempelt den Sportage komplett um. Mit Erfolg! Optik und Innenraum heben sich deutlich vom Vorgänger ab, die Menge an Fahrassistenten ist bemerkenswert. Fehlt nur noch die Lang - version für Europa.