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Euro-Umlaufmünzen: Nachtrag zum Euro-Variantenkatalog: Die 5-Cent-Münzen: Teil 1: Grundlagen


Münzen & Sammeln - epaper ⋅ Ausgabe 9/2019 vom 21.08.2019
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Bildquelle: Münzen & Sammeln, Ausgabe 9/2019

Der Euro-Variantenkatalog erschien im Jahr 2009 im Battenberg Gietl Verlag. Er enthält auf 320 Seiten Informationen zu allen Nominalen der deutschen Euro-Münzen. Speziell werden Varianten und ausgesuchte Fehlprägungen vorgestellt. Darüber hinaus wurden Starterbeutel, Kursmünzensätze und ausgewählten Münzen anderer EU-Staaten betrachtet. Die Einzel-Informationen endeten mit den Münzen des Jahrgangs 2008.
Da inzwischen Neuigkeiten über Besonderheiten zu allen deutschen Euro-Münzen ab 2007 entdeckt wurden, werden in der Folge Nachträge zu den einzelnen Nominalen verfaßt. Die Ergänzungs-Artikel enthalten ...

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Der Euro-Variantenkatalog erschien im Jahr 2009 im Battenberg Gietl Verlag. Er enthält auf 320 Seiten Informationen zu allen Nominalen der deutschen Euro-Münzen. Speziell werden Varianten und ausgesuchte Fehlprägungen vorgestellt. Darüber hinaus wurden Starterbeutel, Kursmünzensätze und ausgewählten Münzen anderer EU-Staaten betrachtet. Die Einzel-Informationen endeten mit den Münzen des Jahrgangs 2008.
Da inzwischen Neuigkeiten über Besonderheiten zu allen deutschen Euro-Münzen ab 2007 entdeckt wurden, werden in der Folge Nachträge zu den einzelnen Nominalen verfaßt. Die Ergänzungs-Artikel enthalten Hinweise zur Prägemengen, zu Motivänderungen und zu neuen Erkenntnissen über Varianten, Variationen und Fehlprägungen. Aufgrund der ausführlichen grundsätzlichen Informationen im Katalog wird hier nicht erneut auf Grundsätzliches eingegangen. Die folgenden Hinweise zu den Prägemengen wurden im Varianten-Katalog nicht ausführlich behandelt. Die Werte stehen jedoch in einem direkten Zusammenhang zu Varianten, Variationen und sogar Fehlprägungen. Insofern werden diese Zahlen hier vorgestellt. Die neuen Informationen zu den 1-Cent-Münzen erschienen in „Münzen und Sammeln“ Heft 6/2017. Die 2-Cent-Neuigkeiten wurden in einem ersten Teil-Artikel in „Münzen & Sammeln“ Heft 7+8 2018 und bezüglich der Besonderheiten in „Münzen & Sammeln“ Heft 2/2019 veröffentlicht.

Prägeschlüssel

Der Prägeschlüssel beträgt annähernd jeweils je Münzstätte ein Fünftel an der Gesamtprägemenge. Die beiden Münzstätten in Baden-Württemberg erreichen in der Summe den Zweifünftel-Anteil. Da München und Hamburg einen Zuschlag von 1% erhielten, entfallen jedoch auf die Baden-Württemberger in der Summe nur 38%. Die interne Aufteilung bestätigt die im Umlauf erlebte Seltenheit der 5-Cent-Münzen aus Karlsruhe, Münzzeichen G.
Der Prägeschlüssel beträgt über alle Jahre:

Die veröffentlichen „Prägemengen“ sind ab 2005 nicht mehr die realisierten Prägemengen, sondern die Mengen der Prägeaufträge durch die Deutsche Bundesbank. Diese Vorgaben entsprechen dem Prägeschlüssel (Quelle: Deutsche Bundesbank, Zentralbereich Bargeld).
Die 5-Cent-Münzen wurden mit allen Jahreszahlen von 2002 mit Ausnahme des Jahrgangs 2003 bis heute (Stand 2019) von allen deutschen Münzstätten für den Umlauf geprägt. Für Varianten-Jäger ist insbesondere interessant, wieviel Aufträge pro Jahr in Etappen vergeben wurden. Unterschiedliche Auftragsdaten können eventuell auf Stempelüberarbeitungen und Varianten hinweisen.

5 Cent Summenwerte je Prägejahr / Anzahl Aufträge

Für das Jahr 2019 ist noch ein Prägeauftrag zu erwarten. Die Gesamtprägemengen schwanken, ab 2005 betrachtet, von Jahr zu Jahr erheblich zwischen 150 Millionen bis zu rund 300 Millionen. In einem 3-Jahres-Rhythmus werden ca. 600 Millionen 5-Cent-Münzen geprägt.

Einzelne ausgewählte Prägeaufträge für die Jahre mit mehreren Aufträgen (in Millionen)

Die zwei Aufschlüsselungen in Tabelle 1 zeichnen sich durch besonders geringe Prägemengen in der 2. Auflage aus.
Der bisherige Auftrag für die Münzen mit der Jahreszahl 2019 (Tabelle 2) entspricht nicht dem Prägeschlüssel, insofern ist ein 2. Auftrag schon deshalb erforderlich. Nach nicht bestätigter Information gibt es mit dem 2. Auftrag eine Überraschung.
Die Gesamtübersicht der Prägemengen und -aufträge ist in Tabelle 3 dargestellt.

Die Münzbilder

Die 5-Cent-Münze ist die einzige deutsche Euro-Münze, die bisher noch keine deutliche Motivänderung erfahren hat. Sie hat weder die Anpassung der Münzbilder der Euro-Münzen an die Erweiterung der EU noch die Veränderungen der Motive der 1- und 2-Cent-Münzen infolge prägetechnischer Erfordernisse mitgemacht.
Die Beständigkeit des Münzbilds beruht im wesentlichen auf der Größe der Münze und der Klarheit des Münzbilds bei diesen Größenverhältnissen. Auf die Anpassung der Kleinmünzen zu 1, 2 und 5 Cent an die EU-Erweiterung wurde nach amtlicher Aussage verzichtet, da die Welt abgebildet ist und nicht nur Europa.

Die Münzbilder / die Wertseite

Im Unterschied zu den Rückseiten/ Eichenlaubseiten unterscheiden sich die Wertseiten der 1-, 2-, und 5-Cent-Münzen in wesentlichen Details.
Insbesondere der Mittelmeer-Raum als auch Skandinavien sind jeweils anders gestaltet. Auch die jeweilige Struktur der EU-Länder ist auffällig. Aus berufenem Munde war herauszuhören, daß 2019 in einigen Details eine Verallgemeinerung bei den 1-, 2-, und 5-Cent-Münzen zu erwarten sei.

Mittelmeer Wirrwarr
Der Mittelmeer-Raum weist erhabene Teilflächen auf, die sowohl Wasserflächen und Landflächen, als auch die Linie eines Breitengrads darstellen.

Entwirrt
Der auf den 5-Cent-Münzen dargestellte Breitenkreis entspricht mit viel künstlerischer Freiheit dem 35. bzw. 36. Grad Nord. Er stellt die Trennlinie für mehrere erhabene Flächen dar, die Wasser- oder Landflächen sind.

Europa im Gradnetz der Erde


Von der „Straße von Gibraltar“ ausgehend in östliche Richtung folgt meines Erachtens der Breitengrad in erhabener Form bis zur Insel Sizilien, die als erhabener Punkt zu erkennen ist. Nördlich davon ist die Große Meeresbucht (erhaben) zwischen Spanien und Italien zu erkennen. Die Inseln in diesem Meeresteil sind nicht vorhanden. Ab Sizilien ist der Breitengrad vertieft dargestellt. Das kleine erhabene Dreieck zwischen Italien und Griechenland ist wieder Meeresanteil und keine Insel. Griechenland ist als ein auf der Spitze stehendes Dreieck zu erkennen. Oftmals ist auch ein EU-Länder-Strukturpunkt darin zu finden.
Unterhalb des Breitenkreises sind die Afrika vorgelagertem Meeresteile erhaben dargestellt. Am Ende befindet sich nördlich des Breitenkreises Kleinasien (Türkei).
Der Blasebalg darüber ist das Schwarze Meer mit dem Zufluß zum Mittelmeer. Außer Sizilien sind keine weiteren Inseln berücksichtigt worden.
Zum Vergleich kann der Kartenausschnitt mit dem Gradnetz herangezogen werden.

Die Münzbilder / die Eichenlaubseite

Mit der Jahreszahl 2007 wurden alle 1-Cent-Münzen mit einer neuen Rückseite hergestellt, die sich deutlich in Details des Münzbilds von den vorhergehenden Münzen unterscheidet. Damit erfolgte eine Anpassung der Münzbilder der Kleinstmünzen zu 1, 2 und 5 Cent untereinander.
Der Vergleich einer 1-Cent-Münze und einer 2-Cent-Münze (nicht abgebildet) mit einer 5-Cent-Münze zeigt, daß das jeweilige Eichenlaub und die Sternenverteilung gleichartig sind. Zum Vergleich wurden beide Münzen in der gleichen Größe abgebildet. Die Sternenverteilung entspricht den vollen Stunden einer Uhr.
Die Sterne auf der Rückseite der 5-Cent-Münzen weisen eine Besonderheit auf, die eventuell gewollt ist. Manche Sterne weisen abgerundete Spitzen auf. Stempelabnutzung oder Stempelüberarbeitung könnten auch die Ursache sein. Das wird noch untersucht.

1-Cent-Münze


5-Cent-Münze


Die Münzzeichen

Die Münzzeichen variieren teilweise von Jahrgang zu Jahrgang und auch innerhalb eines Jahrgangs. Die Veränderungen betreffen sowohl die Form als auch die Stellung der Münzzeichen.
Bei allen Münzzeichen kommen in Verbund mit der Jahreszahl höhere oder tiefere Stellungen im Verhältnis zum Innenkreis vor. Diese Unterschiede sind unabhängig von der senkrechten oder abgeschrägten Innenkante des Innenkreises.
Die abgeschrägte Innenkante vermittelt dem Beschauer einen engeren Abstand des Münzzeichens zum Rand des Innenkreises. Auch die leicht unterschiedliche Baumstammbreite täuscht in einigen Fällen das Auge. Weitere Variationen und tatsächliche Mzz.-Varianten werden später in einem Fortsetzungs-Artikel vorgestellt.

Die Jahreszahlen

Die Jahreszahlen variieren von Jahrgang zu Jahrgang und manchmal auch innerhalb eines Jahrgangs je Münzstätte. Die Unterschiede bestehen bei den einzelnen Ziffern sowohl in der Lage zueinander als auch in der Höhe zueinander. Die gesamte Jahreszahl variiert innerhalb eines Jahrgangs von Münzstätte zu Münzstätte.
Diese Veränderungen betreffen sowohl die Größe als auch die Stellung der gesamten Jahreszahl. Die gesamte Jahreszahl sowie das Münzzeichen sind 2016 nach links verschoben. Die Lage in der Höhe ist gleichartig. Der Abstand der Ziffer untereinander erscheint 2015 und 2016 unterschiedlich. Das liegt aber daran, daß die Ziffern 2016 dünner sind.

Der Abstand der 2 zum Stamm


Der Abstand der 7 zur Eiche
Die Abbildungen hat EPA-Freund Peter Opitz zur Verfügung gestellt


Zusammenfassung

Die 5-Cent-Münze, einmal von mir als die Makellose tituliert, weißt doch mehr Besonderheiten auf, als mancher Variantensammler gedacht hat. Einzelheiten dazu erfährt der geneigte Leser in einer Fortsetzung zu diesem Artikel.