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Eva und ihre Kollegen retten Großkatzen – mitten in der Pfalz: „Wir geben Tigern in Not ein neues Zuhause“


Bild der Frau - epaper ⋅ Ausgabe 38/2019 vom 13.09.2019

Die Tiere verkümmerten in Privatwohnungen oder wurden vom Zirkus zurückgelassen. In dieser Auffangstation in Maßweiler können sie endlich artgerecht leben. Mit Spielen und ganz viel Auslauf


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Bildquelle: Bild der Frau, Ausgabe 38/2019

„Cara“ (l.) und „Varvara“ spielen gerne im Wasser


Keine Schmusekatzen – aber zu Biologin Eva haben die Tiger Vertrauen


Es sind Momente, die ans Herz gehen, wenn man die Vorgeschichte der Tiere kennt. Wenn zum Beispiel „Varvara“ (16) fasziniert mit ihren großen Tatzen nach einem ...

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... Wasserstrahl greift, was ihr natürlich nicht gelingt. Und dann einfach übermütig mit einem Ball weiterspielt. Wenn „Cara“ (6) sich hinter ihrem Gitter zur Begrüßung hinwirft wie ein Hund – als warte sie auf Streicheleinheiten. Oder wenn die Geschwister „Bela“ und „Sharuk“ (5) auf einem Felsen Seite an Seite in die Sonne blinzeln.

Alles so friedlich und scheinbar völlig normal in dieser paradiesischen Großkatzenanlage des Vereins „Tierart“ im rheinland-pfälzischen Maßweiler. Dabei könnten alle vier Tiger auch krank und eingepfercht dahinvegetieren – oder längst tot sein. Denn „Cara“, „Bela“ und „Sharuk“ waren in größter Not, stammen aus illegalen, viel zu kleinen Privathaltungen in Neapel und Süddeutschland.

Und „Varvara“ war der letzte Zirkustiger Bulgariens. Als dort das Wildtierverbot 2015 in Kraft trat, hat man sie einfach zurückgelassen. Von der Polizei beschlagnahmt und vom Einschläfern bedroht, rettete der Verein die Großkatzen mit Unterstützung der Organisation „Vier Pfoten“. Jetzt leben die Tiere in drei 1000 m2 großen Außengehegen und einem Innengehege mit Schlafboxen.

Biologin Eva Lindenschmidt (37) war jedes Mal dabei, als die Tiger aufgenommen wurden. „Varvaras“ Schicksal hat sie besonders erschüttert: „Sie war in einem erbärmlichen Zustand“, erzählt sie. „Schlecht ernährt, ihre Pfoten hatten nie ein Fleckchen Gras berührt – sie wurde ihr ganzes Leben, zwölf Jahre lang, in einem winzigen, dreckigen Käfig gehalten.“ Laufen, herumstreunen, spielen? Kannte das arme Tier nicht. Der Weg zur Manege war ihr einziger „Auslauf“. Ein paar „Sitz“- und „Platz“-Übungen und Sprünge über drei Hindernisse – das war’s an Bewegung. „Anfangs lief sie bei uns trotz des großen Platzes nur auf der Stelle hin und her – mehr kannte sie ja nicht“, sagt die Tierpflegerin traurig. Und freut sich umso mehr, was aus „Varvara“ geworden ist: „Eine entspannte, etwas ältere Dame, die ausgelassen im Wasser spielt und ihr Tiger-Dasein genießt, ohne dass einer was von ihr will. Für mich ist das wie eine Wiedergutmachung.“

„Bela“ und „Sharuk“ stehen sogar vor einer spannenden neuen Zukunft: Weil sie menschenscheuer als die anderen Tiger sind, finden sie bald ein neues Zuhause in der 10 000 m2 großen Auffangstation „Lionsrock“ in Südafrika. Happy End in der Wildnis.

INFOS: www.tierauffangstation.de

Wie Sie helfen können

Der gemeinnützige Verein Tierart betreut auch andere Tiere in Not und finanziert sich u. a. durch Spenden. Wer helfen möchte:

Spendenkonto: Tierart gGmbH GLS Bank, IBAN: DE12 4306 0967 2062 0784 00

Fotos: VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz