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Ewige Freundschaft


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Motor Klassik - epaper ⋅ Ausgabe 1/2023 vom 06.12.2022

PUCH 300 GD UND TOYOTA LAND CRUISER HJ60 FAHRBERICHT

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Bildquelle: Motor Klassik, Ausgabe 1/2023

Erst kürzlich, da war dieser seltsame Vorfall mit einem Land Rover Defender, der formatfüllend im Rückspiegel von Alexander Blomberg auftauchte und nicht mehr verschwinden wollte. Blomberg wurde am Steuer seines Toyota Land Cruiser zunehmend mulmig zumute, denn der Fahrer des britischen Geländewagens verfolgte ihn offenbar, von Blankenese aus in Richtung Osten, quer durch die Hamburger Elbvororte bis nach Klein Flottbek. An jeder Abzweigung bog der Brite hinter ihm exakt so ab wie Blomberg in seinem Toyota. Der Defender klebte an ihm wie eine feuchte Nudel.

„Hab ich dem vielleicht irgendwo die Vorfahrt genommen?“, begann Blomberg in seinem Gedächtnis zu kramen und schaute in immer kürzer werdenden Abständen in die Spiegel: „Will der mich womöglich verprügeln?“ Der Land Rover stellte sich am Ziel schließlich quer vor die Blomberg’sche Einfahrt. ...

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... Dann stieg der Fahrer aus – und beglückwünschte den verunsicherten Blomberg strahlend zu dessen betagtem Toyota. So ein charakterstarkes Fahrzeug habe er bisher nur selten gesehen. Sprach es und fuhr von dannen.

Tatsächlich sind Alexander Blomberg und sein Land Cruiser vom Typ HJ60 ein bemerkenswertes Gespann, das seit mehr als 35 Jahren eine tiefe Freundschaft pflegt. Der Hamburger Unternehmer kaufte den Geländewagen 1987 als Neufahrzeug, aber nicht etwa bei einem Händler im Hamburger Raum, sondern direkt vom Importeur in Belgien. Das cremeweiße Auto ist eine in Deutschland damals gar nicht erhältliche Version „ohne die sonst üblichen Chromleisten“, sagt Blomberg. Auch hatte er sich bewusst gegen die 136-PS-Turboversion entschieden. Denn die 103 PS des Saugdiesel reichen ihm vollkommen.

Wegen der einfacheren Ausstattung sparte Blomberg beim Kauf nicht nur einige Hundert Mark. Sein Land Cruiser trägt obendrein die praktische doppelte Hecktür; es gibt den HJ60 nämlich auch mit horizontal geteilter Heckklappe. Die findet Blomberg allerdings weniger gut: „An die Doppeltür kann man einfach mit dem Gabelstapler ranfahren und eine Euro-Palette reinschieben“, sagt er. „Das ist bei der geteilten Klappe schwierig.“

Waschechte Geländewagen wie der große Toyota werden in der Regel als Nutzfahrzeuge gekauft. Entsprechend wird ihnen zeitlebens zumeist nichts geschenkt. Das macht sie, falls sie die H-Kennzeichen-Reife je erreichen, zu absoluten Raritäten im Straßenbild. Blombergs Ersthandmodell setzt mit seinen ultraseltenen Ausstattungsdetails da noch einen drauf. Dabei sieht Blombergs Rarität nicht etwa aus wie ein Neuwagen oder ein toprestauriertes Exemplar, sondern eben wie eines, das regelmäßig in Benutzung ist – der HJ60 ist in Würde gealtert. Neu lackiert wurde der Toyota auch schon mehr als einmal. Dabei hat Blomberg stets darauf geachtet, dass der Lackierer auf Spachtel, so gut es ging, verzichtete – so kann der Besitzer entstehende Rostblasen früher entdecken und behandeln.

Gut zu wissen

PUCH 300 GD (W460) Eckdaten: R5-Dieselmotor, 2998 cm³, 88 PS, 2055 kg, 129 km/h, 1979 bis 1991

Preis: 30 000 Euro (guter Zustand)

Charakter: Beliebter Offroad-Alleskönner mit Militär-Genen aus deutsch-österreichischem Joint Venture, geringe Fahrleistungen

TOYOTA LAND CRUISER (HJ60) Eckdaten: R6-Dieselmotor, 3980 cm³, 103 PS, 1885 kg, 145 km/h, 1980 bis 1990

Preis: 36 800 Euro (guter Zustand)

Charakter: Vergleichsweise komfortabler Geländewagen mit sehr viel Platz, genießt in der Reiseszene einen legendären Ruf

Ölverbrauch kaum messbar

Blombergs Einstellung zu seinem Toyota war von Beginn an pragmatisch – es ist ein Geben und Nehmen. Weil er bereits einen Land Cruiser FJ40 besaß und mit diesem überaus zufrieden war, ließ er auch dem Neuzugang jene Pflege zuteilwerden, die ein langes Autoleben erst ermöglicht. Eine kundige Werkstatt ist für ihn entscheidend – trotz der erwiesenen Robustheit des Toyota. „Ich lass da keinen Fremden dran rummachen“, sagt Blomberg knapp. Was allerdings nicht bedeutet, dass der Unternehmer sein Auto mit Samthandschuhen anfasst. Ausgedehnte Reisen, auch über skandinavische Schotterpisten, nach Schottland oder in die Alpen, gehören wie selbstverständlich zu dieser innigen Beziehung von Mensch und Maschine. Die Ölstandskontrolle findet eher sporadisch statt – aus Erfahrung weiß Blomberg schließlich, dass der Schmiermittelverbrauch des Reihensechszylinders zwischen den Ölwechselintervallen auch nach fast 450 000 Kilometern so gut wie nicht messbar ist.

Im Vergleich zu Blombergs Toyota-Freundschaft kam die Beziehung von Dirk Sylla zu seiner Puch G-Klasse erst auf Umwegen zustande. Der Ingenieur, der in Hamburg ein Konstruktionsbüro für Abwassersanierung betreibt und in der Stadt zumeist einen Smart oder sein Fahrrad bewegt, pflegt eine Leidenschaft für Geländewagen, eigentlich schon sein Leben lang. Er war bereits mehrfach in den Dünen der Sahara unterwegs, zunächst mit mehreren VW Iltis, „Serie eins, zwei und drei, genau in der Reihenfolge“. Zwischendurch gab’s auch mal einen modifizierten Unimog 1300L. Und dann kaufte sich Sylla 2011 ein neues Mercedes-Benz G-Modell in der Professional-Ausführung. Doch die Verwirklichung dieses Traums stand unter keinem guten Stern. „Das Auto hatte drei Motorschäden, und keiner konnte sagen, woran es lag“, erinnert sich Sylla. Der Professional war gefühlt länger in der Werkstatt als in Gebrauch. Zum Glück erbarmte sich schließlich ein Mitarbeiter des Herstellers, den Kummerkasten zu übernehmen.

DATEN UND FAKTEN

Puch 300 GD (W460), Baujahr 1985

MOTOR Typ OM 617, flüssigkeitsgekühlter Diesel-Reihenfünfzylinder, vorn längs, Bohrung x Hub 90,9 x 92,4 mm, Hubraum 2998 cm³, Leistung 88 PS bei 4400/min, max. Drehmoment 172 Nm bei 2400/min, Verdichtung 21:1, zwei Ventile pro Zylinder, betätigt über eine obenliegende kettengetriebene Nockenwelle, Motorblock und Zylinderkopf aus Grauguss, sechs Kurbelwellenlager, Bosch-Stempeleinspritzpumpe, Glühkerzen Bosch KE 4677 C/A, Ölinhalt Motor 7 Liter

KRAFTÜBERTRAGUNG Vier- oder Fünfganggetriebe, auf Wunsch Viergangautomatik, Hinterradantrieb, zuschaltbarer Vorderradantrieb, Verteilergetriebe, auf Wunsch Sperren vorn und hinten

KAROSSERIE UND FAHRWERK Stahlblechkarosserie auf Kastenrahmen, vorn und hinten Starrachse, Längslenker, Querlenker, Schraubenfedern, vorn zusätzlich Kurvenstabilisator und Teleskopstoßdämpfer, Kugelkreislauflenkung, a.W. mit Servo, vorn Scheiben-, hintenTrommelbremsen, Räder 5,5 J, Reifen 205 R 16

MASSE UND GEWICHTE Radstand 2850 mm, L x B x H 4395 x 1700 x 1975 mm, Gewicht 2055 kg,Tank 70 Liter

FAHRLEISTUNGEN UND VERBRAUCH Vmax 129 km/h, 0 bis 100 km/h in 26,6 s, Verbrauch 15,4 Liter

BAUZEIT UND STÜCKZAHL 1979 bis 1991, 48 000 Exemplare (alle Versionen)

DATEN UND FAKTEN

Toyota Land Cruiser (HJ60), Baujahr 1987

MOTOR Typ 2H, flüssigkeitsgekühlter Diesel-Reihensechszylinder, vorn längs, Bohrung x Hub 91,0 x 102 mm, Hubraum 3980 cm³, Leistung 103 PS bei 3500/min, max. Drehmoment 241 Nm bei 1800/min, Verdichtung 20,7:1, zwei Ventile pro Zylinder, eine seitliche kettengetriebene Nockenwelle, Motorblock und Zylinderkopf aus Grauguss, siebenfach gelagerte Kurbelwelle, mechanische Wirbelkammereinspritzung, Ölinhalt 10,7 Liter

KRAFTÜBERTRAGUNG Vier- oder Fünfganggetriebe, auf Wunsch Dreigangautomatik, Hinterradantrieb, zuschaltbarer Vorderradantrieb, Differenzialsperre hinten auf Wunsch

KAROSSERIE UND FAHRWERK Stahlblechkarosserie auf Kastenrahmen mitTraversen, vorn und hinten Starrachse mit Halbelliptikfedern undTeleskopstoßdämpfern, Kugelkreislauflenkung, a. W. mit Servo, vorn Scheiben-, hinten Trommelbremsen, Räder 6 J, Reifen 215 SR 15 oder 205 SR 16

MASSE UND GEWICHTE Radstand 2730 mm, Länge x Breite x Höhe 4675 x 1800 x 1935 mm, Gewicht 1885 Kilogramm, Tank 90 Liter

FAHRLEISTUNGEN UND VERBRAUCH Vmax 145 km/h, 0 bis 100 km/h in 26 s, Verbrauch: 9,8 bis 15,4 l/100 km

BAUZEIT UND STÜCKZAHL 1980 bis 1990, 412000 Exemplare (alle Station Wagon)

Aber der G, der hatte es Sylla trotzdem angetan. Weil er auch lange Reisen unternehmen wollte, beschloss er, sich eine alte Langversion zuzulegen „weil die besser geradeaus läuft als die kurze“, so Sylla, und zwar eine mit dem 300er-Saugdiesel vom Typ OM 617, dem gemütlichen 88-PS-Fünfzylinder.

Entspannt und entschleunigt

Bei einem Reisetempo von um die 110 km/h geht es entschleunigt, aber vor allem entspannt dahin. Das Temperament gleicht eher dem einer Wanderdüne. Im Sommer wird ein Dachzelt montiert; dann nimmt der Luftwiderstand noch einmal zu, sodass Sylla bereits über die Turboversion des OM 617 nachgedacht hat. Aber am Ziel angekommen ist er bisher immer, seitdem er den Puch besitzt. Hoch oben, auf einer Sitzposition, die eher an einen Lastwagen erinnert, hat er einen guten Überblick; das Einparken fällt dank der übersichtlichen Karosserie kinderleicht.

Im Gegensatz dazu nimmt Alexander Blomberg in seinem Toyota die typische Sitzposition ein, wie man sie auch von Personenwagen kennt: Die Beine weitgehend gestreckt, der lange Schalthebel des Fünfganggetriebes reckt sich der rechten Hand entgegen. Auch die Karosserieform des 4,68 Meter langen Toyota ist im Vergleich zum G-Modell gestreckter, die lange Motorhaube und der beeindruckende hintere Überhang geben dem Toyota im Profil die Anmutung eines großen Kombi mit viel Bodenfreiheit. Der G, der einige Zentimeter kürzer ist, wirkt deutlich kompakter – aufrecht wie ein Fels in der Brandung.

„An die Doppeltür kann man mit dem Gabelstapler ranfahren und eine Euro-Palette reinschieben“

Toyota-Besitzer Alexander Blomberg

„Die Restaurierung habe ich so angelegt, dass ich da zeitlebens nicht mehr nacharbeiten muss“

Puch-G-Eigner Dirk Sylla

Während Alexander Blomberg seinen Toyota in all den Jahren immer nur gewartet und bei Bedarf repariert hatte, stürzte sich Dirk Sylla mit seinem Puch G, der zuvor beim österreichischen Bundesheer im Einsatz gewesen war, in das Abenteuer einer Vollrestaurierung. Ob Mercedes-Benz oder Puch, war letztlich nicht entscheidend, schließlich entstammen alle G-Modelle dem Joint Venture von Steyr-Daimler-Puch in Graz und sind bis auf das Emblem baugleich. Da Sylla jedoch die Militär-Optik seines damaligen Neuerwerbs nicht mochte, entschied er, dass sein Auto im Ergebnis so aussehen sollte wie eine frühe Zivilversion – mit einer Lackierung im originalgetreuen Farbton Colorado-Beige in zwei Schichten plus Klarlack sowie Stoffsitzen mit Karomuster anstelle der Kunstlederbezüge.

Der Puch wurde komplett zerlegt; die Karosseriearbeiten machten samt sorgfältigster Abdichtung und Hohlraumkonservierung den größten Teil der Restaurierung aus. Alle Türen sowie die vorderen Kotflügel wichen originalen Neuteilen. „Ich hab die Restaurierung so ausgelegt, dass ich da zeitlebens nicht mehr nacharbeiten muss“, sagt Sanierungsexperte Sylla.

Um die Qualität der Arbeiten abzusichern, nahm Sylla sich zwischendurch immer wieder Urlaub und packte in der Werkstatt mit an. Der Motor wurde lediglich durchgecheckt, doch alle Teile des Fahrgestells komplett zerlegt, neu lackiert und mitsamt neuen Verschleißteilen wie Lager und Buchsen vollständig revidiert. Als aus Graz das Angebot für ein nagelneues Fünfganggetriebe kam, wanderte die Viergangbox ins Teilelager. Anderthalb Jahre dauerte das Bauvorhaben, doch am Ende war der TÜV-Prüfer bei der Vollabnahme „schwer begeistert“, so Sylla. Seitdem haben der Hanseat und seine G-Klasse zigtausend Kilometer abgespult – kreuz und quer durch Europa bis nach Bulgarien und natürlich zum Skifahren in die Alpen. Seinen Freund, den G, den gibt er nicht mehr her. Das steht fest.

Die Sache mit der Schiffsschraube

Genauso ist es bei Alexander Blomberg und seinem Toyota. Eine Anekdote, die ist bei Blomberg besonders tief im Gedächtnis verankert, weil sie beinahe das Ende der Beziehung besiegelt hätte. Das war die Sache mit der Schiffsschraube. Blomberg, der im Stadtteil Ottensen eine Design-Werkstatt für Acrylglas-Objekte betreibt, war beim Maritimen Museum in der Speicherstadt vorgefahren, um eine Vitrine zu liefern. „Ich hatte ausnahmsweise vorwärts eingeparkt wegen der Entladung“, sagt Blomberg. Normalerweise parke er rückwärts ein, weil er dann einfacher wieder starten könne.

Als er nach erledigter Lieferung losfahren wollte, schaute er in beide Außenspiegel, dann in den Innenspiegel, und da nach seinem Dafürhalten alles frei war, setzte er zurück. Bumm.

Das einzige Hindernis weit und breit, einen sechs Meter hohen und mehr als 15 Tonnen schweren Schiffspropeller vor dem Museum, hatte der Toyota-Fahrer glatt übersehen, weil der im seitlichen Profil beinahe so schmal war wie eine Messerklinge. „Es hat dermaßen geknallt, dass ich dachte, ich hätte mein Auto vollkommen zerstört“, sagt Blomberg, und er sieht heute noch ein wenig blass aus um die Nase, wenn er davon erzählt. Blomberg stieg aus und sah: fast nichts. Er hatte den Propeller genau zwischen dem rechten Scharnier der Hecktüre und dem Rücklicht getroffen. „Sogar das Glas war glücklicherweise noch ganz. Die sind nämlich so gut wie nicht mehr zu bekommen.“ Der Lack wurde ausgebessert. Die heruntergebogene Stoßstange war relativ leicht zu richten. „Es ist einfach ein Glücksauto“, sagt Blomberg über den Toyota, seinen langjährigen Begleiter.

Fazit

Das G-Modell ist eine Ikone und in seiner ursprünglichen und schlanken Form nicht ansatzweise krawallig. Das Reisen mit dem Dreiliter-Saugdiesel ist Entschleunigung pur. Der großeToyota ist vor allem in dieser schlichten Version ohneTurboaufladung und Chromschmuck bei uns eine extrem seltene Erscheinung und übt auf mich als Liebhaber von Exoten deshalb einen besonderen Reiz aus.

Frank Janssen