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EXKLUSIV: BERND ULRICH: Ohne Daniela gäbe es DIE AMIGOS vielleicht nicht mehr


StadlPost - epaper ⋅ Ausgabe 4/2020 vom 23.06.2020

Als ihr guter Freund und Bandkollege Witold krank wurde, wollten Bernd und Karl-Heinz Ulrich nicht als Duo weitermachen. Die Fans – und Bernds Tochter Daniela – konnten die beiden zum Glück umstimmen


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Bildquelle: StadlPost, Ausgabe 4/2020

Viele haben es sich gewünscht, 2021 klappt es endlich: Daniela Alfinito wird mit ihrem Vater Bernd und Onkel Karl-Heinz auf Tour gehen!


Diese Autogrammkarte ist ein seltenes Sammlerstück: Von 1985 bis 2000 waren die Ulrich-Brüder gemeinsam mit Witold Piwonski (r.) als AMIGOS unterwegs. Nach einem Schlaganfall lag er acht Jahre im Koma – bis zu seinem Tod


Der Kreis schließt sich: Ab Februar 2021 sind die AMIGOS ...

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... gemeinsam mit Daniela Alfinito auf Tour. Namen, die beide für sich schon seit Langem einen festen Platz im Olymp der deutschen Schlagerwelt haben. Dass eine Tour in dieser Konstellation überhaupt möglich ist, hat eine ganz besondere Geschichte. Denn um ein Haar hätte es die AMIGOS, gegründet 1970, ab dem Jahr 2000 gar nicht mehr gegeben. Damals fiel das langjährige Bandmitglied Witold Piwonski nach einem Schlaganfall ins Wachkoma. Acht Jahre später starb er.

Für Bernd und Karl-Heinz eine schwere Zeit, denn bis dahin waren sie 15 Jahre erfolgreich gemeinsam mit ihrem Freund als Trio unterwegs gewesen. Davor spielten sie bis 1980 mit Rudi Lang und Günther Zimmer, der 1985 starb. Die beiden planten, nach 30 Jahren die Geschichte der AMIGOS zu beenden. Zu belastend lag ihnen Witolds Schicksal auf der Seele. Doch als ihre Fans von diesem Vorhaben erfuhren, gingen sie quasi auf die Barrikaden. Und noch jemand setzte sich dafür ein, dass diese Erfolgsstory nicht zu Ende erzählt ist: Bernds Tochter Daniela ist damals auch schon musikalisch unterwegs und mit ihren Cover-Versionen berühmter Hits ebenfalls eine bekannte Größe. Sie bietet Vater und Onkel an, als „dritter Mann” die Formation zu ergänzen. Bernd war damals noch am Schlagzeug, Karl-Heinz Gitarrist und Sänger. Bis heute erinnert sich Daniela noch gut an ihren ersten gemeinsamen Auftritt in der Glastanzdiele in Atzenhain: „Ein super Gefühl war das damals!” Bis sie schließlich 2006 selbst ihren musikalischen Durchbruch hatte (auch mit Songs aus Bernds Feder), begleitete sie die AMIGOS und rettete so eine der ehrlichsten und authentischsten Musikgruppen, die der deutsche Schlager bis heute zu bieten hat. Bei Live-Auftritten haben sie schon oft zusammen gesungen, wie etwa beim jährlichen „Amigos”-Fest. Daniela sprang auch vor drei Jahren auf der Bühne für Karl-Heinz ein, der erkrankt war. Für Fans waren diese seltenen gemeinsamen Auftritte jedes Mal ein ganz besonderes Highlight. Die familiäre und künstlerische Verbundenheit mündet jetzt endlich in einer gemeinsame Tour. STADLPOST sprach mit Bernd Ulrich von den AMIGOS und seiner Tochter Daniela Alfinito darüber, wie alles begann – und worauf wir uns 2021 freuen können.

„Weißt du noch?” Daniela und ihr Vater schwelgen in musikalischen Erinnerungen


STADLPOST: Liebe Daniela, die Musik der AMIGOS begleitet dich ja schon seit Kindertagen. Erzähl doch mal!

DANIELA: Ja, schon als kleines Mädchen war ich bei den Auftritten der beiden dabei. Wenn sie sonntags tagsüber auf der Kirmes aufgetreten sind und ich mit dabei war, war das das Größte für mich. Manchmal durfte ich sogar mitsingen, das fand ich so toll! Und sonst saß ich immer am Bühnenrand und habe zugeschaut. Das sind Erinnerungen, die ich nie vergessen werde. Nur Samstagsabends durfte ich nie mit zu Auftritten, das war einfach zu spät. Ich war ja damals noch ein kleines Kind, gerade mal sieben Jahre alt.

BERND: Und ich hatte oft ein schlechtes Gewissen, wenn ich am Wochenende für Auftritte über die Dörfer getingelt bin, anstatt zu Hause bei der Familie zu sein. Denn unter der Woche hatte ich Schichtdienst in der Brauerei und sah mein kleines Mädchen auch nicht besonders viel. Als Vater war das manchmal ziemlich hart. Wo immer es möglich war, habe ich sie gerne mitgenommen!

2003 brachte Daniela ihr Debütalbum „Ich vermiss dich nicht” heraus. Bis dahin sang sie zumeist Cover-Songs


STADLPOST: Wie prägend war dein Vater für deinen Musikgeschmack?

DANIELA: Das Wichtigste war, dass er mir keinen Stil aufzwängen wollte. Ich erinnere mich noch, wie er mich als Teenie mit in einen Plattenladen nahm und ich mir aussuchen durfte, was mir gefiel. Ich mochte die 70er-Jahre-Schlager, aber hörte auch Nena und englischen Pop. Das war völlig okay für ihn.

BERND: Ja, sie durfte sich kaufen, was sie wollte. Es war ja ihr eigener Geschmack, eben das, was sie aus dem Radio kannte und aktuelle Songs aus den Charts. Ich hab sie nicht beeinflusst.

Begehrte Sammlerstücke: Die Deutsche Post hat den AMIGOS zu ihrem 50. Bühnenjubiläum 1000 Briefmarken im Wert von 80 Cent gewidmet


STADLPOST: Welchen Ratschlag der beiden hast du immer beherzigt?

DANIELA: Sie sagen: „Bleib freundlich, nett und höflich. Auch der Letzte in der Reihe soll sein Autogramm und sein Bild bekommen!” Ich orientiere mich menschlich und künstlerisch an den AMIGOS. Aber mein Vater ist natürlich mein größtes Vorbild. Er hat mich alles gelehrt. Nicht nur Musik. Sondern auch, respektvoll und aufrichtig durchs Leben zu gehen. Ich danke meinem Papa, dass er die ganze Zeit hinter mir stand und mit mir auch an diesem Album gearbeitet hat. Was ich auch so sehr mag, ist, dass Papa unglaublich gutmütig ist. Wenn ich mir als Kind etwas wünschte, dann sagte er oft: „Gut, dann holen wir das.” Das war immer sehr süß. Ich habe es aber nie ausgenutzt (lacht)!

STADLPOST: Bernd, freust du dich auf die gemeinsame Tournee 2021?

BERND: Auf jeden Fall! Immer, wenn wir Autogramme geben, fragen uns die Fans, wann wir endlich die Daniela mitbringen. Klar, wir hätten sie schon längst leicht mitnehmen können – als Special Guest während unserer Tour zum Beispiel. Aber dann hätte es nur geheißen, dass wir versuchen, sie berühmt zu machen und dass sie es allein nicht schafft. Das wollten wir nicht. Sie sollte auch ihren eigenen Stil finden – und das hat sie bravourös geschafft!

STADLPOST: Daniela, was macht euch zu einer so harmonischen Familie?

DANIELA: Keiner kennt mich so gut wie mein Papa. Er kann genau das in Worte fassen, was ich fühle, was zu mir passt und was ich singen möchte. Von ihm nehme ich Kritik vorbehaltlos an. Auch auf die Einschätzung von Karl-Heinz lege ich sehr großen Wert.

CD-TIPP: Im Juli ist es endlich wieder soweit. Dann erscheint ein weiterer Longplayer der Kultbrüder des deutschen Schlagers. Mit „Tausend Träume” feiern Bernd und Karl-Heinz ihr 50-jähriges Jubiläum. (TELAMO)

CD-TIPP: Mit Talent und Fleiß in die Charts: Ihr 20-jähriges Jubiläum feiert die Sängerin auch mit einer Jubiläums-Edition (zwei CDs!), inklusive vier brandneuen Hits und sechs Karaoke-Versionen ihrer größten Erfolge. (TELAMO)


FOTOCREDITS: DAGMAR AMBACH, KERSTINJOENSSON, PRIVAT

FOTOCREDITS: BERND GEORG/DEUTSCHE POST DHL GROUP