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Externe SSDs: Externe SSDs im Test


PC Welt - epaper ⋅ Ausgabe 6/2018 vom 04.05.2018

Wer seinen PC oder sein Notebook schneller machen möchte, der greift meist zu einer Solid State Disk, kurz SSD. Deren Flashspeicher beschleunigt Ihr System deutlich, ist dabei klein und leicht sowie sehr robust, da bewegliche Teile entfallen. Nun kommen vermehrt externe SSDs auf den Markt. Wir haben sieben aktuelle Modelle getestet.


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Bildquelle: PC Welt, Ausgabe 6/2018

Western Digital My Passport SSD 512 GB

Mit hoher Geschwindigkeit, Hardware-Verschlüsselung, viel Software und ihrem kleinen, kompakten Gehäuse schafft es die externe SSD auf das Siegertreppchen. Nachteile sind jedoch ihr hoher Stromverbrauch und die starke Wärmeentwicklung. ...

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Freecom mSSD Maxx 512 GB

Wer eine besonders schnelle externe SSD sucht, ist mit diesem Freecom-Modell bestens beraten. Nicht nur in den Benchmarks, sondern auch in den Praxistests zeigt das Speichermedium sein Können. Allerdings verbraucht die SSD viel Strom und wird warm.

Jeder wichtige Festplattenhersteller hat mittlerweile auch externe SSDs im Sortiment. Sie haben im Vergleich zu herkömmlichen (magnetischen) externen Festplatten die gleichen Vorteile wie ihre internen Kolleginnen: Durch ihren Flashspeicher arbeiten SSDs deutlich schneller als HDDs und überstehen auch Stürze besser. Allerdings sind SSDs nicht in allen Punkten überlegen. Wir haben sieben aktuelle SSDs hinsichtlich Geschwindigkeit, Handhabung und Ausstattung getestet.


„Externe SSDs sind superschnell, aber auch sehr teuer – und so vor allem für Spezialeinsätze geeignet.“


Ausstattung: Kaum Unterschiede bei den einzelnen Geräten

Wie bei einer „normalen“ externen Festplatte, in deren Gehäuse ein magnetisches Speichermedium eingebaut ist, steckt auch in einer externen SSD ein Speichermedium, das per SATA mit seinem Gehäuse verbunden ist.
Doch während in externen HDDs durchaus noch vereinzelt SATA-300-Laufwerke zu finden sind, bestehen alle externen SSDs unseres aktuellen Tests aus SATA-600-Flashspeichern. Und auch hinsichtlich der Anbindung des Gehäuses unterscheiden sich externe HDDs von ihren SSD-Kolleginnen: Ist bei den herkömmlichen externen Festplatten noch überwiegend USB 3.0 der verwendete Standard, weicht bei den externen SSDs unseres Tests lediglich die Intenso Portable SSD 512 GB vom USB-3.1-Standard ab. Sie kommt als einzige auch noch mit USB-A-Anschluss, während der Rest sich bereits per USB-C mit dem PC oder Notebook verbinden lässt.
Eine Besonderheit bietet hier Buffalo. Die Ministation SSD Velocity 480 GB bietet zwar am Gehäuse eine USB-A-Buchse, überträgt die Daten jedoch per USB 3.1 und USB-CStecker an den PC beziehungsweise das Notebook. Ein Adapterkabel mit beiden Steckertypen legt Western Digital der My Passport SSD 512 GB bei.

Was die innen eingesetzte SSD angeht, so stammt diese beim Buffalo- und beim Freecom-Modell von Toshiba. Lacie verbaut eine Samsung-SSD, und in den externen SSDs von Sandisk und von Western Digital steckt ein Sandisk-Flashspeicher – nicht weiter verwunderlich, da beide Geräte vom gleichen Hersteller kommen. Lediglich bei Verbatim und Intenso verraten die externen SSDs nicht, was drinsteckt. Verbatims Schwesterkonzern Freecom ist hier auskunftsfreudiger.
Der Software-Umfang bei den externen SSDs ist sehr überschaubar. Nahezu alle Geräte kommen mit einem Backup-Programm, zum Teil – etwa bei Sandisk – auch mit Verschlüsselungsfunktion. Hier tanzt lediglich Intenso aus der Reihe: Der Hersteller verzichtet komplett auf Software-Beigaben. WD setzt dagegen auf Hardware-Verschlüsselung, packt aber dennoch verschiedene Utilities bei.
Die knallorangefarbene Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C wurde, wie in der robusten Rugged-Reihe üblich, vom schottischen Designer Neil Poulton entworfen. Das Gehäuse hält gemäß IP54-Schutzklasse Stürze aus zwei Metern Höhe aus.

Geschwindigkeit: Externe SSDs sind deutlich schneller als HDDs

Da Solid State Disks Flashspeichermodule statt magnetischer Speicherscheiben einsetzen, können SSDs deutlich höhere Datenraten leisten als herkömmliche Festplatten. Das hat auch unser Testprogramm Crystal Disk Mark 6.0 ergeben. Dabei ermitteln wir die Datenraten beim sequenziellen Lesen und Schreiben von 128 KB großen Datenblöcken sowie beim zufälligen Lesen und Schreiben von 4 KB großen Datenblöcken mit einer unterschiedlichen Anzahl an Queues und Threads.
Beim sequenziellen Lesen schaffen die SSDs zwischen 237 und 346 MB/s. Zum Vergleich: Die schnellste HDD unseres Testfelds bringt es auf 150 MB/s. Das beste Ergebnis ermitteln wir bei der Verbatim Vx500 SSD 480 GB, die einen winzigen Vorsprung gegenüber der Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB erzielt. Deutlich abgeschlagenes Schlusslicht bildet hier die Intenso Portable SSD 512 GB USB 3.0.
Beim sequenziellen Schreiben liegen die SSDs mit im Schnitt 330 MB/s gegenüber den 145 MB/s der besten HDD wieder klar vorne. Das Top-Ergebnis stammt hier von Buffalo, gefolgt von der Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C 1 TB. Der letzte Platz geht an Intenso, die hier in etwa so gut wie die schnellste HDD abschneidet.
Das zufällige Lesen der 4-KB-Datenblöcke entscheidet jedes Mal die Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB für sich, das Schlusslicht bildet stets die Freecom mSSD Maxx 512 GB.
Die Ergebnisse beim zufälligen Schreiben fallen dagegen gemischt aus: Zwar belegt die Verbatim Vx500 SSD 480 GB bei allen drei Tests den letzten Platz. Platz 1 geht jedoch an die Western Digital My Passport SSD 512 GB (1 Queue, 1 Thread), die Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB (32 Queues, 1 Thread) und die Buffalo Ministation SSD Velocity 480 GB (8 Queues, 8 Threads).
Neben den Benchmarks lassen wir unsere Testkandidaten noch vier Praxistests durchlaufen: Beim ersten geht es darum, einen DVD-Film von einer weiteren SSD auf das Testgerät zu kopieren. Im zweiten Test wird die andere Richtung durchgeführt. Wir nehmen die Zeit und berechnen die Datenrate daraus. Bei beiden Tests liegt die Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C 1 TB auf Platz 1, auf dem letzten Rang landen die Intenso Portable SSD 512 GB USB 3.0 (DVD schreiben) beziehungsweise die Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB (DVD lesen). Die letzten beiden Tests laufen ähnlich ab, nur dass wir statt eines DVD-Films wir 1000 MP3-Dateien auf unsere Test-SSD und wieder zurück kopieren. Das Ergebnis: Beim Lesen der MP3s liegt wieder die Lacie-SSD vorne, Buffalo landet auf dem letzten Platz. Das Schreiben der MP3s absolviert die Verbatim Vx500 SSD 480 GB am schnellsten, während Intenso – mal wieder – auf dem letzten Rang landet.

Die meisten externen SSDs unseres Testfelds lassen sich per USB-C 3.1 am PC oder Notebook anschließen. Ausnahme: die Intenso Portable SSD mit USB-C 3.0.


Handhabung: Kompakter und sparsamer als externe HDDs

Einer der großen Vorteile einer externen Festplatte – egal, ob HDD oder SSD – ist die Möglichkeit, sie überall hin mitzunehmen und ohne großen Aufwand zu betreiben. Dieser Vorteil ist bei externen SSDs stärker ausgeprägt, da diese sich noch kleiner bauen lassen als externe HDDs.
In unserem Testfeld reichen die Gehäusegrößen von „normalen“ 2,5-Zoll-Ausführungen (etwa die Sandisk Extreme 900 Portable SSD 480 GB oder die Buffalo Ministation SSD Velocity 480 GB), über etwas mehr als Scheckkartengröße (etwa die Freecom mSSD Maxx 512 GB oder die Intenso Portable SSD 512 GB USB 3.0) bis hin zu etwas überdimensionierten Feuerzeugformen (Verbatim Vx500 SSD 480 GB).
Die mit Abstand größte externe SSD ist die Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C 1 TB, die als einzige mit einem besonders robusten Gummigehäuse aufwartet. Ansonsten finden Sie hinsichtlich Material neben einfachen Designs aus Metall auch schickere Ausführungen wie die Freecom mSSD Maxx 512 GB oder die Western Digital My Passport SSD 512 GB.
Natürlich wirkt sich die Größe und das Material des Gehäuses auch auf das Gewicht einer externen SSD aus. Die nur minimal größer als ein Feuerzeug größere Verbatim-SSD bringt daher auch nur gerade 27 Gramm auf die Waage, während sich das massive Gummigehäuse der Lacie-SSD mit üppigen 282 Gramm bemerkbar macht. Was die Wärmeentwicklung angeht, so möchte man meinen, dass sich die fehlenden beweglichen Teile bei den externen SSDs positiv darauf auswirken würden. Unsere Tests ergeben allerdings, dass hier keine großen Unterschiede vorliegen. In unserem Testfeld wird die Western Digital My Passport SSD 512 GB am wärmsten, einen verhältnismäßig kühlen Kopf behält dagegen die Intenso Portable SSD 512 GB USB 3.0.
Direkt mit der Temperaturentwicklung verbunden ist der Stromverbrauch, den wir im Leerlauf und unter Last messen. Eines vorneweg: Externe SSDs sind in der Regel sparsamer als externe HDDs. Im Leerlauf zeigt sich die Buffalo Ministation SSD Velocity 480 GB als besonders genügsam, die Freecom mSSD Maxx 512 GB als besonders leistungshungrig. Hitzkopf Western Digital liegt hier im Mittelfeld, Intenso erwartungsgemäß unter den sparsameren SSDs.
Unter Last zeigt sich dann ein anderes Bild: WD landet auf dem letzten Platz, was die hohe Temperaturentwicklung plausibel macht, Freecom auf dem vorletzten Rang. Verbatim landet dagegen an der Spitze der genügsamen SSDs, gefolgt von Intenso.

Preis: Viel teurer als HDDs, daher vor allem für Tempojunkies

Bei den Anschaffungskosten offenbaren die externen SSDs ihre große Schwachstelle. Denn das große Tempoplus, das die Speichermedien gegenüber ihren HDD-Kolleginnen haben, macht sich im Preis bemerkbar. Kostet beispielsweise eine externe HDD mit 1 TB Kapazität im Schnitt 6 bis 10 Cent pro GB, liegen externe SSDs mit der Hälfte an Speicherplatz bei 30 bis 60 Cent pro GB. Möchten Sie also ein mobiles Speichermedium mit hoher Geschwindigkeit, dürfen Sie dafür tief in die Tasche greifen.

Fazit: Externe SSDs vor allem für spezielle Einsätze zu empfehlen

Externe SSDs haben im Vergleich zu externen HDDs viele Vorteile. So sind sie in der Regel kleiner, kompakter und auch robuster. Das schlagende Argument für die externen Flashspeicher ist jedoch ihr Geschwindigkeitsvorteil. In unseren Tests stellen wir fest, dass die USB-SSDs teils mehr als drei Mal so schnell wie die USB-HDDs sind. Gegen die Speichermedien spricht jedoch der stolze Anschaffungspreis. Somit richten sich externe SSDs vor allem an Leute, die Daten möglichst schnell und sicher übertragen beziehungsweise transportieren möchten, beispielsweise für schnelle Backups und andere Datentransfers, die flott über die Bühne gehen sollen. Wer dafür keine Kosten scheut, ist mit einer externen SSD bestens beraten. Für alle anderen bleibt die gute alte externe HDD das Speichermedium ihrer Wahl.

Externe SSDs gibt es in verschiedenen Gehäusegrößen. Besonders praktisch sind Ausführungen im Kreditkartenformat (wie hier von Freecom) oder noch schmaler, die auch gewichtsmäßig deutlich unter 100 Gramm liegen.


Die robuste Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C 1 TB wurde vom schottischen Designer Neil Poulton entworfen. Sie kommt mit Thunderbolt und USB-C. Das gummierte Gehäuse schützt vor Stürzen aus bis zu zwei Metern Höhe.


1. Platz: Western Digital My Passport SSD 512 GB

Die externe SSD lässt sich per USB 3.1 Typ-C mit dem PC oder Notebook verbinden. In den Tempo-Benchmarks schneidet sie überwiegend sehr gut ab. Die Praxistests absolviert sie ebenfalls schnell. Ihr schickes und leichtes Gehäuse im Materialmix – Kunststoff und strukturiertes Metall – wird dabei jedoch sehr warm. Auch verbraucht sie im Betrieb mehr Strom als ihre Mitstreiterinnen. Im Leerlauf ist der Wert dagegen okay. WD packt der externen SSD verschiedene Tools bei, darunter für Backups, die Treiber und zur Sicherung. Zudem bietet die SSD eine Hardware-Verschlüsselung.

2. Platz: Freecom mSSD Maxx 512 GB

Die schnellste externe SSD im Test zeigt besonders in den Praxistests ihr Können. Aber auch in den Crystal-Disk-Mark-Messungen schneidet sie überwiegend sehr gut ab. Allerdings verbraucht sie dabei sehr viel Strom, was sich auch in der Wärmeentwicklung niederschlägt. Das schicke Gehäuse aus gebürstetem Aluminium ist in etwa so groß wie eine Kreditkarte, was das Gerät ideal für den Einsatz unterwegs macht. Seine 70 Gramm Gewicht sind dabei okay. Freecom packt reichlich Backup- und Analyse-Software bei. Sie schließen die SSD per USB 3.1 Typ-C am Rechner an.

3. Platz: Verbatim Vx500 SSD 480 GB

Die externe SSD sieht aus wie ein etwas zu groß geratenes Feuerzeug. Dementsprechend gering fällt auch ihr Gewicht aus. Sie schließen den Flashspeicher per USB 3.1 Typ-C an. In den Tempotests schneidet der Speicher gemischt ab: Während die Praxistests sehr gut verlaufen, fallen die Benchmark-Ergebnisse – besonders beim Schreiben – nur ausreichend aus. Auch hinsichtlich der Wärmeentwicklung muss sich die externe SSD etwas Kritik gefallen lassen. Das liegt allerdings nicht am Stromverbrauch, der im Leerlauf sehr gering und auch bei Last immer noch Durchschnitt ist.

4. Platz: Buffalo Ministation SSD Velocity 480 GB

Das Buffalo-Modell schneidet in unseren Geschwindigkeitstests durchschnittlich gut ab: Während es die Tempotests, vor allem die Benchmarks, mit hohen Datenraten absolviert, muss es sich bezüglich der Ausstattung etwas Kritik gefallen lassen. So verfügt das Gehäuse über eine schnelle USB-3.1-Schnittstelle, als Steckerform verbaut Buffalo jedoch noch den alten Micro-Typ-A. Typ-C bekommen Sie immerhin mittels des beiliegenden Kabels. Die externe SSD ist etwas schwerer als der Durchschnitt, wird aber kaum warm. Und auch der Stromverbrauch ist vergleichsweise niedrig.

5. Platz: Lacie Rugged SSD Thunderbolt USB-C 1 TB

Mit ihrem orangefarbenen, gummierten Designergehäuse ist das Lacie-Modell mit Abstand die größte und schwerste externe SSD unseres Testfelds. Dafür hält sie aber auch Stürze aus bis zu zwei Metern Höhe aus. Hinsichtlich des Tempos muss sich die externe SSD nicht verstecken. Einziger Kritikpunkt ist der Praxistest, bei dem wir MP3-Dateien hin und her kopieren. Hier ist das Ergebnis niedrig, und auch der Stromverbrauch ist etwas zu hoch. Positiv hervorzuheben ist die Wärmeentwicklung. Lacie spendiert der Rugged SSD einen Datenwiederherstellungsdienst für drei Jahre.

6. Platz: Sandisk Portable SSD 512 GB USB 3.0

Auch die externe Sandisk-SSD gehört zu den größeren Modellen des Testfelds. In den Tempotests schneidet das Gerät gut ab, auch, wenn ihr vor allem die Praxis-Schreibtests etwas zu schaffen machen. Hinsichtlich Stromverbrauch gehört es zu den leistungshungrigeren externen SSDs des Testfelds, die Temperatur liegt im Mittelfeld. Sandisk packt der USB-3.1-SSD mit Typ-CAnschluss Sicherheitstools bei. Zusätzlich schützt sie Ihre Daten mit einem Passwort und der 128-Bit-AES-Verschlüsselung. Das Gehäuse ist mit gummierten Ecken gegen Stürze abgesichert.

7. Platz: Intenso Portable SSD 512 GB USB 3.0

In mehrerlei Hinsicht fällt die externe Intenso-SSD aus dem Rahmen: So ist sie die einzige im Testfeld, die lediglich mit USB 3.0 arbeitet und keine Möglichkeit für USB-C bietet. Stattdessen verbinden Sie das Gerät per Micro-USB mit dem PC oder Notebook. Auch hinsichtlich Software ist Intenso sparsam und verzichtet darauf. Bei den Tempotests ermitteln wir vor allem in den Lese-Praxistests sehr gute Ergebnisse. Die Benchmarks und die Schreib-Praxistests fallen dagegen weniger gut aus. Dafür ist die externe SSD leicht, kompakt, verbraucht wenig Strom und wird nicht warm.

Im Überblick: Externe SSDs

SCHNELLER ANSCHLUSS: USB-C VS. USB 3.1

USB-C hat den Ruf, der schnellste derzeit erhältliche USB-Standard zu sein. Das stimmt allerdings nicht ganz, denn USB-C ist in erster Linie eine Steckerbeziehungsweise Buchsenform, die nichts über die Geschwindigkeit aussagt. Wie auch bei den bisher verwendeten Verbindungstypen USB-A und USB-B hängt das Übertragungstempo vom hinterlegten USB-Standard ab: Derzeit ist bei externen USB-Speichermedien USB 3.0 zu finden, was eine theoretische Datenrate von 500 MB/s liefert. Der deutlich schnellere USB-3.1-Standard, der unter Idealbedingungen Datenraten von maximal 10 GBit/s vorsieht, ist im Kommen.
Und selbst wenn Sie ein USB-3.1-Gerät finden, sollten Sie den Beschreibungstext sehr genau studieren, denn aufgrund einer Umbenennung seitens des USB-IF (USB Implementers Forum) dürfen sich Geräte mit dem bisher gebräuchlichen, langsameren USB-3.0-Standard nun „USB 3.1 Generation 1“ nennen. Der schnellere USB-3.1-Standard heißt nun offiziell „USB 3.1 Generation 2“ oder auch „Super Speed Plus“. Achten Sie also unbedingt auf das Kleingedruckte!
Falls Sie tatsächlich eine externe USB-3.1-SSD erstehen können, müssen Sie aber auch einiges beachten, um das volle Tempoplus von USB 3.1 ausreizen zu können. Denn es reicht nicht, dass eine externe SSD den USB- 3.1-Standard als solchen unterstützt. Auch das Gegenstück, also Ihr PC oder Notebook, muss mit einem USB-3.1-Controller ausgestattet sein. Ob dieser nativ auf dem Mainboard oder nachgerüstet über eine Steckkarte vorhanden ist, spielt dabei keine Rolle.
Das nächste Problem ist das Kabel: Verwenden Sie zwischen Rechner und Festplatte USB-A bzw. USB-B, können Sie ein beliebiges USB-Kabel mit passenden Anschlüssen verwenden. Bei USB-C müssen Sie dagegen darauf achten, dass ein Kabel auch explizit für USB 3.0 oder 3.1 zertifiziert ist – sonst überträgt es mit geringerer Geschwindigkeit. Der Hintergrund ist, dass USB-C in der Theorie als Übertragungsweg für eine Vielzahl von Inhalten ausgelegt ist, darunter auch Audio und Video. Aus Lizenz- und, damit verbunden, aus Kostengründen ist aber nicht immer alles auch von den Herstellern implementiert.