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Extra - Rente mit 55


Rente & Co - epaper ⋅ Ausgabe 5/2021 vom 18.08.2021

Artikelbild für den Artikel "Extra - Rente mit 55" aus der Ausgabe 5/2021 von Rente & Co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Rente & Co, Ausgabe 5/2021

Entspannt der Rente entgegenblicken: Das gelingt umso leichter, je sicherer die eigene Altersvorsorge ist.

„Je früher ich eine Extra-Rente starte, umso besser. Fünf Jahre früher oder später machen beim Endkapital schnell 40 % aus

Thomas Saar, Finanzberatung Dr. Klein

Extra-Rente vom Staat

Wer ab 50 eine besondere Renten-Auskunft stellt, kann dann die gesetzliche Rente als Sparbuch nutzen – mit sehr guter und sicherer Rendite.

DER WEG: Das Zauberwort heißt: besondere Rentenauskunft. Ab 50 kann jeder dies beantragen. Dann rechnet die Rentenkasse aus, wie viel Geld theoretisch nötig ist, um den Abschlag auszugleichen, wenn man zum frühestmöglichen Zeitpunkt in Rente geht. Und genau dieser Betrag kann zusätzlich eingezahlt werden. Folge: eine deutlich höhere Rente. Das Geniale: Es muss nicht der komplette Betrag gespart werden, sondern nur so viel, wie man möchte. Möglich sind zwei Spar-Raten pro Jahr.

DER TRICK: Wer frühzeitig in Rente will, hat dann trotzdem Abschläge. Da aber die Brutto-Rente durch die ...

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... zusätzlichen Beiträge viel, viel höher ist, fällt das kaum ins Gewicht. Und wer nicht früher in Rente will – es gibt keine Verpflichtung –, hat dann eine deutlich höhere Rente. Dass sich dieser Weg rechnet, bestätigt Max Schmutzer, Rentenexperte bei Stiftung Warentest: „Bei einer privaten Rentenversicherung bringen 10.000 Euro Einzahlung lebenslang im Schnitt 30 Euro Monatsrente, bei der gesetzlichen Rente sind es aber 40 Euro.“ Also ein Drittel mehr. Hinzu kommt ein weiterer Vorteil: Berechnet wird der Ausgleichsbetrag auf der Basis heutiger Werte. Da aber die Rentenwerte jedes Jahr um etwa 2 % steigen dürften, ergibt sich allein daraus eine gute Rendite bis zur tatsächlichen Rente.

Ihre Netto-Rente liegt also 228 Euro höher als ursprünglich. Die freiwillige Einzahlung amortisiert sich nach 13 Jahren.

Die Vor- und Nachteile

1.164,54 Euro

+ Gute Rendite

+ Steuer-Ersparnis: Einzahlungen sind absetzbar

+ Lebenslang sichere Rente

+ Rente steigt mit jeder Renten-Erhöhung

+ Hinterbliebene profitieren auch

- Geld ist nach Einzahlung nicht mehr verfügbar

- Höhere Rente führt zu höheren Abgaben und Steuern

Wert-Guthaben vom Arbeitgeber

Überstunden, Weihnachtsgeld, Urlaubstage – alles kann genutzt werden, um ein Wertguthaben zu schaffen, das dann eine Extra-Rente bringt.

DER WEG: Mit dem Arbeitgeber wird vereinbart, dass ab 50 oder 55 Teile des Gehalts, des Urlaubs oder Überstunden gespart werden. Erlaubt ist, dass Urlaubstage, die über dem gesetzlichen Mindesturlaub liegen, Überstunden, Teile des Weihnachts-oder Urlaubsgelds oder des regulären Gehalts übertragen werden. Mit dem Ausscheiden wird das Kapital auf die Rentenversicherung übertragen. Dann zahlt die Rentenkasse monatlich ein Gehalt daraus inkl. Sozialabgaben, sodass früher aus dem Job ausgeschieden werden kann, gleichzeitig bis zur Rente Geld bezogen wird (das Rentenzeiten für alle Renten bringt). Oder das Guthaben wird als Einmalzahlung übertragen, reduziert Abschläge oder erhöht die Rente.

DER TRICK: Während der Anspar-Phase werden Steuern und Sozialabgaben gespart. Aber auch bei der Rückzahlung, wenn z. B. 70 % des früheren Gehalts von der Rentenkasse kommen, werden nochmals Steuern und Sozialabgaben gegenüber dem Fall gespart, dass man sich die Gelder früher hätte auszahlen lassen.

B E I S P I E L

Rainer Borchers, Jahrgang 1970, arbeitet seit 1987 in einem Sanitärbetrieb und verdient 3.500 Euro brutto. Er könnte 2037 die reguläre Altersrente und 2035 die Rente für besonders langjährig Versicherte erreichen. Er zahlt fortan 500 Euro vom Gehalt in ein Wertguthaben ein und zusätzlich jährlich das Weihnachtsgeld (1 Bruttogehalt), pro Jahr also 9.500 Euro. Bis 2031, wenn er 61 wird, sind dies gut 95.000 Euro. Er scheidet dann aus dem Job aus, erhält von der Rentenkasse 2.450 Euro „Gehalt“, gut 3 Jahre später Rente für besonders langjährig Versicherte.

Die Vor- und Nachteile

+ Einzahlungen sind steuer- und sozialversicherungsfrei

+ Arbeitgeber legt Geld an – kleine Rendite

+ Weniger Krankenkassen-Beitrag in Auszahlphase

- Wertguthaben ist freiwillige Leistung des Arbeitgebers, sofern es keinen Tarif-Vertrag bzw. keine Betriebsvereinbarung gibt

Auf Aktien-ETF setzen

Jeden Monat Geld in einem weltweiten Index- Fonds anlegen – und darauf setzen, dass sich die Weltwirtschaft genauso gut weiterentwickelt.

DER WEG: Es gibt Hunderte Aktien-oder Fonds-Sparpläne. Wer einen solchen Sparplan startet, sollte vor allem auf die Kosten achten: Denn mit jedem Kauf, also jeden Monat, werden Gebühren fällig, oft z. B. 1,5 % pro Sparplan-Ausführung plus 1,58 % als Jahresgebühr. Jan Altmann, Analyst beim Portal justETF, rät deshalb, bei der Auswahl auf diese Kriterien zu achten:

→ Breite Streuung, also nicht nur auf den Deutschen Aktien-Index (Dax), sondern möglichst weltweit, also z. B. auf MSCI World oder FTSE

→ Volumen des Fonds mindestens 100 Millionen Euro

→ Der Fonds sollte mindestens drei Jahre am Markt sein

→ Die Kostenquote sollte so gering wie möglich sein.

Mit Rentenbeginn das Kapital nutzen, um Abschläge auszugleichen oder um jeden Monat etwas Geld zu entnehmen und so die Rente aufzustocken – die meisten Fondsgesellschaften bieten solche Entnahmepläne an. Vorteil: Auch währenddessen steigt noch das Kapital.

DER TRICK: Über das regelmäßige Sparen werden in schwächeren Börsen-Phase auch günstige Anteile gekauft, deren Wert in starken Phasen überdurchschnittlich steigt. Und über das breite Streuen des Risikos werden wirtschaftliche Schwankungen besser ausgeglichen. Zudem haben ETF nur eine geringe Kostenquote, sodass auch kleinere Wertsteigerungen spürbar sind.

Wer also in 12 Jahren bis zur Rente monatlich 200 Euro in einen ETF einzahlt und jährlich nur 5 % Rendite erzielt, kann mit Rentenbeginn über f ast 39.000 Euro verfügen.

Die Vor- und Nachteile

+ Große Rendite-Chance

+ In Notfällen ist das Geld abrufbar, weil frei verfügbar

+ Geringere Kosten als bei anderen Fonds bzw. Sparplänen

- Verlust-Risiko bei Schwankungen am Aktienmarkt

- Nur mäßige Planbarkeit

Miet-Einnahme als Extra

Jeden Monat Geld aus einer vermieteten Wohnung erhalten. Auch diese Art der Extra-Rente kann mit Mitte 50 noch gestartet werden.

DER WEG: Eine vermietete Immobilie ist eine klassische Altersvorsorge. Und das geht auch mit einer Spar-Rate von 200 Euro pro Monat, z. B. für eine kleinere Eigentumswohnung für etwa 150.000 Euro. Die Mieter übernehmen die Tilgung des Kredits, sodass nach 10 bis 15

Jahren (mit Rentenbeginn) die Miet-Einnahme als Extra- Rente verbucht werden kann. Wer einen großen Kredit nicht tragen kann oder will, sollte in Ballungsgebieten auf eine neue Form setzen: Wohnungs-Anteile. Das heißt: Man besitzt die Wohnung nicht allein, sondern kauft diese mit zwei, drei oder fünf anderen Geldanlegern. Der Mindestanteil liegt bei 20 %.

DER TRICK: Prognosen sagen für viele Regionen weiter steigende Mieten vorher. Da die Kreditkosten gegen die Miet-Einnahmen verrechnet werden, fallen in den ersten Jahren bis zur Tilgung keine Steuern auf die Einnahmen an. Und bei Wohnungs-Anteilen muss man hohe Kaufund Kreditsummen nicht allein stemmen. Gleichzeitig bietet dies die Chance, auch in Boom-Regionen Immobilien-Besitz zu erwerben. Und bis zur Rente ist der Kredit getilgt, sodass Miet-Einnahmen die Rente aufstocken.

B E I S P I E L

Silke Möller, Jahrgang 1966, kann 2033 in Rente gehen; sie kauft sich für 26.100 Euro einen 20%-Anteil an einem 2-Zimmer-Appartement in Leipzig. Dafür wendet sie 200 Euro pro Monat auf. Der Wohnungsanteil ist 2033 getilgt. Sie erhält ab sofort einen 20%-Anteil der jährlichen Miet-Einnahmen von 5.160 Euro, also 1.032 Euro, also 86 Euro pro Monat.

Die Vor- und Nachteile

+ Wohn-Immobilien gelten gerade in Boom-Regionen mit wachsender Bevölkerung als langfristig sichere Anlage

+ Als Teilhaber kann man über den Anteil frei verfügen, also z. B. auch bei weiterer Wertsteigerung verkaufen

+ Kein Aufwand, da Hausverwaltung, die weitgehend über Mieter bezahlt wird

- Keine Miet-Einnahmen bei Leerstand

- Rücklage für Renovierung nötig Entscheidung über Mieter fallen bei mehreren

- Eigentümern mit Mehrheit, man kann überstimmt werden

Ein simpler Sparplan

Jeden Monat einfach etwas Geld auf ein Sparkonto legen, sich keine Sorgen um Börse machen, auch damit ist bis zur Rente eine Extra-Rente drin.

DER WEG: Auch wenn ein Sparplan kaum Zinsen bringt und sehr konservativ ist, lässt sich trotzdem eine Extra-Rente aufbauen. Dass dabei auf lange Sicht die Inflation vieles wegknabbert, stört viele nicht, denen Sicherheit und Planbarkeit wichtiger sind. Klassische Sparpläne bieten alle Banken an, meist mit kleinem Zins und Einmalprämie. Wer kontinuierlich z. B. über 12 Jahre monatlich 200 Euro spart, hat bis zur Rente fast 30.000 Euro Kapital, die dann

→ in eine private Renten-Police gezahlt werden können,

→ genutzt werden, um Abschläge auszugleichen,

→ oder aber die jeden Monat die Rente aufstocken.

DER TRICK: Das Wesentliche eines Sparplans: Automatisch wird jeden Monat gespart; das Geld wird abgezogen, sodass man gar nicht Gefahr läuft, es für Konsum zu verbrauchen. Gleichzeitig sind Sparpläne absolut sicher, unterliegen keinen Schwankungen der Börse, wie es bei Fonds-oder ETF-Sparplänen der Fall sein kann.

Die Vor- und Nachteile

+ Große Sicherheit (alles ist von Beginn an festgelegt)

+ Absolute Planbarkeit

- Geringe Rendite

- Inflation frisst Erträge auf