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FAHRBERICHT FORD RANGER RAPTOR: RANGER mit Biss


Off Road - epaper ⋅ Ausgabe 7/2019 vom 11.06.2019

Brachiales Design und perfekte Offroad-Performance: Der Name Raptor steht bei Ford für Pick-ups mit kompromissloser Geländetauglichkeit. Ab sofort dürfen das endlich auch europäische Ford-Fans erleben …


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Bildquelle: Off Road, Ausgabe 7/2019

In den USA gehören Pick-ups zu den beliebtesten Fahrzeugen auf dem Markt. Bei uns fristen die Last esel ein Dasein in der automobilen Nische. Das könnte auch der Grund sein, warum Ford bislang weder den F-150 noch das Power- Derivat Raptor auf die Fans in Eu- ropa losgelassen hat. Für das meistverkaufte Modell der USA gilt das leider auch weiterhin. Aber als Kompromiss geht Ford einen neuen Weg und ...

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In den USA gehören Pick-ups zu den beliebtesten Fahrzeugen auf dem Markt. Bei uns fristen die Last esel ein Dasein in der automobilen Nische. Das könnte auch der Grund sein, warum Ford bislang weder den F-150 noch das Power- Derivat Raptor auf die Fans in Eu- ropa losgelassen hat. Für das meistverkaufte Modell der USA gilt das leider auch weiterhin. Aber als Kompromiss geht Ford einen neuen Weg und kombiniert im Zuge des Ranger-Facelifts den europäischen Truck mit den brachialen Raptor-Genen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wie sein US-amerikanischer Namensvetter trägt nun auch der besondere Ranger den mächtigen Kühlergrill mit den auffälligen Ford-Lettern. Auch sonst hat der Raptor im Vergleich zum gewöhnlichen Modell ordentlich zugelegt und ist 44 Millimeter länger, 52 Millimeter höher und 168 Millimeter breiter. Daraus resultierend wirkt der Auftritt des Pick-ups deutlich brachialer. Allerdings war dies keine Design-Maßnahme, um sich vom zahmen Bruder abzugrenzen.

4X4 IM VISIER

Alle technischen Unterschiede sind nur dem Vorhaben geschuldet, den Raptor so geländetauglich wie irgend möglich zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde über eine Höherlegung und 17 Zoll große ATs die Bodenfreiheit auf insgesamt 283 mm gesteigert. Die breitere Spur gleicht diesen Zuwachs in puncto Fahrstabilität wieder aus. Fox-Dämpfer an Vorder- und Hinterachse sorgen zudem für rund 30 % mehr Federweg als in den anderen Ranger-Varianten und verleihen dem europäischen US-Boy mehr Robustheit. Mit dieser Basis ausgerüstet, scheint dem Spaß auf Sand und in tiefem Geläuf nichts mehr im Wege zu stehen. Doch wer den Start- Knopf im ebenfalls nachgeschärf ten Innenraum drückt, dürfte eine waschechte Überraschung erleben. Rollt der Raptor in den Staaten traditionell mit mehr oder minder großvolumigen Benzinern vom Band, wird diese Option hierzulande nicht angeboten. Wer maximale Offroad-Performance möchte, muss sich mit einem Selbstzünder mit vier Zylindern begnügen. Das neue Bi-Turbo-Aggregat leistet 213 PS und ersetzt ab September auch den 3,2 Liter großen Fünfzylinder- Diesel in den anderen Ranger-Varianten, der dann die Anforderungen der neuen Abgasnorm nicht mehr erfüllt. Aber ein Raptor mit Zweiliter-Vierzylinder? Kann das wirklich klappen? Die Antwort auf diese Frage lautet wie immer: Jein. Auf der Straße kann das Gesamtpaket bei Weitem nicht mit der Faszination des F-150 mithalten und lässt den Piloten nach dem Kick-down etwas enttäuscht zurück. Diese negative Stimmung im Cockpit hält aber nicht lange an. Sobald der Raptor vom Asphalt auf losen Untergrund wechselt, zahlen sich die vielen technischen Neuerungen und Features aus, die Ford sich hat einfallen lassen.

Exklusives Finish: Die rote 12-Uhr-Markierung und der Raptor-Schriftzug am Lenkrad runden den Ranger-Innenraum ab.


Sportlich: Die Alcantara-Sitze tragen das markante Raptor-Logo.


Pflicht: Der Zehngang-Automat ist beim Raptor stets an Bord.


Imposanter Auftritt: Die ausgestellten Radhäuser lassen den Ranger besonders kräftig aussehen.


ALLES ANDERS

Eine davon ist zwar tief im verstärkten Leiterrahmen des Pickups verborgen, aber schon an den Schaltwippen am speziell in der Top-Version verfügbaren Lederlenkrad zu erahnen. Denn passend zum neu entwickelten, doppelt aufgeladenen EcoBlue-Triebwerk gibt es auch beim Getriebe ein gewaltiges Update. Serienmäßig sorgt nämlich eine Zehngang-Automatik für die blitzschnelle Weiterleitung der maximal 500 Newtonmeter Kraft. Dabei kann die Schaltbox je nach Fahrsituation sowohl beim Rauf- als auch beim Runterschalten mehrere Gänge überspringen und so direkt die passende Fahrstufe wählen, um den meisten Vortrieb und genügend Power zu garantieren. Zusätzlich kann der Pilot über das Terrain Management genannte System einen von sechs Fahrmodi (Standard, Mud, Rocks, Snow, Sport, Baja) wählen und dadurch elementare Komponenten wie die Lenkung, die Gaspedalkennlinie, ESP-Eingriffe und die Getriebefeinabstimmung beeinflussen. Natürlich sorgt aber auch bewährte Technik für einen souveränen Offroad-Auftritt. Wie beim Ranger üblich verfügt auch die neueste Generation des Pick-ups über einen manuell zuschaltbaren Allradantrieb mit Klauenkupplung. Ebenfalls mit an Bord ist das zweistufige Verteilergetriebe (und damit eine Reduktion für den Einsatz im harten Gelände) sowie eine serienmäßige Sperre an der Hinterachse.

Perfekter Grip: Sechs anwählbare Fahrmodi beeinflussen Lenkung, Getriebe und Gaspedalkennlinie.


Edel: Kleine Details machen den großen Unterschied.


RAPTOR IN ACTION

Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, dass diese Kombination aller Komponenten zu einer Offroad-Performance führt, die kaum schlagbar ist und der Raptor-Baureihe weltweit einen hervorragenden Ruf beschert hat. Für den ersten Härtetest wartet eines der anspruchsvollsten Terrains auf den neuen Gelände- Laster. Im feinen Wüstensand Marokkos wird schnell klar, dass dieKommt Ihnen bekannt vor? Die erste Reihe erinnert stark an den Renegade. Rechnung von Ford voll aufgeht. Die optimierten Karosseriewinkel und die üppige Bodenfreiheit ermöglichen es, beinahe jede Düne in Angriff zu nehmen, während die 285er-ATs aus dem Hause BFGoodrich sich souverän in den Boden graben und über das Lenkrad spielerisch leicht auszurichten sind. Selbst wer sich dabei einmal verschätzt, wird nicht sofort bestraft. Die Fox-Dämpfer sind hart im Nehmen und stecken auch härtere Einschläge und kleine Sprünge problemlos weg. Selbst wenn es in der Fahrgastzelle mitunter etwas wilder zugeht, bleibt der Ford unbeirrt in der Spur, baut schnell wieder Grip auf und ist somit stets kontrollierbar. Spätestens auf der Fahrt durch engere und verschlungene Wege macht sich auch ein riesiger Vorteil gegenüber dem großen US-Bruder bemerkbar: die vergleichsweise kompakten Abmessungen. Schließlich wirkt der EU-Raptor so etwas agiler und lässt sich besser manövrieren. Doch wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Auf tiefem Geläuf kann man den Traum vom kraftvollen Sechs- oder noch besser Achtzylinder-Aggregat einfach nicht ganz ausblenden. Die 213-PS-Maschine leistet einen guten Job, kommt aber beim Ziehen neuer Spuren in den Sand doch das eine oder andere Mal sehr nahe an ihre Grenzen. Wenn es dann noch leicht bergauf geht, wendet der EcoBlue-Diesel selbst bei voll durchgedrücktem Gaspedal seine ganze Power dafür auf, die gerade gefahrene Geschwindigkeit und damit den so zwingend notwendigen Vortrieb zu bewahren. Abgesehen davon dürfen sich Raptor- Fans riesig auf den Ableger des F-150 freuen. Denn wer die rund 67 000 Euro aufbringen kann, erhält nicht nur einen der potentesten Pick-ups, die es aktuell auf dem europäischen Markt gibt, sondern gleichzeitig auch einen der schönsten.

Eindrucksvoll: Auch auf dem Asphalt zieht der Ranger Raptor die Blicke der Passanten magisch auf sich.


Der Allradantrieb lässt sich über einen Drehknopf einlegen.


Die Hinterachssperre gehört zur Serienausstattung.


Optimiert: Im Vergleich zum gewöhnlichen Ranger verzichtet die Raptor-Version auf Blattfedern.


Spieltrieb: Im tiefen Sand macht der Ford eine gute Figur. Lediglich der Vierzylinder-Diesel könnte etwas mehr Power vertragen.



F | Ford