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FAHRBERICHT KAWASAKI Z900: Treibmittel


Tourenfahrer - Motorrad Reisen - epaper ⋅ Ausgabe 2/2020 vom 03.01.2020

Kawasaki hat seinen Bestseller Z900 für das Modelljahr 2020 moderat überarbeitet. Die wichtigsten Neuerungen sind mehr elektronische Helfer und ein höherer Fahrersitz.


Eines der derzeit für den flotten Landstraßen-Ausritt am besten geeigneten Motorräder findet man seit drei Jahren beim Kawasaki-Händler in Form der Z900. Potenter, kultivierter Motor, stabiles, flinkes, unkompliziertes Fahrverhalten, verlässliche Bremsen – kein Wunder, dass die 900er das drittbestverkaufte Motorrad hierzulande ist und zu den bestverkaufen Kawasakis in der ganzen EU zählt. Rund 32.000 Exemplare haben seit der ...

Artikelbild für den Artikel "FAHRBERICHT KAWASAKI Z900: Treibmittel" aus der Ausgabe 2/2020 von Tourenfahrer - Motorrad Reisen. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Tourenfahrer - Motorrad Reisen, Ausgabe 2/2020

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Im Grunde genommen bot das Motorrad nur wenig Raum für Verbesserungen, Kawasaki hat ihn dennoch gefunden. Beispielsweise in Form von elektronischen Helfern. Die bisherige Zett musste nämlich nur mit einem ABS auskommen, die neue wartet hingegen mit Traktionskontrolle und vier Fahrmodi auf. Diese Fahrmodi, verursacht durch unterschiedliche Mappings und per Schalter links am Lenker anwählbar, kommen in den Stufen Sport, Road, Rain und Rider. Sport und Road bieten volle Leistung, bei Sport verläuft der Leistungs- anstieg progressiv und die daran gekoppelte Traktionskontrolle greift am geringsten ins Fahrverhalten ein. Bei Road steigt die Leistung linear an, die Traktionskontrolle greift früher ein. Rain reduziert die Leistung auf 69 PS, die Schlupfregelung macht sich recht früh bemerkbar. Im Rider-Modus schließlich kann der Fahrer selbst Leistungsabgabe und Traktionskontrolle einstellen, letztere sogar abschalten. Tatsächlich reicht der Road-Modus für den Landstraßen-Betrieb völlig aus, Rain eignet sich tatsächlich am besten für nasse Witterung und / oder schlechte Straßenbedingungen.

Fotos: Kawasaki

Die beste Nachricht zuerst: Die Z900 ist auch im 2020er-Jahrgang ein erstklassiger Kurvenräuber.


Optische Neuerungen: Lampenmaske, Tank-Kühler- Verkleidung und Abdeckungen am Motor.


Elektronische Neuerung: freie Auswahl aus vier Fahrmodi über den SEL-Knopf.


Informative Neuerung: TFT-Display im Cockpit, liegt leider nicht gut im Blickfeld.


Leuchtende Neuerung: Scheinwerfer, Positionslampen und Blinker mit LED-Technik.


Dabei ist der Motor insgesamt das gleiche Cremeschnittchen geblieben, wie er es bisher schon war. Gemeinsam mit der Integration der Fahrmodi hat Kawasaki die Software der Motorsteuerung im Sinne einer noch feinfühligeren Gasannahme überarbeitet. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wie sensibel die Einspritzanlage auf Gasbefehle reagiert. Noch faszinierender allerdings ist, mit welcher Leichtigkeit der Reihenvierer durchs Drehzahlband kutschiert. Im sechsten Gang mit 40 km/h und keine 2000 Touren auf der Uhr durch die Stadt zu gondeln, ist ebenso wenig ein Problem, wie sich am Ortsende im gleichen Gang einer fabelhaften Beschleunigung zu erfreuen. Auf der Landstraße wiederum reicht der vierte Gang völlig für sämtliche Geschwindigkeitsbereiche zwischen 40 und 120 km/h. Leistung ist in jedem Drehzahlbereich mehr als genügend vorhanden. Das alles garniert der Reihenvierer mit einer formidablen Kultiviertheit und Vibrationsfreiheit. Der linke Fuß flutscht nur so durchs sahnige Getriebe, die leichtgängiger gemachten Dämpferfedern reduzieren die Bedienkräfte der Kupplung (mit Anti-Hopping- Funktion) auf ein Kleinstmaß.


Der linke Fuß flutscht nur so durch das sahnige Getriebe


Wenig Änderungsbedarf sahen die Kawasaki-Mannen völlig zu Recht beim Fahrwerk. Eine Verstärkung am Rahmen im Bereich der Schwingenachse, eine leichte Anpassung im Dämpferverhalten und ein Reifenwechsel von Dunlop D214 auf Dunlop Sportmax RoadSport 2 – fertig. Letzterer macht die Zett im Winkelwerk noch etwas agiler als bisher. Weite Kurven, enge Kurven, sich öffnende oder zuziehende Kurven, kein Radius kann sie aus der Ruhe bringen. Die Kawa klappt wie von selbst in Schräglage und gibt sich dabei vollkommen neutral. Kippeligkeit oder gar Nervosität sind für sie Fremdwörter.

Verstärkende Neuerung: Im Bereich der Schingenachse (roter Kreis) wurde der Rahmen versteift.


Zu diesem kurvengierigen, ausgewogenen Fahrverhalten passen die Federelemente. Sie tragen eine fein austarierte Balance aus sportiver Straffheit und ausreichendem Komfort in sich, die Rückmeldungen der Straße kommen präzise beim Fahrer an. Auch in Sachen Verzögerungsvorrichtungen blieb alles beim Alten. Die Doppelscheibe vorn arbeitet fein dosierbar, knackig wirkend, vielleicht mit einer Spur zu viel Leerweg – radial angeschlagene Monoblocks müssen es in der gehobenen Mittelklasse nicht sein.

Kommen wir damit zu einer Änderung, die erst mal nicht bedeutsam erscheint, aber umso mehr Wirkung erzielt. Die Rede ist vom Fahrersitz. Bisher war der niedrige Fahrersitz mit 800 Millimetern Standard, den 20 Millimeter höheren Sitz gab es optional. Jetzt ist die hohe Sitzbank serienmäßig. Eine gute Wahl, denn 1,70-Meter-Leute finden immer noch problemlos Bodenkontakt, größere freuen sich hingegen über einen kommoderen Kniewinkel. Lange Lulatsche können sogar auf eine nochmals 20 Millimeter höhere Sitzbank zurückgreifen. Obenrum bleibt es bei einem leicht nach vorn gebeugten Oberkörper, der sich nahe am Lenkkopf befindet, gut für ein direktes Feedback vom Vorderrad.

In der Ausstattung der Z900 fallen vor allem zwei Dinge auf. Zum einen verfügt das Motorrad jetzt rundum über eine LED-Beleuchtung, zum anderen besteht die Informationszentrale im Cockpit jetzt aus einem TFT-Display mit 10,9-Zentimeter- Diagonale und einer Vielzahl an Wissenswertem. Es liefert gestochen scharfe Infos, liegt aber leider außerhalb des Blickfelds. Man muss immer den Kopf senken, um die Anzeigen abzulesen. Und die präsentieren sich gerade beim Drehzahlmesser als zu klein, die Drehzahl lässt sich eher grob abschätzen als genau ablesen. Abgesehen davon bietet das Instrument neben den gängigen Anzeigen wie Geschwindigkeit, Restreichweite und Verbrauch auch Erinnerungen an Inspektionen, Akkuspannung usw. Die Anzeigen selbst erfolgen schwarz auf weiß oder umgekehrt, die Helligkeit passt sich automatisch an die Lichtverhältnisse an. Dank Bluetooth kann man sein Smartphone mit dem Cockpit verbinden und mithilfe der Kawasaki-App Rideology ein Fahrtenbuch führen oder sich über eingehende Anrufe und E-Mails informieren lassen. Tourentaugliches Zubehör bietet Kawasaki in seinem Zubehörprogramm, allerdings fällt das Angebot recht überschaubar aus: Tanktasche, kleiner Windschild, USB-Anschluss, Bordsteckdose und Schluss. Und schade, dass man sogar auf Gepäckhaken verzichtet, die sollten auch bei einem sportlichen Naked Bike zur Serienausstattung zählen. Aber es muss ja noch Raum für die nächste Modellpflege bleiben.

Technische Daten* Kawasaki Z900

Motor: Leistung 92,2 kW (125 PS) bei 9500/min, max. Drehmoment 98,6 Nm bei 7700/min, flüssigkeitsgekühlter Reihen-Vierzylinder, Hubraum 946 cm³, Bohrung x Hub 73,4 x 56,0 mm, Verdichtung 11,8:1, zwei oben liegende Nockenwellen, über Zahnkette angetrieben, vier Ventile pro Zylinder, über Tassenstößel betätigt, Zünd-/Einspritzelektronik, je zwei Drosselklappen pro Zylinder, Ø 36 mm, Nasssumpfschmierung, Mehrscheiben-Anti-Hopping-Kupplung im Ölbad, Sechsganggetriebe, Dichtringkette
Fahrwerk: Stahl-Gitterrohrrahmen, Stahlheck angeschweißt, v. USD-Gabel, Ø 41 mm, Federbasis und Zugstufe einstellbar, h. Alu-Zweiarm-Schwinge, über Hebel angelenktes Federbein, Federbasis und Zugstufe einstellbar, Federweg v. / h. 120 / 140 mm, v. zwei 300-mm-Scheibenbremsen mit Vierkolben-Festsattel, h. eine 250-mm-Scheibenbremse mit Einkolben-Schwimmsattel, Alu-Gussräder, v. 3.50 x 17, h. 5.50 x 17, Bereifung Dunlop Sportmax RoadSport 2 mit Sonderkennung Z, v. 120/70 ZR17, h. 180/55 ZR17
Assistenzsysteme: ABS, vier Fahrmodi, dreistufige abschaltbare Schlupfkontrolle Maße und Gewichte: Radstand 1455 mm, Lenkkopfwinkel 65,5°, Nachlauf 103 mm, Sitzhöhe 820 mm, Bodenfreiheit 145 mm, Gewicht vollgetankt 212 kg, Tank 17 l Preis: 9495 Euro zzgl.
Farben: Schwarz, Grau-Schwarz, Grün-Schwarz, Weiß-Schwarz