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FAHRBERICHT: Update eines Kassenschlagers


Auto Bild allrad - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 01.03.2019

Runderneuerung für das derzeit meistverkaufte 4x4-SUV in Deutschland: Wir haben die ab Juli erhältliche Facelift-Version schon gefahren


Noch leicht getarnt ist das Vorserienexemplar des Facelift-GLC, das Daimler-Entwicklungsleiter Peter Kolb immer wieder über den zugefrorenen See bei Arjeplog jagt. Immer kontrolliert, nie die Contenance verlierend. Während sich sein Baby im Drift durch den Schnee wühlt, strahlt er vor Begeisterung, wenn er vom neuen, dreistufigen ESP schwärmt, das nun mehr verschiedene Schwimmwinkel zulässt.

Nach dreieinhalb Jahren verpasst Daimler dem in Deutschland derzeit ...

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... meistverkauften Allradler – der GLC hat 2018 den Tiguan vom Thron gestoßen – eine umfangreiche Modellpflege. Schon vor der Premiere in Genf konnten wir in Schweden erste Testrunden im Schnee drehen.

Am leichtesten lässt sich die Faceliftversion identifizieren anhand der serienmäßigen, flacher gestellten LED-Leuchten vorn und der nun vertikal unterteilten Rückleuchten. Die Front wirkt breiter, bulliger und trägt mehr Chrom. Innen gibt es serienmäßig schwarze Klavierlackoptik, gegen Aufpreis sind zwei neue Holzoberflächen (offenporige Eiche und Walnuss) zu haben. Was beim Blick ins Interieur sofort auffällt: Virtuelle Instrumente – und der Drehdrücksteller ist weg! Statt dessen sitzt dort nun ein Touchpad, auf dem der Fahrer Buchstaben, Zahlen oder Sonderzeichen eingeben kann. Sogar die Leseleuchte läst sich per Handsteuerung ein- und ausschalten.


MBUX-Sprachsteuerung kann jetzt Witze reißen


Die wohl wichtigste Neuerung im Innenraum aber ist die Umstellung auf das MBUX Infotainmentsystem (Mercedes-Benz User Experience), das wir aus der neuen A-Klasse kennen und das nun Einzug hält in alle Baureihen.

Das neue Infotainment bietet dem Fahrer nicht weniger als fünf Wege an, ihm Befehle zu erteilen: über den zentralen Berührungsbildschirm, über die Tasten im Lenkrad, über das Touchpad auf der Mittelkonsole, via Gestensteuerung oder durch Sprachsteuerung – das Zauberwort heißt „Hey Mercedes“, und das System hört dem Fahrer zu.

Wir fahren den GLC 300 4Matic mit dem aus der aktuellen CKlasse bekannten Zweiliter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 258 PS bei 5800/min. Ein bisschen Kennerwissen zum Angeben: Die neue Motorengeneration heißt bei den Benzinern M264 und ersetzt den M274. Bei den Dieseln heißt die neue Vierzylinder-Motorenbaureihe OM654 und löst den Vorgänger OM651 ab.

Der Turbobenziner bietet mit kräftigen 370 Nm Drehmoment bei 1850/min echten Fahrspaß. Neu ist das 48-Volt-Bordnetz mit riemengetriebenem Starter-Generator. Das System kann elektrisch mit anschieben („boosten“), Bremsenergie rückgewinnen (rekuperieren) und bei abgeschaltetem Motor segeln. Im Zusammenspiel mit der Neunstufen-Wandlerautomatik ergibt das eine souveräne und harmonische Einheit. Mercedes spricht von einem 15 Prozent geringeren Verbrauch. Dann aber sollte man die möglichen 240 km/h wohl tunlichst nicht ausfahren.

MERCEDES GLC FACELIFT
ab ca. 48 000 Euro
1 Die Faceliftversion lässt sich identifizieren an der neu gestalteten Frontschürze mit mehr Chrom, hoch-statt querformatigen seitlichen Lufteinlässen und fast komplett umlaufenden Tagfahrlichtern.


Ab Juli bei den ersten Kunden

2 Finale Erprobungsfahrt im nordschwedischen Arjeplog am Polarkreis.


3 GLC-Entwicklungsleiter Peter Kolb (re.), am Steuer AUTO BILD-Redakteur Malte Büttner.


4 Das von uns in Nordschweden gefahrene Vorserienexemplar ist noch leicht getarnt


Die Vierzylinder aus der C-Klasse ab Sommer, neue Sechszylinder ab Herbst. Instrumente jetzt virtuell, ein Touchpad ersetzt den Drehdrücksteller

Breite betonenden Rückleuchtensegmente. Die eckigen Endrohrattrappen und die hier gezeigten Leichtmetallräder sind Teil des AMG-Line-Pakets. Die Farbe des Testfahrzeugs heißt übrigens Graphitgrau und ist ebenfalls neu


Bestellbar ab dem 26. März

ERSTE MITFAHRT IM ELEKTRO-ABLEGER EQC

Der elektrische EQC ist 650 kg schwerer als der konventionelle GLC: 2450 kg leer – das merkt man. An beiden Achsen sitzt jeweils ein 150-kW-Motor. Das schafft gute Traktion. Untersteuern kennt er nicht, im Grenzbereich bleibt er dank tiefem Schwerpunkt lange neutral, bis das Heck zur Kurvenaußenseite drängt. Sofort anstehende 765 Nm ermöglichen heftige Sprints: 0-100 km/h in 5,1 s. Ganz so simpel wie beim Autoscooter vom Volksfest ist die Bedienung nicht: Um Schnelllader effizient nutzen zu können, müssen die Akkus auf ideale Temperatur geheizt oder gekühlt werden. Der Fahrer sollte das Auto also per Navi-Programmierung in seine Pläne einweihen, damit das Batteriemanagement sich aufs Laden vorbereiten kann. Bei -10 Grad in Schweden schrumpft die Reichweite von 400 auf unter 300 km.[M. Büttner]

1 Elektro-Allradler im Schnee: gute Traktion dank E-Motoren vorn wie hinten, aber die Reichweite leidet bei Minusgraden.


2 Einen konventionellen Schalthebel sucht man hier vergebens. Wichtig: Immer mit Navi fahren, denn die Batterie will auf Ladevorgänge vorbereitet sein.


3 Statt eines Verbrenners sitzt eines von zwei elektrischen Antriebsmodulen unter der Motorhaube


In der Mittelkonsole sitzt zudem ein Schalter, mit dem sich Komfort-, Spritspar- und Sportprogramme anwählen lassen. Einstellbare Dämpfer sind jetzt Serie. Optional gibt’s ein Offroad-Technikpaket mit den Fahrprogrammen „Offroad“ (für Feldwege, Schotter, Sand und Schnee) und „Offroad+“ (für felsige oder steilere Hänge).

Die Zahl der verfügbaren Assistenten hat Daimler derart erweitert, dass wir hier nur die Highlights aufzählen können:
• Gespannfahrer dürfte der Rangierassistent interessieren, der über Sensoren im Kugelkopf den Winkel zwischen Zugfahrzeug und Anhänger misst. Zusammen mit der virtuellen Vogelperspektive über die 360-Grad-Kameraüberwachung erlaubt er präzise Rangiermanöver.
• Der Abstandstempomat nimmt jetzt die Geschwindigkeit in Kurven oder vor Kreuzungen automatisch zurück – es sei denn, der Fahrer befiehlt etwas anderes. Da es in Echtzeit auf Verkehrsinformationen zurückgreifen kann, erkennt das System noch vor dem Fahrer, wenn sich das Auto einem Stau nähert. Entsprechend nimmt die „Distronic“ das Tempo vorsorglich auf 100 km/h zurück.
• Der Bremsassistent verfügt nun über Stauende-, Notbrems- und eine Abbiegefunktion, die bremst, falls der Fahrer Gegenverkehr übersieht. Das System erkennt letzteren via Radar und Stereokamera.
• Der Lenkassistent erkennt Spurmarkierungen und orientiert sich auf Autobahnen unterhalb von 60 km/h am Fahrbahnrand, hilft also automatisch beim Bilden einer Rettungsgasse.
• Falls Fahrer oder Beifahrer die Tür öffnen und ein sich näherndes Fahrzeug übersehen, ertönt der Ausstiegswarner.

Die Preise? Kolb: „Ungefähr auf dem Niveau des Vorgängers.“ Okay, ein letzter Test der Spracheingabe: „Hey Mercedes, erzähl einen Witz!“ Der GLC antwortet: „Deutsche Ingenieure sind nicht für ihren Humor bekannt.“ Da muss auch Peter Kolb schmunzeln.