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FAHRBERICHT YAMAHA YZF-R1/YZF-R1M: Das Skalpell des Doktors


Motorrad News - epaper ⋅ Ausgabe 11/2019 vom 02.10.2019

Für Operationen in der MotoGP ist Valentino Rossi zuständig. Mit der neuen R1-Generation vollzieht Yamaha den Technologietransfer.


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Bildquelle: Motorrad News, Ausgabe 11/2019

Generation 2020: Mit dem neusten Update hat Yamaha seine Präzisionsfeile R1 erneut geschärft.


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1MotoGP-Style: Das neue Gesicht orientiert sich an Rossis M1-Renner.

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2Die neue R1M mit Carbon- Heckverkleidung

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3Der CP4-Motor nimmt die Euro-5- Hürde bei gleicher Leistung.

Y amaha hat es ziemlich eilig, denn die Einladung zur Pressevorstellung der neuen R1-Modelle auf dem GP-Kurs Jerez flattert ungewohnt früh auf unseren Redaktionstisch. Eine Einladung, der wir freilich gerne ...

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Y amaha hat es ziemlich eilig, denn die Einladung zur Pressevorstellung der neuen R1-Modelle auf dem GP-Kurs Jerez flattert ungewohnt früh auf unseren Redaktionstisch. Eine Einladung, der wir freilich gerne nachkommen. Nicht nur wegen der besonders reizvollen Rennpiste, die vor Kurzem einen überaus griffigen Asphalt spendiert bekam. Ebenso gilt die R1 seit jeher als messerscharfes Sportgerät mit jeder Menge MotoGP-Anleihen.

Einen 1000-Kubik-Reihenvierzylinder mit unregelmäßiger Zündfolge, wie bei Rossis MotoGP-Renner, findet man exklusiv bei den Blauen. Mit den 2020er-Modellen unterstreicht Yamaha die Nähe zur MotoGP nun auch optisch. Die neu gestylte Frontpartie und seitlichen Übergänge zwischen Verkleidung und Tank erinnern deutlich an den M1-MotoGP-Renner von »il dottore« Rossi.

Der Genuss ist jedoch nicht nur optischer Natur, Yamaha spricht von einer fünfprozentigen Steigerung der Aerodynamik im Vergleich zum Vorgängermodell. Mag sein, schneller als 270 km/h schafften wir mit der 200-PS-Rakete auf den kurzen Geraden in Jerez eh nicht. Jedoch können wir vom hervorragenden Windschutz der Verkleidung und des höheren Windschilds berichten. Da zerrt und flattert nix, wenn man mit 270 Sachen die Bremszone in den Air-Ram-Kanal einsaugt. Letzterer wurde im Inneren aufwendig strömungsoptimiert, bevor die Atemluft durch neu platzierte Zehn-Loch-Einspritzdüsen mit Kraftstoff geschwängert wird. Die Einlassstutzen hat Yamaha ebenfalls verkürzt, was den Marschbefehl jetzt noch direkter umsetzt. Neue Nockenprofile, modifizierte Schlepphebel und optimierte Kühlkanäle auf der Auslassseite gehören ebenso zum Motor-Update des Jahrgangs 2020. Yamaha hat in diesem Zuge gleich die anstehende Euro-5-Hürde genommen. Wohlgemerkt ohne dafür eines der 200 Pferdestärken zu opfern. Hierzu wurden Spülverluste im Ölkreislauf reduziert. Eine neue Ölpumpe sowie Lagerschalen mit weniger, dafür im Durchmesser gewachsenen Ölbohrungen und neue Öl-Einspritzdüsen sollen höhere Standfestigkeit und geringere Reibung kombinieren. Zum Erreichen der neuen Emissionsgrenzwerte passieren die Abgase nun vier statt zwei Kat-Elemente im Mittelschalldämpfer. Dies und ein leiserer Endschalldämpfer sollen die Geräuschwerte reduzieren. Das können wir jedoch nicht feststellen. Der Crossplane-Sound ist nach wie vor vom Allerfeinsten. Verträglich laut genügt dieser charismatischen Zündfolge, die mehr von Klang als von Lautstärke profitiert. Ergänzt vom betörenden Ansauggeräusch stellt sich auch mit Euro-5-Norm echtes MotoGPFeeling ein. Um die Bewegungen der rechten Hand noch besser an den modifizierten Drosselklappenkörper zu schicken, verfügt die neue R1 über einen neuen aufwendigen E-Gasgriff. Dieser setzt Drehbewegungen jetzt noch direkter und mit »analogem Gefühl« um.

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4R1M mit neuer ERS-NPXGasdruck- USD-Gabel von Öhlins. Die Hardware kann semiaktiv oder statisch betrieben werden.

5


5Das Gasreservoir ist im Gabelfuß integriert.

6


6Zum Fahrwerks-Update der R1M 2020 gehört auch eine neue Abstimmung des Öhlins-TTX-Federbeins.

ÄNDERUNGEN

Motor/Getriebe

• 3-Modi-Motorbremsmanagement
• optimierte Launch Control
• modifizierter Ölkreislauf (Ölpumpe, Lagerschalen)
• neue Ventil-Schlepphebel/Nockenprofile
• kürzere Ansaugwege
• neue Einspritzdüsen und -Position
• neue Ride-by-Wire- Drosselklappensteuerung
• Abgasanlage mit 4 Katalysatoren
• Motor Euro-5-Abgasnorm

Fahrwerk

• modifizierte Fahrwerksabstimmung
• optimierte Bremsbeläge
• neue Öhlins-Gasdruck-Telegabel (R1M)
• Setup Lenkungsdämpfer überarbeitet
• 2-Modi-Bremssteuerungs-ABS
• Erstbereifung Bridgestone RS1 (R1M 200er-Heckpneu)

Ausstattung/Ergonomie

• neues Design
• Heckverkleidung aus Carbon (R1M)
• Produktionsnummer eingestanzt (R1M)
• aktualisierte Apps für Y-TRAC und YRC-Einstellungen (R1M)

Für unsere Einführungsrunde bei der Erkundungsfahrt beinahe etwas zu direkt, weshalb wir vom Modus A in Modus B wechselten. Im mittleren der drei Motorcharakteristik- Modi waren Lastwechselreaktionen beim Gasanlegen verträglich und sanft. Später, als wir vom Erkundungsmodus in den Angriffsmodus wechselten, war der direkte Modus A wieder erste Wahl. Das Schöne an der R1 ist eben, dass der Fahrer alle Assistenten und Regelsysteme während der Fahrt schnell und separat justieren kann. Dies ist besonders praktisch, wenn zum Beispiel Slide- und Traktionskontrolle nach einigen Runden angepasst werden sollen. Konkret war das während der ersten drei 20-Minuten-Turns mit der blauen Standard-R1 vonnöten, da der straßenzugelassene, 190 mm breite Bridgestone- R11-Gummi im Heck nach einigen schnellen Runden zu schmieren begann. Anmerkung: Vom Band rollt die neue R1 mit RS11-Erstbereifung, die wir leider nicht testen konnten.

Alle Systeme sind während der Fahrt schnell und separat justierbar

Der winklige GP-Kurs im spanischen Jerez ist für Fahrer und Reifen mangels langer Geraden ziemlicher Stress. Der Punkt, an dem es dem Straßengummi im Heck zu warm wurde, war für den R1-Treiber jedoch kein Geheimnis. Das Feedback beider Reifen ist die Spezialität der R1, deren Fahrwerksgeometrie gegenüber dem Vorjahresmodell unverändert blieb. Speziell das Gefühl für das Vorderrad ist und bleibt ein Traum. Als hätte man die Vorderradachse in den Händen, lässt sich die R1 auf der Bremse entlang der Haftgrenze zum Kurvenscheitel führen.

Leichte Magnesiumfelgen sorgen bei allen R1-Modellen für leichtfüßiges Handling. Neu abgestimmte Kayaba-Federelemente (Standard- R1) gehören zum Update, ebenso wie neue Bremsbelagmischungen in den beiden Vierkolben-Radialzangen. Die neuen Beläge fordern etwas mehr Handkraft, erledigen ihre Aufgabe jedoch konsequent und zufriedenstellend. Versucht man todesmutig Rossis Bremspunkte zu kopieren, meldet sich dezent das neue in zwei Stufen wählbare ABS, um das Heck wieder auf den Boden der Tatsachen zu holen. Ob im »normalen« ABS-Modus oder dem neuen Kurven-ABS-Modus, stets bleibt die Fuhre beim Anbremsen und Einlenken erstaunlich stabil. Extremen Spätbremsern missfällt, dass der ABS-Eingriff den Bremsweg verlängert. Abschalten – auch durch Ziehen der Sicherung – lässt sich der Bremsassistent leider nicht, ohne auch auf die Schlupfregelung zu verzichten. Zum 2020er-Update der R1 gehört eine dreistufig wählbare Motorbremse. Stufe eins entspricht dem Bremsmoment der Vorgängermodelle, Stufen zwei und drei bieten reduziertes Schleppmoment bei geschlossenem Gasgriff. Nach wie vor an Bord ist die in drei Stufen wählbare Wheelie-Kontrolle, um das Vorderrad angesichts wütender 200 Pferdestärken im Zaum zu halten. Das System sorgt in allen drei Stufen für moderate Flughöhe des Vorderrads und setzt dieses sanft wieder auf dem Boden ab, könnte aber ruhig längere Wheelies gestatten. An Kraft mangelt es dem 113 Nm starken Crossplane-Vierzylinder definitiv nicht, zumal das lange Drehzahlband zwischen 5000 und 13.500 Umdrehungen satt unterfüttert ist. Somit lässt sich manche Kurve im Zweiten oder Dritten fahren, ohne subjektiv Zeit zu verlieren. Für weniger Schaltfaule hat die R1 natürlich einen tadellos arbeitenden Blipper-Schaltassistenten an Bord.

Alle bislang beschriebenen Modifikationen treffen selbstverständlich auch auf das Premiummodell R1M zu, welches wir am Nachmittag drei Turns um den GP-Kurs scheuchen durften. Neben dem edlen Carbon- Kleid, das beim neuen Jahrgang nun auch das Heck umfasst, zeichnet sich die »M« in erster Linie durch ein semiaktives Öhlins-Fahrwerk aus. Das Modell 2020 hat die neue Öhlins-ERS-NPX-Gasdruck-Telegabel. Diese arbeitet mit einem kleinen Gas-Reservoir, das in die Gabelfüße integriert ist. Durch die Erzeugung eines Innendrucks von 0,6 MPa reduziert das Gas die Kavitation (Luftblasenbildung) des Gabelöls, die durch den Unterdruck der Zugstufe verursacht wird. Druckstufen- und Zugstufendämpfung sind getrennt in beiden 43-mm- Gabelholmen untergebracht. Das Öhlins- System kann sowohl semiaktiv wie statisch im manuellen Modus betrieben werden.

Von dem Semiaktiv-Modus war ich bei der Pressevorstellung vor zwei Jahren nicht vollends überzeugt. Entsprechend skeptisch rollte ich mit der neuen R1M auf die Piste. Siehe da – auf einmal taugt mir das Setup total. Das diffizile Gefühl aufgrund permanent wechselnder Dämpfungscharakteristik bei unterschiedlichen Fahrsituationen ist verschwunden. Und mit einem Mal platziert sich die R1M genau da, wo ich sie haben will. Punktgenau. Ich komme erst gar nicht in Versuchung, an dem elektronischen Setup etwas ändern zu wollen oder die semiaktiven Eingriffe zu deaktivieren. Sowohl die NPX-Gabel als auch das TTX-Federbein sprechen auf Unebenheiten höchst sensibel an und bieten gegenüber dem Standard-RFahrwerk noch besseres Feedback. Darüber hinaus liefert das M-Fahrwerk in allen Situationen spürbar mehr Grip. Und davon hat die mit Bridgestone-V02-Slickbereifung besohlte R1M beinahe unendlich. Die Öhlins-/Bridgestone- V02-Kombination erlaubt unglaublich frühes Beschleunigen, gigantische Schräglagenwinkel und fies späte Bremspunkte.

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1 Race-Modus: das TFT-Display im Rennstrecken-Modus mit Laptimer und Ganganzeige. Die Drehzahl könnte besser ablesbar sein.

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2 Alle Systeme können getrennt und einfach angewählt und justiert werden.

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3 Hoher Standard: Die 43-mm-USD-Gabel aus dem Hause Kayaba bekam ein neues Setup spendiert und liefert auf dem GP-Kurs gutes Feedback sowie ausreichend Reserven.

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4 Passend zum Update an der Front hat Yamaha auch das Kayaba-Federbein neu abgestimmt.

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5 Sowohl R1 als auch R1M rollen auf leichten Magnesium-Felgen. Ebenso wurden die Kettenlaschen für höhere Stabilität größer dimensioniert.

WSBK-Werkspilot Michael van der Mark sitzt dem »MF«-Tester auf seinem Werksrenner dicht im Nacken.


Fotos: Yamaha, Hamprecht

Gesegnet mit Grip, haben Notnägel wie Traktions- und Slide-Control sowie ABS die meiste Zeit Pause. Erst jetzt lässt man die R1 frei rennen. Runde um Runde feilt man an jedem Punkt der Strecke einige Zehntel ab und grinst sich eins unterm Helm. Angefeuert von echter MotoGP-Geräuschkulisse lernt man jetzt, die radikale Renn-Ergonomie der R1 zu schätzen. Die im Alltag so kräftezehrende Fahrerhaltung ist hier auf der Rennpiste perfekt. Nahe am Lenkkopf spürt man förmlich, wie sich das Vorderradgummi im Asphalt verzahnt. Das hohe und griffige Sitzpolster hilft effektiv, um sich gegen den enormen Vortrieb zu wehren. Die engen Lenkerhälften und hoch platzierte Rasten sind vier optimale Verbindungspunkte zum Bike, und die Tankform dient als Kontaktfläche des Unterarms beim tiefen Hang-off. Fahrer und R1 werden so zur perfekten Einheit. Liegt eine Präzisionsfeile gut in der Hand, sind das ideale Voraussetzungen für schnelle Rundenzeiten. Großes Lob auch für ihre Eigenschaft, bei Bedarf enge Linien zu ermöglichen. Gerade in den vielen schnellen Kurven, deren Ausgang nicht einsehbar sind, hilft die Gehorsamkeit der R1 zur Schonung des Nervenkostüms. Die R1 fährt stets punktgenau dorthin, wo man sie haben will. Am Ende des Testtages mit der neuen R1-Generation bleibt ein positives Fazit. Yamaha hat an vielen Stellschrauben gedreht, um die R1 ein deutliches Stück besser zu machen. Ohne Zweifel ist diese Operation gelungen.


Im Alltag kräftezehrend, ist die Fahrerhaltung auf der Rennpiste perfekt


TECHNISCHE DATEN

Motor: Leistung 147,1 kW (200 PS) bei 13.500/min, max. Drehmoment 113,3 Nm bei 11.500/min, flüssigkeitsgek. Vierzylinder-Reihenmotor, Hubraum 998 cm3, Bohrung x Hub 79 x 50,9 mm, vier Ventile pro Zylinder, dohc, Zünd-/ Einspritzelektronik, Nasssumpfschmierung, mech. betätigte MehrscheibenÖlbadkupplung mit Anti-Hopping- Funktion, 6 Gänge, O-Ring-Kette
Fahrwerk: Alu-Brückenrahmen, Rahmenheck geschraubt, v. USD-Gabel, ø 43 mm, voll einstellbar (R1M semiaktiv), h. Alu-Zweiarmschwinge mit hebelangelenktem Zentralfederbein, voll einstellbar (R1M semiaktiv), Federweg v./h. 120/120 mm, Magnesium- Schmiederäder, v. 3.50 x 17, h. 6.00 x 17, Reifen v. 120/70 ZR17, h. 190/55 ZR17 (R1M 200/55 ZR17), v. 320-mm-Doppelscheibe mit radial montierten Vierkolben-Festsätteln, h. 220-mm-Einzelscheibe mit Einkolben-Schwimmsattel
Assistenzsysteme: Fahrmodi, Kurven- ABS, Motorbremse einstellbar, Traktions-, Slide-, Wheelie-Kontrolle, Blipper-Schaltassistent, semiaktives Fahrwerk (R1M), Launch Control
Maße und Gewichte: Radstand 1405 mm, Lenkkopfwinkel 66°, Nachlauf 102 mm, Gewicht fahrfertig 201 kg (R1M 202 kg), Sitzhöhe 855 mm, Tank 17 l
Preis: 19.299 Euro/25.999 Euro (R1M)
Farben: Blau, Schwarz (Carbon/Silber R1M)