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Fahrradreparaturen selbst erledigt


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Heimwerker Praxis - epaper ⋅ Ausgabe 5/2022 vom 12.08.2022

Fahrradwerkstatt

Artikelbild für den Artikel "Fahrradreparaturen selbst erledigt" aus der Ausgabe 5/2022 von Heimwerker Praxis. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Heimwerker Praxis, Ausgabe 5/2022

Die Zuverlässigkeit von Fahrrädern und auch hier gerade von E-Bikes wird durch regelmäßige Wartung in dafür ausgestatteten Fachwerkstätten sichergestellt. Doch viele Sachen können von den Besitzern auch selbst geprüft und kleinere Reparaturen auch durchaus selbst erledigt werden, gerade wenn sie unterwegs auftreten.

Allgemeines

In unserem kleinen Reparaturkurs möchten wir denjenigen, die ihr Fahrrad reparieren und instandhalten möchten, doch nicht so recht wissen wie oder nicht den richtigen Mut zum Schrauben finden, eine kleine Hilfestellung geben um Ihre Scheu zu überwinden. Ist der Einstieg in das Schrauben einmal geschafft, werden Sie sehr schnell feststellen wie einfach die meisten Reparaturen und Instandhaltungen sind und dass Sie mit der richtigen Ausrüstung immer, auch unterwegs, Herr der Lage sind.

Reifen

Die meisten kennen den berühmten Plattfuss schon aus der Kindheit. ...

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... Damals wurde das Dilemma noch von Vater behoben, heute sind Sie dran. Absoluten Schutz vor platten Reifen gibt es nicht, aber Sie können das Risiko deutlich herabsetzen, wenn Sie darauf achten, dass alte Mäntel und Schläuche rechtzeitig ausgetauscht und die Räder immer gut aufgepumpt sind. Um für den Fall der Fälle gerüstet zu sein, sollten Sie auf jeder Tour die folgenden Ausrüstungsgegenstände mitführen: Reifenheber aus Kunststoff, da die aus Metall, genau wie ein Schraubendreher Mantel, Schlauch und Felge beschädigen können.

Flickzeug, das nicht zu alt sein sollte, da die Kleber eintrocknen und die Flicken spröde werden können. Hierzu gehören auch passende Reserveventile. Ein Tipp hierzu: Überprüfen Sie regelmäßig die Vollständigkeit, da Kinder gern mit dem Inhalt des Flickzeugs „Werkstatt“ spielen.

Einen passenden Schrauben- oder Rollgabelschlüssel für die Nabenschrauben. Viele Räder verfügen heute auch über Schnellspannnaben, ein guter Schlüssel ist aber nie zuviel in der Ausrüstung.

Bei Rädern mit Rücktrittbremse sollte ein Schraubendreher oder passender Inbusschlüssel, sowie ein Maulschlüssel zum Kontern beim Lösen des Rücktritthebels vorhanden sein.

Und ganz wichtig: eine Luftpumpe die zu den Ventilen passt.

Ist ein Reifen platt, unabhängig ob nach längerer Lagerung des Rades oder durch plötzlichen Luftverlust auf einer Tour, lohnt es sich immer, zuerst das Ventil zu überprüfen.

Dabei erst schauen, ob es sich vielleicht nur gelöst hat, dann ein wenig Flüssigkeit auf den Lufteinlass träufeln und die Dichtigkeit zu prüfen. Ein undichtes Ventil „blubbert“!

Ist das Ventil in Ordnung, wird der Reifen ausgebaut und auf Fremdköper untersucht, die vielleicht noch in ihm stecken. Um an den Schlauch zugelangen, wird zunächst der Mantel von der Felge abgehoben, hierbei helfen Kunststoff-Reifenheber. Ist der Mantel auf einer Seite der Felge abgezogen, kann der Schlauch nach dem Abdrehen der Überwurfmutter entnommen werden. Um das Loch zu finden, kann der Reifen aufgepumpt und mit den Lippen versucht werden das Loch anhand des Luftzuges zu erkennen. Ist die Stelle des Luftverlustes gefunden, kann der Schlauch geflickt oder ausgetauscht werden.

Auf jeden Fall sollten Sie den Mantel vor dem wieder zusammenbauen des Rades auf weitere Fremdkörper untersuchen, damit keine neuen Löcher entstehen.

Pannenschutz

Bei hochwertigen Rädern kommen heute meist Reifen mit integriertem Pannenschutz zum Einsatz. Das funktioniert im Alltag recht zuverlässig,. Scharfe Gegenstände dringen damit nur bis zur integrierten Einlage durch die Lauffläche. Die Pannenschutzeinlagen sind meist in deutlich sichtbaren Farben wie Blau, Gelb oder Grün gehalten. Hier hat jeder Reifenhersteller seine eigene Philosophie. Allen gemeinsam ist jedoch, dass man einen Reifenschaden durch das Aufblitzen des Farbtupfers schnell erkennt und dann bei nächster Gelegenheit austauschen kann. Allerdings ist der Reifen durch die zusätzliche Kunststoffeinlage deutlich härter. Das macht sich beim Luftdruckprüfen und beim Austausch des Reifens bemerkbar. Für das Prüfen des Drucks empfiehlt sich bei solchen Reifen ein kleines Prüfgerät, das schon für ein paar Euro im Fachhandel zu haben ist.

Bremsen reparieren

Für die Sicherheit beim Fahren sind die Bremsen eine, wenn nicht die unabdingbare Komponente am Rad. Sie sollten regelmäßig, und nach längerer Lagerzeit des Rades auf jeden Fall, überprüft und auf ihre Funktion getestet werden. In unserer Beschreibung gehen wir nur auf Seilzugbremsen ein, die alle über das gleiche Funktionsprinzip verfügen. Hydraulische Bremsen werden hier nur am rand berücksichtigt, da für ihre Wartung ein besonders Servic-Kit benötigt ist. Trotzdem kann man auch als Laie etwas tun. Eine gründliche Sichtkontrolle im Bereich der Hebel, Bremsflüssigkeitsbehälter und der Bremssättel kann schon sehr aufschlussreich sein. Sind hier insbesondere im Bereich der Leitungsanschlüsse starke Schmutzansammlungen zu sehen, könnte das auf eine Undichtigkeit hinweisen.

Drahtseilbremsen

Überprüfen Sie das Drahtseil (Bautenzug) der Bremse. Beschädigungen finden Sie in der Regel an den Enden, wo es in den Griff bzw. die Bremse eingehängt oder geschraubt ist. Hier reißt das Seil mit der Zeit langsam durch. Sollten Sie in diesem Bereich einzelne Drähte abstehen sehen, tauschen Sie den Bautenzug am Besten sofort aus, bevor er zur Gefahr wird und ganz abreißt, doch auch Knicke im Bautenzug rechtfertigen einen Austausch. Ist das Drahtseil ausgetauscht und passend abgelängt, sollte das Ende mit einer Quetschhülse gegen aufspleißen gesichert werden.

Die Bremsschuhe werden ersetzt, sobald das Profil abgebremst ist, da sonst der Wasserfilm, der sich bei Regenfahrten zwischen Bremsschuh und Felge bildet, nur schwer durchbrochen werden kann. Wichtig dabei: Bremsschuhe werden immer paarweise ausgetauscht!

Beleuchtung

Bei älteren Rädern, die vielleicht schon erste Korrosionsspuren zeigen, wird folgendermaßen vorgegangen. Hier lohnt es sich zuerst die Kontakte der Scheinwerfer auf Korrosion und richtigen Anschluss zu untersuchen und wenn Sie gerade die Kontakte überprüfen, vergessen Sie den Dynamo nicht. Ist hier alles ok, werden die Leuchtmittel ausgetauscht und auch hier die Fassungen/Halterungen auf Korrosion geprüft. Zuletzt wird auch hier die Zuleitung zur Lampe überprüft und im Schadensfall ausgetauscht.

Werkzeuge

All die hier beschriebenen Arbeiten sollten mit hochwertigem Werkzeug ausgeführt werden. Ja, wir haben in dieser Beziehung immer gut Reden. Doch Fakt ist: Inbusschlüssel minderwertiger Qualität können die Schraubenköpfe beschädigen, dass gleiche gilt für Torx-Schraubendreher, Maulschlüssel mit zu großem Backenabstand und so weiter. Fahrräder sind heute aber so teuer, dass so fahrlässige Beschädigungen bei Reparatur und Wartung unbedingt vermieden werden sollten. Wir haben Ihnen hier nachfolgend ein paar besondere aufgezeigt, auf die Sie unterwegs und bei der Arbeit nicht verzichten sollten.

Dipl.-Ing. Olaf Thelen

Bildquellen:

Lucky Bike, Bielefeld Tel: 0521 32961099

Internet: www.lucky-bike.de

Schwalbe, Ralf Bohle, Reichshof Tel: 02265 1090

Internet: www.schwalbe.com

SRAM, Illinois (USA)

Internet: www.sram.com

Bike Components, Würselen Tel: 02405 450045

Internet: www.bike-components.de