Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 3 Min.

FAHRVERGLEICH: Englischkurs


Auto Bild sportscars - epaper ⋅ Ausgabe 4/2019 vom 08.03.2019

Brabus-Tochter Startech zeigt in Genf seinen Beitrag zum neuen Aston Martin Vantage und die Vollendung des Bentley Continental GT. Wir haben die beiden Briten kurz vor der Verladung noch schnell Probe gefahren


Artikelbild für den Artikel "FAHRVERGLEICH: Englischkurs" aus der Ausgabe 4/2019 von Auto Bild sportscars. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: Auto Bild sportscars, Ausgabe 4/2019

Startech
Continental GT


Startech
Vantage V8

Brabus in Genf – klar, das ist Tradition, das ist schrill. 900 PS in einem Maybach, hochgebockte G-Monster mit dreilagiger Lederausstattung und innen verchromter Auspuffanlage – das sind die Autos aus Bottrop. Doch dort kann man auch anders, und das heißt dann Startech. Hier werden britische Marken veredelt, aber auch Maseratis. Und natürlich hat sich der ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 4,49€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von Auto Bild sportscars. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 4/2019 von Sportlichkeit ist ein Mix vieler Faktoren. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
Sportlichkeit ist ein Mix vieler Faktoren
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von FASZINATION: Götterdämmerung. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FASZINATION: Götterdämmerung
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von NEUHEITEN: Die Stars von Genf. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
NEUHEITEN: Die Stars von Genf
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von FAHRBERICHT: Pures Vergnügen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FAHRBERICHT: Pures Vergnügen
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von FAHRBERICHT: Street Date. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FAHRBERICHT: Street Date
Titelbild der Ausgabe 4/2019 von FAHRBERICHT: Offen & herrlich. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
FAHRBERICHT: Offen & herrlich
Vorheriger Artikel
FAHRBERICHT: Pures Vergnügen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel FAHRBERICHT: Street Date
aus dieser Ausgabe

... Tuner auch die beiden neuen Sportcoupés von Aston Martin und Bentley angeschaut. Unsereins würde sagen, da gibt’s nichts mehr zu verbessern: Luxus, Leder und Leistung im Überfluss schon ab Werk.

Okay, beim Aston Martin Vantage haben auch wir schon in einem unserer Tests ein paar Schwachstellen entdeckt. Das Interieur glänzt teilweise zu sehr nach Plastik, und die zwei Endröhrchen am Heck sind ein paar Nummern zu klein. Genau so sah das die Truppe um Peter Strasburger auch. „Der Vantage ist klasse, nur haben ihn die Briten an vielen Stellen nicht zu Ende gedacht“, erklärt der Startech-Geschäftsleiter. Auch beim Bentley sah Strasburger noch Potenzial: „In Sachen Leder geht da noch einiges, und Power können unsere Kunden nie genug haben.“ Pünktlich vor dem Autosalon in Genf sind die beiden Briten fertig geworden, und AUTO BILD SPORTSCARS durfte exklusiv vor der Abreise in die Schweiz ein paar Runden drehen.

600 PS im Aston, der Bentley bringt’s auf 710 PS

Wow, schon der erste Blick auf den Aston begeistert. Die Front ganz in Weiß lackiert, das Frontgitter in neuem Design, die seitlichen Luftauslässe in Carbon, fette Räder mit feinen Speichen – so muss es sein.

Dann der Blick nach hinten: Yes! Perfekt, die breiten, angeschrägten Endrohre stehen dem Vantage-Hintern viel besser als die Serienteile. Darunter sitzt ein carbonisierter Diffusor mit LED-Leuchte im F1- Stil. Innen? Leder, ja, aber noch alles Serie. Laut Strasburger kommt da demnächst aber noch etwas.

Leistung? Weil man den V8-Biturbo des AMG GT S auch schon bei Brabus in der Mache hatte, darf sich der Brite nun über 600 statt 510 PS freuen. Fährt? Die volle Performance können wir auf dem hauseigenen Testgelände in Bottrop nicht ausloten, aber der erste Eindruck sitzt. Der V8 klingt nach wie vor bärig, schiebt aus unteren Drehzahlen etwas besser an. Das Handling ist noch ei- nen Tick kurvenfreundlicher, was wohl den im Vergleich zur Serie breiteren Reifen zu verdanken ist. Passt, der Aston kann verladen werden, wir gehen zum Bentley.

Als ob man ein Bentley-Interieur noch verbessern müsste. Doch das grau-braune Startech-Ensemble ist noch zwei Spuren exklusiver als das, was ab Werk machbar ist


Die mittig platzierte Nebel-/Rückfahrleuchte ist ein Brabus-Markenzeichen. Beim Bentley wurde das von der Formel 1 inspirierte Licht sauber im Carbon-Diffusor platziert. Auspuff mit Keramikbeschichtung


Aston Martin, so sollte die Auspuffanlage des Vantage aussehen! Statt dünner Röhrchen verbaut Startech trapezförmige Blenden


Die Frontschürze ist sportiv gezeichnet, Tieferlegung und 22-Zöller harmonieren


Im AMG GT S steckt der gleiche V8-Biturbo; daher wird das 600-PSKit auch für den Vantage angeboten werden


Fast zu schade, um damit zu fahren: Das Monostar M begeistert mit feinen Speichen, Zentralverschlussoptik und rauchigem Lack


Continental-GT-Tuning ist kein leichtes Unterfangen, das erfordert Fingerspitzengefühl. Doch Kompliment an die Startech-Mannschaft: Das Coupé hat sein Standing gewahrt, wurde gekonnt nachgeschärft. Die neue Frontschürze mit innenliegenden Carbonleisten passt perfekt zum GT. Auch der Heckdiffusor wirkt nicht übertrieben. Mit der Tieferlegung und den 22 Zoll großen Rädern macht der dicke Brite schon im Stand Eindruck.

Beim Einstieg wird’s dramatisch, im positiven Sinne. Schöner Wohnen scheint maßlos untertrieben, hier wurde an Leder und Carbon nicht gespart. Die Füße sind auf rautengestepptes Nappa gebettet, die Sitzmittelbahnen und das Volant mit braunen Häuten verfeinert, die Mittelkonsole mit grauen Chequered Flags lackiert. Man traut sich kaum, etwas anzufassen, zum Glück ist der Starterknopf aufgesetzt. Und dann, wenn dieser W12-Biturbo anfängt zu surren, dann ergibt das alles einen Sinn. Die düstere Stimmlage passt zur Startech-Optik; die Auspuffanlage ist noch original, wurde nur mit Keramik und Titan optisch veredelt. „Die Bentley-Kunden legen keinen Wert auf Krawall, eher auf Leistung und Leder“, erklärt Strasburger. Startech holt 710 PS aus dem W12-Biturbo, serienmäßig sorgen schon 635 Pferde für einen ansprechenden Aufgalopp. Das Powerplus spüren wir hier und heute auf den engen Straßen nicht. Doch mit dem geänderten Fahrwerk und den breiteren Rädern fährt sich der GT viel sportlicher, als man vermuten würde. Der 2,2-Tonner gibt sich im Vergleich zur Serie spürbar leichter und handlicher.

FAZIT

Guido Naumann

Kaum zu glauben, aber einen Bentley kann man tatsächlich noch verbessern. Beeindruckend, was Startech aus dem GT noch herausholt. Kurven kann er trotz viel Bling-Bling aber auch. Und endlich hat jemand begriffen, wie die Endrohre eines Aston Martin Vantage auszusehen haben.


Fotos: A. Perkovic