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FAKTENREPORT: Das Comeback der Dose


SUPERillu - epaper ⋅ Ausgabe 25/2019 vom 13.06.2019

Supermärkte verbannten die Blechbüchse 2003 fast komplett aus ihren Regalen. Doch inzwischen macht sie der Mehrwegflasche aus Plastik und Glas wiederKonkurrenz. Ein Blick auf die Zahlen und Hintergründe


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Bildquelle: SUPERillu, Ausgabe 25/2019

Stilvoll: In den 30ern wurde das Dosenbier noch ins Glas geschenkt


Mit der Einfuhrung des Dosenpfands 2003 brach der bundesweite Absatz von Getrankedosen innerhalb eines Jahres von 7,5 Mrd. auf 300 Mio. ein. Doch seit ...

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... dem einheitlichen Pfandsystem vom Mai 2006 ist die einst so beliebte Blechbuchse wieder stetig im Kommen.

2018 wurden 3,51 Mrd. Dosen verkauft - gefullt vor allem mit Bier und Energiedrinks. Rekord seither, eine Steigerung von gut 23 % gegenuber 2017 und: der Trend scheint sich fortzusetzen. „Eine Dose ist leicht, bruchsicher und lasst sich dadurch sehr gut lagern und transportieren“, sagt Stephan Rosgen, Geschaftsfuhrer des Lobbyverbandes „Forum Getrankedose“. Aluminiumdosen seien zu 99 % wiederverwertbar. Und beim Recycling werde im Vergleich zur Neuproduktion nur 5 % der Energie verbraucht.

Für Jurgen Stellpflug vom Verbraucherschutzverein „Testwatch“ ist das aber nur die halbe Wahrheit: „Aus einer Dose wird nie wieder eine Dose“, sagt er. Durch Verunreinigungen entstehe beim Recycling minderwertiges Aluminium. „Dosen bestehen hochstens zu 50 % aus recyceltem Material.“ Fur deren Produktion musse also standig neues Aluminium gewonnen werden. Und das verbrauche enorm viel Energie, verursache viel CO₂. „Zusatzlich zerstort die Gewinnung von Bauxit, dem Ausgangsmaterial von Aluminium, die Umwelt, weil dafur Regenwalder abgeholzt werden.“ Beste Alternative? „Wasser oder Bier aus der Region in der Einheitsflasche.“

KURIOSES

Die US-Brauerei Krueger brachte die erste Dose aus Weißblech im Oktober 1933 auf den Markt. Sie wurde noch mit einem spitzen Gegenstand geöffnet. Die erste Aluminiumdose wurde 1958 produziert. Den heute noch gebräuchlichen „easy open“-Verschluss gibt es seit 1961.

Der Büchsenwurf-Skandal vom Bökelberg: Am 20. Oktober 1971 bezwang Borussia Mönchengladbach im Europacup der Landesmeister Inter Mailand mit 7:1. Doch Inter-Stürmer Roberto Boninsegna ließ sich – angeblich von einer Cola-Dose niedergestreckt – verletzt vom Platz tragen. Das Spiel wurde annulliert, Gladbach schied aus. Das Corpus Delicti ist im Gladbacher Vereinsmuseum ausgestellt.

Ein Wettkampf zweier Cola-Hersteller brachte die Dose sogar ins Weltall. Am 29. Juli 1985 startete die US-Raumfähre Challenger ihre Mission STS-51-F mit speziell konzipierten „Space Cans“ beider Konzerne. Das Urteil der Astronauten fiel allerdings ernüchternd aus, da die Cola nicht den gewohnten Geschmack hatte.


FOTOS: imago (2), Getty Images, Shutterstock (2), iStock, Borussia Mönchengladbach/Christian Verheyen, Brewery Collectibles Club of America