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familie & gesundheit: Das große Abc der: ZAHNPFLEGE


familie & co - epaper ⋅ Ausgabe 14/2018 vom 19.12.2018

Kinder brauchen vielUnterstützung bei der Mundhygiene. Wie Eltern helfen, Milch- und bleibende Zähne gesund zu halten. Tipps und Fakten von A bis Z


Artikelbild für den Artikel "familie & gesundheit: Das große Abc der: ZAHNPFLEGE" aus der Ausgabe 14/2018 von familie & co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: familie & co, Ausgabe 14/2018

Kinder sollten früh beginnen, selbst zu putzen, brauchen aber bis ins Grundschulalter Hilfe


Ansteckende Karies Kinder können sich mit Karies anstecken, wenn die Bakterien aus dem Mund der Eltern auf sie übertragen werden. Deshalb sollten Sie darauf achten, nicht das Besteck oder die Trinkgefäße Ihres Kindes mitzubenutzen.

Bürsten Ein kleiner Kopf, abgerundete Bors ten und ein rutschfester Griff zeichnen eine Kinderzahnbürste aus. Alle zwei Monate die ...

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Bürsten Ein kleiner Kopf, abgerundete Bors ten und ein rutschfester Griff zeichnen eine Kinderzahnbürste aus. Alle zwei Monate die Bürste ersetzen! Elektrische Zahnbürsten sind frühzeitig sinnvoll, allein sollten Kinder damit erst ab der Einschulung putzen.

Calcium & Vitamine Vitamin C (in Zitrusfrüchten) stärkt das Kieferknochengewebe und beugt Zahnfleischentzündungen vor. Calcium (in Milch, Volkornbrot, Gemüse, Nüssen) vermindert die Gefahr von Zahnverlust.

Durchbruch der Zähne Die ersten Milchzähne brechen zwischen dem sechsten und zehnten Lebensmonat durch. Zwischen dem 20. und 30. Lebensmonat ist das Milchgebiss vollständig. Mit dem sechsten Lebensjahr beginnt der Zahnwechsel mit dem Durchbruch des ersten bleibenden Zahns.

Erosion der Zahnoberfläche Häufiger und regelmäßiger Genuss von Fruchtsäuren – vor allem aus Getränken – zerstört den Zahnschmelz.

Fluorid in der Kinderzahnpasta Es macht Zähne widerstandsfähig. Es gibt auch Zahncremes ohne Fluorid, deren Wirkstoff Hydroxylapatit dem Zahnschmelz nachgebildet ist.

Gesunde Ernährung Zähne brauchen etwas Hartes zum Kauen, um be lagfrei zu bleiben und die Gitterstruktur im Zahnschmelz zu festigen. Geeignet: Knäckebrot, Möhren, Äpfel und Nüsse.

Heft für Behandlungsbonus
Kinder ab sechs Jahren erhalten bei ihrem Zahnarzt ein Bonusheft der Krankenkassen, worin die halbjährlichen Kontroll- und Prophylaxetermine eingetragen werden. Dadurch gibt es mehr Zuschuss beim Zahnersatz.

Immunsystem der Mundhöhle
Je nach Lebensstil ist es ziemlich anfällig. Ungesunde Ernährung kann dazu führen, dass die Bakterien in der Mundhöhle überhandnehmen – eine Entzündung entsteht. Daher ist regelmäßige Zahnhygiene sehr wichtig.

Jugendzahnpflege Die gesetzlich verankerte Gruppenprophylaxe für Kindergärten und Schulen beeinhaltet: Untersuchungen, Präventionsmaßnahmen, Ernährungsberatung und Tipps für die Mundhygiene.

Knirschen Es tritt meistens im Schlaf auf. Leistungsdruck und Stress sind häufige Ursachen, es kann aber auch eine Zahnfehlstellung der Grund sein. Bemerken Sie Zähneknirschen bei Ihrem Kind, sollten Sie zum Zahnarzt gehen.

Lutschen an Daumen und Schnuller
Zu langes Nuckeln an Beruhigungssaugern und Daumen verändert den Zahnstand. Besser einen Schnuller anbieten, da das Kind das Nuckeln nachweislich früher aufgibt.

Milchzähne Für die gesunde Entwicklung der bleibenden Zähne sind die Milchzähne enorm wichtig. Da sie einen deutlich weicheren Zahnschmelz als die bleibenden Zähne haben, sind sie besonders kariesgefährdet und brauchen intensive Pflege.

Nistplätze für Kariesbakterien Angegriffene Milchzähne sind perfekte Brutstätten für Kariesbakterien und stecken so die bleibenden Zähne schon während ihres Durchbruchs an.

Obstsäuren Wasser ist der beste Durstlöscher! Säfte enthalten für die Zähne gefährlichen Fruchtzucker und Säure. Auch mit Wasser verdünnte Säfte schaden dem Zahnschmelz.

Putztechnik KAI Erst die Kau-, dann die Außen- und zuletzt die Innenflächen putzen. Leiten Sie Ihr Kind dabei an: Bei „K“ darf das Krokodil das Maul weit aufreißen, bei „A“ faucht der Tiger mit zusammengebissenen Zähnen und malt Kreise auf die Außenflächen, bei „I“ gähnt die Giraffe und fegt die Krümel von den Innenseiten .

Quecksilber Amalgam-Plomben enthalten bis zu 50 Prozent anorganisches Quecksilber, das die Nieren schädigen kann. Bei Kindern unter sechs Jahren werden sie erst gar nicht eingesetzt. Wer Amalgam vermeiden will, sollte mit seinem Zahnarzt darüber sprechen.

Rettungsbox für Zähne Ein unglücklicher Sturz – und der Zahn ist raus oder ein Stück davon abgebrochen. Dann hilft eine Zahnrettungsbox. Es gibt sie in den meisten Grundschulen, Schwimm bädern und Apotheken.

Spangen Anfangs sind viele Kinder begeistert vom neuen Drahtgestell. Mit der Zeit aber wird es oft lästig, unregelmäßig eingesetzt und zu wenig geputzt. Vor der Anschaffung informieren, ob Ihr Kind wirklich eine Spange braucht. Wenn ja, sollte es die Anweisungen des Kieferorthopäden befolgen.

Tricks fürs Zähneputzen Lassen Sie sich von Ihrem Kind die Zähne putzen, während Sie seine schrubben. Musik, Handpuppe und Bücher können die Bereitschaft erhöhen. Zähne morgens, mittags, abends und nach dem Essen reinigen.

Untersuchung beim Zahnarzt Der ers te Besuch beim Zahnarzt sollte im achten Lebensmonat des Kindes stattfinden. So können sich Kinder früh an die Atmosphäre einer Zahnarztpraxis gewöhnen. Die ers te Karies untersuchung beim Kinderarzt erfolgt zwischen dem 21. und 24. Lebensmonat.

Versicherungen Die gesetzlichen Kran kenversicherungen übernehmen die Grundversorgung wie Kariesentfernung, Füllungen, Wurzelkanalbehandlungen oder das Ziehen von Zähnen. Zuzahlen müssen Sie bei Zahnersatz: Brücken, Kronen, Prothesen etc.

Wechselnde Schlafpositionen Um Gebissverformungen vorzubeugen, sollten Sie bei Kleinkindern auf wechselnde Schlafpositionen achten. Das Schlafen nur auf Bauch oder Rücken kann zu einer Lageverschiebung des Unterkiefers führen.

X-Strahlen Die Belastung durch Röntgenstrahlen im Zahnbereich ist für Kinder gering. Trotzdem sollten Sie vorab immer sicherstellen, dass eine strahlenbelastende Untersuchung einen klaren Nutzen für das Kind hat.

Y-Platte Die herausnehmbare kieferorthopädische Spange hat zwei Schrauben, die nach einem festen Rhythmus aktiviert werden. Sie bewirkt eine Dehnung des Kiefers und beseitigt den Engstand der Zähne.

Zucker Er ist der größte Feind der Zähne. Ihr Kind sollte deshalb nicht zu viel Zuckerhaltiges zu sich nehmen und sich nach jedem Naschen die Zähne putzen. Vorsicht vor „verstecktem Zucker“ in Nahrungsmitteln (z. B. Ketchup und vielen Fertigsoßen) und in Getränken (z. B. Limonaden und Eistee).

INTERVIEW: Zahnspangen sind in – das motiviert

Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke ist Direktorin der Poliklinik für Kieferorthopädie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

familie&co: Wann wird eine Zahnspange notwendig?
Prof. Bärbel Kahl-Nieke: Eine Zahnspange ist medizinisch sinnvoll, wenn die Zähne schief, eng oder lückig stehen und der Biss auf der Seite und der Überbiss vorn nicht stimmen.

Was bedeutet eine Zahnspange für Kind und Eltern?
Für das Kind ist sie etwas Neues, Spannendes. Die Eltern tragen die Verantwortung für das Tragen sowie die Pflege der Zahnspange und Zähne. Dass Zahnspangen gerade in sind, hilft bei der Motivation. Welche Klammer die richtige ist, hängt ab von der Fehlstellung der Zähne und vom Fehlbiss. Für Fehlbisse und geringere Schiefstände im Wachstumsalter ist die herausnehmbare Spange geeignet. Sind alle neuen Zähne im Mund und komplizierte Zahnbewegungen nötig, sind feste Zahnspangen (Brackets) ratsam. Diese gibt es aus verschiedenen Materialien. Sie können außen oder innen am Zahn befestigt werden.

Wie pflegt man Zahnspangen?
Die herausnehmbaren werden unter laufendem Wasser mit Spüli mehrmals täglich mit einer Hand- oder Zahnbürste gereinigt. Zudem gibt es Reinigungstabletten für Zahnklammern. Die festsitzenden werden beim Zähneputzen mit Zahnbürste sowie Zwischenraum- und Spezialbürsten gesäubert. Spezialzahnseide und Munddusche sind hilfreich.

Wie begleitet der Kieferorthopäde diesen Prozess?
Er kontrolliert vier- bis sechswöchentlich die Zahnklammer, stellt nach, schleift und entscheidet, ob und wann ein neues Gerät notwendig ist. Bei der festen Spange werden die Drähte aktiviert oder erneuert, um das Behandlungsziel zu erreichen. Er kontrolliert auch die Mundhygiene. Sind Beläge und Essensreste auf und zwischen den Zähnen, zeigt er, wo gründlicher gesäubert werden muss.


FOTOS: FOTOLIA.COM/WAVEBREAKMEDIAMICRO; PRIVAT