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Familie Grohe wird Mehrheitseignerin bei TermaCook


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KüchenNews - epaper ⋅ Ausgabe 10/2022 vom 10.06.2022

Gründer Dirk Urban bleibt nach Unternehmensangaben mit einer signifikanten Minderheit beteiligt und soll TermaCook auch weiterhin als CEO führen. Die Mitgründer Andreas Jahn, Rolf Lückhof und Jörg Kilian sind aus dem Gesellschafterkreis ausgeschieden. Über finanzielle Details der Transaktion, deren Abschluss am 7. Juni 2022 bekanntgegeben wurde, haben die Partner Stillschweigen vereinbart. Den Hintergrund für die Suche nach einem Investor erklärte Dirk Urban in einem exklusiven Gespräch mit der küchennews-Redaktion. „Wir haben mit TermaCook jetzt eine Größe erreicht, bei der wir strategische und finanzielle Unterstützung benötigen, um das Wachstum weiter auszubauen. Denn wir wollen auch in Zukunft ein berechenbares, grundsolides Unternehmen bleiben, ...

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... das gut gewirtschaftet hat und gut wirtschaften wird.“ Urban hat TermaCook 2012 nach dem Niedergang von Teka gemeinsam mit weiteren Führungskräften aus dem damaligen Unternehmen gegründet.

Das Unternehmen versteht sich mit seinen 35 Mitarbeitern als Manufaktur für Kochfelder. Mit dem Team, das über mehr als 20 Jahre Entwicklungserfahrung verfügt, hat TermaCook seit seiner Gründung die Inhouse-Kompetenz beständig erweitert und eine umfassende Expertise für Kochfelder und Dunstabzüge im Baukastensystem aufgebaut. Das Haigeraner Unternehmen bedient überwiegend OEM-Kunden wie Elektrogroßhändler, die Küchenindustrie und Marken aus der Hausgerätebranche. Mittlerweile vertreibt es über 50 Prozent seiner Produktion ins Ausland, wichtigste Abnehmerländer sind Südkorea, Vietnam und Großbritannien. Der Umsatz liegt mittlerweile im zweistelligen Millionenbereich. Im Gespräch mit der Redaktion bestätigte Urban, dass die Zielsetzung für 2020 bei 14 Mio. Euro plus liege. Natürlich hat auch TermaCook von der ausgeprägten Küchenkonjunktur der letzten Jahre profitiert. „Wir haben Schwung genommen und wollen weiter gute und solide Kunden hinzugewinnen“, so Urban. Es gebe ein riesiges, globales Potenzial für das Unternehmen aus Haiger.

Mit Syngroh hat Dirk Urban nach eigenen Worten einen Partner gefunden, der mit seiner unternehmerischen Erfahrung und der Kapitalkraft ein optimaler Partner für die strategischen Wachstumsvorhaben von TermaCook ist. Als Familiengesellschaft bündelt Syngroh Capital die von der Familie Klaus Grohe erworbenen unternehmerischen Direktbeteiligungen. Die Familie Klaus Grohe hält über Syngroh auch 32 Prozent der Gesellschaftsanteile am Bad- und Küchenarmaturenhersteller Hansgrohe, der Rest liegt bei der Masco Corporation, die in den 1980er-Jahren bei Hansgrohe eingestiegen ist.

Wir hatten Gelegenheit, mit Hansgrohe-Aufsichtsrat und Syngroh-Geschäftsführer Richard Grohe über die Hintergründe zur Beteiligung an TermaCook zu sprechen. „Mit Terma-Cook haben wir ein Unternehmen gefunden, das hervorragend zu unserer Expertise bei hochwertigen Produkten in Bad und Küche passt. Die Innovations- und Qualitätsphilosophie von Dirk Urban und seinem Team deckt sich mit der unseres Familienunternehmens Hansgrohe.“ Schließlich habe die Familie Grohe beim Aufbau ihres Familienunternehmens zum Konzern mit über 1. Mrd. Euro Umsatz Erfahrungen in allen relevanten Gebieten wie Produktentwicklung, Expansion, Vertrieb und Marketing gesammelt. „Wir kennen die Wachstumssprünge von 10 auf 100 Mio. bis hin zu 1 Mrd. Euro und haben sehr, sehr viel Erfahrung, auch wenn es um kundenspezifische Lösungen geht“, führte Richard Grohe im Gespräch mit der Redaktion weiter aus. Seine Familie habe Freude daran, kleine und mittelständische Unternehmen weiterzuentwickeln: „Dort können wir als Unternehmer einen Wertbeitrag leisten. Hansgrohe erschien uns mit 1 Mrd. Euro Umsatz dafür am Ende zu groß, weshalb wir uns 2016 operativ dort zurückgezogen haben.“

Die Familie Grohe habe auch große Lust auf einen Perspektivwechsel, schließlich sei man aus der Historie heraus über das Geschäft mit Armaturen immer nah an der Küche gewesen und wolle nun einmal „von der anderen Seite in den Markt hineinschauen“.

Syngroh Capital investiert ausschließlich in mittelständische Firmen mit überzeugenden Produkt- und Dienstleistungsideen, die ihren Hauptsitz im deutschsprachigen Raum und einen Unternehmenswert zwischen 10 und 200 Mio. Euro haben. Der Schwerpunkt liegt auf Nachfolgelösungen, der Unterstützung von Veränderungsund Internationalisierungsprozessen sowie auf dem Herauslösen von Unternehmensbereichen, die nicht zum Kerngeschäft gehören. Für Terma-Cook ein Glücksgriff.

Dirk Urban wurde bei der Transaktion von der Michael Keller K & KConsulting OHG beraten, die dem Unternehmen auch zukünftig mit seiner Expertise zur Verfügung stehen wird.

Urban und Keller kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei Teka. „Michael Keller war immer beratend für uns tätig, mit ihm habe ich auch überlegt, wie man die Zukunft bestmöglich gestalten kann“, so Urban. Die rechtliche Beratung von Dirk Urban erfolgte durch Jürgen Helmke (ACCEDIS). Syngroh Capital wurde von Dr. Thomas Gilles (Baker McKenzie) und Jochen Reis (Rödl & Partner) beraten.