Bereits Kunde? Jetzt einloggen.
Lesezeit ca. 8 Min.

familie&zuhause: LASST UNS SPIELEN!: Alte Kinderspiele neu entdeckt


familie & co - epaper ⋅ Ausgabe 1/2019 vom 16.01.2019

Viele traditionelle Kinderspiele sind auch heute noch beliebt. Das hat einen guten Grund:Sie machen einfach Spaß! Hier kommen die schönsten Klassiker unter den Bewegungs-, Ball- und Geschicklichkeitsspielen – natürlich mit vielen Ideen für draußen!


GESCHICKLICHKEITSSPIELE 0

Artikelbild für den Artikel "familie&zuhause: LASST UNS SPIELEN!: Alte Kinderspiele neu entdeckt" aus der Ausgabe 1/2019 von familie & co. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: familie & co, Ausgabe 1/2019

Reise nach Jerusalem

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 4 Jahre. Man baut einen Stuhlkreis mit einem Stuhl weniger, als Kinder mitspielen. Das Spiel beginnt, wenn der Spielleiter Musik macht oder welche anstellt. Setzt die Musik plötzlich aus, muss sich jedes Kind schnell einen freien Stuhl suchen. Wer keinen mehr abbekommt, ...

Weiterlesen
epaper-Einzelheft 0,99€
NEWS 14 Tage gratis testen
Bereits gekauft?Anmelden & Lesen
Leseprobe: Abdruck mit freundlicher Genehmigung von familie & co. Alle Rechte vorbehalten.

Mehr aus dieser Ausgabe

Titelbild der Ausgabe 1/2019 von AUS DER REDAKTION …. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
AUS DER REDAKTION …
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von familie&leute: Menschen des Monats. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
familie&leute: Menschen des Monats
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von familie&do it yourself: Futter für Piepmätzchen. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
familie&do it yourself: Futter für Piepmätzchen
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von familie&produkte: Das Beste mit viel Rhythmus. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
familie&produkte: Das Beste mit viel Rhythmus
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von familie&erziehung: GESUND, LECKER und ganz entspannt. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
familie&erziehung: GESUND, LECKER und ganz entspannt
Titelbild der Ausgabe 1/2019 von familie&kolumne: Ungerecht!!!. Zeitschriften als Abo oder epaper bei United Kiosk online kaufen.
familie&kolumne: Ungerecht!!!
Vorheriger Artikel
familie&gesundheit: GUT zu wissen
aus dieser Ausgabe
Nächster Artikel familie&zuhause: GUT zu wissen
aus dieser Ausgabe

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 4 Jahre. Man baut einen Stuhlkreis mit einem Stuhl weniger, als Kinder mitspielen. Das Spiel beginnt, wenn der Spielleiter Musik macht oder welche anstellt. Setzt die Musik plötzlich aus, muss sich jedes Kind schnell einen freien Stuhl suchen. Wer keinen mehr abbekommt, scheidet aus. Für die nächste Runde wird ein Stuhl aus dem Kreis entfernt.Das Spiel geht so lange weiter, bis nur noch ein Kind übrig bleibt und damit gewonnen hat.

Himmel und Hölle

Spielerzahl: ab 2 Kinder; Alter: ab 6 Jahre. Material: Straßenkreide und ein Kie selstein. Man malt zunächst ein Spielfeld (wie unten skiz ziert) auf den Boden. Dann wird ein Steinchen ins Feld Erde geworfen. Der erste Spieler muss dort hineinhüpfen und beim Landen das Steinchen ins Feld 1 stoßen. Von dort geht es weiter zu Feld 2, zu Feld 3 usw. Das Hölle-Feld muss der Spieler jedoch überspringen. Wenn das Steinchen in der Hölle liegen bleibt, im falschen Feld landet oder man das richtige Feld beim Hüpfen verfehlt, ist der nächste Spieler dran. Wer es bis in den Himmel geschafft hat, macht sich zurück auf den Weg zur Erde und muss natürlich auch da bei wieder die Hölle auslassen.

Gummitwist

Spielerzahl: ab 3 Kinder; Alter: ab 6 Jahre. Alles, was man dafür braucht, ist ein ca. 3 Meter langes Gummiband. Am besten eignet sich Meterware, wie man sie auch für den Tunnelzug einer Hose benutzt. So geht’s: Das verknotete Gummiband wird um die Knöchel zweier einander gegenüber stehender Teilnehmer gespannt. Ein Dritter springt nun nach einem verabredeten Rhythmus zwischen, neben oder auf die Bänder. Wenn er einen Fehler macht, ist der Nächste an der Reihe.
Als Fehler zählen: das Gummi ungewollt zu berühren, einen Sprung auszulassen, sich zu verheddern, die Reihenfolge nicht einzuhalten oder im falschen Feld zu landen. Wenn der Spieler keinen Fehler macht, wird der Schwierigkeitsgrad erhöht: Das Band wird von den Knöcheln zu den Unterschenkeln gehoben, es folgen Kniekehlen, Oberschenkel und schließlich Hüfte, Taille und für Profis auch Unterarme und Achselhöhlen (sehr schwierig!). Auch in der Breite gibt es verschiedene Stufen: Badewanne (breiter Abstand), normal, Baumstamm (eng zusammen), Einbein (das Band wird nur um einen Fuß gespannt). Zudem gibt’s verschiedene Hüpf-Verse wie z. B.: „Teddybär, Teddybär, dreh dich um, Teddybär, Teddybär, mach dich krumm…“

ABZÄHLREIME

Eine alte Frau kocht Rüben

Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, eine alte Frau kocht Rüben, eine alte Frau kocht Speck, schneidet sich den Finger weg. Kommt der Doktor Hampelmann, näht den Finger wieder an. Kommt die kleine Micky Maus, reißt den Finger wieder aus.

Micky Maus

Eine kleine Micky Maus zog sich mal die Hose aus, zog sie wieder an, und du bist dran.

Ene mene Muh

Ene mene Muh, und raus bist du! Raus bist du noch lange nicht, sag mir erst, wie alt du bist! Danach wird dem Alter entsprechend ein Sieger ausgezählt

Blinzeln

Spielerzahl: ab 5 Kinder; Alter: ab 5 Jahre. Beim Blinzeln braucht man eine ungerade Anzahl von Mitspielern. Bei z. B. sieben Kindern sitzen drei auf Stühlen, die im Kreis angeordnet sind; der vierte Stuhl bleibt leer. Hinter allen vier Stühlen steht jeweils ein Kind, das die Hände auf dem Rücken verschränkt hält. Das Kind hinter dem leeren Stuhl blinzelt nun einem der sitzenden Kinder zu. Das angeblinzelte Kind versucht nun, schnell aufzuspringen und sich auf den leeren Stuhl zu setzen. Sein „Wächter“ muss versuchen, das flüchtende Kind an den Schultern zu greifen und festzuhalten. Wenn er die Flucht rechtzeitig verhindert, muss das Kind bei ihm bleiben. Die Sitzenden und Stehenden wechseln sich nach einer vorher festgelegten Anzahl von Runden ab.

A-Fangen

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 6 Jahre. Mit Kreide, Kieseln oder Zweigen markiert man ein Spielfeld, das so groß ist, dass sich alle Mitspieler gut darin bewegen können. Dort hinein stellen sich alle Kinder, nur der Fänger bleibt draußen. Ins Feld eindringen und Mitspieler abschlagen darf er nur so lange, wie er ein lang gezogenes „Aaa“ halten kann. Wenn ihm die Puste ausgeht, können ihn die anderen Spieler fangen. Dann wird der Fänger zum normalen Spieler, und an seine Stelle tritt eines der von ihm abgeschlagenen Kinder – es darf immer nur ein Fänger gleichzeitig aktiv sein. Gewonnen hat das Kind, welches als letztes im Spielfeld übrig geblieben ist.

BEWEGUNGSSPIELE

Faules Ei

Spielerzahl: ab 10 Kinder; Alter: ab 5 Jahre. Die Spieler bilden einen Kreis. Ein Spieler, der Fuchs, läuft um den Kreis herum und lässt hinter einem der Kinder ein Tuch fallen. Dieses Kind muss das Tuch aufheben und dem Fuchs hinterherlaufen. Schafft es das Kind, den Fuchs einzuholen, so muss dieser als „faules Ei“ in die Mitte des Kreises. Dort muss er bleiben, bis er vom nächsten „faulen Ei“ abgelöst wird. Schafft es hingegen der Fuchs, vorher den frei gewordenen Platz zu erreichen, so muss der Verfolger als Fuchs weitermachen. Bemerkt ein Spieler nicht, dass das Tuch hinter ihm liegt, muss er ebenfalls als „faules Ei“ in die Mitte, sobald der Fuchs bei seiner Runde erneut an ihm vorbeigegangen ist.

Alle Vögel fliegen hoch!

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 5 Jahre.
Die Kinder sitzen um einen Tisch und trommeln darauf mit ihren Fingern. Ein Spielleiter ruft dann z. B: „Alle Schwalben fliegen hoch!“ und reißt dabei seine Arme in die Höhe. Die Spieler müssen beim Wort „hoch“ ebenfalls die Arme in die Höhe strecken - aber nur, wenn auch stimmt, was der Spielleiter sagt. Ruft er aber: „Alle Autos fliegen hoch!“, müssen die Hände unten bleiben. Wer sich zu einer falschen Bewegung hinreißen lässt, scheidet aus.

Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann

Spielerzahl: ab 5 Kinder; Alter: ab 3 Jahre. Die Kinder bilden einen Kreis. Ein Kind, der „Butzemann“, steht in der Mitte. Die anderen Kinder singen und hüpfen im Kreis: „Es tanzt ein Bi- Ba-Butzemann in unserm Haus herum, widibum. Es tanzt ein Bi- Ba-Butzemann in unserm Haus herum. Er rüttelt sich, er schüttelt sich, er wirft sein Säcklein hinter sich.“ An dieser Stelle bleiben die Kinder stehen und klatschen im Takt, während der „Butzemann“ sich kunstvoll rüttelt und schüttelt. Danach wirft er sein Kissen rücklings dem nächsten „Butzemann“ zu.

Kaiser, welche Fahne weht heute?

Spielerzahl: ab 5 Kinder; Alter: ab 5 Jahre. Ein Kind ist der „Kaiser“. Die anderen stehen ihm gegenüber und rufen: „Kaiser, welche Fahne weht heute?“ Antwortet der „Kaiser“ z. B. „Rot“, rennen alle Kinder los, um die andere Seite zu erreichen. Der „Kaiser“ versucht sie zu fangen, wobei er keine Kinder abklatschen darf, die etwas Rotes anhaben. Die Gefangenen helfen dann dem Kaiser beim Fangen.

KNOBELSPIELE

Schnick-Schnack-Schnuck!

Auch als Schere, Stein, Papier bekannt. Zwei Mitspieler halten die rechte Hand geschlossen und machen am Ende des Kommandos „Schnick- Schnack-Schnuck!“ gleichzeitig eine Faust (Stein), spreizen Zeige- und Ringfinger (Schere) oder halten die Hand flach (Papier). Die Schere schneidet Papier, wird aber am Stein stumpf, das Papier wickelt den Stein ein. Beim höheren Schwierigkeitsgrad kommt der Brunnen (Zeigefinger und Daumen formen einen Ring) dazu: Schere und Stein fallen hinein, aber das Papier deckt den Brunnen ab.

Streichholzknobeln

Ideal für drei Kinder: Jeder Mitspieler bekommt drei Streichhölzer. Davon legt er, ohne dass die anderen es sehen, keines, eines, zwei oder alle in seine „Spielhand“. Dann schätzt jeder, wie viele Streichhölzer insgesamt im Spiel sind (also null bis neun). Wer richtig liegt, kriegt von jedem Mitspieler ein Streichholz. Das Spiel endet, wenn ein Spieler keine Hölzchen mehr hat.

BALLSPIELE

Schweinchen in der Mitte

Spielerzahl: mindestens 3 Kinder; Alter: ab 6 Jahre. Zwei Kinder stellen sich mindestens 20 Schritte entfernt voneinander auf. Ein drittes Kind ist das „Schweinchen“ und stellt sich in die Mitte. Die beiden außen stehenden Spieler werfen sich den Ball zu, und das „Schweinchen in der Mitte“ muss versuchen, ihn abzufangen. Gelingt ihm das, muss der Werfer des verlorenen Balls als neues Schweinchen in die Mitte gehen. Verboten ist es, den Ball aus der Hand zu schlagen oder die anderen Spieler zu berühren. Bei mehr als drei Mitspielern kann man auch einen Kreis bilden und mehrere „Schweinchen“ in die Mitte stellen.

Tunnelball

Spielerzahl: ab 10 Kinder; Alter: ab 5 Jahre. Beim Tunnelball bilden die Kinder zwei Gruppen. Diese stellen sich jeweils mit gespreizten Beinen hintereinander auf. Das erste Kind in der Reihe bekommt einen Ball. Nach dem Startzeichen muss es versuchen, den Ball zwischen den eigenen Beinen hindurch möglichst bis ans Ende des gesamten Tunnels zu rollen. Bleibt der Ball an den Beinen im Tunnel hängen, müssen die Mitspieler den Ball weiterrollen. Der letzte Spieler der Reihe nimmt den Ball auf und spurtet an die erste Stelle seiner Mannschaft. Jetzt versucht er den Ball durch den Tunnel zu rollen. Sieger ist die Mannschaft, von der zuerst jedes Kind einmal den Ball durch den Tunnel gerollt hat. Bei einer Variante muss das vorderste Kind zuerst mit dem Ball durch den Tunnel kriechen und ihn anschließend von hinten durch den Tunnel rollen.

Prellball

Spielerzahl: ab 4 Kinder; Alter: ab 6 Jahre. Ein Kind wird zum „Rufer“ ernannt und erhält einen Ball. Zum Spielbeginn wirft es den Ball hoch in die Luft und ruft dabei laut den Namen eines seiner Mitspieler. Sofort rennen alle so schnell wie möglich weg – nur das genannte Kind nicht. Dieses muss stattdessen den Ball auffangen und darf dann laut „Halt!“ rufen. Augenblicklich müssen die übrigen Spieler stehen bleiben. Der Spieler mit dem Ball kann nun versuchen, einen der Spieler abzuwerfen. Gelingt ihm das, ist der getroffene Spieler der neue „Rufer“.

SPIELE IN DER NATUR

Räuber & Gendarm

Spielerzahl: ab 6 Kinder, Alter: ab 4 Jahre. Die Kinder werden, am besten durch Auszählen, in zwei Gruppen unterteilt. Die Gendarmen bekommen als Markierung ein Tuch umgebunden. Es wird festgelegt, wo sich das Gefängnis befindet. Dann schwärmen die Räuber aus und die Gendarmen rennen hinterher. Fängt ein Gendarm einen Räuber, bringt er ihn ins Gefängnis. Befreit werden kann er nur von einem anderen, noch freien Räuber, der ihn durch dreimaliges Klatschen auf die ausgestreckte Hand auslöst. Das Spiel ist beendet, sobald die Gendarmen alle Räuber ins Gefängnis gesperrt haben.

Schnitzeljagd

Spielerzahl: ab 4 Personen, Alter: ab 6 Jahre. Die Schnitzeljagd kann man mit einer oder mit zwei Gruppen spielen. Bei der Variante mit einer Gruppe geht der Fährtenleger voraus. Die Gruppe folgt in zeitlichem Abstand und versucht, den aus Sägespänen oder Papierschnipseln gestreuten Zeichen bis zum Ziel zu folgen. Dort wartet ein kleiner „Schatz“ auf die erfolgreichen Fährtenleser. In der Variante mit zwei Gruppen gibt es „Sucher“ und „Verstecker“. Erstere versuchen, Letztere anhand der ausgelegten Spuren zu finden. In manchen Varianten ist es erlaubt, Irrwege auszulegen. Dann sollte sich am Ende des Irrweges aber ein deutlicher Hinweis darauf befinden, dass man umkehren muss. Anstelle von Sägespänen können auch Nachrichten auf Zetteln, Kreidemarkierungen, angeordnete Steine oder Stöcke den Verfolgern den Weg weisen.

KLATSCH-SPIELE

Klatschspiele gibt es in vielen verschiedenen regionalen Varianten. Diese hier sind also nur Beispiele:

Empompie

Wir sagen No No No – wir sagen Si Si Si! Wir sagen No – wir sagen Si! Wir sagen: Em pom pie, Kolonie, Kolonastik! Em pom pie, Kolonie, Akademi, Safari, Akademi – Puffpuff!

Ich kenn ’nen Witz vom Onkel Fritz …

Ich kenn ’nen Witz von Onkel Fritz, den darf ich nicht verraten, sonst kommen die Piraten und schießen mit Tomaten. Tomaten sind zu rot, da schießen sie mit Brot. Brot ist zu teuer, da schießen sie mit Feuer. Feuer ist zu heiß, da schießen sie mit Eis. Eis ist zu kalt, da geh’n sie in den Wald. Der Wald ist zu eng, da macht die Hose peng.


FOTOS: FANCY; JACKF - STOCK.ADOBE.COM; GETTY IMAGES/ISTOCKPHOTO/KALI9, -/IMAGE SOURCE