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Far Cry 6


PC Games Magazin - epaper ⋅ Ausgabe 10/2021 vom 15.09.2021

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Bildquelle: PC Games Magazin, Ausgabe 10/2021

Mit dem Flammenwerfer übers Feld: Da kommen Erinnerungen an Far Cry 3 hoch.

Genre: Ego-Shooter

Entwickler: Ubisoft

Hersteller: Ubisoft

Termin: 07. Oktober 2021

Probieren geht über Studieren. Diese uralte Binsenweisheit gilt auch in der Welt der Videospiele – ganz besonders, wenn Ubisoft in irgendeiner Weise involviert ist. Der französische Publisher hat nämlich einen gewissen Ruf, die Qualität seiner Trailer würde sich schon mal drastisch von der seiner fertigen Spiele unterscheiden. Entsprechend vorsichtig waren wir auch nach unseren ersten Gameplay-Eindrücken zu Far Cry 6: Das sah zwar alles schon richtig gut aus, einen eigenen Eindruck wollten wir uns dann aber doch lieber noch machen.

Diesen Wunsch haben uns die Entwickler nun endlich erfüllt. Im Rahmen eines Hands-on-Events durften wir Dani Rojas‘ Guerilla-Abenteuer ganze sechs Stunden hautnah erleben, in die Open World von Yara eintauchen und uns dort nach Herzenslust austoben.

Kann Ubisoft gute Geschichten? ...

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Dabei bekamen wir erstmals auch den Spieleinstieg zu Gesicht, den wir hier natürlich weder spoilern wollen noch dürfen. Wir belassen es einfach mal bei der Aussage: Der Auftakt von Far Cry 6 ist durchaus gelungen. Ihr werdet atmosphärisch in die Welt eingeführt, bekommt die Charaktere und ihre Motive nähergebracht und erhascht auch einen ersten Blick auf euren Gegenspieler: Yaras Präsident Anton Castillo, gespielt von Breaking-Bad-Star Giancarlo Esposito. Der macht genau das, was man von ihm erwartet: Er lässt politische Gegner skrupellos erschießen, die Bevölkerung in Zwangsarbeitslagern schuften und rechtfertigt sein fragwürdiges Handeln in ausschweifend blumigen Ansprachen. Im Grunde ist er eine karibische Version des typischen Far-Cry-Bösewichts, wie man ihn kennt und liebt, aber eben eine richtig gut inszenierte! Das gilt zumindest für die Original-Fassung. Ob auch die deutsche Vertonung etwas hermacht und mit einem leichten spanischen Akzent daherkommt, müssen wir noch abwarten.

Spannend bleibt auch die Frage, wo Ubisoft mit dem Rest der Handlung hinwill. Die politisch aufgeladene Ausgangslage von Far Cry 6 bietet das Potenzial für ein mitreißendes Abenteuer: blutig, düster, nachdenklich. Eine starke Geschichte über ein Land in einem tragischen Teufelskreis, über ein kaputtes System, das man zwar zerschlagen, aber nicht reparieren kann. Genauso gut kann es aber auch sein, dass die Entwickler aus ihren vielversprechenden Ansätzen wieder mal nichts rausholen und aus Angst, zu politisch zu sein, lieber eine bunte überdrehte Action-Schießbude liefern. Die ersten Anzeichen dafür gibt es schon: prollige Machos, die euch erzählen, sie müssten vor der nächsten Mission erstmal kacken gehen oder die neu gebastelte Spezialmunition brenne schlimmer als eine unbehandelte Geschlechtskrankheit. Solche Fremdscham-Momente kennt man schon aus Far Cry: New Dawn, das ja doch eher jung und hipp daherkommen wollte. In welche Richtung es beim sechsten Hauptteil am Ende gehen wird, Seriosität oder Pipi-Kacka-Humor, das wird wohl erst der Release zeigen.

Willkommen im Guerilla-Bootcamp

Deutlich mehr Klarheit herrscht da schon in Sachen Gameplay: Nachein paar Story-Schnipseln werdet ihr zunächst in ein ausführliches Tutorial geschmissen. Wie auch in Far Cry 5 verbringt ihr eure ersten zwei Stunden abseits der eigentlichen Spielwelt auf der Isla Santuario, einem einsamen Eiland vor der Küste Yaras. Hier bekommt ihr die verschiedenen Spielmechaniken beigebracht: schießen, fahren, basteln et cetera. Ihr durchlauft quasi einmal die Grundausbildung des Guerillakampfes. Das ist gerade für Neueinsteiger durchaus sinnvoll. Die brauchen nämlich vielleicht etwas Zeit, sich mit der Steuerung vertraut zu machen – gerade auf dem Controller, wo gleich mehrere Buttons doppelt belegt sind. Wer dagegen auch nur einen anderen Teil der Reihe gespielt hat, der sollte sich schnell zurechtfinden und direkt in den Kampf stürzen können. Schließlich geht es in Far Cry 6 ja darum, Yara zusammen mit der Rebellengruppe Libertad von seinem faschistischen Diktator zu befreien. Da vergeudet man besser keine Zeit.

Ihr steht nämlich vor einer echten Mammutaufgabe. Die fiktive Karibik-Insel ist riesig. Also wirklich riesig! Euch erwartet eine Karte mit insgesamt fünf großen Arealen, die nochmal in zig kleinere Gebiete unterteilt sind. Wir waren hauptsächlich im eher ländlichen El Este unterwegs, das von Kaffeeplantagen, Bergen und satten Dschungels geprägt ist. Später soll es aber auch noch dicht besiedelte Städte oder traumhafte Sandstrände geben. Für Abwechslung ist also gesorgt, eine bombastische Inszenierung dürft ihr allerdings nicht erwarten. Klar, unsere Vorschau-Version lief nur in 1080p, nicht der bestmöglichen 4K-Auflösung. Dennoch sieht man Far Cry 6 schon an, dass es offenbar immer noch auf der Dunia-Engine der Vorgänger basiert. Die Welt und die Effekte schauen ordentlich aus, gerade bei den Charakteren, ihren Animationen und Gesichtern wäre aber noch einiges an Verbesserungspotenzial da gewesen.

Ganz schön viel zu tun

Apropos Charaktere: Die verschiedenen Bereiche von Yara werden alle von einzelnen Fraktionen kontrolliert, die ihr wahlweise auf eure Seite ziehen müsst, um den Widerstand zu stärken, oder erledigen müsst, um das System aufzurütteln. Das erinnert vom Ablauf her ein wenig an Far Cry 5. Da galt es ja auch, Hope County von namhaften Vertretern der Eden’s-Gate-Sekte zu säubern, bevor ihr euch Obermotz Joseph Seed stellen durftet.

Auf der Karte verteilt sind zudem ein Haufen an Nebenmissionen, feindlichen Stellungen, Jagdgebieten und anderen Aktivitäten. Durch jede abgeschlossene Aufgabe schaltet ihr wiederum ein paar neue frei. So entsteht schnell ein undurchsichtiges Dickicht aus Icons und Missionsmarkern, das nur darauf wartet, von euch abgearbeitet zu werden. Bereits in unserer Demo wurden wir mit Content nahezu erschlagen. Gefühlt nimmt Far Cry langsam schon Assassin’s- Creed-Ausmaße an. Gut möglich, dass Teil 6 euch für gut und gerne 50 Stunden in Beschlag nimmt, bis ihr alles gesehen und alles erledigt habt. Vielleicht sogar noch mehr.

Der Unterhaltungswert der Aufträge schwankt dabei extrem: Die Sidequests, die sogenannten Yaranischen Geschichten, können recht kurzweilig sein. Ihr müsst beispielsweise einen aggressiven Kampfhahn einfangen, der euch danach als tierischer Begleiter zur Seite steht. Es gibt aber auch zahlreiche generische Missionen, in denen ihr mehrere Minuten lang stumpf neben einem NPC herlauft. Das macht nicht besonders viel Laune. Für das Angeln-Minispiel waren wir dann irgendwie ein wenig zu blöd. Und die Autorennen, die es im fertigen Spiel wohl geben wird, waren in unserer Anspielsession leider noch nicht verfügbar.

Es gab zwar ein Plakat mit einer Einladung zu finden, danach folgte aber nix mehr. Ganz nett sind noch die Schatzsuchen. Hier bekommt ihr ein paar Hinweise in die Hand gedrückt, denen ihr dann nachgehen müsst. So lernt ihr zum einen die Spielwelt besser kennen und nutzt zum anderen auch mal euer volles Bewegungsrepertoire aus. Ihr müsst etwa per Wingsuit einen Pelikan verfolgen, der euch dann zu einer Kiste auf einer einsamen

Insel führt. Oder ihr schwingt euch mit eurem Greifhaken durch ein von Fackeln erleuchtetes Höhlensystem, um am Ende einen grünen Kristallschädel zu bergen. Da kommt ordentlich Indiana-Jones- Feeling auf!

Abgesehen davon gibt es in Far Cry 6 natürlich noch eine ganze Menge anderer Fortbewegungsmittel, vom Pferd übers Quad bis hin zum Helikopter. Mit deren Steuerung waren wir aber nicht immer ganz so glücklich. Wer versucht, mit WASD zu lenken, der zuckelt wild in der Gegend herum. Jets kontrollieren sich mit der Tastatur teils so unpräzise, dass wir beim ersten Flugversuch direkt abgestürzt sind und es danach nicht noch einmal probiert haben.

Wer sich den unnötigen Stress lieber sparen will, der nutzt einfach die Schnellreise-Funktion. Mit der könnt ihr in Windeseile zwischen euren verschiedenen Guerilla-Camps hin und her hüpfen. Die Lager sind dabei allerdings mehr als ein simpler Ruheplatz,wo ihr eure Munition auffüllt oder eine entspannte Runde Domino spielt. Sie können auch ausgebaut werden, um weitere spielerische Vorteile freizuschalten: Errichtet ihr etwa eine Kantine, dann lassen sich dort gejagte Tiere gegen Gesundheitsboosts eintauschen. Ein Schwarzmarkt bietet euch dagegen zusätzliche Handelsoptionen. In eurem Hauptquartier gibt es an einer Planungstafel sogar die Möglichkeit, kleine Guerillatrupps auf Missionen zu schicken, die euch zusätzliche Ressourcen einbringen.

Gesammelte Materialien steckt ihr dann unter anderem in die Aufwertung eurer Guerilla Rides. Diese persönlichen Karren könnt ihr ganz einfach übers Waffenrad auswählen und dann an euren aktuellen Standort liefern lassen. Die einzige Voraussetzung ist, dass ihr nah genug an der nächsten Straße steht. Über den Verlauf des Spiels schaltet ihr vier verschiedene Fahrzeuge frei: einen Humvee und einen japanischen Pickup, aber eben auch zwei schöne alte Straßenkreuzer aus den 50er- und 60er-Jahren. Für die wählt ihr dann verschiedenfarbige Lackierungen und Sitzbezüge aus, packt euch einen Wackelkopf aufs Armaturenbrett oder hängt Plüschwürfel an den Rückspiegel. Mit Panzerung, Rammbock und Geschütz ist aber auch für die nötige Durchschlagskraft gesorgt.

Für alles gewappnet!

Die Individualisierung eurer Ausrüstung ist ohnehin ein wichtiger Aspekt in Far Cry 6. Neben eurem fahrbaren Untersatz lassen sich auch eure Kleidung und eure Waffen anpassen. Im Spielverlauf bekommt ihr eine Reihe von Helmen, Hosen, Hemden und Handschuhen, die euch unterschiedliche spielerische Vorteile bieten: mehr Munition, mehr Ausdauer oder Schutz gegen Giftgas. Wer ein komplettes Set ausrüstet, bekommt nochmal zusätzliche Boni. Euer breites Arsenal aus „klassischen“ und improvisierten Waffen wie einer Nagelkanone lässt sich mit verschiedenen Aufsätzen erweitern. Schalldämpfer, Visiere und Kolben kosten allerdings alle Materialien. Ihr solltet beim Erkunden der Spielwelt also die Augen nach Schrott, Schießpulver und anderem nützlichen Kram offenhalten. Abgerundet wird euer Charakter von den Supremos: Rucksäcken, die euch quasi Superkräfte verleihen. Mit dem Médico könnt ihr euch heilen und wiederbeleben, mit dem Volta entfesselt ihr einen mächtigen EMP-Impuls, der Gegner und Sicherheitssysteme in der Nähe ausschaltet. Für noch mehr Bums frisiert ihr die Geräte dann noch mit Mods. Die erhöhen etwa die Reichweite eurer Spezialfähigkeiten oder die Kapazität von Molotovs und anderen Wurfgegenständen.

Größere Veränderungen an eurer Ausrüstung könnt ihr nur an Werkbänken vornehmen, eure aktuelle Auswahl lässt sich dagegen jederzeit und überall ändern. Das ist durchaus praktisch, um auch kurzfristig auf neue Herausforderungen zu reagieren. Problematischer wird’s dagegen beim Freischalten neuer Gegenstände. Die könnt ihr größtenteils finden oder kaufen, manche sind aber auch hinter einem Level-Cap versteckt. Ja, richtig gelesen: Level. Far Cry 6 wird doch mehr Rollenspiel, als uns lieb gewesen wäre. Für erledigte Missionen erhaltet ihr XP, mit denen ihr im Rang aufsteigt. Das gewährt euch Zugang zu besseren Items und neuen Gebieten, die ihr zu Spielbeginn nicht überleben würdet. Wer als Frischling in die Hauptstadt Esperanza spazieren möchte, wird wohl nur wenig Spaß haben angesichts schwer bewaffneter Feinde mit fetten Lebensbalken. Ja, auch die feiern ein Comeback. Und das, wo uns im Mai noch hoch und heilig versprochen wurde, Far Cry 6 sei ein reinrassiger Shooter ohne irgendwelche RPG-Elemente!

Ein milder Trost: Die hässlichen HP-Leisten dürft ihr im Menü immerhin ausstellen. Die gesamte Nutzeroberfläche von der Minimap bis zur Munitionsanzeige lässt sich nämlich individuell euren Vorstellungen anpassen.

Ganz schön knackig

Auch an anderer Stelle gibt es jede Menge Einstellungsmöglichkeiten. In Sachen Schwierigkeitsgrad habt ihr die Wahl aus dem Story-Modus, der den Fokus mehr auf die Geschichte und weniger auf die Gefechte legt, und dem Action-Modus, der ein klassisches Far-Cry-Erlebnis verspricht – also härtere Gegner und weniger automatische Gesundheitsregeneration. Der verlangt euch dann aber auch echt einiges ab. Wir sind während unserer Anspiel-Session mehrmals über den Jordan gegangen, als wir uns an der knackigeren KI versucht haben.

Entsprechend solltet ihr euch vor jedem Auftrag überlegen, ob ihr ihn lieber laut oder subtil angehen wollt. Ihr könnt die feindliche Basis zum Beispiel erst mit dem Handy ausspähen, euch dann ungesehen reinschleichen und Gegner lautlos mit schallgedämpfter Pistole und Machete aus dem Weg räumen. So richtiges Far-Cry-Feeling kommt dabei aber nicht auf. Wir bevorzugen dann doch eher die brachiale Vorgehensweise: Plantagen mit dem Flammenwerfer abfackeln, Schiffe in die Luft jagen, gegnerische Basen ausräuchern – all das macht mit stumpfer Waffengewalt deutlich mehr Spaß! Das liegt auch daran, dass das Shooter-Gameplay wieder mal richtig gelungen ist. Einen Gegner flott mit der Schrot-

flinte umnieten, seinem Kameraden eine Granate an den Kopf schmeißen und der nahenden Verstärkung ein Krokodil auf den Hals hetzen? Das geht nur in Ubisofts Open-World-Schießbude!

Das Beste: Die Baller-Orgie könnt ihr wieder komplett im Koop erleben. Entweder ihr schließt euch mit einem Freund zusammen oder ihr sucht euch über das öffentliche Matchmaking einen zufälligen Mitstreiter. Angst um euren Charakterfortschritt müsst ihr dabei nicht haben. Der wird in jeder Session für beide Spieler gespeichert, so die Entwickler. Wie genau das im Detail aussehen wird, verriet Ubisoft aber noch nicht. Ähnlich unklar ist die Situation rund ums Thema Mikrotransaktionen. Fest steht nur: Es wird sie geben. In unserer Demo war bereits der Menü-Punkt „Shop“ sichtbar. Da der sich aber natürlich noch nicht aufrufen ließ, können wir über den Umfang oder die Kosten künftiger Ingame-Käufe natürlich noch nichts sagen. Da müssen wir dann wohl auf den finalen Release warten. Der ist nach wie vor für den 07. Oktober 2021 geplant. Da erscheint Far Cry 6 für PC, PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series S|X und Google Stadia.

DAVID MEINT

„Etwas weniger Rollenspiel wäre mir lieber gewesen“

Ich sage es einfach mal frei heraus: Vor der Anspiel-Session war meine Vorfreude auf Far Cry 6 irgendwie noch ein bisschen größer. Das soll nicht heißen, dass ich den Open-World-Shooter schlecht finde. Ganz und gar nicht. Was Ubisoft zu zeigen hatte, wirkt in sich stimmig. Die Ballerei macht Laune und die neuen Spielelemente wie die Supremos fügen sich sinnvoll ins bekannte Spielgefühl ein. Sie verändern es aber eben nicht wirklich. Far Cry 6 fühlt sich (von ein paar minimalen Änderungen abgesehen) an wie seine Vorgänger. Experimente oder Wagnisse gibt es keine, dafür Content ohne Ende – das typische Ubisoft-Paket eben. Das mögen einige Fans der Reihe gut finden, ich für meinen Teil hätte mir aber etwas mehr Mut zum Risiko gewünscht, und dafür dann vielleicht ein paar weniger RPG-Elemente.