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FARBEN UND EFFEKTE: Naturfotos kreativ bearbeiten


DOCMA - epaper ⋅ Ausgabe 6/2019 vom 09.10.2019

Sie wollen mit Ihrer Kamera nicht einfach nur Situationen dokumentieren, sondern die Stimmung Ihrer Fotos an das anpassen, was Sie vor Ort empfunden oder gedacht haben? Dann sind Sie hier genau richtig. Olaf Giermann beschreibt Ihnen verschiedene Wege, wie Sie Ihre in der Natur aufgenommenen Fotos farblich stilisieren und kreativ verändern können.


Artikelbild für den Artikel "FARBEN UND EFFEKTE: Naturfotos kreativ bearbeiten" aus der Ausgabe 6/2019 von DOCMA. Dieses epaper sofort kaufen oder online lesen mit der Zeitschriften-Flatrate United Kiosk NEWS.

Bildquelle: DOCMA, Ausgabe 6/2019

Naturfotos kreativ bearbeiten| Premium-Workshop

Bilder, die man sich an die Wand hängen will, müssen nicht unbedingt fotorealistisch sein. Fotorealismus ist in dieser Hinsicht doch eher langweilig – weil man die reale Welt doch sowieso schon täglich sieht, ...

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... während man in ihr herumläuft. Für viele (Stadt-) Menschen leider nicht mehr ganz so alltäglich ist der Kontakt mit der Natur. Gerade diese inzwischen fast schon fremde Welt kann zu stilisierten Bearbeitungen inspirieren, die mit „Natur pur“ nichts mehr zu tun haben. In diesem Workshop zeige ich Ihnen deshalb eine Vielzahl von effektiven Bearbeitungstechniken, mit denen Sie Ihren Naturfotos, beispielsweise für den Ausdruck eines Posters, einen gewissen Kick geben können. Hier geht es also nicht um das Hinzufügen von Elementen wie bei einer Fotomontage, sondern um das Betonen der Ihnen wichtigen Bildeigenschaften wie Farbe, Kontrast und Belichtung.

Einfache Umfärbungen können Sie bereits in Camera Raw oder Lightroom erledigen.

Komplexere Farbstilisierungen lassen sich in Photoshop realisieren.

Bei all dem, was Sie auf den folgenden Seiten sehen, sollten Sie eins nicht vergessen: Für die bessere Erkennbarkeit muss der eine oder andere Effekt hier mitunter deutlich kräftiger gezeigt werden, als ich persönlich ihn anwenden würde. Manch einem Leser ist selbst das im Druck noch zu subtil.

Falls Sie weder Vollformat-Kamera noch Stativ oder ND-Filter, sondern nur das Smartphone dabei hatten, kann vielleicht die Bildbearbeitung den Schnappschuss retten.

Die Themen im Überblick

In diesem Workshop finden Sie folgende Tutorials zur kreativen Stilisierung Ihrer Naturfotos:

18 Vier Basis-Raw-Tipps

Die vier wichtigsten Stellschrauben für eine kreative Raw-Entwicklung

20 Umfärben in Raw

Das Umfärben von Bildbereichen können Sie oft schon in Camera Raw oder Lightroom erledigen.

22 Malen mit Licht in Raw

Dank des enormen Dynamikumfangs der heutigen Kameras können Sie virtuell mit Licht malen.

24 Verlaufsumsetzung

Mit dieser Einstellungsebene weisen Sie Tonwerten Farben zu. Das bietet viele kreative Möglichkeiten.

28 Wasser glätten

Hier erfahren Sie, wie Sie eine Langzeitbelichtung bei einem Wasserfall simulieren.

30 Weiches Leuchten

Durch das Kombinieren einer scharfen und einer unscharfen Bildebene erzeugen Sie einen märchenhaften Effekt. Damit der funktioniert, sollten Sie seine wichtigen Parameter kennen.

32 Künstliche Lichtstrahlen

Mit der Füllebene»Verlauf« lassen sich radiale Lichtstrahlen erzeugen. Hier erfahren Sie, wie das geht und worauf Sie dabei achten sollten.

Vier Basis-Tipps zur kreativen Raw-Entwicklung

Keine Belichtung ist perfekt – außer die Aufnahme kann genau geplant und dann auch penibel umgesetzt werden. Viele Fotos und Schnappschüsse mag man jedoch trotz ihrer etwaigen Fehler, weil sie einen an die Situation vor Ort erinnern. Mit den folgenden vier Tipps können Sie bereits in Lightroom oder Camera Raw nachstellen, wie Sie die Szene empfunden haben. Entweder halten Sie sich dabei an unsere im Premiumworkshop „Entwickeln mit System“ in DOCMA 78 empfohlene Vorgehensweise, oder Sie lassen sich einfach kreativ treiben – denn in Camera Raw und Lightroom sind alle Schritte non-destruktiv und die Reihenfolge der Anwendung spielt für die Qualität des Ergebnisses keine Rolle.

01 Auto-Korrektur und Bildbeschnitt- Variationen

Zuallererst sollten Sie die Tonwerte des Bildes optimieren. Falls Sie sich über die Richtung Ihrer Bildentwicklung noch nicht ganz im Klaren sind, probieren Sie die automatische Bildverbesserung aus(a) . Diese Funktion komprimiert den Dynamikumfang und ist ein guter Ausgangspunkt für die weitere Optimierung. Probieren Sie bereits jetzt verschiedene Varianten des Bildbeschnitts aus(b) . Dabei bemerken Sie dann auch, was Ihnen an einem Foto wirklich wichtig ist und was nicht einfach weggeschnitten werden darf.

02 Lichtstimmung

Verstärken Sie die vorhandene Lichtstimmung, indem Sie Lichtverläufe oder Schatten betonen. Nutzen Sie dafür den»Korrekturpinsel« , den»Radial-Filter« oder den»Verlaufsfilter« . In unserem Beispielbild, das Sie bei den Arbeitsmaterialien finden, betonen Sie mit einem zu einer Ellipse aufgezogenen»Radial-Filter« den Lichtverlauf von der Sonne zum unteren Bildrand. Das Anheben der»Temperatur« sorgt dabei für ein wärmeres Licht, das Anheben von»Belichtung« und»Weiß« für die nötige Aufhellung. Das Absenken von»Kontrast« und»Lichter« verhindert das Überstrahlen der hellsten Lichter und macht die (verzerrte, aber dadurch flimmernd wirkende) Sonnenscheibe sichtbar.

03 Allgemeine Farbstimmung

Die originalen Farben geben nicht immer die Stimmung vor Ort wieder. Das Beispielfoto nahm ich an einem stürmischen Sommerabend auf – die hüfthohen (so etwas gibt es leider kaum noch) Getreidehalme wogten hin und her. Dabei war es jedoch auch stickig heiß, was sich durch die originalen Grüntöne des Feldes kaum vermittelt. Ändern Sie also die Farben passend zur Stimmung des Fotos. Hilfreich – zumindest für eine erste Orientierung – ist hier der Profilbrowser in Camera Raw oder Lightroom. Probieren Sie die verschiedenen, vorinstallierten Adobe-Profile oder die Profile des DOCMA-Raw-Systems aus. Hier passt „Künstlerisch 03“ sehr gut.

04 Selektive Farbanpassung

Die durch das Zuweisen des Profils erzeugten Farben sollten Sie noch feinjustieren. Beispielsweise war mir hier der Himmel im oberen linken Drittel des Bildes noch zu auffällig blau. So etwas korrigieren Sie leicht in den»HSL« -Einstellungen, indem Sie die»Sättigung« der Aquamarin- und Blau-Töne reduzieren und gegebenenfalls den»Farbton« in die gewünschte Richtung verschieben(a) . Um die „Hitze“ zusätzlich zu verstärken, ziehen Sie einen»Verlaufsfilter« ausgehend von der Sonne zur Bildmitte auf und erhöhen die»Temperatur«(b) . Um die Schatten in den Wolken und im Feld von dieser Korrektur auszusparen, nutzen Sie die»Bereichsmaske « im Modus»Luminanz« und beschränken die Wirkung auf die hellsten Bereiche(c) .

Hintergrund-Farben in Camera Raw oder Lightroom ändern

Ein beliebter Stil, den man auf Bilderplattformen im Netz derzeit häufiger sieht, ist im Grunde eine Art Color-Key: Anstatt wie üblich alle Farben bis auf eine in Schwarzweiß umzuwandeln, wird hier jedoch der Hintergrund eingefärbt, um das zentrale Motiv hervorzuheben.

01 Der Verlaufsfilter-Trick

Einstellungen lassen sich in Lightroom und Camera Raw entweder global (auf das gesamte Bild) oder mit den Werkzeugen»Korrekturpinsel« ,»Verlaufsfilter« und»Radial-Filter« selektiv (auf einzelne Bildstellen) anwenden. Leider kennen nur die drei genannten Tools die Funktion der»Bereichsmaske« , also die Möglichkeit, Änderungen auf bestimmte Helligkeitsoder Farbbereiche anzuwenden.

Der Trick, wie Sie die Bereichsmasken-Funktion für globale Korrekturen einsetzen können : Wenden Sie die gewünschten Korrekturen(a) mit Hilfe des»Verlaufsfilters« zunächst auf das gesamte Bild an, indem Sie mit gehaltener»Shift« -Taste (damit die Korrektur rechtwinklig korrekt ausgerichtet wird) einen Verlauf außerhalb des Bildrandes weg von der Bildmitte aufziehen(b) . Anschließend nutzen Sie die»Bereichsmaske «(c) , um den Effekt nur an den gewünschten Stellen einzublenden (siehe Schritt 2).

02 Effekt selektiv ausblenden

Damit die Mohnblüte nicht ebenfalls umgefärbt wird, müssen Sie sie von der Wirkung des»Verlaufsfilters« ausnehmen. Das können Sie manuell erledigen, indem Sie in den»Pinsel« -Modus des»Verlaufsfilters«(a) wechseln und dann den Filtereffekt durch Malen über die Blüte löschen. Eleganter und meist auch schneller ist jedoch der Einsatz der»Bereichsmaske « . Stellen Sie den Modus auf»Farbe« , aktivieren Sie die Pipette und setzen Sie bis zu fünf Farbaufnehmer, um die Grüntöne des Hintergrunds auszuwählen(b) . Auf diese Weise wird ausschließlich der Hintergrund umgefärbt und der Mohn bleibt rot. Den Kontrast der Maske stimmen Sie mit dem Regler»Farbbereich « ab. Wenn Sie beim Ziehen die »Alt«-Taste gedrückt halten, wird diese Maske eingeblendet (c).

Sie beim Ziehen die»Alt« -Taste gedrückt halten, wird diese Maske eingeblendet(c) .TIPP : Durch Klicken und Ziehen können Sie mit dem Pipetten-Werkzeug jeweils einen größeren Bereich aufnehmen, dessen Durchschnittsfarbe dann für die Bereichsmaske genutzt wird.

03 Zusätzliche Änderungen

Um die Aufmerksamkeit des Betrachters noch stärker auf das Zentrum des Bildes zu lenken, fügen Sie im Panel»Effekte« eine»Vignettierung nach Freistellen « hinzu. Hierbei ist es wichtig, die passende»Art« der Abdunklung zu wählen.»Lichterpriorität«(a) bewahrt die Sättigung der Farben, während die anderen beiden verfügbaren Modi sie mehr oder weniger abschwächen. Vermeiden Sie, dass die Abdunklung als harter Verlauf erkennbar ist, indem Sie»Weiche Kante«(b) den maximalen Wert zuweisen. Damit die Vignette nicht auch Spitzlichter abdunkelt, wie im Beispiel diejenigen vorne auf den gebogenen Blütenstilen, schützen Sie diese, indem Sie den Regler»Lichter« nach rechts bewegen(c) .

TIPP : Alle durchgeführten Anpassungen können Sie jederzeit ändern. Erscheint Ihnen die Sättigung des Blaus zu hoch oder gefällt Ihnen der Farbton noch nicht? Aktivieren Sie den »Verlaufsfilter«, klicken Sie auf die Verlaufsanfasser und ändern Sie Farbe und Sättigung.

Digitales Light-Painting

Vielleicht kennen Sie diese Situation: Sie sind mit dem Auto, dem Rad oder zu Fuß unterwegs und plötzlich mit einer Szene konfrontiert, die Sie begeistert: das Licht, der Regenbogen … Also,das müssen Sie fotografieren! Später kommt dann oft die Enttäuschung: Denn während das Smartphone alle Fotos automatisch massiv „optimiert“, macht das die teure Kamera eben nicht. Schon gar nicht im Raw-Format. Aber zum Glück gibt es ja Rawkonverter wie Lightroom oder Camera Raw.

01 Das Ausgangsfoto

Werden in sozialen Medien Vorher-Nachher- Fotos wie oben gezeigt, kommen schnell besserwisserische Kommentare, in denen geraten wird, doch erst einmal korrekt belichten zu lernen. Natürlich ist das Bild, so wie es aus der Kamera kommt, nicht ohne Nachbearbeitung zu gebrauchen. Dennoch ist diese Belichtung richtig. Richtig in dem Sinne, dass sie dafür sorgt, dass die Kamera möglichst viele Details in den Lichtern und Schatten der Szene aufzeichnet – und das auch noch möglichst rausch- und verwacklungsfrei. Dafür müssen Sie beim Fotografieren aus der Hand eine kurze Verschlusszeit und einen möglichst niedrigen ISO-Wert wählen und dann Foto: Olaf Giermann so belichten, dass die bildwichtigen hellsten Details (hier: der Regenbogen) nicht ausbrennen. Wichtig ist, dass Sie den Belichtungsspielraum Ihrer Kamera austesten, um ihn dann gezielt einzusetzen. Manche Kamerasensoren sind bis zu einem bestimmten ISO-Wert weitgehend ISO-unabhängig. Das bedeutet, dass es keinen Unterschied macht, ob Sie das Foto bei niedriger ISO-Einstellung unterbelichten und später im Raw-Konverter die Belichtung anheben, oder ob Sie den ISO-Wert an der Kamera erhöhen, um das Bild gleich „richtig“ zu belichten. Mehr dazu unter:www.docma.info/21689

Das Foto lässt sich um bis zu fünf Belichtungsstufen aufhellen. Umgekehrt ließen sich aus einer Überbelichtung durch Reduzieren der »Belichtung« jedoch keine Details in den überstrahlten Bereichen retten.

Große Bereiche korrigieren Sie schnell mit dem »Radial-Filter« (d), mit dem »Verlaufsfilter« erledigen Sie das vor allem an den Bildrändern (e), während der »Korrekturpinsel« eher bei kleineren Details zur Anwendung kommt (f).

Diese fünf sind die wichtigsten Regler für das Malen mit Licht, bei denen Sie aufhellende oder abdunkelnde Werte wählen können. Die Hauptarbeit leistet hierbei immer die »Belichtung«.

02 Mit Licht malen

In Lightroom oder Camera Raw können Sie nun gezielt Licht ins Dunkel bringen. Dafür nutzen Sie»Korrekturpinsel « ,»Radial-Filter« und»Verlaufsfilter «(a) . Sie können auf zwei verschiedene Arten vorgehen:

▀Sie hellen mit den genannten Werkzeugen gezielt Bildstellen auf. Sie malen also sozusagen mit Licht.
▀ Oder Sie hellen zuerst in den»Grundeinstellungen « das gesamte Bild auf(b) und nutzen dann die drei selektiven Werkzeuge, um die unwichtigeren Bereiche wieder abzudunkeln(c) . Sie malen also Schatten und Vignettierung ein. Welche Vorgehensweise Sie bevorzugen, ist Geschmackssache. Ich persönlich wähle meistens die zweite Variante, weil man zunächst das Bild in den»Grundeinstellungen«

weitgehend wie gewünscht abstimmt, während man bei der ersten Variante wortwörtlich im Dunkeln tappt und auf gut Glück erst einmal aufhellt. Die Ergebnisse sind qualitativ jedenfalls völlig identisch, da es im Raw-Konverter keine vorgeschriebene Reihenfolge der Korrekturen gibt.

03Regenbogen und Himmel

Den durch die Bildaufhellung in Schritt 2 beinahe weiß gewordenen Himmel müssen Sie nun wieder abdunkeln. Da die Fläche ziemlich groß ist, empfiehlt sich dafür der »Verlaufsfilter«, mit dem Sie einen senkrechten Verlauf ungefähr aus Horizonthöhe nach oben aufziehen. Nutzen Sie »Belichtung«, »Kontrast« und »Lichter «, um den Himmel insgesamt abzudunkeln und die Wolken kontrastreicher zu gestalten (a). Die Farben des Regenbogens verstärken Sie durch Anheben der »Sättigung « (b). Damit sich der Verlauf nicht auf die Bäume auswirkt, radieren Sie ihn dort, wo er stört (siehe Seite 21, Schritt 2 a). Die Übergänge der Abdunklung lassen sich mit der »Bereichsmaske« etwas harmonischer gestalten. Blenden Sie im Modus »Luminanz « die Schatten aus und erhöhen Sie die »Glättung« ein wenig (c). In der Abbildung sehen Sie die resultierende Maske, die Sie mit »Luminanzkarte visualisieren« auch als rote Überlagerung einblenden können.

Farbeffekte mit der Verlaufsumsetzung

Die Einstellungsebene»Verlaufsumsetzung« bietet nicht nur die Möglichkeit, die vielen vorinstallierten Vorgaben zur fotografischen Tonung einzusetzen, sondern erlaubt auch das zufällige Generieren von Farbverläufen. Zusammen mit den Ebenenmodi können Sie subtile bis brachiale Farbeffekte erzielen.

01 Das Funktionsprinzip

Nach dem Anlegen einer Einstellungsebene vom Typ»Verlaufsumsetzung « finden Sie in der»Eigenschaften « -Palette zunächst nur wenige Optionen(a) . Mit einem Klick in die Verlaufsvorschau gelangen Sie in den Dialog»Verläufe bearbeiten « , in dem Sie Vorgaben(b) anwenden und im unteren Bereich nach Ihren Vorstellungen anpassen können. Wichtig ist hier vor allem der Verlaufsbalken, der die Tonwerte des Bildes von Schwarz(c) bis Weiß(d) repräsentiert. Über die Farbaufnehmer unterhalb des Verlaufs(e) weisen Sie den Tonwerten des Bildes neue Farben zu: Im Beispiel wird Schwarz zu Braun und Weiß bleibt weiß – ein schneller Tonungseffekt(f) .

02 Vorgaben laden

Im Lieferumfang von Photoshop sind eine Vielzahl nützlicher Vorgaben für die»Verlaufsumsetzung« enthalten. Versteckt sind sie unter dem kleinen Zahnrädchen- Symbol im Dialog»Verläufe bearbeiten « . Interessant im Hinblick auf Naturfotos dürften hier vor allem die „Farbharmonien“ und die Vorgaben für die „Fotografische Tonung“ sein. Letztere enthalten subtile Farbeffekte, die der eine oder andere vielleicht noch aus der Dunkelkammer kennt. Über die „Selen“-Presets können Sie mit einem Klick oft eindrucksvolle Schwarzweiß- Varianten Ihrer Bilder erzeugen.

03 Füllmethoden

Richtig praktisch wird die»Verlaufsumsetzung « aber erst in der Kombination mit Füllmethoden (Ebenenmodi). Selbst vermeintlich unnütze Verläufe wie etwa der gezeigte Blau-Rot-Gelb-Verlauf führt mit anderen Modi als»Normal« , nicht nur zu interessanten, sondern tatsächlich vorzeigbaren Ergebnissen. Sie sollten es sich also vielleicht zur Gewohnheit machen, nach dem Erzeugen einer Einstellungsebene vom Typ»Verlaufsumsetzung« schnell mal einen Blick über die Auswirkung der verschiedenen Füllmethoden zu werfen – dank der Live-Vorschau in Photoshop CC 2019 geht das ja ziemlich einfach.

04 Deckkraft/Fläche

Um dieses Foto(a) farblich zu tonen, wurde wiederum der Blau-Rot-Gelb- Verlauf für die Verlaufsumsetzung verwendet.»Ineinanderkopieren« wirkt sich viel zu kräftig aus(b) , betont aber die Farben charmanter als der sanftere Modus»Weiches Licht« . Durch Senken der»Deckkraft« können Sie den Effekt der»Verlaufsumsetzung « abmildern, um eine subtilere Farbstilisierung zu erhalten(c) .

TIPP : Bei einigen Füllmethoden ist es ratsam, für bessere Ergebnisse die »Fläche« statt der »Deckkraft« zu reduzieren, denn beide Parameter wirken sich bei diesen Modi unterschiedlich aus: »Farbig nachbelichten/abwedeln«, »Linear nachbelichten/abwedeln«, »Strahlendes Licht«, »Lineares Licht«, »Hart mischen« und »Differenz« – wobei die letzten beiden für die Farbstilisierung meist uninteressant sind.

05 Leuchteffekte mit der Verlaufsumsetzung

Um einen Überstrahlungseffekt wie in unserem Aufmacherbild auf der vorhergehenden Doppelseite zu erhalten, können Sie eben- falls die»Verlaufsumsetzung« einsetzen. Erzeugen Sie zunächst einen Schwarz-Rot- Gelb- Verlauf(a) , dann ziehen Sie den Rot- Anfasser(b) testweise nach links und rechts, um seine Position für den optimalen „Glüh-Effekt“ zu ermitteln.

Im Ergebnis(c) wirkt sich der Effekt stellenweise zu kräftig auf die Schatten aus. In solchen Fällen können Sie sich mit einer einfachen Luminanzmaske behelfen: Blenden Sie die Einstellungsebene vorübergehend aus und löschen Sie deren Ebenenmaske. Klicken Sie im»Kanäle« -Bedienfeld mit gehaltener»Strg/Cmd« -Taste auf den Composit-Kanal („RGB“), um die Bildluminanz als Auswahl zu laden(d) . Blenden Sie die Einstellungsebene wieder ein und klicken Sie auf»Ebenenmaske hinzufügen« , um die Auswahl in eine Luminanzmaske(e) zu verwandeln. Bei angeklickter Maske können Sie diese über»Bild > Korrekturen > Gradationskurve« fein abstimmen, so dass die Verlaufsumsetzung nur in den gewünschten Helligkeitsbereichen wirkt. Möchten Sie kleinere Überstrahlungen in die maskierten Bereiche hinein zulassen, erhöhen Sie im»Eigenschaften« -Bedienfeld unter»Masken« den Wert für»Weiche Kante«(f) .

FARBFLÄCHEN

Falls Sie keinen Farbverlauf , sondern eine einheitliche Farbtonung benötigen, sollten Sie auf die Füllebene»Farbfläche « setzen. Probieren Sie auch mit diesem Ebenentyp verschiedene Füllmethoden aus. Sollen alle Originalfarben komplett überschrieben werden, nutzen Sie den Ebenenmodus»Farbe«(a) .

Hier können Sie beispielsweise damit die äußeren Bildbereiche blau färben. In der automatisch generierten Ebenenmaske sparen Sie den zentralen Bildbereich mit dem»Verlaufswerkzeug« aus. Übergänge optimieren Sie mit dem»Pinsel« bei geringer Mal-Deckkraft(b) .

Optimieren Sie die Bildränder anschließend mit weiteren Einstellungsebenen wie zum Beispiel»Farbton/Sättigung« und»Gradationskurve« durch Entsättigen und Abdunkeln(c) .

06 Zufallsfarben generieren

Beim kreativen Spielen erzielt man mitunter rein zufällig ein sehr schönes Ergebnis, das so gar nicht geplant war. Im Englischen gibt es dafür den sehr treffenden Ausdruck „happy accidents“ (deutsch: glückliche Unfälle). Beim Entdecken der Möglichkeiten schadet es also nie, auch mal dem Zufall das Kreativ-Zepter zu übergeben. Leider gibt es in Photoshop nicht gerade viele Zufallsgeneratoren – spontan fallen mir da gerade nur der beinahe schon prähistorische Verzerrungsfilter»Schwingungen«(a) und eben der Verlaufsgenerator(b) ein. Um letzteren zum Laufen zu bringen, müssen Sie aber schon ziemlich um die Ecke denken und viele Parameter ändern:

1. Ändern Sie die»Verlaufsart« in»Rauschen«(c) .
2. Reduzieren Sie die»Rauheit« , um weiche Farbübergänge zu erhalten(d) .
3. Wechseln Sie vom»Farbmodell« »RGB« zu»HSB«(e) , denn nur so können Sie bei der Zufallsgenerierung des Verlaufs den Farbton (»H« ) sowie die Sättigung (»S« ) und die Helligkeit (»B« ) auf die gewünschten Bereiche eingrenzen.
4. Aktivieren Sie in jedem Fall die Option»Farben beschränken«(f) , um natürliche Farbergebnisse zu erhalten.
5. Mit jedem Klick auf»Zufallsparameter«(g) generiert der Dialog nun einen neuen Farbverlauf. Über die Schaltfläche»Neu«(h) speichern Sie diesen als Vorgabe.

TIPP : Um die Wirkung der so erzeugten Verläufe besser einzuschätzen, bestätigen Sie den Dialog zunächst mit »OK«. Ändern Sie die Füllmethode der Einstellungsebene auf »Multiplizieren«, »Negativ multiplizieren« oder »Ineinanderkopieren « und variieren Sie anschließend die Einstellungen. Denn oft vermittelt die Verlaufsumsetzung im Modus »Normal« nicht, wie sich der zufällig erzeugte Verlauf tatsächlich auf das Bild auswirkt.

Langzeitbelichtung simulieren

Langzeitbelichtungen von Wasserfällen haben etwas Magisches, da die turbulenten Wassermassen zu einem weichen Strom verschmelzen. Falls Sie auf einer Wanderung kein Stativ und keinen ND-Filter dabei gehabt haben, können Sie die verpasste Langzeitbelichtung bis zu einem gewissen Grad auch in Photoshop nachstellen.

01 Ölfarbe-Filter

Schmale Rinnsale, die aus größerer Entfernung aufgenommen wurden, können Sie über»Filter > Stilisierungsfilter > Ölfarbe« glätten. Dieser Filter folgt bei der Weichzeichnung der Richtung der Bilddetails und verwischt so kleinere Unebenheiten, ohne die Konturen der Details zu soften. Nutzen Sie für»Stilisierung« und»Reinheit« eher hohe Werte(a) . Deaktivieren Sie in jedem Fall die Checkbox»Beleuchtung«(b) , so dass Sie sich um die zugehörigen Regler»Skalierung« und»Borstendetails« nicht mehr zu kümmern brauchen. Wenden Sie den Filter auf eine Ebenenkopie an, blenden Sie die Ebene mit einer schwarzen Ebenenmaske aus und malen Sie mit einer kleinen Pinselspitze und weißer Farbe über die Rinnsale(c) .

02 Pfad-Weichzeichnung

Die Wirkung des»Ölfarbe« -Filters kann sich auch beim größeren Wasserfall sehen lassen. Mehr Kontrolle über den Verlauf der Weichzeichnung haben Sie jedoch mit der»Pfad-Weichzeichnung « . Die Richtung der Weichzeichnung steuern Sie über Kurven. Löschen Sie die Standardkurve und setzen Sie Klick für Klick entlang des Wasserfalls eine neue. Mit einem Doppelklick bestätigen Sie eine Kurve und können dann eine neue erzeugen. Kombinieren Sie mehrere Kurven, um die Weichzeichnungsrichtung der Fließrichtung des Wassers anzupassen. Die Kurven schließen sich in ihrer Wirkung gegenseitig aus und erzeugen passende Übergänge. Hier ist etwas Experimentieren mit verschiedenen Anzahlen und Formen der Kurven angesagt.

03 Maskieren und Anpassen

Wie in Schritt 2 zu sehen, wird das gesamte Bild weichgezeichnet. Zwar könnten Sie das mit weiteren Kurven, bei denen Sie die»Geschwindigkeit« jeweils auf 0 setzen, unterbinden, jedoch ist der Prozess langwierig und ungenau. Erzeugen Sie stattdessen wie beim»Ölfarbe« -Filter eine Maske und blenden Sie die Weichzeichnung nur für das Wasser ein(a) .

Während einer Langzeitbelichtung erscheint die helle Gischt in jedem Moment an einer anderen Stelle und überschreibt dadurch die dunklen Bereiche des Wasserfalls. Das müssen Sie berücksichtigen und diese Bereiche etwas aufhellen(b) .

04 Dunst hinzufügen

Um den durch Wassernebel bewirkten Dunst zu simulieren, laden Sie mit»Strg/Cmd« -Klick auf den „RGB“-Kanal in der»Kanäle« -Palette die Bildluminanz als Auswahl. Wählen Sie anschließend»Bearbeiten > Auf eine Ebene reduziert kopieren« und dann im gleichen Menü»Einfügen« , um eine neue Ebene mit den hellsten Bildstellen zu erzeugen. Ändern Sie deren Füllmethode auf»Negativ multiplizieren«(a) und soften Sie sie mit dem»Gaußschen Weichzeichner«(b) . Beschränken Sie den Effekt mit Hilfe einer Ebenenmaske(c) auf Bereiche nahe dem Wasserfall.

Weiches Leuchten („Glow“)

Der sogenannte Orton-Effekt erzeugt eine märchenhafte Stimmung durch die Kombination einer scharfen und einer weichgezeichneten Bildversion. Über die Ebenen-Modi variieren Sie dabei das Ergebnis.

01 Weichzeichnung

Erzeugen Sie eine Kopie der Hintergrund- Ebene und konvertieren Sie das Duplikat in ein Smartobjekt. Mit dem»Gaußschen Weichzeichner« soften Sie die Ebene. Da der Filter als Smartfilter angewendet wird, können Sie jederzeit den»Radius« ändern. Das ist wichtig, da die Wirkung des Effekts in Abhängigkeit von Motiv, Bildgröße und verwendeter Füllmethode über den»Radius« abgestimmt werden muss. Zu kleine Radien führen meist zu keinen ansehnlichen Ergebnissen, da sie das Bild einfach nur unscharf oder verwackelt erscheinen lassen. Zu große Radien dagegen erzeugen keinen märchenhaften, soften Effekt mehr, sondern bewirken nur eine Kontraständerung des Bildes.

TIPP : Sie können auch „on location“ eine zweite – jedoch unfokussierte – Aufnah- me des Motivs erzeugen und diese mit der scharfgestellten Belichtung wie hier gezeigt kombinieren. Auf diese Weise lassen Sie den Unschärfe-Charme Ihres Objektivs in das Ergebnis einfließen.

02 Ebenenmodi

Das Ändern der Füllmethode der weichgezeichneten Ebene beeinflusst dramatisch die Bildwirkung. Gezeigt sind hier die drei wichtigsten Modi für diese Anwendung:»Multiplizieren« dunkelt das Bild ab(a) ,»Negativ multiplizieren« hellt es auf(b) und»Ineinanderkopieren« erhöht den Bildkontrast(c) .

In der oberen Reihe sehen Sie den aus dem relativ geringen Radius von etwa 15 Pixeln Weichzeichnung resultierenden Bildeindruck, in der unteren wurde der Radius des Smartfilters auf circa 200 Pixel erhöht. Das Variieren des»Radius« -Settings im»Gaußschen Weichzeichner« lohnt sich also.

03 Effekt verstärken

Für den Orton-Effekt funktioniert die Füllmethode»Negativ multiplizieren « häufig am besten, sie führt jedoch in jedem Fall zu einer Aufhellung des Bildes. Im Prinzip müssten Sie das Bild nur mit einer Einstellungsebene abdunkeln. Eine interessante Alternative, die sowohl den märchenhaften Effekt als auch Kontrast und Sättigung verstärkt, ist jedoch das Duplizieren der weichgezeichneten Ebene. Ändern Sie anschließend den Ebenenmodus des Duplikats auf»Ineinanderkopieren« oder – mit etwas sanfterer Wirkung –»Weiches Licht« .

Noch einmal zum Vergleich das Ausgangsfoto

Der Orton-Effekt in der finalen Abstimmung

04 Effekt abstimmen

Für das Finetuning des Orton-Effekts haben Sie nun eine Reihe von Möglichkeiten:
▀ Senken Sie die»Deckkraft« der weichgezeichneten Ebenen. Mit der Ebene im Modus»Negativ multiplizieren« senken Sie so die Helligkeit, mit der im Modus»Weiches Licht« den Bildkontrast.
▀ Erzeugen Sie eine Einstellungsebene vom Typ»Gradationskurve« und eine Schnittmaske mit der oberen Ebene(a) . Das ist vor allem sinnvoll, wenn Sie die kräftigere Füllmethode»Ineinanderkopieren « verwenden, aber einige Tonwertbereiche des Bildes nur in ihrer Farbe, aber nicht in der Helligkeit ändern möchten. Der Trick: Tonwerte von 128 führen im Modus»Ineinanderkopieren« zu keiner Helligkeitsänderung. Dementsprechend müssen Sie also beispielsweise den Schwarzpunkt in der»Gradationskurve « von 0 auf 128 ziehen(b) , damit die verrechnete Ebene zu keinerlei Abdunklung des Bildes mehr führt.

Künstliche Lichtstrahlen

Um Ihrem Bild Lichtstrahlen hinzufügen, gibt es unzählige Techniken. Malerische Könner werden immer auf das manuelle Malen und gezielt vorgenommene Auswahlen setzen. Aber über die Füllebene»Verlauf« bietet Photoshop eine technische Möglichkeit, viele verschiedene Licht-Varianten non-destruktiv auszuprobieren. Dazu ein paar Tipps und Tricks.

01 Das Ausgangsfoto

Die Idee für eine Falschfarbenumsetzung dieses Fotos kam mir bereits vor Ort in den Sinn. Denn diese vom Menschen unberührte Szene im Odenwald fühlte sich an wie auf einem anderen Planeten. Für die Farbstilisierung nutzte ich in Camera Raw das vorinstallierte Profil»Künstlerisch 03« und erhöhte dessen Stärke auf 200 %. Rottöne werden dadurch entsättigt und Grün in Rot umgefärbt. Willkommen auf dem Mars! Aber das nur am Rande, damit Sie keine Fragezeichen im Kopf zur Entstehung des Farblooks haben.

02 Radiale Strahlen erzeugen

Legen Sie eine Füllebene vom Typ»Verlauf« an(a) . Im sich öffnenden Dialogfenster müssen Sie zunächst nur eine Anpassung vornehmen: Wählen Sie für»Art« die Option»Winkel«(b) . Klicken Sie in die Verlaufsvorschau, um den Dialog»Verläufe bearbeiten«(c) zu öffnen, den Sie bereits im Zusammenhang mit der»Verlaufsumsetzung « kennengelernt haben. Hier ändern Sie die»Verlaufsart« in»Rauschen«(d) und stimmen die»Rauheit«(e) und damit den Kontrast der resultierenden Lichtstrahlen ab. Letzteres geht wie in Schritt 4 beschrieben einfacher und genauer – setzen Sie im Zweifel hier also lieber auf niedrigere Wert für die»Rauheit« .

Um keine farbigen Strahlen zu erhalten, ändern Sie das»Farbmodell« in»HSB«(f) und reduzieren die Sättigung(g) .

Nutzen Sie die Schaltfläche»Zufallsparameter «(h) , um die Strahlen zu variieren. Damit erzeugen Sie in der Regel mit nur wenigen Klicks einen Strahlenverlauf, der dem von Ihnen gesuchten zumindest nahe kommt.

03 Licht positionieren

Ändern Sie die Füllmethode der Verlaufsebene in»Negativ multiplizieren«(a) , um die Lichtstrahlen mit dem Foto zu mischen. Wenn das Dialogfeld»Verlaufsfüllung « geöffnet ist (doppelklicken Sie dafür gegebenenfalls auf die Miniaturvorschau der Füllebene), können Sie den Mittelpunkt der Lichtstrahlen frei im Bild verschieben. Positionieren Sie ihn an die Stelle, wo Sie die Lichtquelle im Bild haben möchten. Das funktioniert auch, wenn diese außerhalb des Bildes liegen soll(b) . Über den»Winkel« -Parameter(c) können Sie die erzeugten Lichtstrahlen drehen, um etwa einzelne Lichtstrahlen gezielt auf bestimmte Bildstellen fallen zu lassen.

04 Kontrast anpassen

Den Kontrast der Lichtstrahlen können Sie bei Bedarf mit einer Einstellungsebene vom Typ»Gradationskurve« in einer Schnittmaske(a) zur Verlaufsfüllung fein abstimmen. Ziehen Sie den Schwarzpunkt(b) nach rechts, bleiben nur die hellsten Lichtstrahlen übrig. Ziehen Sie den Weißpunkt(c) nach links, hellen Sie alle Lichtstrahlen auf. Mit einer wie hier gezeigten S-förmigen Kurve erhöhen Sie den Kontrast zusätzlich.

05 Maskieren und abstimmen

Malen Sie in der Maske der»Verlauf « -Ebene, um die Lichtstrahlen im Bildvordergrund sanft auszublenden. Maskieren Sie auch die Stellen an den Bildrändern, an denen die Streifen eher stören. Falls Sie nicht gerade eine sehr neblige Szene mit Lichtkegeln versehen wollen, werden diese auch eher unauffällig ausfallen. Senken Sie also (wie ich es im Aufmacherbild dieses Workshops getan habe) die Deckkraft der erzeugten Lichtstrahlen deutlich.


Foto: Olaf Giermann

Foto: Olaf Giermann

Foto: Olaf Giermann

Foto: Olaf Giermann

Fotos: Olaf Giermann

Foto: Tyler Olson – Adobe Stock #14859955

Foto: Noah Bradley