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Farbenfrohe Fänge


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Blinker - epaper ⋅ Ausgabe 80/2022 vom 15.07.2022

SAIBLING & SEEFORELLE

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Bildquelle: Blinker, Ausgabe 80/2022

Bunte Köder für farbenfrohe Fische: Breite Meerforellenblinker in unterschiedlichen Dekoren gehören zum Arsenal der Schleppangler auf dem Vätternsee.

Es ist noch ziemlich kalt, als wir kurz nach sechs Uhr den Hafen in Gränna verlassen. Die Wettervorhersage verrät uns aber, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis wir unsere Jacken ausziehen können. Mit der Insel Visingsö, einem kleinen Urlaubsparadies, auf der Backbordseite und dem Festland auf der anderen steuern wir mit unserem Boot nordwärts. Bis auf ein paar wenige weitere Angler ist es auf dem großen See erstaunlich menschenleer. Unsere Gastgeber an Bord, Peter Rose und Ulf Johansson, diskutieren eine Weile darüber, wo wir heute angeln wollen, welche Köderfarben fangen, wie schnell und in welcher Tiefe wir schleppen. Bei einer Sache sind sie sich jedoch schnell einig: Peter konzentriert sich auf die Forellen, Ulf auf alle anderen Fischarten. Mein Kumpel Max und ich sehen uns schweigend an. Wir lächeln und schlürfen den ersten Kaffee des Tages.

Ulf startet den ...

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... Bootsmotor und setzt sich ans Steuer. Seine Laune scheint prächtig zu sein, er singt fröhlich Willie Nelsons Song „On the road again“. Dann verrät er uns ein bisschen mehr über das Angeln auf dem Vätternsee, unsere heutige Strategie und die Ausrüstung an Bord. Peter kümmert sich derweil um seine Montage mit Köderhalter, Zahnstocher und den Köderfischen. Er achtet darauf, die Ukeleis so vorsichtig zu behandeln, dass sie möglichst unversehrt bleiben. Jede einzelne Schuppe soll an Ort und Stelle bleiben, sonst sind sie offensichtlich unbrauchbar.

LIEBER AUF NUMMER SICHER: TESTLAUF FÜR DEN KÖDERFISCH

Ulf bremst das Boot auf eine Geschwindigkeit von 1,8 Knoten ab, sodass Peter den Lauf der aufgetackelten Montage knapp unter der Wasseroberfläche testen kann: „Es ist extrem wichtig, dass sich der Köderfisch optimal bewegt, denn sonst fängt man nicht. Ich denke, dass er sich ein bis zwei Mal pro Sekunde drehen sollte. Wenn wir die Geschwindigkeit verändern, passe ich die Schnurlänge zwischen dem Köderhalter und dem Drilling an. Schleppen wir langsamer, kürze ich das Vorfach, sodass sich der Köderfisch ein wenig biegt und somit leichter rotiert. Wenn wir schneller fahren, verlängere ich das Vorfach, nehme Druck von der Schnur und dem Köderfisch, sodass er sich strecken kann und nun weniger rotiert.

Das Echolot zeigt 32 Meter bis zum Grund. Ulf bestückt den Downrigger auf der Steuerbordseite mit der ersten Rute. Er setzt die Montage, die für Saiblinge gedacht ist, auf einer Tiefe von 28 Metern. An dieser Rute hat er einen Flasher mon-tiert und dahinter einen Perlmuttspinner. Die Aufgabe des Flashers, der aus mehreren, hintereinander aufgereihten Spinnerblättern besteht, ist es, die Fische durch Reflexionen in die unmittelbare Umgebung zu locken, damit sie den Köder am Ende der Montage attackieren. Ungefähr fünf Meter neben dem Spinner platziert er die Montage der zweiten Rute mit einem toten Ukelei als Köder, und weitere fünf Meter draußen die dritte Rute mit einem extra breiten Apex-Löffel in Größe 4 und dem leuchtenden Dekor „Green Splatter“. Die Backbordseite ist Peters „Spielwiese“. Genau wie Ulf, platziert auch er auf seiner Seite zunächst drei Ruten am Downrigger. Aber Peter haben es mehr die Forellen angetan. Neben einer Rute mit Flasher und einem Spinner als Köder setzt er die beiden weiteren Ruten mit Köderfischen – beide Montagen auf einer Tiefe von etwa fünf Metern und rund fünf Meter voneinander entfernt. Zusätzlich zu den insgesamt sechs Ruten an den Downriggern fischen wir mit vier weiteren Paravanruten mit Montagen knapp unter der Oberfläche. Um die Köder auf einer etwas weiteren Wasserfläche anzubieten, verwenden wir Scherbretter. Birnenbleie in Gewichten zwischen 20 und 80 Gramm dienen dazu, die Köder auf Tiefe zu bringen. Peter schleppt auf diesen äußeren Ruten mit kleinen Köderfischen. Auch Ulf setzt an einer Rute auf einen Ukelei, an der zweiten befindet sich ein bunter Orkla-Löffel.

Angeln mit Ulf „Wolfie“ Johansson

Ulf Johansson guidet von Juli bis September auf dem Vätternsee. Im Rest des Jahres ist er weiter südlich in Blekinge zu finden. Dann können Sie bei ihm Guidingtouren auf Lachs und Hecht buchen. An beiden Standorten vermittelt Ulf auf Wunsch auch Unterkünfte mit Verpflegung. Das Boot, das er auf dem Vätternsee fährt, ist eine voll ausgestattete Ocqueteau 730 mit ausreichend Platz für fünf Personen. Preise, Buchung und weitere Informationen finden Sie unter wolfishingsweden.com

WIE LANG SIND DIE SCHNÜRE? SCHAU IN DEN HIMMEL!

Beim Schleppen folgen Ulf und Peter einer Regel: Sie machen die Länge der Schnur zwischen Köder und Downrigger beziehungsweise Paravan von den Wetterbedingungen abhängig. Ist es tendenziell eher sonnig und windstill, sollte die Schnur länger sein als beim Angeln bei Bewölkung und Wind. Grundsätzlich beträgt die Länge der Schnur am Downrigger zwischen 10 und 40 Fuß (3 bis 12 Meter) und an der Paravanrute 100 bis 180 Fuß (30 bis 55 Meter). Heute ist das Wetter wunderbar, sodass wir mehr Schnur freigeben. Es ist vollbracht und ein prächtiger Anblick: Zehn Ruten biegen sich schön über das Achterdeck verteilt – wir fischen in allen erdenklichen Tiefen vom Grund bis zur Oberfläche. Die Sonne steht nun bereits ein wenig höher am Himmel und wärmt uns. Ein paar Möwen hüpfen über die Wasseroberfläche und unser Nachbarboot zieht nur zwei Steinwürfe entfernt den ersten Fisch des Tages an Deck. Saiblinge sind ein bisschen wie Kleinkinder: Sie lieben Spielzeug, das funkelt und glänzt. Ulf reißt eine rote Samtschachtel mit kleinen Fächern auf. Sie ist randvoll mit schönen Spinnern und Spinnerblättern aus Perlmutt: „Diese Kiste ist von unschätzbarem Wert. Ich könnte nicht mehr aufhören zu heulen, wenn ich sie verlieren würde. In dieser Schatulle befinden sich alle meine Perlmuttspinner, die wichtigsten Köder für den Saibling“, sagt Ulf und pickt sich einen der Spinner heraus. Als er die Kiste schließt, zittert eine der Rutenspitzen. Der erste Fisch!

So knacken Sie den Vätternsee-Code

Achten Sie aufs Wetter und die Windrichtung.

Probieren Sie verschiedene Geschwindigkeiten und Tiefen aus. Fahren Sie aber nicht zu schnell, am besten nicht mehr als zwei Knoten.

Suchen (und finden) Sie die Saiblinge an den Scharkanten, hauptsächlich in einer Tiefe von 20 bis 25 Metern.

Angeln Sie vornehmlich am frühen Morgen und am späten Abend.

Holen Sie sich eine Schlepprute und montieren Sie einen Spinner oder einen Apex-Blinker an die Schnur.

Lernen Sie, das Echolot richtig einzusetzen, damit Sie sehen können, ob sich aktive Fische in der unmittelbaren Umgebung befinden.

Experimentieren Sie mit verschiedenen Kombinationen von Ködern und Köderfisch-System und präsentieren Sie diese in unterschiedlichen Tiefen.

HEISSE SCHLEPPZONEN: BESTE CHANCEN AN DEN SCHARKANTEN

Max schnappt sich blitzschnell die Rute und nur wenige Minuten später keschert Peter einen schönen Saibling. Es ist kein Trophäenfisch, aber dennoch wunderschön anzusehen. Ulf löst den Saibling vom Haken und setzt ihn sofort zurück, denn er ist noch untermaßig. Der Fisch hatte die „Turbo-Doris“ kompromisslos genommen. Dieser Perlmuttspinner gehört zu Ulfs absoluten Lieblingsködern. Wir fischen weiter außerhalb von Norregrundet, einem der großen Schutzgebiete im See. Das Boot fährt mit einer Geschwindigkeit von knapp unter zwei Knoten. Ich nutze die Gelegenheit, um Ulf zu fragen, welches Schlepptempo er bevorzugt. „Einer der häufigsten Anfängerfehler ist, dass man zu schnell und zu flach fischt. In diesem Jahr fangen wir sowohl Forellen als auch Saiblinge mit 1,7 bis 1,9 Knoten. Aber es gibt keine Regeln ohne Ausnahmen und an manchen Tagen müssen wir bis auf 1,3 Knoten herunter, damit die Saiblinge beißen“, sagt Ulf.

Wir suchen die Fische an Scharkanten, in der Nähe von tiefem Wasser. Mitten am Tag und bei Sonnenschein schwankt die Schlepptiefe zwischen 32 und 42 Metern. Ein unschätzbar wertvolles Hilfsmittel für Ulf und Peter ist der Fishhawk, ein Geschwindigkeits- und Temperaturmesser, den sie am Ende des Downriggers anbringen. Ulf erklärt: „Ohne den Fishhawk ist es unmöglich zu wissen, wie schnell der Köder läuft, besonders in einem See wie diesem mit teilweise starker Strömung. Nehmen wir einmal an, wir wollen mit 1,9 Knoten fischen und haben eine Strömungsgeschwindigkeit von einem Knoten. Ohne es tatsächlich zu wissen, präsentieren wir den Köder dann mit 2,9 Knoten statt mit 1,9 Knoten. Die richtige Schleppgeschwindigkeit kann den Unterschied zwischen fangen und nicht fangen ausmachen.

Vor einer atemberaubenden Naturkulisse mit tiefblauem Himmel, strahlender Sonne und glitzerndem Wasser fangen wir noch ein paar weitere Fische – allesamt wunderschöne Saiblinge in unterschiedlichen Gewichten. Einige behalten wir für ein kleines Festmahl, die meisten werden aber zurückgesetzt.

NUR MUT: PROBIEREN SIE ES MIT DEM EIGENEN BOOT

Viele glauben, dass man ein voll ausgerüstetes Trolling-Boot mit jeder Menge Elektronik und einem Rutenwald braucht, um am Vättern erfolgreich angeln zu können. Zum Glück stimmt das nicht. Sie können ein normales Motorboot benutzen, solange Sie auf die Wettervorhersage achten. Gerade im Sommer gibt es viele Tage, an denen es windstill ist und Sie somit die Möglichkeit haben, vom Kleinboot zu angeln. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf haben, dass der See riesig ist und sich die Bedingungen schnell ändern können. Sicherheit steht immer an erster Stelle und ist wichtiger als jeder Fang – ausnahmslos! Deshalb sollten Sie generell eine Schwimmweste tragen. Das Mobiltelefon muss aufgeladen und in einer wasserdichten Tasche verstaut sein.

Als Kapitän eines kleinen Bootes ist es besonders wichtig, auf dem See alles im Auge zu behalten, was sich an der Oberfläche bewegt, von Markierungen für Krebskäfige bis hin zu anderen Booten und der Visingsö-Fähre. Auch als Kleinbootbesitzer sollten Sie ein Kombiinstrument mit aktueller Seekarte im Boot haben. Zusätzlich zu den Vorteilen beim Angeln, können Sie genau sehen, wo Sie sich auf dem See befinden – und wenn Sie im Dunkeln fischen, können Sie problemlos zum Hafen zurückkehren. Im Stauraum sollten sich ein Schlepptau mit ausreichend langem Seil, ein Reservekanister Benzin und eine Taschenlampe befinden. Informieren Sie vor Ihrer Ausfahrt immer andere Menschen, wohin Sie fahren und in welchem Gebiet Sie angeln möchten.

GRUNDSOLIDE AUSSTATTUNG: DIESES MATERIAL IST EIN MUSS

Neben den etwas mahnenden, aber doch so wichtigen Gedanken rund um die Sicherheit, ist aber auch eine bestimmte Ausrüstung erforderlich. Die beste Möglichkeit, um den Köder in die Tiefe zu bringen, ist natürlich der Downrigger. Denken Sie nur daran, dass er ein Gewicht von mindestens sechs Kilo tragen muss. Zusätzlich braucht man Schleppruten in der 10- bis 20-lb-Klasse mit einer entsprechenden Multirolle. Diese sollte mit reichlich, qualitativ hochwertiger Nylonschnur in einer Stärke von 0,40 Millimeter gefüllt sein. Außerdem brauchen Sie ein anständiges Saiblingsvorfach mit fünf bis sechs Spinnerblättern und ein paar heißen Ködern. Kleiner Tipp: Schauen Sie sich das Sortiment der kunstvollen Handarbeit von Ulf „Orkla“ Andersson an. Er baut Blinker und Spinner, die für den Vätternsee wie geschaffen sind.

„PETERS CHOICE“: PLASTIKKÖPFE IN GELB-SCHWARZ

Eine Rollenbremse heult auf und übertönt den Motorenlärm. Schlafwandlerisch sicher greift Peter nach einer der Ruten, deren Köder nah an der Oberfläche läuft. Der Fisch sorgt für einen kräftigen, deutlich sichtbaren Schwall und reißt im nächsten Moment jede Menge Schnur von der Rolle. Mit etwas Mühe bekommt Peter den Fisch unter Kontrolle, der nun ungefähr 30 Meter hinter dem Boot wieder auftaucht. Im klaren Wasser sehen wir einen kräftigen, silbernen Körper. Peter drillt den Fisch ans Boot, sodass Ulf ihn keschern kann. Wenig später liegt eine silberne, vier Kilo schwere Forelle in Peters Schoß. In ihrem Maulwinkel hängt der Drilling eines von Peter entwickelten Köderfisch-Schleppsystems mit Plastikkopf. Seine gelb-schwarze Farbgebung ist Peters Kreation, sodass er diesen Köder kurzerhand „Peters Choice“ genannt hat. Laut seines Erfinders handelt es sich um eine echte Gewinnerfarbe, die fast immer Fische fängt und das in unterschiedlichen Tiefen. Peter schickte einige Bilder vom Kopf des Systems an den Hersteller – und bereits ein paar Monate später ging „Peters Choice“ in die Produktion.

„Einer der häufigsten Anfängerfehler ist, dass man zu schnell und zu flach fischt.“

Wir fahren nach Hause, ein erlebnisreicher Angeltag geht zu Ende. Wir haben viele Saiblinge gefangen, die größten in der Zwei-Kilo-Klasse. Starke Forellen sind uns entkommen, haben unsere Vorfächer zerrissen und auch ein schöner Hecht war dabei. Wir sind dankbar für die Lehrstunden unserer Gastgeber, doch bei unserem nächsten Vätternsee-Besuch wollen wir mit dem eigenen Boot angreifen.

Schutzzonen sorgen für mehr Fisch

Es gibt einen einfachen Grund, warum das Angeln auf dem Vätternsee so gut ist: Im See gibt es ausgeprägte Verbots- und Schutzzonen, in denen die Bestände von Saibling, Lachs, Forelle und der immer seltener werdenden Äsche geschont werden.

Mindestmaße: 50 Zentimeter für Forelle und Saibling, 60 Zentimeter für Lachs. Entnahme: Drei Fische pro Person/Tag, davon zwei Saiblinge.

Wenn Sie im Vätternsee angeln wollen, unterschreiben Sie zuvor dafür, dass Sie die Angelregeln streng einhalten. Verstöße können mit bis zu zwei Jahren Gefängnis bestraft werden.

Kaum vorstellbar: So groß ist der Vätternsee!

Der Vätternsee ist ein riesiges Gewässer. Er ist der zweitgrößte See Schwedens und der fünftgrößte in Europa. Mit einer Oberfläche von 1.912 Quadratkilometern ist der Vättern mehr als doppelt so groß wie die Insel Rügen, fast viermal so groß wie der Bodensee und 88-mal so groß wie der Airport Frankfurt, Deutschlands größter Flughafen. Auf seiner Fläche wäre Platz für 267.787 Fußballfelder.

Die tiefste bekannte Stelle liegt bei 128 Metern. Der See ist durchschnittlich 40 Meter tief. Der Vättern ist für die Qualität seines klaren Wassers berühmt. Viele Bewohner der Region beziehen ihr Trinkwasser direkt aus dem See. Das Wasser muss nicht großartig aufbereitet werden, bevor es in den umliegenden Städten und Gemeinden verwendet wird. Das Wasser kann an nahezu jeder Stelle des Sees bedenkenlos getrunken werden. Einheimische behaupten stolz, der Vättern sei der größte Trinkwassersee der Welt.

Dank des sauberen Wassers gibt es auch viele Fische, insgesamt sollen 31 Arten vorkommen: Barsch, Zander, Forelle, Lachs, Weißfische und und und ... Wundern Sie sich auch nicht, wenn ein großer Hecht mitten am Tag und Hunderte Meter vom Ufer entfernt einen an der Oberfläche geführten Köder über 40 Meter Wassertiefe nimmt. Und dann gibt es ja auch noch den weltweit bekannten Vätternsaibling. Wenn Sie Glück haben, können Sie einen echten Trophäenfisch erwischen. Ganz nebenbei angeln Sie mitten in einer fantastischen Natur, in glasklarem Wasser mit einer Sichttiefe von bis zu 15 Metern.